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„Richte dein Herz auf“ Gottes Tempel!Der Wachtturm 1999 | 1. März
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Die Priesterschaft und der Vorsteher
7. Welcher Aufschluß wird hinsichtlich der Leviten und der Priester vermittelt?
7 Auch die Priesterschaft sollte einem Reinigungs- oder Läuterungsprozeß unterzogen werden. Die Leviten mußten getadelt werden, weil sie dem Götzendienst erlegen waren; die priesterlichen Söhne Zadoks sollten dagegen dafür, daß sie rein geblieben waren, gelobt und belohnt werden.a Dennoch würden beide Gruppen Dienststellungen in Gottes wiederhergestelltem Haus haben — zweifellos abhängig davon, ob sie als einzelne treu waren. Außerdem bestimmte Jehova folgendes: „Und mein Volk sollten sie über den Unterschied zwischen Heiligem und Nichtheiligem unterweisen; und den Unterschied zwischen Unreinem und Reinem sollten sie es wissen lassen“ (Hesekiel 44:10-16, 23). Die Priesterschaft sollte also wieder eingesetzt und das treue Ausharren der Priester belohnt werden.
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„Richte dein Herz auf“ Gottes Tempel!Der Wachtturm 1999 | 1. März
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9. (a) Wie sollte das Land aufgeteilt werden, aber wer würde kein Erbe erhalten? (b) Was war der heilige Beitrag, und was umfaßte er?
9 Schließlich gehörte zu Hesekiels Vision noch ein Überblick über das Land Israel. Es sollte so aufgeteilt werden, daß jeder Stamm eine Zuteilung erhalten würde. Auch dem Vorsteher würde ein Erbe zuteil. Die Priester würden dagegen keines bekommen, denn Jehova sagte: „Ich bin ihr Erbe“ (Hesekiel 44:10, 28; 4. Mose 18:20). In der Vision wurde gezeigt, daß die Landzuteilung für den Vorsteher zu beiden Seiten eines besonderen Gebiets liegen würde, das als heiliger Beitrag bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein quadratisches Stück Land, das in drei Streifen aufgeteilt ist — der obere Teil für die reumütigen Leviten, die Mitte für die Priester und der untere Teil für die Stadt mit dem ertragfähigen Land. Der Tempel Jehovas sollte sich in dem Landstreifen der Priester befinden, im Zentrum des quadratischen Beitrags (Hesekiel 45:1-7).
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„Richte dein Herz auf“ Gottes Tempel!Der Wachtturm 1999 | 1. März
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Und man beachte, daß in Hesekiels Vision der Vorsteher ebenso wie die Priester auf Land leben würden, welches das Volk beigesteuert hätte (Hesekiel 45:16). In dem wiederhergestellten Land sollte das Volk somit zum Werk derjenigen beisteuern, die Jehova ernannt hatte, die Führung zu übernehmen, und es sollte sie dadurch unterstützen, daß es entsprechend ihren Anweisungen handeln würde. Insgesamt gesehen war das Land ein Vorbild an Organisation, Zusammenarbeit und Sicherheit.
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„Richte dein Herz auf“ Gottes Tempel!Der Wachtturm 1999 | 1. März
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Eine dieser Segnungen war Erkenntnis. Die Priesterschaft wurde wieder in ihr Amt eingesetzt, und die Priester unterwiesen das Volk im Gesetz (Maleachi 2:7). Demzufolge lebten die Menschen in geistiger Hinsicht auf und wurden erneut produktive Diener Jehovas,
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„Richte dein Herz auf“ Gottes Tempel!Der Wachtturm 1999 | 1. März
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Außerdem stellen die Priester in der Vision die gesalbte Priesterklasse dar, während sie sich noch auf der Erde befindet, nicht erst nach ihrer Auferstehung zu himmlischem Leben oder während des Millenniums. Wieso? Beachten wir, daß die Priester gemäß der Beschreibung im inneren Vorhof dienen. Wie bereits in früheren Wachtturm-Artikeln gezeigt wurde, stellt dieser Vorhof den einzigartigen geistigen Stand der Unterpriester Christi auf der Erde dar.c Beachten wir auch, daß in der Vision die Unvollkommenheit der Priester betont wird. Sie werden aufgefordert, Schlachtopfer für ihre eigenen Sünden darzubringen. Sie werden vor der Gefahr gewarnt, sich in geistiger und sittlicher Hinsicht zu verunreinigen. Somit stellen sie nicht die auferweckten Gesalbten dar, über die der Apostel Paulus schrieb: „Die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich“ (1. Korinther 15:52; Hesekiel 44:21, 22, 25, 27). Die Priester in Hesekiels Vision mischen sich unter das Volk und dienen diesem unmittelbar. Im Paradies wird das anders sein, weil sich die Priesterklasse dann im Himmel befindet. Die Vision vermittelt daher ein treffendes Bild davon, wie die Gesalbten heute auf der Erde eng mit der „großen Volksmenge“ zusammenarbeiten (Offenbarung 7:9; Hesekiel 42:14).
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„Der Tempel“ und „der Vorsteher“ heuteDer Wachtturm 1999 | 1. März
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Eine treue Priesterschaft
9, 10. Auf welche Weise hat die „königliche Priesterschaft“, die durch die Priesterklasse in der Vision Hesekiels vorgeschattet wird, für geistige Unterweisung gesorgt?
9 In vorchristlicher Zeit verrichteten die Priester im Tempel Schwerarbeit. Das Schlachten der Opfertiere, diese auf dem Altar darzubringen sowie den Mitpriestern und dem Volk zu dienen war körperlich anstrengend. Doch sie hatten noch andere wichtige Aufgaben. Jehova gebot mit Bezug auf die Priester: „Mein Volk sollten sie über den Unterschied zwischen Heiligem und Nichtheiligem unterweisen; und den Unterschied zwischen Unreinem und Reinem sollten sie es wissen lassen“ (Hesekiel 44:23; Maleachi 2:7).
10 Schätzen wir die schwere Arbeit und den demütigen Dienst, den die Gesalbten als Gruppe, als „eine königliche Priesterschaft“, im Namen der reinen Anbetung verrichtet haben? (1. Petrus 2:9). Wie die levitische Priesterschaft in alter Zeit haben sie die Führung darin übernommen, geistige Unterweisung zu erteilen, sie haben Menschen zu einem Verständnis darüber verholfen, was in Gottes Augen rein und annehmbar ist und was nicht (Matthäus 24:45). Diese Unterweisung aus biblischen Schriften sowie durch christliche Zusammenkünfte und große Kongresse hat Millionen geholfen, mit Gott versöhnt zu werden (2. Korinther 5:20).
11. (a) Wie wurde in der Vision Hesekiels die Wichtigkeit der Reinheit seitens der Priester betont? (b) Wie sind die Gesalbten in den letzten Tagen in geistigem Sinne gereinigt worden?
11 Die Priester müssen allerdings nicht nur andere lehren, rein zu sein; sie müssen auch selbst rein sein. Hesekiel sah deshalb einen Läuterungsprozeß für die Priesterschaft Israels voraus (Hesekiel 44:10-16). In ähnlicher Weise saß Jehova, wie die Geschichte zeigt, im Jahr 1918 „als Läuterer“ in seinem geistigen Tempel und prüfte die Priesterklasse der Gesalbten (Maleachi 3:1-5). Denjenigen, die als geistig rein befunden wurden, da sie früheren Götzendienst bereut hatten, wurde gestattet, weiterhin ihr Dienstvorrecht in Jehovas geistigem Tempel wahrzunehmen. Einzelne Gesalbte können allerdings wie jeder andere auch unrein werden, sei es in geistiger oder sittlicher Hinsicht (Hesekiel 44:22, 25-27). Sie haben angestrengt darauf hinwirken müssen, sich „von der Welt ohne Flecken zu bewahren“ (Jakobus 1:27; vergleiche Markus 7:20-23).
12. Warum sollten wir das Werk der Gesalbten schätzen?
12 Jeder von uns könnte sich fragen: „Schätze ich das Beispiel, das die Gesalbten in den vielen Jahren treuen Dienstes gegeben haben? Ahme ich ihren Glauben nach?“ Die Glieder der großen Volksmenge tun gut daran, zu bedenken, daß sie die Gesalbten nicht für immer hier auf der Erde bei sich haben werden. Über die Priester in Hesekiels Vision sagte Jehova: „Kein Besitztum solltet ihr ihnen in Israel geben: Ich bin ihr Besitztum“ (Hesekiel 44:28). In ähnlicher Weise haben die Gesalbten keine ewige Stätte auf der Erde. Sie haben ein himmlisches Erbe; und alle, die zur großen Volksmenge gehören, betrachten es als ein Vorrecht, die Betreffenden zu unterstützen und zu ermuntern, solange sie sich noch hier auf der Erde befinden (Matthäus 25:34-40; 1. Petrus 1:3, 4).
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„Der Tempel“ und „der Vorsteher“ heuteDer Wachtturm 1999 | 1. März
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15. (a) Inwiefern wirft die Vision Hesekiels Licht auf das Verhältnis zwischen Ältesten, die zur großen Volksmenge gehören, und der gesalbten Priesterklasse? (b) Worin haben gesalbte Älteste in Gottes irdischer Organisation die Führung übernommen?
15 Welches Verhältnis besteht heute zwischen der gesalbten Priesterklasse und den älteren Männern, die als Teil der großen Volksmenge gegenwärtig in Aufsichtsstellungen dienen? Hesekiels Vision weist darauf hin, daß den Ältesten, die zur großen Volksmenge gehören, eine unterstützende und untergeordnete Rolle zukommt, während die Gesalbten die geistige Führung übernehmen. Inwiefern? Erinnern wir uns daran, daß in der Vision den Priestern die Verantwortung übertragen wurde, das Volk in geistigen Angelegenheiten zu unterweisen. Sie wurden auch beauftragt, als Richter Rechtsfälle zu behandeln. Außerdem waren den Leviten „Aufsichtsposten“ in den Toren des Tempels anvertraut (Hesekiel 44:11, 23, 24). Der Vorsteher mußte sich somit eindeutig den geistigen Diensten und der Leitung der Priester unterwerfen. Daher ist es passend, daß in der Neuzeit die Gesalbten die Führung in der reinen Anbetung übernommen haben. Zum Beispiel sind die Mitglieder der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas aus den Reihen der Gesalbten ausgewählt worden. Diese treuen gesalbten Ältesten haben die sich entwickelnde Vorsteherklasse jahrzehntelang geschult und diejenigen, die voraussichtlich zu dieser Klasse gehören, auf den Tag vorbereitet, an dem ihnen in Gottes künftiger neuer Welt das volle Maß an Autorität übertragen wird.
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