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  • Vertraue auf Jehovas rettenden Arm
    Der Wachtturm 1991 | 1. Oktober
    • Hilfe in der Versammlung

      6. Wieso wissen wir, daß es möglich ist, in einer prüfungsreichen Situation in der Versammlung auszuharren?

      6 Ebenso, wie Jehova seine Organisation als Ganzes unterstützt, so stützt sein Arm den einzelnen in der Organisation. Natürlich ist in keiner Versammlung alles vollkommen, da alle Menschen unvollkommen sind (Römer 5:12). Einige Diener Jehovas mögen daher zuweilen in der Versammlung in eine prüfungsreiche Situation geraten. Gajus leistete zum Beispiel „treue Arbeit“, als er Brüder, die zu Besuch kamen, gastfreundlich aufnahm; Diotrephes dagegen nahm sie nicht auf und versuchte sogar, diejenigen, die gastfreundlich waren, aus der Versammlung hinauszuwerfen (3. Johannes 5, 9, 10). Aber Jehova half Gajus und anderen, weiterhin gastfreundlich zu sein, um das Predigen des Königreiches zu fördern. Das Gebet zu Gott und das Vertrauen auf ihn sollten uns dazu bewegen, treu mit unserer Arbeit fortzufahren, während wir darauf warten, daß er die Situation ändert, durch die unser Glaube erprobt wird.

      7. Trotz welcher Umstände in der Versammlung in Korinth lebten treue Christen gemäß ihrer Hingabe an Gott?

      7 Angenommen, du hättest im ersten Jahrhundert der Versammlung in Korinth angehört. Einmal war ihre Einheit durch Spaltungen bedroht, und ihr Geist war gefährdet, weil man über Unsittlichkeit hinwegsah (1. Korinther 1:10, 11; 5:1-5). Gläubige gingen mit Gläubigen vor weltliche Gerichte, und andere stritten sich wegen verschiedener Angelegenheiten (1. Korinther 6:1-8; 8:1-13). Streit, Eifersucht, Zorn und Unordnung machten ihnen das Leben schwer. Einige zweifelten sogar die Befugnis des Paulus an und würdigten seine Redefähigkeit herab (2. Korinther 10:10). Doch die Treuen, die mit der Versammlung verbunden waren, lebten in dieser Zeit der Prüfungen gemäß ihrer Hingabe.

      8, 9. Was sollten wir tun, wenn wir in der Versammlung in eine prüfungsreiche Situation geraten?

      8 In einer prüfungsreichen Situation müssen wir mit Gottes Volk eng verbunden bleiben. (Vergleiche Johannes 6:66-69.) Seien wir geduldig miteinander, und berücksichtigen wir, daß manche mehr Zeit brauchen als andere, um die ‘neue Persönlichkeit’ anzuziehen und sich mit Erbarmen, Güte, Demut, Milde und Langmut zu kleiden. Da wir zudem aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen, müssen wir uns als Diener Gottes gegenseitig Liebe erweisen und einander vergeben (Kolosser 3:10-14).

      9 Nach vielen Jahren des Dienstes für Jehova sagte ein Bruder: „Eines ist mir dabei sehr wichtig gewesen: mich eng an Jehovas Organisation zu halten. Frühe Erfahrungen zeigten mir, wie unvernünftig es ist, sich auf menschliche Überlegungen zu verlassen. Sobald ich mich in dieser Hinsicht entschieden hatte, beschloß ich, mit der treuen Organisation Schritt zu halten. Wie sonst könnte man Jehovas Gunst und seinen Segen erhalten?“ Schätzt du dein Vorrecht, Jehova mit seinem freudigen Volk zu dienen, genauso? (Psalm 100:2). Wenn ja, dann wirst du dich durch nichts von Gottes Organisation trennen lassen und nicht zulassen, daß dein Verhältnis zu dem zerstört wird, dessen Arm alle rettet, die ihn lieben.

      Hilfe, wenn Versuchungen uns bedrängen

      10. (a) Wie hilft das Gebet Gottes Dienern, Versuchungen standzuhalten? (b) Was sichert uns Paulus gemäß 1. Korinther 10:13 zu?

      10 Als treuen Mitverbundenen der Organisation Gottes steht er uns in Zeiten der Prüfung zur Seite. Er hilft uns zum Beispiel, die Lauterkeit ihm gegenüber zu bewahren, wenn Versuchungen uns bedrängen. Natürlich sollten wir in Übereinstimmung mit Jesu Worten beten: „Bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist“, von Satan, dem Teufel (Matthäus 6:9-13). Im Grunde genommen bitten wir dann Gott, er möge nicht zulassen, daß wir versagen, wenn wir versucht sind, ihm ungehorsam zu werden. Er erhört auch unsere Gebete um Weisheit, die uns hilft, Prüfungen durchzustehen (Jakobus 1:5-8). Jehovas Diener können davon überzeugt sein, daß er ihnen beistehen wird, denn Paulus erklärte: „Keine Versuchung hat euch ergriffen, ausgenommen eine allgemein menschliche. Gott aber ist treu, und er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt“ (1. Korinther 10:13). Woher kommt diese Versuchung, und wie schafft Gott den Ausweg?

      11, 12. Welchen Versuchungen erlagen die Israeliten, und was können wir aus ihren Erfahrungen lernen?

      11 Versuchungen ergeben sich aus Umständen, die uns dazu bewegen könnten, Gott untreu zu werden. Paulus sagte: „Diese Dinge nun sind Vorbilder für uns geworden, damit wir nicht Menschen sind, die schädliche Dinge begehren, so wie jene [die Israeliten] sie begehrten. Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, so wie geschrieben steht: ‚Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu vergnügen.‘ Laßt uns auch nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben, so daß an e i n e m Tag ihrer dreiundzwanzigtausend fielen. Laßt uns Jehova auch nicht auf die Probe stellen, wie ihn einige von ihnen auf die Probe stellten, so daß sie durch die Schlangen umkamen. Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten, so daß sie durch den Vernichter umkamen“ (1. Korinther 10:6-10).

      12 Die Israeliten begehrten schädliche Dinge, als sie der Versuchung erlagen, die Wachteln, die Jehova durch ein Wunder beschafft hatte, mit Gier zu sammeln und zu essen (4. Mose 11:19, 20, 31-35). Zuvor hatten sie sich zu Götzendienern gemacht, als durch Moses’ Abwesenheit die Versuchung entstand, sich an der Kälberanbetung zu beteiligen (2. Mose 32:1-6). Tausende von ihnen kamen ums Leben, weil sie der Versuchung unterlagen, mit Moabiterinnen Hurerei zu begehen (4. Mose 25:1-9). Als die Israeliten der Versuchung nachgaben, wegen der Vernichtung der Rebellen Korah, Dathan, Abiram und ihrer Genossen zu murren, kamen 14 700 Personen durch eine Plage Gottes ums Leben (4. Mose 16:41-49). Uns können solche Erfahrungen nützen, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß keine dieser Versuchungen so groß war, daß die Israeliten ihr nicht hätten widerstehen können. Es wäre ihnen gelungen, wenn sie Glauben ausgeübt hätten, wenn sie für Jehovas liebevolle Fürsorge dankbar gewesen wären und wenn sie die Geradheit seines Gesetzes geschätzt hätten. Dann hätte Jehovas Arm sie retten können, wie er uns retten kann.

      13, 14. Wie schafft Jehova den Ausweg, wenn seine Diener einer Versuchung ausgesetzt sind?

      13 Als Christen sind wir Versuchungen ausgesetzt, die für uns Menschen nicht ungewöhnlich sind. Wir können indes Gott treu bleiben, wenn wir zu ihm um Hilfe beten und uns bemühen, der Versuchung zu widerstehen. Gott ist treu, und er wird nicht zulassen, daß wir über das hinaus versucht werden, was wir tragen können. Sind wir gegenüber Jehova loyal, dann werden wir es nie für unmöglich halten, seinen Willen zu tun. Er schafft den Ausweg, indem er uns stärkt, der Versuchung standzuhalten. Wenn wir zum Beispiel verfolgt werden, könnten wir versucht sein, Kompromisse zu machen, weil wir hoffen, dadurch Qualen oder dem Tod zu entgehen. Vertrauen wir aber auf Jehovas mächtigen Arm, wird die Versuchung nie so stark werden, daß er unseren Glauben nicht mehr stärken und uns nicht genug Kraft verleihen kann, um die Lauterkeit bewahren zu können. Treffend sagte der Apostel Paulus: „Wir werden auf jede Weise bedrängt, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; wir sind ratlos, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; wir werden verfolgt, doch nicht im Stich gelassen; wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet“ (2. Korinther 4:8, 9).

      14 Jehova bewahrt sein Volk auch dadurch, daß er seinen Geist gebraucht, um den einzelnen an Dinge zu erinnern und ihn zu lehren. Gottes Geist ruft uns Punkte aus der Bibel in den Sinn zurück und hilft uns verstehen, wie wir sie anwenden können, um der Versuchung zu widerstehen (Johannes 14:26). Treue Diener Jehovas wissen, um welche Streitfragen es bei einer Versuchung geht, und werden nicht dazu verleitet, einen falschen Weg einzuschlagen. Gott schafft den Ausweg, indem er sie befähigt, sogar bis zum Tod auszuharren, ohne der Versuchung nachzugeben (Offenbarung 2:10). Außer durch seinen Geist hilft Jehova seinen Dienern durch seine Engel, die er im Interesse seiner Organisation gebraucht (Hebräer 1:14).

      Hilfe in persönlichen Angelegenheiten

      15. Welche persönliche Hilfe mögen wir im Hohenlied finden?

      15 Wer mit Jehovas Organisation verbunden ist, dem hilft Jehova auch in persönlichen Angelegenheiten. Vielleicht sucht jemand einen christlichen Ehepartner (1. Korinther 7:39). Wenn es dabei zu einer Enttäuschung kommt, ist es nützlich, das zu betrachten, was Salomo, dem König Israels, widerfuhr. Es gelang ihm nicht, die Gunst der Sulamith zu gewinnen, weil sie einen einfachen Hirten liebte. Die Aufzeichnungen des Königs über diese Angelegenheit könnten „Das Hohelied der unglücklichen Liebe“ genannt werden. Wir mögen Tränen vergießen, wenn unser Liebeswerben in einem bestimmten Fall vergeblich ist, aber Salomo kam über seine Enttäuschung hinweg, und das können wir auch. Gottes Geist kann uns beistehen, Selbstbeherrschung und andere gottgefällige Eigenschaften zu bekunden. Sein Wort hilft uns, die oft schmerzliche Tatsache zu verwinden, daß sich nicht jeder in jeden verlieben kann (Hoheslied 2:7; 3:5). Das Hohelied zeigt indes, daß es möglich ist, einen Mitgläubigen zu finden, der einen von Herzen liebt, wenngleich es bedeutsamer ist, daß sich dieses „Lied der Lieder“ durch die Liebe des vortrefflichen Hirten, Jesus Christus, zu seiner Braut, seinen 144 000 gesalbten Nachfolgern, erfüllt (Hoheslied 1:1; Offenbarung 14:1-4; 21:2, 9; Johannes 10:14).

      16. Was kann zu der „Drangsal im Fleisch“ gehören, die verheiratete Christen erfahren?

      16 Sogar diejenigen, die einen Gläubigen heiraten, haben „Drangsal im Fleisch“ (1. Korinther 7:28). Kummer und Sorgen, die den Mann, die Frau und die Kinder betreffen, werden nicht ausbleiben (1. Korinther 7:32-35). Krankheiten können zu Belastungen und Streß führen. Verfolgung oder wirtschaftliche Not kann es einem Vater erschweren, seine Familie mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Eltern und Kinder werden vielleicht durch Inhaftierung voneinander getrennt, und manche mögen gequält und sogar zu Tode gebracht werden. Doch unter all diesen Umständen können wir der Versuchung widerstehen, den Glauben zu verleugnen, wenn wir wirklich auf Jehovas rettenden Arm vertrauen (Psalm 145:14).

      17. Welches Familienproblem konnten Isaak und Rebekka mit der Hilfe Gottes ertragen?

      17 Wir mögen gewisse Prüfungen lange erdulden müssen. Beispielsweise könnte ein Sohn seinen gottergebenen Eltern Kummer bereiten, wenn er eine Ungläubige heiratet. Das geschah in der Familie des Patriarchen Isaak und seiner Frau Rebekka. Ihr 40jähriger Sohn Esau heiratete zwei Hethiterinnen, die „für Isaak und Rebekka ein Anlaß zur Bitterkeit des Geistes“ waren. Tatsächlich „sagte Rebekka wiederholt zu Isaak: ‚Ich bin so weit, daß mich mein Leben wegen der Töchter Heths anwidert. Wenn sich Jakob [ihr anderer Sohn] je eine Frau von den Töchtern Heths nimmt wie diese von den Töchtern des Landes, was habe ich da noch vom Leben?‘“ (1. Mose 26:34, 35; 27:46). Rebekkas gerechte Seele scheint durch dieses anhaltende Problem gequält worden zu sein. (Vergleiche 2. Petrus 2:7, 8.) Dennoch hielt Jehovas Arm Isaak und Rebekka aufrecht und befähigte sie, diese Prüfung zu ertragen, während sie ihrerseits ein enges Verhältnis zu Jehova bewahrten.

      18. Welche persönliche Prüfung konnte C. T. Russell mit Gottes Hilfe ertragen?

      18 Es ist belastend, wenn ein getaufter Familienangehöriger im Dienst für Gott nachläßt. (Vergleiche 2. Timotheus 2:15.) Ja, manche ertrugen in geistiger Hinsicht den Verlust des Ehegefährten, wie zum Beispiel Charles T. Russell, der erste Präsident der Watch Tower Society. Seine Frau brach alle Verbindungen zur Gesellschaft ab und verließ ihn 1897, nachdem sie 18 Jahre miteinander verheiratet gewesen waren. Sie beantragte 1903 die gesetzliche Trennung, und diese wurde 1908 ausgesprochen. Sein Kummer geht deutlich aus einem Brief hervor, den er ihr bald danach schrieb: „Ich habe ernstlich zum Herrn für Dich gebetet ... Ich will Dich nicht mit meinem Kummer belasten noch versuchen, Dein Mitgefühl zu erwecken, indem ich Dir schildere, was ich empfinde, wenn ich von Zeit zu Zeit Deine Kleider und andere Gegenstände betrachte, die mir lebhaft Dein früheres Wesen vor Augen führen, das so voller Liebe und Mitgefühl und Hilfsbereitschaft war — Christi Geist ... Oh, erwäge doch gebetsvoll, was ich Dir sagen will. Und sei versichert, daß meine größte und heftigste Sorge nicht die ist, daß ich für den Rest meines Lebens allein bleiben werde, sondern daß Du gefallen bist, meine Geliebte, daß Du für ewig verloren bist, soweit ich es sehen kann.“ Trotz solchen Herzeleids hatte Bruder Russell Gottes Unterstützung bis ans Ende seines irdischen Lebens (Psalm 116:12-15). Jehova stützt seine treuen Diener immer.

      Aus allen Bedrängnissen

      19. Woran sollten wir uns erinnern, wenn bedrückende Probleme andauern?

      19 Alle, die zum Volk Jehovas gehören, kennen ihren Gott als „Gott rettender Taten“, als den, ‘der täglich die Last für sie trägt’ (Psalm 68:19, 20). Geben wir, die wir Jehova hingegeben und mit seiner irdischen Organisation verbunden sind, daher nie auf, und verzweifeln wir nicht, wenn bedrückende Probleme andauern. Vergessen wir nicht: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, die in Bedrängnissen leicht zu finden ist“ (Psalm 46:1). Auf ihn zu vertrauen lohnt sich immer. „Ich befragte Jehova, und er antwortete mir“, sagte David, „und aus all meinen Schrecknissen befreite er mich. ... Dieser Niedergedrückte rief, und Jehova selbst hörte. Und aus all seinen Bedrängnissen rettete ER ihn“ (Psalm 34:4-6).

      20. Welche Frage bleibt noch zu betrachten?

      20 Ja, unser himmlischer Vater rettet sein Volk aus allen Bedrängnissen. Er unterstützt seine irdische Organisation, indem er in Versammlungsangelegenheiten und in persönlichen Angelegenheiten Hilfe leistet. In der Tat, „Jehova wird sein Volk nicht aufgeben“ (Psalm 94:14). Betrachten wir jedoch als nächstes andere Mittel und Wege, durch die Jehova den einzelnen Gliedern seines Volkes beisteht. Wie stärkt unser himmlischer Vater seine Diener, wenn sie krank oder niedergedrückt sind, wenn sie wegen eines Trauerfalls tief betrübt sind oder wenn sie sich wegen eigener Fehler Sorgen machen? Wie wir sehen werden, haben wir allen Grund, auch in diesen Angelegenheiten auf Jehovas mächtigen Arm zu vertrauen.

  • Mache die Arme Jehovas, des Ewigen, zu deiner Stütze
    Der Wachtturm 1991 | 1. Oktober
    • Mache die Arme Jehovas, des Ewigen, zu deiner Stütze

      „Eine Wohnung ist der Gott der Urzeit, von unten (tragen sie) die Arme des Ewigen“ (5. MOSE 33:27, Einheitsübersetzung).

      1, 2. Warum kann das Volk Jehovas sicher sein, daß er es stützt?

      JEHOVA sorgt für sein Volk. Während all der Bedrängnis der Israeliten „war es für ihn bedrängend“. In Liebe und Mitleid „hob [er] sie dann empor und trug sie“ (Jesaja 63:7-9). Wir können daher sicher sein, daß Gott uns stützt, wenn wir ihm treu sind.

      2 Der Prophet Moses sagte: „Ein Bergungsort ist der Gott der Urzeit, und unterhalb sind die auf unabsehbare Zeit währenden Arme“ (5. Mose 33:27). In einer anderen Übersetzung heißt es: „Eine Wohnung ist der Gott der Urzeit, von unten (tragen sie) die Arme des Ewigen“ (Einheitsübersetzung). Aber wie stützen Gottes Arme seine Diener?

      Warum gibt es so viele Mühsale?

      3. Wann wird sich die gehorsame Menschheit der „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ uneingeschränkt erfreuen?

      3 Obwohl wir Jehova dienen, sind wir von allgemein menschlichen Mühsalen nicht abgeschirmt. Hiob, ein Diener Gottes, sagte: „Der Mensch, von einer Frau geboren, ist kurzlebig und mit Erregung gesättigt“ (Hiob 14:1). Was „die Tage unserer Jahre“ betrifft, „geht“, so der Psalmist, „ihr Drang ... nach Ungemach und schädlichen Dingen“ (Psalm 90:10). Daran ändert sich nichts, bis ‘die Schöpfung von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes’ (Römer 8:19-22). Das geschieht während der Tausendjahrherrschaft Christi. Dann werden die irdischen Untertanen des Königreiches auf der Grundlage des Loskaufsopfers Jesu von Sünde und Tod befreit werden. Am Ende des Millenniums werden Christus und seine Mitkönige und Mitpriester der gehorsamen Menschheit geholfen haben, Vollkommenheit zu erlangen, und die Namen derer, die sich in der von Satan und seinen Dämonen herbeigeführten Schlußprüfung Gott gegenüber loyal verhalten haben, werden „im Buch des Lebens“ bleibend eingeschrieben (Offenbarung 20:12-15). Dann werden sie sich der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes uneingeschränkt erfreuen.

      4. Was sollten wir tun, statt unser Los im Leben zu beklagen?

      4 Unterdessen sollten wir auf Jehova vertrauen, statt unser Los im Leben zu beklagen (1. Samuel 12:22; Judas 16). Seien wir überdies für Jesus, unseren Hohenpriester, dankbar, durch den wir uns Gott nahen können, „damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit“ (Hebräer 4:14-16). Wir sollten niemals wie Adam werden. Er warf Gott unberechtigterweise vor, er hätte ihm eine schlechte Frau gegeben, indem er sagte: „Die Frau, die du mir beigegeben hast, sie gab mir Frucht von dem Baum, und so aß ich“ (1. Mose 3:12). Von Jehova kommt Gutes, und er bringt keine Mühsale über uns (Matthäus 5:45; Jakobus 1:17). Widerwärtigkeiten sind oft die Folge mangelnder Weisheit unsererseits oder der Fehler anderer. Sie können auch darauf zurückzuführen sein, daß wir sündigen und in einer Welt leben, die in der Macht Satans liegt (Sprüche 19:3; 1. Johannes 5:19). Doch die Arme Jehovas, des Ewigen, stützen stets seine loyalen Diener, die sich vertrauensvoll im Gebet an ihn wenden und den Rat aus seinem Wort in ihrem Leben befolgen (Psalm 37:5; 119:105).

      Bei Krankheiten gestützt

      5. Welche Ermunterung können Kranke in Psalm 41:1-3 finden?

      5 Krankheiten bereiten den meisten von uns gelegentlich Sorgen. David sagte jedoch: „Glücklich ist jeder, der mit Rücksicht auf den Geringen handelt; am Tag des Unglücks wird Jehova für sein Entrinnen sorgen. Jehova selbst wird ihn behüten und ihn am Leben erhalten. Er wird glücklich gepriesen werden auf der Erde; und du kannst ihn unmöglich der Seele seiner Feinde preisgeben. Jehova selbst wird ihn auf einem Krankenlager stützen; sein ganzes Bett wirst du während seiner Krankheit gewiß umwandeln“ (Psalm 41:1-3).

      6, 7. Wie half Jehova David, als er auf dem Krankenbett lag; und inwiefern kann das Jehovas Diener heute ermuntern?

      6 Eine rücksichtsvolle Person hilft denen, die in Not geraten sind. Der „Tag des Unglücks“ kann irgendein unheilvolles Ereignis oder eine länger andauernde Mühsal sein, die den Betreffenden schwächt. Er vertraut darauf, daß Gott ihn in der Zeit seiner Schwäche behüten wird, und andere werden ihn ‘glücklich preisen auf der Erde’, indem sie die Nachricht von Jehovas barmherziger Handlungsweise mit ihm verbreiten. Gott stützte David „auf einem Krankenlager“, vielleicht während der beschwerlichen Zeit, als Absalom, sein Sohn, danach trachtete, den Thron Israels an sich zu reißen (2. Samuel 15:1-6).

      7 Weil David auf die Geringen Rücksicht genommen hatte, war er davon überzeugt, daß Gott ihn stützen werde, als er hilflos auf dem Krankenbett lag (Psalm 18:24-26). Er hatte die Zuversicht, daß, obwohl er schwer krank war, Gott ‘sein Bett umwandeln’ werde, nicht indem er ihn durch ein Wunder von seiner Krankheit befreite, sondern indem er ihn durch tröstende Gedanken stärken würde. Gott würde gleichsam sein Krankenbett zum Bett eines Genesenden machen. Die Arme Jehovas, des Ewigen, werden uns auf ähnliche Weise stützen, wenn wir als Diener Gottes an Krankheiten leiden.

      Trost bei Depressionen

      8. Wie zeigte ein kranker Christ seine Abhängigkeit von Gott?

      8 Krankheit kann Depressionen hervorrufen. Ein ernsthaft erkrankter Christ, dem gelegentlich sogar die Kraft zum Lesen fehlt, berichtet: „Das verursacht bei mir viele depressive Gefühle, das Gefühl, nichts wert zu sein, und sogar Tränen.“ Da er weiß, daß Satan ihn durch diese entmutigenden Gefühle niederschmettern will, setzt er sich in der Überzeugung dagegen zur Wehr, daß er mit Jehovas Hilfe nicht nachlassen wird (Jakobus 4:7). Das Vertrauen, das dieser Mann zu Gott hat, ist für andere eine Ermunterung (Psalm 29:11). Selbst wenn er im Krankenhaus ist, ruft er Kranke und auch andere an, um sie geistig zu stärken. Erbauend für ihn ist das Hören der Kassetten mit Königreichsmelodien und mit Artikeln dieser Zeitschrift sowie der Begleitzeitschrift Erwachet! und die Gemeinschaft mit Mitchristen. Dieser Bruder sagt: „Regelmäßig spreche ich im Gebet zu Jehova und bitte ihn, mir Kraft, Anleitung, Trost und Beistand zu geben, damit ich ausharren kann.“ Falls du als Christ gesundheitliche Probleme hast, vertraue immer auf Jehova, und mache die Arme des Ewigen zu deiner Stütze.

      9. Welche Beispiele zeigen, daß gottesfürchtige Personen manchmal von Depressionen gequält werden?

      9 Depressionen sind ein uraltes Problem. Als Hiob geprüft wurde, sprach er wie jemand, der sich von Gott verlassen fühlt (Hiob 29:2-5). Die Sorge um den verwüsteten Zustand Jerusalems und seiner Mauer betrübte Nehemia, und weil Petrus Christus verleugnet hatte, war er so niedergeschlagen, daß er bitterlich weinte (Nehemia 2:1-8; Lukas 22:62). Epaphroditus war niedergeschlagen, weil die Christen in Philippi davon erfahren hatten, daß er krank geworden war (Philipper 2:25, 26). Niedergeschlagenheit quälte auch einige Christen in Thessalonich, denn Paulus forderte die Brüder dort auf: „Redet bekümmerten Seelen tröstend zu“ (1. Thessalonicher 5:14). Wie hilft Gott also solchen Personen?

      10. Was kann einem helfen, gegen Depressionen anzukämpfen?

      10 In bezug auf die Behandlung von schweren Depressionen muß jeder persönlich eine Entscheidung treffena (Galater 6:5). Genügend Ruhe und eine ausgeglichene Tätigkeit können helfen. Statt verschiedene Probleme als einen großen Berg zu betrachten, könnte es für jemand, der an Depressionen leidet, hilfreich sein, an einem Problem nach dem anderen zu arbeiten. Tröstender Beistand von Versammlungsältesten kann sehr nützlich sein, besonders wenn das emotionelle Problem in geistiger Hinsicht Grund zur Besorgnis gibt (Jakobus 5:13-15). Es ist wichtig, daß wir uns vor allen Dingen auf Jehova stützen und ‘all unsere Sorgen auf ihn werfen, denn er sorgt für uns’. Das beharrliche und innige Gebet kann bewirken, daß ‘der Frieden Gottes, der das Herz und die Denkkraft durch Christus Jesus behütet’, bei uns einkehrt (1. Petrus 5:6-11; Philipper 4:6, 7).

      Jehova hilft uns, Kummer zu ertragen

      11—13. Was kann eine Hilfe sein, den Kummer über den Tod eines lieben Angehörigen zu lindern?

      11 Eine andere bedrückende Erfahrung ist der Tod eines lieben Angehörigen. Abraham beweinte den Verlust seiner Frau Sara (1. Mose 23:2). David war tief betrübt, als sein Sohn Absalom starb (2. Samuel 18:33). Sogar der vollkommene Jesus „brach in Tränen“ aus, weil sein Freund Lazarus gestorben war (Johannes 11:35). Es herrscht Traurigkeit, wenn der Tod einen lieben Angehörigen hinwegnimmt. Was kann jedoch solch eine Betrübnis lindern?

      12 Gott hilft seinem Volk, den äußerst schmerzlichen Verlust, der durch den Tod entsteht, zu ertragen. Gemäß seinem Wort wird es eine Auferstehung geben. Daher sind wir nicht ‘betrübt wie die übrigen, die keine Hoffnung haben’ (1. Thessalonicher 4:13; Apostelgeschichte 24:15). Jehovas Geist hilft uns, Frieden und Glauben zu haben und über die wunderbare Zukunft, die in Gottes Wort verheißen wird, nachzusinnen, damit uns die traurigen Gedanken nicht völlig überwältigen, die den geliebten Verstorbenen betreffen. Wir empfangen auch Trost durch das Lesen der Bibel und das Gebet zu dem „Gott allen Trostes“ (2. Korinther 1:3, 4; Psalm 68:4-6).

      13 Wir können Trost aus der Auferstehungshoffnung schöpfen, wie es der gottesfürchtige Hiob tat, der ausrief: „O daß du mich im Scheol verbärgest, daß du mich verborgen hieltest, bis dein Zorn sich abwendet, daß du mir eine Zeitgrenze setztest und meiner gedächtest! Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen“ (Hiob 14:13-15). Gewöhnlich empfinden wir keine große Traurigkeit, wenn ein lieber Freund auf Reisen geht, denn wir hoffen, ihn wiederzusehen. Wenn wir den Tod eines treuen Christen von einem ähnlichen Standpunkt aus betrachten, mögen wir etwas besser über den Schmerz hinwegkommen. Hatte er die irdische Hoffnung, so wird er während der Tausendjahrherrschaft Christi hier auf der Erde aus seinem Todesschlaf auferweckt werden (Johannes 5:28, 29; Offenbarung 20:11-13). Und wenn wir die Hoffnung haben, für immer auf der Erde zu leben, dann werden wir vielleicht hier sein, um unsere lieben Auferstandenen zu empfangen.

      14. Wie wurden zwei christliche Witwen mit dem Tod ihres Mannes fertig?

      14 Eine Schwester wußte, daß sie nach dem Tod ihres Mannes ihre Tätigkeit im Dienst für Gott fortsetzen mußte. Sie ist „reichlich beschäftigt im Werk des Herrn“ und hat außerdem noch eine Bettdecke aus 800 Teilen angefertigt (1. Korinther 15:58). „Das war eine gute Aufgabe“, sagte sie, „weil ich mir in der ganzen Zeit, in der ich daran arbeitete, die Königreichsmelodien und Bibelkassetten anhören konnte und mein Sinn somit beschäftigt war.“ Sie erinnert sich gern an den Besuch eines erfahrenen Ältesten und seiner Frau. Treffend hob der Älteste anhand der Bibel hervor, daß Gott tatsächlich für Witwen sorgt (Jakobus 1:27). Eine andere christliche Frau bemitleidete sich nicht selbst, als ihr Mann starb. Sie schätzte die Unterstützung von Freunden und zeigte größeres Interesse an anderen. „Ich betete öfter und erlangte ein engeres Verhältnis zu Jehova“, sagte sie. Welch ein Segen ist es doch, die Arme Gottes, des Ewigen, als Stütze zu haben!

      Hilfe, wenn wir Fehler begehen

      15. Welches ist der wesentliche Inhalt der Worte Davids aus Psalm 19:7-13?

      15 Obwohl wir das Gesetz Jehovas lieben, machen wir von Zeit zu Zeit Fehler. Zweifellos bedrückt uns das, wie es auch bei David der Fall war, für den Gottes Gesetze, Mahnungen, Befehle und richterlichen Entscheidungen begehrenswerter waren als Gold. Er sagte: „Dein eigener Knecht [wird] durch sie gewarnt; sie zu halten bringt große Belohnung. Verfehlungen — wer kann sie bemerken? Von verborgenen Sünden sprich mich los. Auch von vermessenen Taten halte deinen Knecht zurück; laß sie mich nicht beherrschen. Dann werde ich vollständig sein, und ich werde schuldlos geblieben sein von vielen Übertretungen“ (Psalm 19:7-13). Untersuchen wir einmal diese Worte.

      16. Warum sollten wir nicht vermessen handeln?

      16 Vermessene Taten sind viel schwerere Sünden als ein Versehen. Saul wurde als König verworfen, weil er sich angemaßt hatte, selbst zu opfern, und Agag, den König Amaleks, und die besten Beutetiere verschonte, obschon Gott geboten hatte, die Amalekiter der Vernichtung zu weihen (1. Samuel 13:8-14; 15:8-19). König Usija wurde mit Aussatz geschlagen, weil er sich angemaßt hatte, priesterliche Aufgaben auszuführen (2. Chronika 26:16-21). Als die Bundeslade nach Jerusalem gebracht werden sollte und die Rinder, die den Wagen zogen, nahezu ein Umkippen verursachten, schlug Gott Usa, so daß er starb, weil er unehrerbietig die Lade packte, um sie festzuhalten (2. Samuel 6:6, 7). Falls wir nicht wissen, was zu tun ist oder ob wir befugt sind, etwas zu tun, dann ist es besser, wenn wir bescheiden sind und uns an Personen wenden, die Unterscheidungsvermögen haben (Sprüche 11:2; 13:10). Wenn wir natürlich jemals vermessen gehandelt haben, sollten wir Gott um Vergebung bitten und darum, daß er uns in Zukunft helfen möge, uns vor Vermessenheit zu hüten.

      17. Wie können sich verborgene Sünden auf jemand auswirken; aber wie kann man Vergebung und Erleichterung erlangen?

      17 Verborgene Sünden können Bedrängnis bewirken. Gemäß Psalm 32:1-5 versuchte David, seine Sünde zu verbergen, dennoch sagte er: „Als ich stillschwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht war deine Hand schwer auf mir. Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze.“ Der Versuch, die Regungen seines schuldbeladenen Gewissens zu unterdrücken, erschöpfte David völlig, und Angst zehrte an seiner Lebenskraft, so wie eine Dürre oder die Sommerhitze einem Baum die lebenswichtige Feuchtigkeit entzieht. Offensichtlich litt David psychisch und körperlich und verlor seine Freude, weil er seine Sünde nicht bekannte. Erst das Bekenntnis, das er vor Jehova ablegte, konnte ihm Vergebung und Erleichterung bringen. David sagte: „Glücklich ist der, dessen Auflehnung verziehen, dessen Sünde zugedeckt ist. ... Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt. Ich sagte: ‚Ich werde meine Übertretungen Jehova bekennen.‘ Und du selbst hast das durch meine Sünden verursachte Vergehen verziehen.“ Liebevoller Beistand von christlichen Ältesten kann zur geistigen Genesung beitragen (Sprüche 28:13; Jakobus 5:13-20).

      18. Was beweist, daß Sünde nachhaltige Folgen haben kann, doch was kann unter solchen Umständen tröstlich sein?

      18 Sünde kann nachhaltige Folgen haben. Das war bei David der Fall, der mit Bathseba Ehebruch beging, ihren Ehemann geschickt zu Tode bringen ließ und die schwangere Witwe heiratete (2. Samuel 11:1-27). Obwohl Gott David wegen des Königreichsbundes, wegen seiner Reue und weil er andere barmherzig behandelte, Barmherzigkeit erwies, widerfuhr David ‘Unglück aus seinem eigenen Hause’ (2. Samuel 12:1-12). Das im Ehebruch gezeugte Kind starb. Amnon, Davids Sohn, vergewaltigte seine Halbschwester Tamar, und er wurde auf Befehl ihres Bruders Absalom getötet (2. Samuel 12:15-23; 13:1-33). Absalom entehrte David, indem er mit dessen Nebenfrauen intime Beziehungen hatte. Er versuchte, den Thron an sich zu reißen, wurde aber danach getötet (2. Samuel 15:1 bis 18:33). Sünde wirkt sich immer zum Nachteil aus. Zum Beispiel mag ein ausgeschlossener Missetäter bereuen und wieder in die Versammlung aufgenommen werden, aber es kann Jahre dauern, bis die Folgen seiner Sünde, nämlich sein ruinierter Ruf und sein Gefühlstrauma, überwunden sind. Wie tröstlich ist es, unterdessen zu wissen, daß Jehova uns vergibt und daß wir die Arme des Ewigen als unsere Stütze haben!

      Befreiung von dem Druck, der auf uns lastet

      19. Inwiefern kann uns Gottes Geist eine Hilfe sein, wenn wir in eine große Versuchung geraten?

      19 Wenn wir in eine große Versuchung geraten, könnte es uns an Weisheit mangeln und an der Kraft, eine Entscheidung zu treffen und danach zu handeln. In einem solchen Fall kommt Gottes Geist „unserer Schwachheit zu Hilfe; denn das, was wir beten sollten, so wie wir es nötig haben, wissen wir nicht, aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unausgesprochenen Seufzern“ (Römer 8:26). Wenn Jehova eine Veränderung unserer Verhältnisse herbeiführt, sollten wir ihm dankbar sein. Sein Arm könnte uns jedoch auch auf andere Weise retten. Wenn wir um Weisheit beten, kann uns Jehova durch seinen Geist zu erkennen geben, was wir tun sollen, und uns die dazu nötige Kraft verleihen (Jakobus 1:5-8). Mit seiner Hilfe können wir ausharren, wenn wir durch „mancherlei Prüfungen betrübt worden“ sind, und mit geprüftem und gestärktem Glauben daraus hervorgehen (1. Petrus 1:6-8).

      20. Wessen können wir uns erfreuen, wenn wir die Arme des Ewigen wirklich zu unserer Stütze machen?

      20 Wir sollten es niemals müde werden, uns im Gebet an Gott zu wenden. „Meine Augen sind beständig auf Jehova gerichtet, denn er ist es, der meine Füße aus dem Netz herausführt“, sagte David. „Wende dein Angesicht zu mir, und erweise mir Gunst; denn ich bin einsam und niedergedrückt. Meines Herzens Nöte haben sich gemehrt; o bring mich aus meinen Bedrängnissen heraus! Sieh meine Trübsal und mein Ungemach, und verzeih all meine Sünden“ (Psalm 25:15-18). Wir werden uns wie David der göttlichen Befreiung, der Gunst und der Vergebung erfreuen können, wenn wir wirklich die Arme Jehovas, des Ewigen, zu unserer Stütze machen.

      [Fußnote]

      a Siehe auch die Artikelserie über Depressionen in Erwachet! vom 22. Oktober 1987, Seite 2—16 und vom 8. November 1987, Seite 12—16.

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