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  • Mit Gott wandeln — die ersten Schritte
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1998
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1998
w98 15. 11. S. 10-15

Mit Gott wandeln — die ersten Schritte

„Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (JAKOBUS 4:8).

1, 2. Warum ist es unserer Ansicht nach ein großes Vorrecht, Jehova zu dienen?

DER Mann hatte jahrelang im Gefängnis geschmachtet. Dann wurde er vor den Herrscher des Landes gerufen. Alles ging ganz schnell. Von einem Moment auf den anderen stand der Häftling in den Diensten des mächtigsten Monarchen der damaligen Zeit. Der frühere Häftling wurde in eine äußerst verantwortungsvolle Stellung eingesetzt, und ihm wurde außergewöhnliche Ehre zuteil. Joseph — der Mann, dessen Füße zuvor in Fesseln gewesen waren — wandelte nun an der Seite eines Königs! (1. Mose 41:14, 39-43; Psalm 105:17, 18).

2 Heute haben Menschen die Gelegenheit, jemandem zu dienen, der weit größer ist als der Pharao von Ägypten. Der Höchste des Universums lädt uns alle ein, ihm zu dienen. Welch ein ehrfurchteinflößendes Vorrecht das doch ist, und es kommt noch hinzu, daß wir ein enges Verhältnis zu Jehova, dem allmächtigen Gott, entwickeln können! In der Bibel ist in Verbindung mit ihm von majestätischer Macht und Herrlichkeit sowie von Ruhe, Schönheit und Lieblichkeit die Rede (Hesekiel 1:26-28; Offenbarung 4:1-3). All sein Tun wird von Liebe bestimmt (1. Johannes 4:8). Niemals würde er lügen (4. Mose 23:19). Und niemals enttäuscht Jehova diejenigen, die ihm gegenüber loyal sind (Psalm 18:25). Dadurch, daß wir seinen gerechten Erfordernissen entsprechen, können wir uns nicht nur heute eines glücklichen, sinnvollen Lebens erfreuen, sondern wir haben auch die Aussicht auf ewiges Leben (Johannes 17:3). Kein menschlicher Herrscher hat etwas zu bieten, was auch nur entfernt mit solchen Segnungen und Vorrechten zu vergleichen wäre.

3. Inwiefern ‘wandelte Noah mit dem wahren Gott’?

3 Vor langer Zeit entschied sich der Patriarch Noah, im Einklang mit Gottes Willen und Vorsatz zu leben. Ihn betreffend heißt es in der Bibel: „Noah war ein gerechter Mann. Er erwies sich als untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit dem wahren Gott“ (1. Mose 6:9). Natürlich wandelte Noah nicht buchstäblich mit Jehova, denn kein Mensch „hat GOTT jemals gesehen“ (Johannes 1:18). Vielmehr wandelte Noah insofern mit Gott, als er das tat, was Gott ihm auftrug. Da Noah sein Leben dem Tun des Willens Jehovas widmete, erfreute er sich eines herzlichen, vertrauten Verhältnisses zu dem allmächtigen Gott. Heute kann von Millionen Menschen, die im Einklang mit Jehovas Rat und Unterweisung leben, gesagt werden, daß sie wie Noah ‘mit Gott wandeln’. Wie beginnt man damit, diesen Weg zu gehen?

Genaue Erkenntnis ist unbedingt erforderlich

4. Wie unterweist Jehova sein Volk?

4 Damit wir mit Jehova wandeln können, müssen wir ihn zunächst einmal kennenlernen. Der Prophet Jesaja sagte voraus: „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage, daß der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen. Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: ‚Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.‘ Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem“ (Jesaja 2:2, 3). Ja, wir können darauf vertrauen, daß Jehova alle unterweisen wird, die auf seinen Wegen wandeln möchten. Jehova hat sein Wort, die Bibel, zur Verfügung gestellt, und er hilft uns, es zu verstehen. Er tut dies unter anderem durch den „treuen und verständigen Sklaven“ (Matthäus 24:45-47). Jehova bedient sich des ‘treuen Sklaven’, um religiöse Unterweisung durch biblische Schriften, christliche Zusammenkünfte und kostenlose Heimbibelstudien zu vermitteln. Gott hilft seinem Volk auch durch den heiligen Geist, sein Wort zu verstehen (1. Korinther 2:10-16).

5. Warum ist die biblische Wahrheit so kostbar?

5 Die biblische Wahrheit ist kostbar, obwohl wir kein Geld dafür bezahlen müssen. Wenn wir Gottes Wort studieren, lernen wir Gott kennen — seinen Namen, seine Persönlichkeit, seinen Vorsatz und seine Handlungsweise mit den Menschen. Wir erhalten auch befreiende Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens: Warum sind wir hier? Warum läßt Gott Leid zu? Was bringt die Zukunft? Warum werden wir alt und sterben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Außerdem erfahren wir, was Gottes Wille für uns ist, also wie wir leben sollten, um ihm völlig zu gefallen. Uns wird gezeigt, daß es vernünftig und absolut nützlich ist, seinen Erfordernissen entsprechend zu leben. Ohne Gottes Unterweisung könnten wir dies niemals verstehen.

6. Welchen Weg können wir auf Grund der genauen biblischen Erkenntnis gehen?

6 Die biblische Wahrheit ist machtvoll und veranlaßt uns, in unserem Leben Änderungen vorzunehmen (Hebräer 4:12). Bevor wir die Erkenntnis aus der Bibel in uns aufnahmen, konnten wir nur „gemäß dem System der Dinge dieser Welt“ wandeln (Epheser 2:2). Die genaue Erkenntnis des Wortes Gottes zeichnet uns einen völlig anderen Weg vor, damit wir ‘Jehovas würdig wandeln, um ihm völlig zu gefallen’ (Kolosser 1:10). Welch eine Freude es doch ist, wenn wir unsere ersten Schritte machen, um mit Jehova, der erhabensten Person im ganzen Universum, zu wandeln! (Lukas 11:28).

Zwei wichtige Schritte: Hingabe und Taufe

7. Welche Wahrheit, menschliche Anleitung betreffend, wird offensichtlich, wenn wir Gottes Wort studieren?

7 Mit zunehmendem Verständnis der Bibel beginnen wir, das menschliche System und unser eigenes Leben im geistigen Licht des Wortes Gottes zu beurteilen. Eine wichtige Wahrheit wird dabei offensichtlich. Diese Wahrheit wurde vor langer Zeit von dem Propheten Jeremia geäußert. Er schrieb: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23). Menschen — also wir alle — benötigen Gottes Anleitung.

8. (a) Was veranlaßt einen Menschen, sich Gott hinzugeben? (b) Was ist die christliche Hingabe?

8 Das Verständnis dieser wichtigen Tatsache motiviert uns, bei Jehova Anleitung zu suchen. Und durch die Liebe zu Gott werden wir veranlaßt, uns ihm hinzugeben. Sich Gott hinzugeben bedeutet, ihm im Gebet feierlich zu geloben, das eigene Leben in seinen Dienst zu stellen und treu auf seinen Wegen zu wandeln. Dadurch ahmen wir das Beispiel Jesu nach, der sich Jehova mit dem festen Entschluß darstellte, seinen Willen auszuführen (Hebräer 10:7).

9. Warum gibt sich jemand Jehova hin?

9 Jehova Gott drängt oder zwingt niemanden, sich ihm hinzugeben. (Vergleiche 2. Korinther 9:7.) Außerdem erwartet er nicht, daß man sich ihm auf Grund einer vorübergehenden Gefühlsregung hingibt. Bevor sich jemand taufen läßt, muß er bereits ein Jünger sein, und das setzt das ernsthafte Bemühen voraus, Erkenntnis in sich aufzunehmen (Matthäus 28:19, 20). Paulus bat bereits getaufte Personen inständig, ‘ihre Leiber als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, das ist ein heiliger Dienst gemäß der Vernunft’ (Römer 12:1). In ähnlicher Weise gebrauchen wir unsere Vernunft, wenn wir uns Jehova Gott hingeben. Nachdem wir erfahren haben, was damit verbunden ist, und uns die Angelegenheit gründlich überlegt haben, geben wir uns Gott bereitwillig und freudig hin (Psalm 110:3).

10. Welche Verbindung besteht zwischen Hingabe und Taufe?

10 Haben wir Gott in einem persönlichen Gebet unsere Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, auf seinen Wegen zu wandeln, machen wir den nächsten Schritt. Durch unsere Taufe im Wasser geben wir unsere Hingabe öffentlich bekannt. Auf diese Weise legen wir die öffentliche Erklärung ab, daß wir gelobt haben, Gottes Willen zu tun. Jesus ließ sich am Anfang seines irdischen Dienstes von Johannes taufen und gab uns dadurch ein Beispiel (Matthäus 3:13-17). Später beauftragte Jesus seine Nachfolger, Jünger zu machen und sie zu taufen. Hingabe und Taufe sind somit unabdingbare Schritte für jeden, der mit Jehova wandeln möchte.

11, 12. (a) Inwiefern kann die Taufe mit einer Hochzeit verglichen werden? (b) Welche Parallele kann zwischen unserem Verhältnis zu Jehova und dem Verhältnis, das zwischen Mann und Frau besteht, gezogen werden?

11 Ein Gott hingegebener, getaufter Jünger Jesu Christi zu werden hat gewisse Ähnlichkeit mit einer Heirat. In vielen Ländern gehen einer Eheschließung mehrere Schritte voraus. Ein Mann und eine Frau begegnen sich, lernen einander kennen und verlieben sich ineinander. Als nächstes kommt die Verlobung. Durch die Hochzeit wird öffentlich bekanntgemacht, was vertraulich beschlossen wurde — die Ehe einzugehen und dann als Mann und Frau zusammenzuleben. Die Hochzeit kennzeichnet öffentlich den Anfang des besonderen Verhältnisses. Das betreffende Datum markiert den Beginn der Ehe. Vergleichbar damit kennzeichnet die Taufe den Beginn eines Lebens, das man gemäß seiner Hingabe an Jehova führt.

12 Nehmen wir einen anderen Vergleich. Nach dem Hochzeitstag sollte die Liebe zwischen Mann und Frau vertieft werden und reifen. Damit sich beide Ehepartner immer näher kommen, müssen sie sich selbstlos bemühen, ihre Ehe fortzuführen und zu stärken. Wir gehen mit Gott zwar keine Ehe ein, aber nach unserer Taufe müssen wir darauf hinwirken, ein enges Verhältnis zu Jehova zu bewahren. Er beobachtet und schätzt unsere Anstrengungen, seinen Willen zu tun, und er naht sich uns. „Naht euch Gott“, schrieb der Jünger Jakobus, „und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8).

In Jesu Fußstapfen wandeln

13. Wessen Beispiel sollten wir nachahmen, was das Wandeln mit Gott betrifft?

13 Wer mit Jehova wandeln möchte, muß dem Beispiel folgen, das Jesus Christus gab. Der Apostel Petrus schrieb: „Zu diesem Lauf wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt“ (1. Petrus 2:21). Da Jesus vollkommen war, wir dagegen unvollkommen sind, können wir sein Beispiel nicht perfekt nachahmen. Ungeachtet dessen erwartet Jehova von uns, daß wir das Bestmögliche tun. Wir wollen fünf Bereiche des Lebens und des Dienstes Jesu betrachten, in denen Gott hingegebene Christen auf Nachahmung bedacht sein sollten.

14. Was ist damit verbunden, Gottes Wort zu kennen?

14 Jesus verfügte über eine genaue und gründliche Erkenntnis des Wortes Gottes. Im Predigtdienst zitierte Jesus oft aus den Hebräischen Schriften (Lukas 4:4, 8). Natürlich bezogen sich auch die bösen geistlichen Führer jener Tage auf die Schriften (Matthäus 22:23, 24). Doch im Gegensatz zu ihnen verstand Jesus, was die Schriften bedeuteten, und er wandte sie in seinem Leben an. Er kannte nicht nur den Buchstaben, sondern auch den Geist des Gesetzes. Wenn wir Christi Beispiel nachahmen, sollten auch wir uns bemühen, Gottes Wort zu verstehen, also dessen Sinn oder Geist zu erfassen. Dadurch können wir von Gott anerkannte Arbeiter werden, die ‘das Wort der Wahrheit recht handhaben’ (2. Timotheus 2:15).

15. Welches Beispiel gab Jesus in bezug darauf, über Gott zu sprechen?

15 Christus Jesus sprach mit anderen über seinen himmlischen Vater. Jesus behielt seine Erkenntnis des Wortes Gottes nicht für sich. Selbst seine Gegner redeten ihn mit „Lehrer“ an, weil er, wo er ging und stand, mit anderen über Jehova und dessen Vorsätze sprach (Matthäus 12:38). Jesus predigte öffentlich im Tempelgebiet, in Synagogen, in Städten und auf dem Land (Markus 1:39; Lukas 8:1; Johannes 18:20). Er lehrte mit Mitgefühl und Freundlichkeit, zeigte Liebe zu den Personen, denen er half (Matthäus 4:23). Diejenigen, die Jesu Beispiel nachahmen, finden ebenfalls die verschiedensten Mittel und Wege, um andere über Jehova Gott und seine wunderbaren Vorsätze zu belehren.

16. Wie eng war Jesu Verhältnis zu Mitanbetern Jehovas?

16 Zwischen Jesus und anderen, die Jehova anbeteten, bestand eine enge Bindung. Als Jesus bei einer Gelegenheit die Volksmengen lehrte, kamen seine Mutter und seine ungläubigen Brüder, um mit ihm zu reden. Der Bibelbericht lautet: „Jemand [sagte] zu ihm: ‚Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen.‘ Als Antwort sagte er zu dem, der es ihm mitteilte: ‚Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?‘ Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: ‚Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter‘ “ (Matthäus 12:47-50). Das bedeutete nicht, daß sich Jesus von seinen Angehörigen distanzierte, wie spätere Geschehnisse beweisen (Johannes 19:25-27). Doch dieser Bericht hebt die Liebe hervor, die Jesus zu Mitanbetern hatte. In ähnlicher Weise suchen heute diejenigen, die mit Gott wandeln, die Gemeinschaft anderer Diener Jehovas, und sie vertiefen ihre von ganzem Herzen kommende Liebe zu ihnen (1. Petrus 4:8).

17. Wie dachte Jesus darüber, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun, und wie sollte sich das auf uns auswirken?

17 Jesus zeigte dadurch, daß er Gottes Willen tat, Liebe zu seinem himmlischen Vater. Er gehorchte Jehova in allem. So sagte er: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende“ (Johannes 4:34). Wie Christus außerdem erklärte, ‘tat er allezeit das, was Gott wohlgefällig war’ (Johannes 8:29). Jesus liebte seinen himmlischen Vater so sehr, daß ‘er sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl’ (Philipper 2:8). Dafür wurde Jesus von Jehova gesegnet; er verlieh ihm ein Maß an Autorität und Ehre, das nur von seinem eigenen übertroffen wird (Philipper 2:9-11). Wie Jesus zeigen wir unsere Liebe zu Gott dadurch, daß wir seine Gebote halten und seinen Willen tun (1. Johannes 5:3).

18. Welches Beispiel gab Jesus in bezug auf das Beten?

18 Jesus war ein Mann des Gebets. Er betete bei seiner Taufe (Lukas 3:21). Bevor er seine 12 Apostel auswählte, verbrachte er eine ganze Nacht im Gebet (Lukas 6:12, 13). Jesus lehrte seine Jünger, wie man beten sollte (Lukas 11:1-4). Am Abend vor seinem Tod betete er für seine Jünger und mit ihnen (Johannes 17:1-26). Das Gebet war ein wichtiger Bestandteil des Lebens Jesu, und es sollte auch in unserem Leben eine wesentliche Rolle spielen, da wir seine Nachfolger sind. Welch eine Ehre es doch ist, im Gebet zu dem universellen Souverän zu sprechen! Außerdem erhört Jehova Gebete, denn Johannes schrieb: „Dies ist die Zuversicht, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, daß er uns in dem, worum immer wir bitten, hört, wissen wir, daß wir die erbetenen Dinge haben werden, da wir sie von ihm erbeten haben“ (1. Johannes 5:14, 15).

19. (a) Welche Eigenschaften Jesu sollten wir nachahmen? (b) In welcher Hinsicht ziehen wir Nutzen daraus, uns mit Jesu Leben und Dienst zu befassen?

19 Man kann aus einer eingehenden Betrachtung des irdischen Lebens und Dienstes Jesu Christi wirklich viel lernen. Denken wir über die Eigenschaften nach, die er offenbarte: Liebe, Mitgefühl, Freundlichkeit, Stärke, Ausgeglichenheit, Vernünftigkeit, Bescheidenheit, Mut und Selbstlosigkeit. Je mehr wir über Jesus lernen, desto größer ist unser Wunsch, einer seiner treuen Nachfolger zu sein. Die Erkenntnis über Jesus läßt auch eine engere Bindung zu Jehova entstehen. Schließlich war Jesus das vollkommene Abbild seines himmlischen Vaters. Er war mit Jehova so vertraut, daß er sagen konnte: „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen“ (Johannes 14:9).

Darauf vertrauen, daß Gott uns stützen wird

20. Wie können wir vertrauensvoll mit Jehova wandeln?

20 Wenn Kinder laufen lernen, sind ihre Schritte noch unsicher. Wie lernen sie, sicher zu gehen? Nur durch ausdauerndes Üben. Nun, diejenigen, die mit Jehova wandeln, bemühen sich, das mit festen, stetigen Schritten zu tun. Auch das erfordert Zeit und Ausdauer. Paulus wies auf die Bedeutung der Ausdauer beim Wandeln mit Gott hin, als er schrieb: „Schließlich, Brüder, bitten und ermahnen wir euch durch den Herrn Jesus, so wie ihr die Anweisung von uns darüber empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen solltet — wie ihr auch tatsächlich wandelt —, daß ihr fortfahrt, es in noch vollerem Maße zu tun“ (1. Thessalonicher 4:1).

21. Welcher Segnungen können wir uns erfreuen, während wir mit Jehova wandeln?

21 Wenn wir Gott völlig ergeben sind, wird er uns helfen, weiterhin mit ihm zu wandeln (Jesaja 40:29-31). Nichts, was die heutige Welt zu bieten hat, kann mit den Segnungen verglichen werden, die Gott denjenigen verleiht, die auf seinen Wegen wandeln. Er ist ‘derjenige, der uns zum Nutzen uns lehrt, der uns auf den Weg treten läßt, auf dem wir wandeln sollten. Und wenn wir seinen Geboten Aufmerksamkeit schenken, wird unser Frieden so werden wie ein Strom und unsere Gerechtigkeit wie die Meereswellen’ (Jesaja 48:17, 18). Wenn wir die Einladung annehmen, mit Gott zu wandeln, und das treu tun, dann können wir uns für immer des Friedens mit ihm erfreuen.

Wie würdest du antworten?

◻ Warum ist es eine Ehre, mit dem wahren Gott zu wandeln?

◻ Warum sind Studium, Hingabe und Taufe erste Schritte, um mit Jehova wandeln zu können?

◻ Wie können wir den Fußstapfen Jesu folgen?

◻ Woher wissen wir, daß Jehova uns stützen wird, wenn wir mit ihm wandeln?

[Bilder auf Seite 13]

Studium, Hingabe und Taufe sind erste Schritte, um mit Gott wandeln zu können

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