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  • Preist den König der Ewigkeit!
    Der Wachtturm 1996 | 1. April
    • Preist den König der Ewigkeit!

      „Jehova ist König auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (PSALM 10:16).

      1. Welche Fragen entstehen in Verbindung mit dem Begriff Ewigkeit?

      EWIGKEIT — was stellen wir uns darunter vor? Glauben wir, daß die Zeit wirklich immer weitergeht? Nun, es besteht kein Zweifel daran, daß die Zeit unbegrenzt in die Vergangenheit zurückreicht. Warum sollte sie dann nicht auch endlos in die Zukunft weiterreichen? In der Neuen-Welt-Übersetzung heißt es mit Bezug auf Gott tatsächlich, er sei gepriesen „von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit“ (Psalm 41:13). Was bedeutet diese Aussage? Wir werden das vielleicht besser verstehen, wenn wir uns kurz mit einem vergleichbaren Thema beschäftigen — mit dem Weltraum.

      2, 3. (a) Welche Fragen in Verbindung mit dem Weltraum helfen uns, eine Vorstellung von der Ewigkeit zu bekommen? (b) Warum sollte es unser Wunsch sein, den König der Ewigkeit anzubeten?

      2 Wie groß ist der Weltraum? Hat er Grenzen? Bis vor 400 Jahren hielt man die Erde für das Zentrum des Universums. Dann verbesserte Galilei das Fernrohr, wodurch ein wesentlich tieferer Einblick in den Himmel möglich wurde. Galilei konnte nun viele weitere Sterne sehen, und er konnte beweisen, daß sich die Erde und die anderen Planeten um die Sonne drehen. Die Milchstraße war nicht länger ein milchig schimmerndes Band. Sie erwies sich als eine aus etwa 100 Milliarden Sternen bestehende Galaxis. Eine so große Zahl von Sternen könnten wir niemals zählen, selbst wenn wir unser ganzes Leben darauf verwenden würden. In jüngerer Zeit haben Astronomen Milliarden von Galaxien entdeckt. So weit, wie die stärksten Teleskope reichen, stößt man in den unendlichen Weiten des Weltraums auf Galaxien. Der Weltraum ist offenbar grenzenlos. Dasselbe trifft auf die Ewigkeit zu — sie hat keine Grenzen.

      3 Die Vorstellung von der Ewigkeit scheint über das Begriffsvermögen unseres begrenzten menschlichen Verstandes hinauszugehen. Es gibt allerdings jemanden, dem diese Vorstellung überhaupt keine Probleme bereitet. Er kann die Billiarden von Sternen in den Milliarden von Galaxien zählen, ja sogar mit Namen nennen. Dieser Eine sagte: „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines davon. Hast du nicht erkannt, oder hast du nicht gehört? Jehova, der Schöpfer der äußersten Enden der Erde, ist ein Gott auf unabsehbare Zeit. Er wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerforschlich“ (Jesaja 40:26, 28). Welch ein wunderbarer Gott! Gewiß ist er der Gott, den wir von Herzen gern anbeten möchten.

      „König auf unabsehbare Zeit“

      4. (a) Wie brachte David seine Wertschätzung für den König der Ewigkeit zum Ausdruck? (b) Was sagte einer der größten Wissenschaftler der Geschichte über den Ursprung des Universums?

      4 David äußerte gemäß Psalm 10:16 folgendes über diesen Schöpfergott: „Jehova ist König auf unabsehbare Zeit, ja für immer.“ Und in Psalm 29:10 finden wir eine Wiederholung seiner Aussage: „Jehova sitzt als König auf unabsehbare Zeit.“ Ja, Jehova ist der König der Ewigkeit. Außerdem bestätigte David, daß dieser erhabene König der Bildner und Schöpfer aller Dinge ist, die im Weltraum zu sehen sind, als er gemäß Psalm 19:1 auf folgendes hinwies: „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund.“ Etwa 2 700 Jahre später zeigte der berühmte Wissenschaftler Sir Isaac Newton, daß er derselben Ansicht war wie David. Newton schrieb: „Dieses wunderbare System der Sonne, der Planeten und Kometen konnte nur gemäß dem Vorhaben und kraft der unumschränkten Macht eines weisen und mächtigen Wesens entstanden sein.“

      5. Was schrieben Jesaja und Paulus über den Quell der Weisheit?

      5 Wie demütig uns doch die Erkenntnis machen sollte, daß der Souveräne Herr Jehova, den die unermeßlich großen „Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, ... nicht fassen [können]“, ewig lebt! (1. Könige 8:27). Jehova, der in Jesaja 45:18 als „der Schöpfer der Himmel, ... der Bildner der Erde und der sie gemacht hat“ bezeichnet wird, ist der Quell einer Weisheit, die das Begriffsvermögen sterblicher Menschen weit übersteigt. Jehova sagte, wie in 1. Korinther 1:19 gezeigt wird: „Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten, und die Intelligenz der Intellektuellen will ich beseitigen.“ Gemäß Vers 20 fügte der Apostel Paulus hinzu: „Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Debattenredner dieses Systems der Dinge? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?“ Ja, wie Paulus gemäß Kapitel 3, Vers 19 weiter ausführte, ‘ist die Weisheit dieser Welt Torheit bei Gott’.

      6. Was wird in Prediger 3:11 über die „unabsehbare Zeit“ gesagt?

      6 Die Himmelskörper sind ein Bestandteil der Schöpfung, auf die sich König Salomo gemäß Prediger 3:11 bezog: „Alles hat er [Gott] schön gemacht zu seiner Zeit. Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt, damit der Mensch das Werk nie herausfinde, das der wahre Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende.“ Das Bemühen, die Bedeutung der ‘unabsehbaren Zeit’, das heißt der Ewigkeit, herauszufinden, ist dem Menschen tatsächlich ins Herz gegeben. Doch kann er überhaupt eine solche Erkenntnis erlangen?

      Wunderbare Lebensaussichten

      7, 8. (a) Welche wunderbaren Lebensaussichten stehen Menschen offen, und wie kann man diese erlangen? (b) Warum sollten wir uns darüber freuen, daß die göttliche Belehrung bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird?

      7 Jesus Christus sagte in einem Gebet zu Jehova: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Wie können wir eine solche Erkenntnis erwerben? Wir müssen Gottes Wort, die Bibel, studieren. Dadurch können wir eine genaue Erkenntnis der großartigen Vorsätze Gottes erhalten, einschließlich der durch seinen Sohn geschaffenen Vorkehrung zur Erlangung ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde. Das wird das „wirkliche Leben“ sein, von dem in 1. Timotheus 6:19 die Rede ist. Es wird im Einklang mit dem sein, was in Epheser 3:11 als ‘der ewige Vorsatz’ bezeichnet wird, den Gott „in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefaßt hat“.

      8 Ja, wir sündigen Menschen können durch göttliche Belehrung und durch Glauben an Jesu Loskaufsopfer ewiges Leben erlangen. Wie lange wird diese Belehrung dauern? Sie wird bis in alle Ewigkeit fortgesetzt werden, da die Menschheit fortschreitend in der Weisheit unseres Schöpfers unterwiesen wird. Die Weisheit Jehovas ist grenzenlos. Angesichts dieser Erkenntnis fühlte sich der Apostel Paulus zu dem Ausruf veranlaßt: „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!“ (Römer 11:33). Daher ist es wirklich passend, daß Jehova in 1. Timotheus 1:17 der „König der Ewigkeit“ genannt wird.

      Jehovas Weisheit in der Schöpfung

      9, 10. (a) Welche großartigen Werke vollbrachte Jehova bei der Vorbereitung der Erde als sein Geschenk für die Menschen? (b) Wie kommt die alles überragende Weisheit Jehovas in seinen Schöpfungswerken zum Ausdruck? (Siehe Kasten.)

      9 Machen wir uns einmal bewußt, welch ein herrliches Erbe der König der Ewigkeit uns Menschen zur Verfügung gestellt hat. Wir erfahren aus Psalm 115:16: „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben.“ Sind wir nicht auch der Meinung, daß uns etwas Wunderbares anvertraut worden ist? Ganz gewiß! Und wie sehr wir doch die hervorragende Vorsorge unseres Schöpfers schätzen, die er bei der Vorbereitung der Erde als unserer Heimat getroffen hat! (Psalm 107:8).

      10 Gemäß 1. Mose, Kapitel 1 gingen während der sechs Schöpfungs„tage“, die jeweils Tausende von Jahren dauerten, auf der Erde wunderbare Entwicklungen vor sich. Das Endergebnis der Schöpfungswerke Gottes sollte eine Erde sein, die mit einem üppigen Grasteppich sowie mit stattlichen Wäldern und bunten Blumen bedeckt sein würde. Es sollte ein Gewimmel exotischer Meeresbewohner geben, Scharen von entzückenden Vögeln und große Mengen von Haustieren und ungezähmten Wildtieren, wobei sich jedes Geschöpf „nach seiner Art“ fortpflanzen würde. In 1. Mose 1:31 wird im Anschluß an die Beschreibung der Erschaffung von Mann und Frau erklärt: „Gott [sah] alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ In welch einer herrlichen Umgebung lebten doch jene ersten Menschen! Erkennen wir in all den Schöpfungswerken nicht die Weisheit, die Vorsorge und das Interesse eines liebevollen Schöpfers? (Jesaja 45:11, 12, 18).

      11. Wie pries Salomo die Weisheit Jehovas in der Schöpfung?

      11 Salomo war ein Mensch, der die Weisheit des Königs der Ewigkeit bewunderte. Wiederholt lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Weisheit des Schöpfers (Sprüche 1:1, 2; 2:1, 6; 3:13-18). Von Salomo stammt die Zusicherung, daß ‘die Erde auf unabsehbare Zeit besteht’. Er schätzte die vielen Wunder der Schöpfung, zum Beispiel, daß die Regenwolken dazu beitragen, unsere Erde zu erfrischen. Deshalb schrieb er: „Alle Winterwildbäche gehen aus zum Meer, doch das Meer selbst ist nicht voll. An den Ort, wo die Winterwildbäche ausgehen, dorthin kehren sie zurück, um auszugehen“ (Prediger 1:4, 7). Nachdem Regenfälle und Flüsse die Erde erfrischt haben, werden aus dem ins Meer geflossenen Wasser wieder Wolken gebildet. Wie würde die Erde wohl aussehen — und wo wären wir — ohne diese Reinigung und Wiederverwendung des Wassers?

      12, 13. Wodurch können wir Wertschätzung für Gottes Schöpfung zeigen?

      12 Unsere Wertschätzung für das Gleichgewicht in der Schöpfung sollten wir durch entsprechendes Handeln untermauern, wie König Salomo in den Schlußworten des Buches Prediger zeigte: „Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht. Denn der wahre Gott selbst wird jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse“ (Prediger 12:13, 14). Wir sollten uns davor fürchten, irgend etwas zu tun, was Gott mißfällt. Stets sollten wir uns bemühen, ihm mit ehrfürchtiger Scheu zu gehorchen.

      13 Ja, es sollte unser Wunsch sein, den König der Ewigkeit für seine großartigen Schöpfungswerke zu preisen. In Psalm 104:24 wird erklärt: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.“ Freudig wollen wir dem letzten Vers dieses Psalms beipflichten, indem wir sowohl uns selbst als auch andere auffordern: „Segne Jehova, o meine Seele. Preiset Jah!“

      Die Krönung der irdischen Schöpfungswerke

      14. Inwiefern ist der von Gott geschaffene Mensch den Tieren weit überlegen?

      14 Die gesamte Schöpfung Jehovas ist ein Meisterwerk. Die bemerkenswerteste Schöpfung auf der Erde sind jedoch wir Menschen. Als Höhepunkt des sechsten Schöpfungstages brachte Jehova zunächst Adam und später Eva hervor — eine Schöpfung, die den Fischen, den Vögeln und allen anderen Tieren weit überlegen war. Während viele Tiere instinktiv weise sind, ist der Mensch mit Verstandeskraft ausgestattet, mit einem Gewissen, das zwischen richtig und falsch unterscheiden kann, mit der Fähigkeit, für die Zukunft zu planen, und mit einem angeborenen Verlangen, Gott anzubeten. Doch wie ist all das ins Dasein gekommen? Der Mensch hat sich nicht aus vernunftlosen Tieren entwickelt, sondern wurde im Bilde Gottes erschaffen. Daher kann nur der Mensch die Eigenschaften des Schöpfers widerspiegeln, der von sich selbst sagte: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ (2. Mose 34:6).

      15. Warum sollten wir Jehova demütig lobpreisen?

      15 Wir wollen Jehova preisen und ihm dafür danken, wie erstaunlich unser Körper gemacht ist. Das gesamte Volumen des für unser Leben unerläßlichen Blutes wird in 60 Sekunden einmal durch unseren Körper gepumpt. Wie es in 5. Mose 12:23 heißt, ‘ist das Blut die Seele’ — unser Leben —, und es ist kostbar in Gottes Augen. Stabile Knochen, bewegliche Muskeln und ein empfindliches Nervensystem werden gekrönt von einem Gehirn, das jedem tierischen Gehirn weit überlegen ist und eine Kapazität hat, die nicht einmal ein Computer von der Größe eines Wolkenkratzers erreichen würde. Sollten wir angesichts dessen nicht wirklich demütig sein? Ganz gewiß! (Sprüche 22:4). Und denken wir auch an folgendes: Durch das Zusammenwirken von Lunge, Kehlkopf, Zunge, Zähnen und Mund können wir Laute in Tausenden von Sprachen hervorbringen. David faßte es in die passenden Worte: „Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, wie meine Seele es sehr wohl weiß“ (Psalm 139:14). Schließen wir uns David an, und lobpreisen wir dankbar Jehova, unseren wunderbaren Schöpfer und Gott!

      16. Was äußerte ein bekannter Komponist in einem Lied zum Lobpreis Jehovas, und welche Einladung sollten wir unbedingt annehmen?

      16 Im Libretto eines von Joseph Haydn im 18. Jahrhundert komponierten Oratoriums zum Lobpreis Jehovas heißt es: „Singet dem Herren alle Stimmen! Dankt ihm, alle seine Werke! Laßt zu Ehren seines Namens Lob im Wettgesang erschallen! Des Herren Ruhm, er bleibt in Ewigkeit. Amen.“ Noch schöner sind allerdings die oft wiederholten inspirierten Worte in den Psalmen, wie die Aufforderung, die im 107. Psalm viermal ergeht: „O möge man Jehova danken für seine liebende Güte und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.“ Hast du dich diesem Lobpreis angeschlossen? Du solltest es tun, denn alles, was wirklich schön ist, stammt von Jehova, dem König der Ewigkeit.

      Noch machtvollere Werke

      17. Wie wird Jehova im ‘Lied Mose und des Lammes’ gepriesen?

      17 In den vergangenen 6 000 Jahren hat der König der Ewigkeit sogar noch machtvollere Werke in Gang gesetzt. Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, heißt es in Kapitel 15, Vers 3, 4 von denjenigen, die im Himmel über dämonische Feinde triumphiert haben: „Sie singen das Lied Mose, des Sklaven Gottes, und das Lied des Lammes, indem sie sagen: ‚Groß und wunderbar sind deine Werke, Jehova Gott, du Allmächtiger. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Ewigkeit. Wer wird dich nicht wirklich fürchten, Jehova, und deinen Namen verherrlichen, denn du allein bist loyal? Denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Verordnungen offenbar gemacht worden sind.‘“ Warum wird es das ‘Lied Mose und des Lammes’ genannt? Darauf wollen wir näher eingehen.

      18. An welche Machttat wird in dem Lied in 2. Mose, Kapitel 15 erinnert?

      18 Vor etwa 3 500 Jahren, als das mächtige Heer Pharaos im Roten Meer versank, priesen die Israeliten Jehova dankbar in einem Lied. Wir lesen in 2. Mose 15:1, 18: „Zu jener Zeit sangen dann Moses und die Söhne Israels Jehova dieses Lied und sprachen folgendes: ‚Singen will ich Jehova, denn er hat sich hoch erhaben gezeigt. Das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt. Jehova wird als König regieren auf unabsehbare Zeit, ja immerdar.‘“ Die gerechten Verordnungen des Königs der Ewigkeit wurden dadurch offenbar gemacht, daß er Feinde, die seine Souveränität herausforderten, verurteilte und hinrichtete.

      19, 20. (a) Warum brachte Jehova die Nation Israel ins Dasein? (b) Wie haben das Lamm und andere Satans Behauptung widerlegt?

      19 Warum war dieses Vorgehen erforderlich? Im Garten Eden verführte die arglistige Schlange unsere Ureltern zur Sünde. Die Folge waren Sünde und Unvollkommenheit, die an alle Menschen weitergegeben wurden. Der König der Ewigkeit unternahm im Einklang mit seinem ursprünglichen Vorsatz jedoch sofort Schritte, die zur Vertreibung all seiner Feinde aus dem Bereich der Erde und zur Wiederherstellung paradiesischer Verhältnisse führen sollten. Er brachte die Nation Israel ins Dasein und gab ihr sein Gesetz, um vorzuschatten, wie er vorgehen würde (Galater 3:24).

      20 Im Laufe der Zeit wurde Israel allerdings untreu, und dieser traurige Zustand gipfelte darin, daß die Führer Israels den einziggezeugten Sohn Gottes an die Römer auslieferten, die ihn auf grausame Weise quälten und töteten (Apostelgeschichte 10:39; Philipper 2:8). Doch dadurch, daß Jesus bis zu seinem Opfertod als das „Lamm Gottes“ die Lauterkeit bewahrte, wurde auf herausragende Weise widerlegt, was Gottes alter Widersacher, Satan, behauptet hatte — daß kein Mensch auf der Erde unter schweren Prüfungen Gott treu bleiben würde (Johannes 1:29, 36; Hiob 1:9-12; 27:5). Millionen weitere gottesfürchtige Menschen sind trotz der von Adam ererbten Unvollkommenheit den Fußstapfen Jesu gefolgt und haben selbst angesichts satanischer Angriffe die Lauterkeit bewahrt (1. Petrus 1:18, 19; 2:19, 21).

      21. Was wird, gestützt auf Apostelgeschichte 17:29-31, als nächstes besprochen?

      21 Nun ist für Jehova der Tag gekommen, die Treuen zu belohnen und alle Feinde der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu richten (Apostelgeschichte 17:29-31). Wie wird das geschehen? Das wird in dem nächsten Artikel gezeigt.

  • Preist den König der Ewigkeit!
    Der Wachtturm 1996 | 1. April
    • Die alles überragende Weisheit Jehovas

      Die Weisheit des Königs der Ewigkeit kommt in wirklich vielfältiger Form in seinen irdischen Werken zum Ausdruck. Beachten wir folgende Worte Agurs: „Jede Rede Gottes ist geläutert. Er ist ein Schild denen, die zu ihm Zuflucht nehmen“ (Sprüche 30:5). Dann erwähnt Agur viele der von Gott geschaffenen großen und kleinen Lebewesen. In den Versen 24 bis 28 beschreibt er zum Beispiel „vier Dinge ..., die die kleinsten der Erde sind, aber sie sind instinktiv weise“. Das sind die Ameise, der Klippdachs, die Heuschrecke und die Gecko-Eidechse.

      „Instinktiv weise“ — ja, so wurden die Tiere geschaffen. Sie überlegen nicht wie die Menschen, sondern verlassen sich auf eine ihnen innewohnende Weisheit. Haben wir nicht auch schon über die Tiere gestaunt? Welch eine Ordnung in dieser Schöpfung doch zum Ausdruck kommt! Ameisen sind beispielsweise in Kolonien organisiert, die unter anderem aus der Königin, aus Arbeiterinnen und männlichen Ameisen bestehen. Bei einigen Arten halten die Arbeiterinnen in von ihnen errichteten „Ställen“ sogar Blattläuse. Sie melken die Blattläuse, während andere Ameisen, Soldaten, eindringende Feinde vertreiben. Sprüche 6:6 enthält die Aufforderung: „Geh zur Ameise, du Fauler; sieh ihre Wege, und werde weise.“ Sollten solche Beispiele uns Menschen nicht veranlassen, „reichlich beschäftigt im Werk des Herrn“ zu sein? (1. Korinther 15:58).

      Der Mensch baut riesige Flugzeuge. Doch wieviel wendiger sind die Vögel, wie zum Beispiel der Kolibri, der nur wenige Gramm wiegt! Eine Boeing 747 benötigt für einen Transozeanflug 180 000 Liter Treibstoff, die Bedienung durch eine geschulte Besatzung und komplizierte Navigationssysteme. Einem winzigen Kolibri genügt lediglich 1 Gramm Fett als Brennstoff, um den langen Weg von Nordamerika über den Golf von Mexiko nach Südamerika zurückzulegen. Er benötigt keine große Treibstofflast, keine Ausbildung in Navigation, keine komplizierten Karten oder Computer. Ist diese Fähigkeit das Ergebnis eines vom Zufall bestimmten Evolutionsprozesses? Wohl kaum! Der winzige Vogel ist instinktiv weise — von seinem Schöpfer, Jehova Gott, dementsprechend programmiert.

  • „Preiset Jah!“
    Der Wachtturm 1996 | 1. April
    • „Preiset Jah!“

      „Alles, was atmet — es preise Jah“ (PSALM 150:6).

      1, 2. (a) In welchem Umfang hatte das wahre Christentum im 1. Jahrhundert Gedeihen? (b) Wovor hatten die Apostel im voraus gewarnt? (c) Wie breitete sich der Abfall aus?

      JESUS brachte für seine Jünger die Christenversammlung ins Dasein, die im 1. Jahrhundert Gedeihen hatte. Trotz des erbitterten Widerstands von religiöser Seite wurde damals die gute Botschaft „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt“ (Kolosser 1:23). Doch nach dem Tod der Apostel Jesu Christi förderte Satan auf hinterlistige Weise den Abfall.

      2 Die Apostel hatten bereits im voraus davor gewarnt. Paulus sagte beispielsweise zu den Ältesten aus Ephesus: „Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen Sohnes erkauft hat. Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen“ (Apostelgeschichte 20:28-30; siehe auch 2. Petrus 2:1-3; 1. Johannes 2:18, 19). Im 4. Jahrhundert begann das abtrünnige Christentum dann, mit dem Römischen Reich gemeinsame Sache zu machen. Einige Jahrhunderte später errang das Heilige Römische Reich, das enge Beziehungen zum Papst in Rom unterhielt, die Herrschaft über einen großen Teil der Menschheit. Die furchtbaren Exzesse der katholischen Kirche lösten schließlich die protestantische Reformation aus; es gelang jedoch nicht, das wahre Christentum wiederherzustellen.

      3. (a) Wann und wie wurde die gute Botschaft in der ganzen Schöpfung gepredigt? (b) Welche auf die Bibel gestützten Erwartungen erfüllten sich 1914?

      3 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es allerdings eine Gruppe aufrichtiger Erforscher der Bibel, die erneut eifrig predigten und ‘in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, die Hoffnung der guten Botschaft’ verbreiteten. Auf Grund ihres Studiums der biblischen Prophezeiungen konnte diese Gruppe schon mehr als 30 Jahre im voraus darauf hinweisen, daß das Jahr 1914 durch das Ende der „bestimmten Zeiten der Nationen“ gekennzeichnet sein würde, das Ende eines Zeitabschnitts von „sieben Zeiten“ oder 2 520 Jahren, der mit der Zerstörung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. begonnen hatte (Lukas 21:24; Daniel 4:16). In Erfüllung dieser Erwartungen erwies sich 1914 als Wendepunkt in den Angelegenheiten der Menschen auf der Erde. Auch im Himmel spielten sich historische Ereignisse ab. Damals setzte der König der Ewigkeit den ihm zur Seite stehenden König, Jesus Christus, auf einen himmlischen Thron — ein vorbereitender Schritt, um sämtliche Bosheit von der Oberfläche der Erde zu beseitigen und das Paradies wiedererstehen zu lassen (Psalm 2:6, 8, 9; 110:1, 2, 5).

      Schaut auf den messianischen König!

      4. Wie wurde Jesus der Bedeutung seines Namens Michael gerecht?

      4 Jesus, der messianische König, begann 1914 zu handeln. In der Bibel wird er auch Michael genannt, was „Wer ist wie Gott?“ bedeutet, denn er ist fest entschlossen, die Souveränität Jehovas zu rechtfertigen. Gemäß Offenbarung 12:7-12 zeichnete der Apostel Johannes auf, was in einer Vision, das weitere Geschehen betreffend, gezeigt wurde: „Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert.“ Welch ein tiefer Sturz!

      5, 6. (a) Welche aufrüttelnde Ankündigung erfolgte nach 1914 im Himmel? (b) Inwiefern stimmt das mit Matthäus 24:3-13 überein?

      5 Im Himmel verkündete dann eine laute Stimme: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt! Und sie [die treuen Christen] haben ihn wegen des Blutes des Lammes [Christus Jesus] und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt.“ Das bedeutet Befreiung für die Bewahrer der Lauterkeit, die Glauben an das kostbare Loskaufsopfer Jesu ausgeübt haben (Sprüche 10:2; 2. Petrus 2:9).

      6 Die laute Stimme im Himmel erklärte weiter: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er nur eine kurze Frist hat.“ Weltkriege, Hungersnöte, Seuchen, Erdbeben und Gesetzlosigkeit — in diesen Geißeln, die die Erde in unserem Jahrhundert heimsuchen, offenbart sich das vorhergesagte „Wehe“. Jesus sagte gemäß Matthäus 24:3-13 voraus, daß all das ein Bestandteil des ‘Zeichens des Abschlusses des Systems der Dinge’ sein sollte. Wie prophezeit, ist seit 1914 ein „Wehe“ über die Erde gekommen, das in der gesamten Menschheitsgeschichte ohnegleichen ist.

      7. Warum predigen Jehovas Zeugen mit einem Sinn der Dringlichkeit?

      7 Gibt es in diesem Zeitalter des satanischen „Wehes“ noch eine Zukunftshoffnung für den Menschen? Aber ja, denn in Matthäus 12:21 heißt es über Jesus: „In der Tat, auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“ Die traumatischen Zustände unter den Nationen bilden nicht nur ‘das Zeichen des Abschlusses des Systems der Dinge’, sondern auch ‘das Zeichen der Gegenwart Jesu’ als himmlischer König des messianischen Königreiches. Mit Bezug auf dieses Königreich sagte Jesus außerdem: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14). Welches Volk auf der Erde verkündigt heute die großartige Hoffnung der Königreichsherrschaft Gottes? Nur Jehovas Zeugen! Mit einem Sinn der Dringlichkeit verkündigen sie öffentlich und von Haus zu Haus, daß Gottes Königreich der Gerechtigkeit und des Friedens bald die Herrschaft über die Angelegenheiten auf der Erde übernehmen wird. Beteiligst du dich an diesem Predigtwerk? Es gibt kein größeres Vorrecht (2. Timotheus 4:2, 5).

      Wie wird das „Ende“ kommen?

      8, 9. (a) Inwiefern fängt das Gericht „beim Hause Gottes“ an? (b) Wodurch hat die Christenheit dem Wort Gottes zuwidergehandelt?

      8 Die Menschheit ist in eine Gerichtszeit eingetreten. Wir erfahren aus 1. Petrus 4:17, daß das Gericht „beim Hause Gottes“ angefangen hat — ein Richten der angeblich christlichen Organisationen, das offensichtlich vor sich geht, seit mit dem Gemetzel des Ersten Weltkriegs (1914—1918) die „letzten Tage“ begonnen haben. Wie schneidet die Christenheit bei diesem Richten ab? Nun, betrachten wir einmal die Haltung der Kirchen, was die Unterstützung der Kriege seit 1914 betrifft. Ist die Geistlichkeit nicht besudelt mit den „Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer“, die sie in ihren Predigten aufgefordert hat, an die Front zu gehen? (Jeremia 2:34).

      9 Jesus sagte gemäß Matthäus 26:52: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ Wie sich das doch in den Kriegen unseres Jahrhunderts bewahrheitet hat! Die Geistlichen haben junge Männer aufgefordert, andere junge Männer umzubringen, selbst wenn sie dieselbe Religion hatten — Katholiken töteten Katholiken, und Protestanten töteten Protestanten. Der Nationalstolz ist wichtiger als Gott und Christus. In einigen afrikanischen Ländern stellte man unlängst die ethnische Zugehörigkeit über biblische Grundsätze. Bei dem Stammeskonflikt in Ruanda, wo der größte Teil der Bevölkerung katholisch ist, gab es mindestens eine halbe Million Tote. In der Vatikanzeitung L’Osservatore Romano räumte der Papst ein: „Das ist ein ausgesprochener Völkermord, für den leider sogar Katholiken verantwortlich sind.“ (Vergleiche Jesaja 59:2, 3; Micha 4:3, 5.)

      10. Welches Strafurteil wird Jehova an der falschen Religion vollstrecken?

      10 Wie betrachtet der König der Ewigkeit Religionen, die Menschen dazu ermuntern, einander hinzuschlachten, oder die untätig zusehen, wenn Mitglieder ihrer Herde Glaubensbrüder umbringen? Aus Offenbarung 18:21, 24 erfahren wir folgendes über Babylon die Große, das weltweite System der falschen Religion: „Ein starker Engel hob einen Stein auf gleich einem großen Mühlstein und schleuderte ihn ins Meer, indem er sprach: ‚So wird Babylon, die große Stadt, mit Schwung hinabgeschleudert werden, und sie wird nie wieder gefunden werden. Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.‘“

      11. Was für gräßliche Dinge geschehen in der Christenheit?

      11 Gräßliches geschieht in der Christenheit, wodurch sich biblische Prophezeiungen erfüllen. (Vergleiche Jeremia 5:30, 31; 23:14.) Die permissive Einstellung der Geistlichkeit ist weitgehend dafür verantwortlich, daß ihre Herden von Unmoral durchdrungen sind. In den Vereinigten Staaten, einer angeblich christlichen Nation, wird etwa die Hälfte aller Ehen geschieden. Teenagerschwangerschaften und Homosexualität nehmen unter den Kirchenmitgliedern immer mehr zu. Priester vergehen sich an Kindern — und dabei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle. Wie es heißt, könnten die in diesen Fällen vor Gericht erwirkten Schadensersatzforderungen die katholische Kirche in den Vereinigten Staaten innerhalb eines Jahrzehnts eine Milliarde Dollar kosten. Die Christenheit hat die Warnung des Apostels Paulus gemäß 1. Korinther 6:9, 10 außer acht gelassen: „Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben.“

      12. (a) Wie wird der König der Ewigkeit gegen Babylon die Große vorgehen? (b) Aus welchem Grund wird Gottes Volk im Gegensatz zur Christenheit „Halleluja“-Chöre singen?

      12 In kurzem wird Jehova, der König der Ewigkeit, vertreten durch seinen himmlischen Feldmarschall, Jesus Christus, die große Drangsal auslösen. Als erstes wird an der Christenheit und an allen anderen Bereichen Babylons der Großen das Strafgericht Jehovas vollstreckt werden (Offenbarung 17:16, 17). Es hat sich erwiesen, daß sie der Rettung nicht würdig sind, für die Jehova durch das Loskaufsopfer Jesu gesorgt hat. Sie haben den heiligen Namen Gottes geschmäht. (Vergleiche Hesekiel 39:7.) Welch ein Hohn ist es doch, wenn sie in ihren protzigen Sakralbauten „Halleluja“-Chöre singen! Sie entfernen den kostbaren Namen Jehovas aus ihren Bibelübersetzungen, wobei sie offenbar ganz übersehen, daß „Halleluja“ tatsächlich „Preiset Jah!“ bedeutet und „Jah“ eine Kurzform für „Jehova“ ist. Passenderweise wird in Offenbarung 19:1-6 gezeigt, daß bald zur Feier der Vollstreckung des Strafgerichts Gottes an Babylon der Großen „Halleluja“-Chöre gesungen werden.

      13, 14. (a) Welche bedeutsamen Ereignisse werden dann eintreten? (b) Welchen glücklichen Ausgang wird das Ganze für gottesfürchtige Menschen nehmen?

      13 Als nächstes erfolgt das ‘Kommen’ Jesu, um über Nationen und Völker das Urteil zu sprechen und es an ihnen zu vollstrecken. Folgende Prophezeiung stammt von Jesus selbst: „Wenn der Menschensohn [Jesus Christus] in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit [zum Gericht] setzen. Und alle Nationen [auf der Erde] werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist‘“ (Matthäus 25:31-34). Wie aus Vers 46 hervorgeht, wird die Klasse der Böcke „in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben“.

      14 Im Bibelbuch Offenbarung wird beschrieben, wie der „König der Könige und Herr der Herren“, unser himmlischer Herr, Jesus Christus, zu jener Zeit in die Schlacht von Harmagedon reitet, um die politischen und kommerziellen Elemente des Systems Satans zu vernichten. Auf diese Weise wird Christus den ‘Grimm des Zorns Gottes, des Allmächtigen’, auf den gesamten irdischen Herrschaftsbereich Satans ausgießen. Wenn die ‘früheren Dinge vergangen sind’, werden gottesfürchtige Menschen in die herrliche neue Welt eingehen, in der Gott „jede Träne von ihren Augen abwischen [wird]“ (Offenbarung 19:11-16; 21:3-5).

      Eine Zeit, Jah zu preisen

      15, 16. (a) Warum ist es für uns so wichtig, die prophetischen Worte Jehovas zu beachten? (b) Was müssen wir tun, um gerettet zu werden, wie die Propheten und die Apostel zeigten, und was kann das heute für große Menschenmengen bedeuten?

      15 Der Tag der Vollstreckung des Strafgerichts ist nahe! Wir tun daher gut, die prophetischen Worte des Königs der Ewigkeit zu beachten. An diejenigen, die immer noch in den Lehren und Bräuchen der falschen Religion gefangen sind, läßt eine Stimme aus dem Himmel folgenden Aufruf ergehen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt.“ Doch wohin müssen sich die Entronnenen wenden? Es kann nur e i n e Wahrheit geben und somit nur e i n e wahre Religion (Offenbarung 18:4; Johannes 8:31, 32; 14:6; 17:3). Nur wenn wir diese Religion finden und dem Gott, den sie vertritt, gehorchen, können wir ewiges Leben erhalten. Die Bibel führt uns in Psalm 83:18 zu diesem Gott, denn dort wird gesagt: „Du allein, dessen Name Jehova ist, [bist] der Höchste ... über die ganze Erde“ (Elberfelder Bibel, 1963).

      16 Es genügt allerdings nicht, nur den Namen des Königs der Ewigkeit zu kennen. Wir müssen durch ein Studium der Bibel seine großartigen Eigenschaften und Vorsätze kennenlernen. Außerdem müssen wir das tun, was er für die gegenwärtige Zeit vorgesehen hat, wie in Römer 10:9-13 gezeigt wird. Der Apostel Paulus zitierte inspirierte Propheten und kam zu dem Schluß: „Jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“ (Joel 2:32; Zephanja 3:9). Gerettet? Ja, denn große Menschenmengen, die heute Glauben an Jehovas Loskaufsvorkehrung durch Christus ausüben, werden aus der kommenden großen Drangsal gerettet werden, wenn das Strafgericht an der verderbten Welt Satans vollstreckt wird (Offenbarung 7:9, 10, 14).

      17. Welche großartige Hoffnung sollte uns heute veranlassen, in das Lied Mose und des Lammes einzustimmen?

      17 Was wünscht Gott von uns, die wir zu überleben hoffen? Wir sollen schon heute in das Lied Mose und des Lammes einstimmen, indem wir den König der Ewigkeit in Erwartung seines Sieges preisen. Wir tun das dadurch, daß wir anderen von seinen großartigen Vorsätzen erzählen. Wenn unser biblisches Verständnis zugenommen hat, sollten wir uns dem König der Ewigkeit hingeben. Das wird dazu führen, daß wir für alle Ewigkeit unter der Vorkehrung leben werden, die der mächtige König gemäß Jesaja 65:17, 18 wie folgt beschreibt: „Siehe, ich schaffe neue Himmel [Jesu messianisches Königreich] und eine neue Erde [eine gerechte neue menschliche Gesellschaft]; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen. Doch frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe.“

      18, 19. (a) Wozu sollten wir uns durch Davids Worte gemäß Psalm 145 gedrängt fühlen? (b) Was können wir zuversichtlich aus der Hand Jehovas erwarten?

      18 Der Psalmist David beschrieb den König der Ewigkeit mit folgenden Worten: „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (Psalm 145:3). Ja, seine Größe ist so unerforschlich wie die Grenzen des Weltraums und der Ewigkeit (Römer 11:33). Während wir weiterhin Erkenntnis über unseren Schöpfer und seine Loskaufsvorkehrung durch seinen Sohn, Christus Jesus, in uns aufnehmen, werden wir den König der Ewigkeit immer mehr preisen wollen. Wir werden den Wunsch haben, es so zu tun, wie es in Psalm 145:11-13 umrissen wird: „Von der Herrlichkeit deines Königtums werden sie sprechen, und von deiner Macht werden sie reden, um den Menschensöhnen seine Machttaten bekanntzumachen und die Herrlichkeit der Pracht seines Königtums. Dein Königtum ist ein Königtum für alle unabsehbaren Zeiten, und deine Herrschaft währt durch alle sich folgenden Generationen hindurch.“

      19 Zuversichtlich können wir erwarten, daß unser Gott folgender Aussage gemäß handeln wird: „Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden.“ Unter der liebevollen Führung des Königs der Ewigkeit werden wir das Ende der gegenwärtigen letzten Tage überstehen, denn wie David versicherte, „behütet [Jehova] alle, die ihn lieben, aber alle Bösen wird er vertilgen“ (Psalm 145:16, 20).

      20. Wie reagieren wir auf die Einladung des Königs der Ewigkeit, die in den letzten fünf Psalmen ausgesprochen wird?

      20 Jeder der letzten fünf Psalmen in der Bibel beginnt und endet mit einem „Halleluja“. In Psalm 146 werden wir eingeladen: „Preiset Jah! Preise Jehova, o meine Seele. Ich will Jehova zeit meines Lebens preisen. Ich will meinem Gott Melodien spielen, solange ich bin.“ Werden wir in diesen Aufruf einstimmen? Wir sollten den aufrichtigen Wunsch haben, Jehova zu preisen. Es ist zu hoffen, daß wir zu jenen Menschen gehören, die in Psalm 148:12, 13 beschrieben werden: „Ihr jungen Männer und auch ihr Jungfrauen, ihr alten Männer zusammen mit Knaben. Mögen sie den Namen Jehovas preisen, denn sein Name allein ist unerreichbar hoch. Seine Würde ist über Erde und Himmel.“ Nehmen wir von ganzem Herzen die Einladung „Preiset Jah!“ an. Laßt uns einstimmig den König der Ewigkeit preisen!

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