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Sich um die Habe des Herrn kümmernKönigreichsdienst 1998 | Juni
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8 Wieviel auch immer in den Vereinigten Staaten gedruckt wurde, nie reichte es zur Versorgung der ganzen Welt. Daher wurde in den Nachkriegsjahren in vielen anderen Ländern, darunter Kanada, Dänemark, Deutschland, England, Griechenland, Südafrika und die Schweiz gedruckt oder mit dem Drucken begonnen. Anfang der siebziger Jahre kamen noch Australien, Brasilien, Ghana, Japan, Nigeria und die Philippinen hinzu. In einigen dieser Länder wurden auch gebundene Bücher hergestellt. Ebenfalls Anfang der siebziger Jahre wurden Gileadmissionare auch in Drucktechniken geschult und in einige dieser Länder gesandt, um den einheimischen Brüdern beim Drucken zu helfen.
9 In den achtziger Jahren stieg die Zahl der Länder, in denen Zeitschriften gedruckt wurden, auf 51 an — eine Höchstzahl. Welch gutes Beispiel für den vortrefflichen Gebrauch der Habe des Herrn das doch war! Welch deutliches Anzeichen für die Zunahme des Königreichswerkes! Und welch ein machtvolles Zeugnis der Großzügigkeit von Millionen einzelner Zeugen Jehovas, die ‘Jehova mit ihren wertvollen Dingen ehrten’! (Spr. 3:9). So erwiesen sie sich als gute Verwalter der Dinge, mit denen Jehova sie in unterschiedlicher Weise gesegnet hat.
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Sich um die Habe des Herrn kümmernKönigreichsdienst 1998 | Juni
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Andere organisatorische Bedürfnisse
12 Durch diese neuen Systeme änderten sich auch die organisatorischen Bedürfnisse in der weltweiten Drucktätigkeit der Zeugen Jehovas. Die Rollenoffsetmaschinen sind viel schneller als die alten Hochdruck-Rotationsmaschinen, aber sie sind auch viel teurer. Computersysteme, mit denen die damit verbundene Arbeit, wie das Schreiben, Übersetzen, die künstlerische Gestaltung und die Reproduktion unterstützt wird, bieten zwar weit mehr Möglichkeiten als ältere Systeme, sie sind aber ebenfalls teurer. Es stellte sich bald heraus, daß das Drucken der Zeitschriften in 51 Ländern nicht mehr kostengünstig war. Aus diesem Grund überprüfte „der treue Verwalter“ in den neunziger Jahren die Lage. Mit welchem Ergebnis?
13 Aus Untersuchungen ging hervor, daß die „wertvollen Dinge“, die Zeugen Jehovas und ihre Freunde spenden, besser genutzt würden, wenn die Drucktätigkeit zusammengefaßt würde. So wurde die Zahl der druckenden Zweige nach und nach verringert. Deutschland hat den Druck von Bibeln, Zeitschriften und Literatur für viele Länder Ost- und Westeuropas übernommen, darunter einige Länder, die vorher selbst gedruckt hatten. Italien versorgt Teile Afrikas und Südosteuropa, unter anderem Griechenland und Albanien, mit Bibeln, Zeitschriften und Literatur. In Afrika ist der Druck von Zeitschriften auf Nigeria und Südafrika beschränkt. Überall auf der Welt werden die Drucktätigkeiten ebenso zusammengefaßt.
Abzuwägende Faktoren
14 Bis Juli 1998 wird der Druck von Zeitschriften in einer Reihe von europäischen Ländern eingestellt, darunter Dänemark, Frankreich, Griechenland, die Niederlande, Österreich und die Schweiz. Die mit dem Drucken verbundenen Belastungen werden von Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien übernommen. So werden unnötige Ausgaben vermieden, und die Spenden können besser für das weltweite Werk eingesetzt werden.
15 Der Hauptgrund dafür, die Drucktätigkeit in einigen Ländern einzustellen und in anderen fortzusetzen, war praktischer Natur. In einem Land Literatur für mehrere Länder drucken zu lassen ist günstiger, und die teure Ausrüstung wird besser genutzt. Jetzt wird da gedruckt, wo die Kosten niedriger sind, das Material vorhanden ist und gute Versandmöglichkeiten bestehen. So wird die Habe des Herrn richtig genutzt. Natürlich bedeutet die Einstellung des Druckens in einem Land nicht, daß das Predigen dort aufhört. Dort wird weiterhin eine Fülle an Druckschriften zur Verfügung stehen, und in diesen Ländern werden Hunderttausende Zeugen Jehovas auch künftig mit ihren Nachbarn eifrig über „die gute Botschaft des Friedens“ sprechen (Eph. 2:17). Außerdem bringt diese organisatorische Änderung weitere Vorteile mit sich.
16 Nennen wir einen Vorteil: Die meisten der modernen Druckpressen aus Dänemark, Griechenland, den Niederlanden und der Schweiz wurden nach Nigeria und in die Philippinen gesandt. Erfahrene Brüder aus diesen Ländern nahmen die Einladung an, mitzureisen und die dortigen Mitarbeiter einzuweisen. Deswegen erhalten diese Länder jetzt Zeitschriften in derselben Qualität wie andere Länder.
17 Betrachten wir einen weiteren Vorteil: Die Kosten für den Druck der Zeitschriften werden jetzt von den wenigen Ländern getragen, in denen weiterhin gedruckt wird. Infolgedessen stehen in Ländern, in denen das Drucken eingestellt wurde, jetzt Mittel für andere Zwecke zur Verfügung, zum Beispiel für den Bau von Königreichssälen oder um für die Bedürfnisse unserer Brüder in ärmeren Ländern mit zu sorgen. Sich sorgfältig um die Habe des Herrn zu kümmern bedeutet daher, daß die Worte des Apostels Paulus an die Korinther auf internationaler Ebene wirkungsvoller angewandt werden können: „Ich meine es nicht so, daß es für andere leicht, für euch aber schwer sein soll, sondern daß durch einen Ausgleich euer Überfluß gerade jetzt ihrem Mangel abhelfe, ... so daß es zu einem Ausgleich komme“ (2. Kor. 8:13‚ 14).
18 Als Folge dieser Zusammenfassung sind Zeugen Jehovas in aller Welt enger miteinander verbunden als je zuvor. Für die Zeugen in Dänemark ist es kein Problem, ihre Zeitschriften in Deutschland drucken zu lassen, obwohl sie selbst gedruckt hatten. Sie sind für die Dienste ihrer deutschen Brüder dankbar. Haben Jehovas Zeugen in Deutschland etwas dagegen, daß mit ihren Spenden biblische Literatur für Dänemark hergestellt wird — oder für Rußland, die Ukraine oder andere Länder? Natürlich nicht! Sie freuen sich zu wissen, daß die Spenden ihrer Brüder in diesen Ländern jetzt für andere Notwendigkeiten verwendet werden können.
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