Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Die Fakten prüfen
    Erwachet! 2020 | Nr. 3
    • In einer Automobilfabrik ist eine Frau zum Vorstellungsgespräch bei zwei Männern und fühlt sich sichtlich unwohl.

      Die Fakten prüfen

      Das Problem

      Vorurteile beruhen oft auf Fehlinformationen oder Unkenntnis. Dazu einige Beispiele:

      • Manche Arbeitgeber glauben fälschlicherweise, Frauen seien für wissenschaftliche oder technische Berufe nicht geeignet

      • Im mittelalterlichen Europa unterstellte man den Juden, sie würden Brunnen vergiften und Krankheiten verbreiten. Unter dem NS-Regime wurden sie erneut verleumdet. Diesmal warf man ihnen vor, die deutsche Wirtschaft zugrunde zu richten. Beides führte dazu, dass die Juden Opfer heftiger Vorurteile wurden, die bis heute nachhallen.

      • Viele ziehen den falschen Schluss, Menschen mit einer Behinderung seien grundsätzlich deprimiert oder verbittert

      Oft werden solche Vorurteile mit irgendwelchen Beispielen oder angeblichen Beweisen begründet. Und wer sich dieser Meinung nicht anschließt, wird als ignorant hingestellt.

      Grundsatz aus der Bibel

      „Es ist nicht gut, wenn ein Mensch keine Erkenntnis hat“ (SPRÜCHE 19:2)

      Was bedeutet das? Mangelnde Faktenkenntnis trübt das Urteilsvermögen. Wenn man sich auf Behauptungen stützt statt auf Tatsachen, schätzt man andere falsch ein.

      Fördert die Bibel Vorurteile?

      Manche behaupten, die Bibel stütze Vorurteile. Doch was steht wirklich in der Bibel?

      • Alle Menschen sind miteinander verwandt: Gott „hat aus einem Menschen alle Völker gemacht“ (Apostelgeschichte 17:26)

      • Gott ist unparteiisch: Die Bibel sagt, „dass Gott nicht parteiisch ist, sondern dass er in jedem Volk den Menschen annimmt, der Ehrfurcht vor ihm hat und tut, was richtig ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35)

      • Gott konzentriert sich nicht auf Äußerlichkeiten, sondern auf das Innere eines Menschen: In der Bibel heißt es, dass „der Mensch nur das sieht, was vor den Augen erscheint, doch Jehovaa sieht ins Herz“ (1. Samuel 16:7)

      a Jehova ist laut der Bibel der Name Gottes.

      Warum Faktenkenntnis hilft

      Verschaffen wir uns selbst ein klares Bild von Menschen, dann werden wir gängigen Vorurteilen nicht so schnell Glauben schenken. Und wenn wir merken, dass uns ein falsches Bild von einer bestimmten Gruppe vermittelt wurde, werden wir auch eigene vorgefasste Meinungen eher hinterfragen.

      Aus dem Leben: Jovica (Balkan)

      Jovica, der bereits erwähnt wurde, bekam von Kindheit an mit, wie seine Landsleute, die Presse und das Fernsehen eine bestimmte Minderheit in ein schlechtes Licht rückten. „Ich entwickelte jede Menge Vorurteile gegen diese Menschen – sogar Hass“, erzählt er. „Und ich hab mich vollkommen im Recht gefühlt.

      Aber dann, beim Militär, blieb mir nichts anderes übrig, als mit Kameraden aus dieser Gruppe zusammen zu wohnen und zu arbeiten. So habe ich im Lauf der Zeit mehr über sie erfahren. Ich hab sogar angefangen, ihre Sprache zu lernen und mir ihre Volkslieder anzuhören. Wir hatten schöne Erlebnisse zusammen und ich hab ein ganz anderes Bild von ihnen bekommen. Aber Vorurteile können schnell wieder hochkommen. Deshalb beschäftige ich mich nicht mit Nachrichtenmeldungen, in denen diese ethnische Gruppe schlechtgemacht wird. Ich schau mir auch keine Filme oder Comedysendungen an, in denen Witze über sie gemacht werden. Ich weiß ja, dass Vorurteile in Aggressionen und Hass umschlagen können.“

      Was man tun kann

      • Sich bewusst machen, dass verallgemeinernde Aussagen über eine Gruppe längst nicht auf jeden Einzelnen zutreffen

      • Sich eingestehen, dass man nicht alle Hintergründe und Fakten kennt

      • Sich Informationen aus einer zuverlässigen Quelle holen

      Sie besiegten den Hass

      Zwei Bilder: 1. Zwei Männer laufen nebeneinander her und unterhalten sich. 2. Einer der beiden Männer genießt Gemeinschaft mit seinen Freunden.

      Was half einem Araber und einem Juden, ihre Vorurteile abzulegen?

      Sehen Sie sich das Video an Loyale Liebe besiegt den Hass – wann?. Geben Sie den Videotitel auf jw.org ein.

  • Sich in andere hineinversetzen
    Erwachet! 2020 | Nr. 3
    • Ein Weißer und ein Sikh sitzen nebeneinander in einem Flugzeug und unterhalten sich angeregt.

      Sich in andere hineinversetzen

      Das Problem

      Wenn wir uns darauf konzentrieren, was einen anderen von uns unterscheidet, können uns solche Unterschiede schnell wie Schwächen oder Fehler vorkommen, und derjenige erscheint uns unterlegen. Hat man erst einmal ein negatives Bild entwickelt, fällt es schwer, sich in den anderen hineinzufühlen. Mangelnde Empathie und Vorurteile sind also eng miteinander verknüpft.

      Grundsatz aus der Bibel

      „Freut euch mit denen, die sich freuen. Weint mit denen, die weinen“ (RÖMER 12:15)

      Was bedeutet das? Dieser Grundsatz lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Empathie. Empathie ist die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und zu fühlen, was sie fühlen.

      Wie Empathie hilft

      Wenn wir uns in jemanden hineindenken, wird uns bewusst, wie viel uns mit demjenigen verbindet. Wir merken vielleicht, dass er ähnlich reagiert und fühlt wie wir selbst. Empathie hilft uns zu erkennen, dass wir alle – egal woher wir kommen – Teil einer großen Familie sind. Je mehr wir uns auf Gemeinsamkeiten konzentrieren, umso weniger neigen wir dazu, über andere negativ zu urteilen.

      Empathie fördert auch die Achtung vor anderen. Anne-Marie aus dem Senegal blickte früher auf Menschen aus sogenannt niedrigeren Kasten herab. Sie berichtet, wie Empathie ihr geholfen hat: „Als ich gesehen habe, wie schwer es Menschen aus niedrigen Kasten haben, habe ich mich gefragt, wie ich mich an ihrer Stelle fühlen würde. Das hat mich dazu gebracht, meinen scheinbar höheren Status zu hinterfragen, den ich mir ja weder ausgesucht noch verdient hatte.“ Wenn wir uns die schwierige Lage anderer bewusst machen, hilft uns das, mitzufühlen, statt zu kritisieren.

      Was man tun kann

      Versuchen Sie, Unterschiede auszublenden und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Stellen Sie sich vor, wie sich der andere fühlt, wenn er ...

      Empathie hilft, jeden Menschen als Teil einer großen Familie zu sehen

      • gemeinsam mit seiner Familie isst

      • einen Arbeitstag hinter sich gebracht hat

      • Zeit mit Freunden verbringt

      • seine Lieblingsmusik hört

      Versetzen Sie sich dann in die Lage des anderen. Fragen Sie sich:

      • Wie würde ich reagieren, wenn andere mir das Gefühl geben würden, ich wäre wertlos?

      • Wie würde ich mich fühlen, wenn andere mich in eine Schublade stecken würden, ohne mich überhaupt zu kennen?

      • Wie würde ich an seiner Stelle gern von anderen behandelt werden?

      Die beiden Männer zeigen sich gegenseitig Bilder von Familie, Hobbys und Arbeit; sie entdecken, dass sie viel gemeinsam haben.

      Aus dem Leben: Robert (Singapur)

      „Ich hab früher gedacht, Gehörlose wären seltsam, geistig etwas zurückgeblieben und übersensibel. Deshalb bin ich ihnen aus dem Weg gegangen. Für mich waren das aber keine Vorurteile, weil ich nicht das Gefühl hatte, jemandem damit wehzutun.

      Mich in Gehörlose hineinzufühlen hat mir geholfen, meine Vorurteile abzubauen. Mein Eindruck, sie wären geistig behindert, kam daher, dass sie mich immer nur groß angestarrt haben, wenn ich mit ihnen redete. Deshalb habe ich versucht mir vorzustellen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich den anderen nicht hören könnte. Ich hätte dann bestimmt auch diesen leeren Blick. Selbst mit Hörgerät hätte ich vielleicht einen Gesichtsausdruck, der sagt: ‚Ich versuche krampfhaft mitzukommen‘, obwohl ich in Wirklichkeit krampfhaft versuche, etwas zu hören.

      Dadurch dass ich in die Rolle eines Gehörlosen geschlüpft bin, haben sich meine Vorurteile in Luft aufgelöst.“

  • Die Stärken anderer erkennen
    Erwachet! 2020 | Nr. 3
    • Bilderfolge: 1. Ein Paar, das es eilig hat, ärgert sich über einen blinde Frau, die ihnen unbewusst den Weg abschneidet. 2. Später spielt die blinde Frau auf einem Konzert Cello und das Paar hört ihr bewundernd zu.

      Die Stärken anderer erkennen

      Das Problem

      Vorurteile können das Ergebnis übertriebener Selbstliebe sein. Ein egozentrischer Mensch hat ein übersteigertes Selbstwertgefühl. Er fühlt sich Menschen, die anders sind, überlegen und stuft sie herab. In diese Falle kann jeder tappen. In der Encyclopædia Britannica heißt es über die verschiedenen Kulturen: „Die meisten Gruppen haben das mehr oder weniger starke Empfinden, ihre Lebensweise, ihre Küche, ihr Kleidungsstil, ihre Umgangsformen, ihre Überzeugungen, ihre Werte und dergleichen seien denen anderer Gruppen überlegen.“ Wie kann man gegen diese Denkweise ankämpfen?

      Grundsatz aus der Bibel

      „Achtet andere in Demut höher als euch selbst“ (PHILIPPER 2:3)

      Was bedeutet das? Um übertriebenem Stolz entgegenzuwirken, muss man das Gegenteil entwickeln: Demut. Ein demütiger Mensch erkennt, dass andere ihm auf bestimmten Gebieten überlegen sind. Keine Gruppe hat das Monopol auf alle Fähigkeiten und guten Eigenschaften.

      Stefan ist in einem kommunistisch geprägten Land aufgewachsen und hatte Vorurteile gegen Menschen aus nicht kommunistischen Ländern. Wie gelang es ihm, seine Vorurteile zu überwinden? Er sagt: „Andere höher zu achten halte ich für ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Vorurteile. Ich bin ja schließlich nicht allwissend. Man kann von jedem etwas lernen.“

      Was man tun kann

      Entwickeln Sie ein realistisches Bild von sich selbst und seien Sie sich auch Ihrer Fehler bewusst. Gestehen Sie sich ein, dass andere da Stärken haben, wo Sie vielleicht Schwächen haben. Gehen Sie nicht davon aus, dass man negative Züge Einzelner auf eine ganze Gruppe übertragen kann.

      Anstatt einen Menschen aus einer bestimmten Gruppe abzuurteilen, könnte man sich einmal fragen:

      Gestehen Sie sich ein, dass andere da Stärken haben, wo Sie vielleicht Schwächen haben

      • Ist das, was mich an dem anderen stört, wirklich schlecht oder einfach nur anders?

      • Was könnte den anderen an mir stören?

      • Auf welchen Gebieten ist der andere mir überlegen?

      Diese Überlegungen helfen nicht nur, Vorurteile abzubauen, sondern bei anderen auch bewundernswerte Dinge zu entdecken.

      Aus dem Leben: Nelson (USA)

      „Dort, wo ich den Großteil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe, hatten die meisten den gleichen ethnischen Hintergrund. Aber mit 19 bin ich dann in eine große Stadt gezogen, um in einer Fabrik zu arbeiten. Dort wohnte und arbeitete ich mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammen.

      Als ich meine Kollegen näher kennengelernt und Freundschaften geschlossen habe, konnte ich selbst erleben, dass Hautfarbe, Sprache und Nationalität überhaupt nichts darüber sagen, wie fleißig oder vertrauenswürdig jemand ist und was in ihm vorgeht.

      Später habe ich eine Frau aus einem anderen Land und Kulturkreis geheiratet. Dadurch habe ich eine neue Küche und neue Musikstile für mich entdeckt, was mir viel Freude gebracht hat. Das Leben hat mich gelehrt, dass wir alle unsere Stärken und Schwächen haben. Ich habe gelernt, die guten Seiten von Menschen anderer Hautfarbe und Kultur zu bewundern und nachzuahmen. Ich denke, das hat mich zu einem besseren Menschen gemacht.“

  • Den Freundeskreis erweitern
    Erwachet! 2020 | Nr. 3
    • Vier Mütter unterschiedlicher Herkunft unterhalten sich gut gelaunt auf dem Spielplatz.

      Den Freundeskreis erweitern

      Das Problem

      Sich von Menschen abzugrenzen, von denen man ein negatives Bild hat, kann Vorurteile noch verstärken. Und wenn wir unsere Freundschaften auf Personen beschränken, die so sind wie wir, dann entwickeln wir vielleicht die Vorstellung, unsere Art zu denken, zu fühlen und zu handeln wäre die einzig richtige.

      Grundsatz aus der Bibel

      „Öffnet ... euer Herz weit“ (2. KORINTHER 6:13)

      Was bedeutet das? Das Herz steht oft für die Gefühle eines Menschen. Lassen wir nur unseresgleichen an uns heran, ist unser Herz sozusagen eng oder wir verschließen es sogar ganz. Damit uns das nicht passiert, müssen wir uns auch für Menschen öffnen, die anders sind als wir.

      Warum es hilft, sich für andere zu öffnen

      Wenn wir jemanden näher kennenlernen, verstehen wir besser, warum er manches anders macht. Und je enger unsere Freundschaft wird, desto mehr sehen wir ihn als unseresgleichen. Unsere Achtung vor ihm wächst und wir teilen seine Sorgen und seine Freuden.

      Das hat auch Nazaré erlebt. Früher hatte sie Vorurteile gegen Immigranten. Was hat sie zum Umdenken gebracht? Sie sagt: „Ich hab mit ihnen zusammengearbeitet und auch sonst öfter Zeit mit ihnen verbracht. Dabei hab ich Menschen kennengelernt, die genau das Gegenteil von dem waren, was über sie erzählt wurde. Wenn man sich mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis anfreundet, lernt man gegen dieses Schubladendenken anzugehen. Man gewinnt sie lieb und schätzt sie als Individuen.“

      Ein Wort zur Vorsicht

      Manche pflegen einen Lebensstil, durch den sie sich selbst und anderen schaden. Deshalb wäre es gefährlich, sich wahllos mit jedem anzufreunden. Es hat nichts mit Vorurteilen zu tun, wenn man keine Freundschaft mit jemandem schließt, der ganz bewusst einen unmoralischen oder rücksichtslosen Lebensstil verfolgt. Wir sollten zwar niemanden angreifen, der unsere Moralvorstellungen nicht teilt, und ihm auch nicht seine Rechte absprechen, aber es ist klug, so jemanden nicht in unseren Freundeskreis aufzunehmen (Sprüche 13:20).

      Was man tun kann

      Versuchen Sie, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die einen anderen ethnischen Hintergrund haben.

      • Bitten Sie sie, etwas von sich zu erzählen

      • Laden Sie sie zum Essen ein

      • Hören Sie ihnen gut zu, wenn sie von ihrem Leben erzählen, und achten Sie darauf, was ihnen wichtig ist

      Wenn man versucht zu verstehen, wie ihre Erlebnisse sie geprägt haben, bekommt man oft ein positiveres Bild.

      Aus dem Leben: Kandasamy und Sookammah (Kanada)

      „Wir sind in Südafrika während der Apartheid aufgewachsen. Die verschiedenen ethnischen Gruppen mussten in getrennten Wohngebieten leben, was Vorurteile schürte. Wir selbst sind nicht weiß und wir mochten die Weißen auch überhaupt nicht, weil manche von ihnen uns wie Menschen zweiter Klasse behandelt haben. Damals wären wir nie auf die Idee gekommen, dass wir Vorurteile hatten. Schließlich waren wir ja die Opfer, so dachten wir.

      Um gegen dieses Denken anzugehen, haben wir die Initiative ergriffen und Freundschaften mit Menschen verschiedener Herkunft geschlossen. Durch den Umgang mit Weißen haben wir gemerkt, dass es eigentlich sehr wenig gibt, was uns trennt. Wir haben alle ähnliche Lebensumstände und Probleme.

      Wir hatten sogar mal für längere Zeit ein weißes Ehepaar zu Gast und haben sie näher kennengelernt. Schon nach kurzer Zeit haben wir uns als Freunde gesehen, die auf der gleichen Stufe stehen. Dadurch haben wir von Weißen insgesamt ein positiveres Bild gewonnen.“

      Echte Brüder

      Johny und Gideon begrüßen vor einem Königreichssaal von Jehovas Zeugen einige Kinder.

      Trotz unterschiedlicher Hautfarbe und politischer Prägung wurden Johny und Gideon enge Freunde.

      Sehen Sie sich das Video an Johny und Gideon: Aus Feinden wurden Brüder. Geben Sie den Videotitel auf jw.org ein.

  • Liebe zeigen
    Erwachet! 2020 | Nr. 3
    • Eine Frau aus Indien trägt einer älteren weißen Frau die Einkäufe die Treppe hoch.

      Liebe zeigen

      Das Problem

      Vorurteile können sehr hartnäckig sein. Genauso wie es Zeit und Mühe braucht, einen Virus loszuwerden, braucht es auch Zeit und Mühe, Vorurteile loszuwerden. Wie kann man das bei sich selbst schaffen?

      Grundsatz aus der Bibel

      Bilderfolge: 1. Ein Asiate hält einem Schwarzen die Tür auf, der volle Kaffeebecher in den Händen hält. 2. Der Schwarze bietet seinen Kollegen Kaffee an, darunter auch die Inderin aus der anderen Bilderfolge.

      „Kleidet euch mit Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit“ (KOLOSSER 3:14)

      Was bedeutet das? Anderen Gutes zu tun verbindet. Je mehr Liebe man zeigt, desto besser kann man Vorurteile bekämpfen. Je mehr man sein Herz mit Liebe füllt, desto weniger Platz bleibt für Hass und Verachtung.

      Was man tun kann

      Bilderfolge: 1. Eine Frau aus Indien trägt einer älteren weißen Frau die Einkäufe die Treppe hoch. 2. Die ältere Frau bringt ihrem Nachbarn, dem Asiaten aus der vorausgehenden Bilderfolge, Kekse.

      Denken Sie darüber nach, was Sie konkret für Menschen aus einer Gruppe tun können, der Sie vielleicht kritisch gegenüberstehen. Liebe zu zeigen muss nicht aufwändig sein. Hier ein paar Ideen:

      Mit jeder liebevollen Geste baut man Vorurteile ab

      • Seien Sie höflich und halten Sie die Tür auf oder bieten Sie Ihren Platz in einem öffentlichen Verkehrsmittel an

      • Üben Sie sich im Small Talk, auch wenn der andere Ihre Sprache nicht fließend spricht

      • Seien Sie geduldig, wenn der andere sich auf eine Art und Weise verhält, die Sie befremdet

      • Hören Sie mitfühlend zu, wenn er über seine Probleme spricht

      Aus dem Leben: Nazaré (Guinea-Bissau)

      „Früher hatte ich Vorurteile gegen Immigranten. Man hat mir gesagt, dass sich viele von ihnen Sozialleistungen ergaunern und einen Hang zur Kriminalität haben. Deswegen hatte ich Schwierigkeiten, sie zu akzeptieren. Ich hätte meine Gefühle aber nicht als Vorurteile eingestuft, weil ja die meisten so über Immigranten dachten.

      Mit der Zeit wurde mir aber klar, dass ich doch Vorurteile hatte. Die praktischen Hinweise aus der Bibel haben mir geholfen, Immigranten mit mehr Liebe zu begegnen. Jetzt gehe ich ihnen nicht mehr aus dem Weg. Im Gegenteil, ich begrüße sie und rede mit ihnen. Ich versuche immer, sie als Mensch kennenzulernen. Jetzt hab ich positive Gefühle ihnen gegenüber und bin gern mit ihnen zusammen.“

      „Ich wollte gegen Ungerechtigkeit kämpfen“

      Rafika Morris.

      Rafika schloss sich einer Bürgerrechtsbewegung an, um Rassendiskriminierung zu bekämpfen. Doch die Einheit, nach der sie suchte, fand sie schließlich auf einem Kongress von Jehovas Zeugen.

      Sehen Sie sich das Video an Rafika Morris: Ich wollte gegen Ungerechtigkeit kämpfen. Geben Sie den Videotitel auf jw.org ein.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen