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Hört jemand zu?Der Wachtturm 2015 | 1. Oktober
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Hört jemand zu?
Manche sehen das Gebet als pure Zeitverschwendung, weil ihrer Meinung nach ja doch keiner zuhört. Andere haben versucht zu beten, haben aber das Gefühl, dass nie eine Antwort kommt. So ging es auch einem Atheisten, der zu einer selbsterdachten Fantasiegestalt, die für ihn Gott darstellt, betete: „Schick mir nur ein leises Flüstern.“ Doch er sagte, dass es als Reaktion bei einem „vornehmen Schweigen“ blieb.
Die Bibel sagt aber: Gott ist keine Fantasiegestalt. Es gibt ihn wirklich. Und er ist derjenige, der zuhört, wenn man betet. Vor langer Zeit wurde in der Bibel zu einem Volk gesagt: „Wenn ihr zum Herrn um Hilfe ruft, wird er euch sein Erbarmen zuwenden; sobald er euer Schreien vernimmt, gibt er euch Antwort“ (Jesaja 30:19, Gute Nachricht Bibel [GNB]). Und es heißt über Gott: „Er freut sich über die Gebete der Aufrichtigen“ (Sprüche 15:8, Hoffnung für alle [Hfa]).
Jesus betete zu Gott und wurde erhört (Hebräer 5:7)
Auch Beispiele dafür, dass Gebete erhört wurden, stehen in der Bibel. So brachte Jesus „Bitten . . . vor dem dar, der ihn . . . erretten konnte, und er wurde . . . erhört“ (Hebräer 5:7). Weitere Beispiele findet man unter anderem in Daniel 9:21 und 2. Chronika 7:1.
Wie kommt es dann, dass manche das Gefühl haben, ihre Gebete würden nicht erhört? Wichtig ist, zum richtigen Gott zu beten, dem Gott der Bibel: Jehovaa — zu niemand anderem. Außerdem erwartet Gott, dass wir um das beten, was zu „seinem Willen“ passt — um das, womit er einiggeht. Dann können wir sicher sein, „dass er uns hört“ (1. Johannes 5:14). Also ist es erst einmal wichtig, Gott kennenzulernen und herauszufinden, was er möchte.
Dass das Gebet kein leeres Ritual ist, sondern dass Gott wirklich zuhört und reagiert, steht für viele fest. Isaac aus Kenia erzählt: „Ich hab darum gebetet, dass ich die Bibel verstehen kann. Es hat gar nicht lange gedauert und mir hat jemand genau die Hilfe angeboten, die ich brauchte.“ Hilda von den Philippinen wollte mit dem Rauchen aufhören. Nach mehreren erfolglosen Anläufen meinte ihr Mann: „Wieso bittest du Gott nicht um Hilfe?“ Also betete Hilda. Sie erzählt: „Ich war total überrascht, wie Gott mir geholfen hat! Der Drang, zur Zigarette zu greifen, ließ irgendwie nach. Und ich konnte aufhören.“
Möchte Gott womöglich auch uns helfen, wenn wir um etwas Persönliches bitten, was auch er gut findet?
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Warum Gott möchte, dass wir betenDer Wachtturm 2015 | 1. Oktober
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Warum Gott möchte, dass wir beten
Gott möchte, dass wir seine Freunde sind.
Gute Freunde reden miteinander, weil ihnen ihre Freundschaft wichtig ist. Gott wünscht sich uns als Freunde und möchte deswegen auch, dass wir mit ihm reden. Er sagt: „Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören“ (Jeremia 29:12, Hfa). Dadurch dass wir mit Gott sprechen, suchen wir seine Nähe und er wird uns entgegenkommen (Jakobus 4:8). In der Bibel steht das Versprechen: „Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen“ (Psalm 145:18). Je mehr wir beten, desto intensiver wird unsere Freundschaft mit Gott.
„Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen“ (Psalm 145:18)
Gott möchte uns helfen.
Jesus sagte: „Wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen? Darum, wenn ihr . . . euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!“ (Matthäus 7:9-11). Gott lädt uns ein, zu ihm zu beten, weil er uns helfen möchte, ja: „Er sorgt für euch“ (1. Petrus 5:7). Er möchte, dass wir mit unseren Problemen zu ihm kommen. In der Bibel steht: „Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekannt werden“ (Philipper 4:6).
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