Wie kann ich mich gegen Gruppenzwang wehren?
Der Brief eines Polizeibeamten aus Chicago zeigt, wie wichtig es ist, die Antwort auf diese Frage zu kennen. Er schrieb:
„Am 15. Januar 1990 untersuchte ich einen 18jährigen, einen steckbrieflich gesuchten geflüchteten Strafgefangenen, der von Mississippi nach Chicago zurückgebracht worden war. Zu der Untersuchung gehört es, den gesamten Besitz des Gefangenen aufzunehmen. Er hatte unter anderem das Buch Fragen junger Leute bei sich.
‚Haben Sie das Buch gelesen?‘ fragte ich ihn.
‚Ja‘, antwortete er. ‚Als ich mich in Mississippi versteckt hielt, arbeitete ich auf einer Farm, und zwei Zeugen Jehovas gaben mir das Buch.‘ Dann begann er zu weinen, wobei er fast unbeherrscht schluchzte. Dazwischen sagte er: ‚Ich habe das Buch viele Male gelesen, vor allem immer wieder das Kapitel „Wie kann ich mich gegen Gruppenzwang wehren?“‘ Er fügte hinzu: ‚Wenn ich das alles doch nur drei oder vier Jahre früher gewußt hätte, dann wäre ich jetzt nicht hier.‘
Der Gefangene wurde abgeführt, und ich las mir den Polizeibericht und sein Geständnis durch, das er bei der Polizei abgelegt hatte. Es lautete auszugsweise: ‚Der Anführer meiner Bande befahl mir, die Straße hinunterzugehen und jemand von einer rivalisierenden Bande zu erschießen, der in unserem Gebiet Kokain verkaufte. Ich tat, was mir aufgetragen worden war, weil ich befürchtete, die anderen würden sonst glauben, ich sei nicht kaltblütig. Ich wollte anerkannt werden.‘“
Dieser 18jährige ist des Mordes angeklagt, und wenn er schuldig gesprochen wird, kommt er für etwas in den Todestrakt, wozu ihn die aufgefordert haben, mit denen er zusammen war.“
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