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UkraineJahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
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Später wurden zu seiner Unterstützung zwei weitere eifrige Brüder ernannt: Stanislaw Burak und Petro Tokar. Sie wohnten unauffällig im Haus einer Glaubensschwester in Lwiw, wo sie Schriften vervielfältigten, damit geistige Speise in die gesamte UdSSR gelangen konnte. Unter großer Gefahr wurde diese Literatur aus Polen nach Lwiw gebracht, wo sie übersetzt und vervielfältigt wurde.
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UkraineJahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
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Erneut Verfolgung
Im Juni 1947 wurde ein Bruder, der Druckschriften für andere Brüder bei sich hatte, in Lwiw auf offener Straße verhaftet. Der Geheimdienst bot ihm die gesetzliche Registrierung unserer Organisation an, wenn er die Adressen der Zeugen angebe, die er regelmäßig mit Druckschriften beliefere. Der vertrauensselige Bruder nannte ihnen die Adressen von fast 30 Brüdern, darunter die von Bruder Burak, dem damaligen Landesdiener. Daraufhin wurden alle verhaftet. Der betreffende Bruder bereute aufrichtig und gab zu, dass er dem Geheimdienst allzu arglos vertraut habe.
Die verhafteten Brüder wurden in ein Gefängnis in Kiew gebracht, wo sie weiter verhört wurden und vor Gericht erscheinen mussten. Kurz darauf starb Bruder Burak im Gefängnis. Vor seiner Verhaftung konnte er noch den Bezirksdiener Mikola Ziba aus Wolhynien erreichen und ihm die Aufsicht über das Werk in der Ukraine und der übrigen Sowjetunion übertragen.
Noch nie hatte der sowjetische Geheimdienst auf einen Schlag so viele verantwortliche Brüder und andere verhaftet, die im Untergrund Schriften vervielfältigten. Die sowjetischen Behörden stuften unsere Schriften als antisowjetisch ein. Den Zeugen wurde zu Unrecht eine subversive Tätigkeit vorgeworfen, woraufhin viele zum Tode verurteilt wurden. Die Todesurteile wurden jedoch in 25 Jahre Lagerhaft umgewandelt.
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