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  • Worauf es bei Gebeten ankommt
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Erwachet! 1995
g95 8. 9. S. 20-21

Was sagt die Bibel?

Worauf es bei Gebeten ankommt

AN EINEM Berghang, von wo aus man auf die Stadt blicken kann, macht der bedrängte König kurz halt und denkt über seinen herrlichen Palast, über die vor ihm liegende Stadt und über die mißliche Lage seiner Hausgemeinschaft nach. Im Süden hat sich ein großes Heer versammelt, das nun auf die Stadt zumarschiert. Hochrangige Mitglieder der Regierung sind zum Feind übergelaufen, und es hat einen Meinungsumschwung zugunsten der Rebellen gegeben. Entmutigt, wie der König ist, betet er zu Gott. Da er ein tief religiöser Mensch ist, wächst seine Zuversicht, daß Gott seine Bitte erhören und die Pläne der Verschwörer vereiteln wird. Der König wendet sich von seiner prächtigen Stadt ab, steigt den Berg hinunter und zieht weiter nach Norden auf eine Wildnis zu, die jenseits eines Flusses beginnt. Jetzt kann er nicht mehr viel tun. Alles liegt in Gottes Hand.

Ähnlich verhält es sich heute. Demütige gläubige Menschen wenden sich in schwierigen Zeiten im Gebet an Gott; aus der Bibel, die klare Richtlinien darüber gibt, wie man beten sollte, haben sie die tröstliche Zusicherung erhalten, daß Jehova Gott der „Hörer des Gebets“ ist (Psalm 65:2). Es wird uns zugesichert, daß alle aufrichtigen Menschen, die Gott suchen, ein hörendes Ohr finden werden.

Sind Glaube und Gebet jedoch ausreichend? Inwieweit beeinflußt der Betende die Erhörung seiner Gebete?

Der persönliche Beitrag

Bei dem zu Anfang erwähnten König handelt es sich um David, König im alten Israel. Da sein intrigierender Sohn Absalom und sein heuchlerischer Ratgeber Ahithophel eine Verschwörung angezettelt hatten, floh David aus Jerusalem und suchte in der befestigten Stadt Mahanajim Zuflucht, die östlich des Jordan in der Wildnis lag. David, den wahrscheinlich Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und Besorgnis belasteten, flehte Jehova im Gebet an und sagte: „Verkehre bitte, o Jehova, den Rat Ahithophels in Torheit!“ (2. Samuel 15:11-15, 30, 31). David betete jedoch nicht nur, sondern trug auch seinen Teil dazu bei, daß sein Gebet in Erfüllung ging. Inwiefern?

David hatte entsprechende Schritte unternommen, lange bevor er in jene Prüfung geriet. Über viele Jahre hinweg hatte er sich als ein loyaler Anbeter Jehovas erwiesen, sogar vor seiner Zeit als König (1. Samuel 16:12, 13; Apostelgeschichte 13:22). Er wurde mit Gott vertraut. Als er daher in Schwierigkeiten geriet, vertraute er darauf, daß Jehova sein Gebet hören und entsprechend reagieren würde.

So ist es auch heute. Häufig besteht die Grundvoraussetzung für die Erhörung von Gebeten darin, daß man seine ganze Lebensweise nach dem Rat der Bibel ausrichtet. An den göttlichen Grundsätzen treu festzuhalten ermöglicht ein enges Verhältnis zu Gott. Bereits bevor jemand in Schwierigkeiten gerät, sollte er fest an Gott glauben und mit ihm vertraut sein. Das enge Verhältnis zu Gott und der Glaube sollten einem starken Fundament gleichen, auf das ein Haus gebaut wird; das Fundament wird gelegt, bevor die Last des Gebäudes darauf ruht. So kann der einzelne, bevor er überhaupt mit Problemen konfrontiert wird, dazu beitragen, daß viele seiner Gebete in Erfüllung gehen werden.

Entsprechend handeln

Natürlich spielte Davids Verhältnis zu Gott eine entscheidende Rolle, aber David erkannte auch, daß es nicht ausreichte, lediglich abzuwarten, bis Gott auf sein Gebet reagieren würde. Im Gegenteil, David wurde aktiv, wie seine kluge Handlungsweise beweist, die seinem Gebet folgte.

Zu Davids treuen Freunden gehörte der Arkiter Huschai. Huschai traf den fliehenden König auf dem Ölberg. Eigentlich wollte Huschai David ins Exil begleiten, aber er gab der dringenden Bitte Davids nach, in der Stadt zu bleiben. Er sollte Absalom Treue vortäuschen, den Rat des treulosen Ratgebers Ahithophel zu vereiteln suchen und David über die Geschehnisse auf dem laufenden halten (2. Samuel 15:32-37). Wie erhofft, gewann Huschai das Vertrauen Absaloms. Nun schaltete sich Jehova ein.

Der einfallsreiche, aber verschlagene Ahithophel empfahl einen brillanten Plan. Er drängte Absalom, ihm 12 000 Männer zu geben, um noch in der gleichen Nacht über den flüchtenden David, in dessen Gruppe ein Durcheinander herrschte und der leicht angreifbar war, herzufallen — ein Todesstoß, der der Rebellion endgültig den Sieg gebracht hätte. Zur Überraschung vieler suchte Absalom in dieser Angelegenheit jedoch bei Huschai Rat. Dieser riet Absalom, sich Zeit zu nehmen und eine große Streitmacht zu versammeln, die von niemand anders als von Absalom selbst befehligt werden würde. Jehova sorgte dafür, daß man dem Rat Huschais folgte. Ahithophel, der offensichtlich erkannte, daß Huschais Rat die sichere Niederlage bedeuten würde, kehrte nach Hause zurück und beging Selbstmord (2. Samuel 17:1-14, 23).

Es gab keinen Zweifel daran, daß Jehova Davids Gebet erhört hatte — er tat genau das, worum David gebetet hatte. David handelte in Übereinstimmung mit seinem Gebet, wodurch sein Beispiel eine wertvolle Lektion für jeden ist, der Gott im Gebet um Hilfe ersucht.

Jehova tut seinen Teil

Es stimmt, daß Jesus seine Nachfolger lehrte, um ihr tägliches Brot zu bitten, und er versprach ihnen, daß Gott ihre Bedürfnisse befriedigen würde, wenn sie seinen Interessen den ersten Platz einräumen würden (Matthäus 6:11, 33). Ist jemand zum Beispiel arbeitslos, muß er jedoch in Übereinstimmung mit seinem Gebet um Lebensunterhalt handeln, indem er alles in seiner Macht Stehende tut, um einen Arbeitsplatz zu finden oder zu schaffen.

Ganz gleich, worum man betet, es ist sehr unterschiedlich, wieviel man dazu beitragen kann, daß Gebete erhört werden. Manchmal kann man viel dazu beitragen, manchmal sehr wenig, wenn überhaupt. Es kommt nicht darauf an, wieviel man beitragen kann, sondern, ob man wirklich sein Bestes tut.

Wir können sicher sein, daß Jehova unsere Situation und unsere Möglichkeiten kennt. Er weiß genau, was uns möglich ist, und niemals würde er mehr von uns erwarten, als wir tun können. Ob wir nun viel oder wenig beitragen können, Jehova wird jeden eventuellen Mangel ausgleichen. Jehova schätzt unsere Anstrengungen und unterstützt uns darin, und er sorgt in Einklang damit für die beste Lösung für alle Beteiligten (Psalm 3:3-7).

Als König David bedrängt wurde, konnte er voller Vertrauen sagen: „Rettung gehört Jehova. Dein Segen ist auf deinem Volk“ (Psalm 3:8). Mögen unser Vertrauen in die Macht Jehovas und unser persönlicher Beitrag — ob er nun klein oder groß ist — die Erfüllung unserer Gebete positiv beeinflussen.

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