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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Wir schrieben damals von den Originalen ab, die wir an einem sicheren Ort, zum Beispiel in Öfen, versteckten. Einige versteckten wir sogar im Ofen im Kontor des Lagerkommandanten. Die Brüder, die bei ihm saubermachten, hatten im Ofen ein spezielles Fach konstruiert, in dem die kostbaren Originale vieler Wachttürme aufbewahrt wurden. Egal, wie gründlich wir durchsucht wurden, die Originale lagen stets sicher im Kontor des Lagerkommandanten.“
Die Brüder wurden wahre Meister im Verstecken der Literatur. Ein Lieblingsplatz dafür war das Fensterbrett. Sie lernten sogar, Literatur in Zahnpastatuben unterzubringen. Nur zwei, drei Brüder wussten, wo die Originale lagen. Wenn nötig, holte sie einer, dann wurde eine Abschrift davon angefertigt und das Original wieder zurückgebracht. So waren die Originale immer an einem sicheren Platz.
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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„Im Lagpunkt Nr. 19 in Mordowien wurden die Brüder von Soldaten mit Hunden aus der Lagerzone hinausgeführt und gründlich durchsucht. Alles, was sie am Leib trugen, mussten sie ausziehen, sogar die Fußlappen. Einige Brüder hatten jedoch handgeschriebene Zettel an ihre Fußsohlen geklebt, die von den Wachsoldaten unbemerkt blieben. Außerdem hatten sie Broschüren im Kleinstformat hergestellt, die zwischen den Fingern Platz hatten. Als sie sich mit hocherhobenen Händen hinstellen mussten, behielten sie die kleinen Broschüren zwischen den Fingern, und so konnten einige davon gerettet werden.“
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