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  • Hilft das Gebet wirklich?
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Erwachet! 1987
g87 22. 3. S. 20-22

Junge Leute fragen sich:

Hilft das Gebet wirklich?

„VON denjenigen, die beten“, so ergab eine Umfrage, „gebraucht etwa die Hälfte das Gebet als einen ‚heißen Draht zum Himmel‘, um bestimmte Hilfe für sich selbst oder für Angehörige und Freunde zu erbitten.“ Helfen solche Gebete aber wirklich? Peggy, ein junges Mädchen, würde diese Frage bejahen. Nachdem sie wegen ihrer Probleme zu Gott gebetet hatte, sagte sie: „Ich fühlte mich besser, ging schlafen, wachte am nächsten Morgen auf und dachte nicht mehr daran. Ich hatte die ganze Sache vergessen.“

Auch dich haben vielleicht persönliche Probleme gelegentlich bewogen, dich sozusagen als letzte Zuflucht an Gott zu wenden. Wie Peggy hast du dich daraufhin womöglich sogar besser gefühlt. Das Gebet half Peggy indessen nicht, ihr Problem wirklich zu lösen. Wahrscheinlich traf das auch auf deine Sorgen zu. Du magst dich daher gefragt haben, ob das Gebet nicht lediglich etwas ist, was zur Erleichterung beiträgt. „Woher soll ich wissen“, denkst du, „ob ich nicht nur gegen eine Wand rede — ob da jemand ist, der zuhört, dem wirklich etwas an mir liegt und der mir helfen kann?“

Kümmert sich Gott um mich?

Es ist mitunter tatsächlich schwer, zu glauben, daß Gott, der im Himmel ist, an unseren kleinen Problemen interessiert sein soll. Doch in der Bergpredigt sagte Jesus: „Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie?“ Jesus fuhr fort: „Auch hinsichtlich der Kleidung, weshalb macht ihr euch Sorgen? Lernt eine Lektion von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht ab, noch spinnen sie; doch sage ich euch, daß nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war“ (Matthäus 6:26, 28, 29).

Wenn Gott also so sehr an Vögeln und Lilien interessiert ist, liegt ihm dann nicht auch so viel an uns, daß er sich unsere Gebete anhört? In der Bibel wird Gott als der „Hörer des Gebets“ bezeichnet (Psalm 65:2). Er hat uns versprochen, „daß er uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen bitten“, wenn wir im Glauben zu ihm beten (1. Johannes 5:14). Und viele Jugendliche sind davon überzeugt, daß sich dies in ihrem Fall bewahrheitet hat.

Kay, ein junges Mädchen, sagt: „Das Gebet hilft mir, sehr glücklich zu sein. Manchmal hast du das Gefühl, du müßtest jemandem deine innersten Gefühle mitteilen, und es gibt keinen Besseren dafür als Jehova, weil er dich versteht, und du weißt, daß er der einzige ist, der dir wirklich helfen kann.“ Auch Peggy (nicht die eingangs erwähnte) ist der Ansicht, daß ihre Gebete Gehör finden. Beachte, wie sie einmal ein persönliches Problem anging. Sie erzählt: „Ich weinte und weinte deswegen. Aber auf einmal hielt ich inne — mir wurde bewußt, daß ich mit Jehova sprach, als wäre er bei mir, als säße er neben mir und hörte sich an, was ich zu sagen hatte.“

Wie das Gebet hilft

Diese Jugendlichen haben gelernt, folgenden Rat des Psalmisten zu beachten: „Wirf deine Bürde auf Jehova“ (Psalm 55:22). Das Gebet hilft jedoch auf eine Art und Weise, die über eine bloße gefühlsmäßige Erleichterung hinausgeht. Maria, eine andere Jugendliche, spricht aus Erfahrung, wenn sie sagt: „Ich weiß, daß ich mich immer, wenn ich ein Problem habe, an Jehova um Anleitung wenden kann, und er wird mir helfen.“

Maria ist wie auch Peggy und Kay eine Zeugin Jehovas. Alle drei haben durch Gebet und Bibelstudium im Laufe der Zeit eine enge persönliche Freundschaft mit Gott aufgebaut. Für diese Jugendlichen ist Gott wirklich „Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, die in Bedrängnissen leicht zu finden ist“ (Psalm 46:1). Beachte aber, daß Maria nicht darum betet, daß sich ihre Probleme wie durch ein Wunder in Wohlgefallen auflösen. Vielmehr bittet sie um „Anleitung“. Dies weist auf eines der Grundprinzipien des Gebets hin.

Die Bibel sagt gemäß Jakobus 1:2-5: „Erachtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet, da ihr ja wißt, daß die geprüfte Echtheit eures Glaubens Ausharren bewirkt. ... Wenn es also einem von euch an Weisheit fehlt, so bitte er Gott unablässig, denn er gibt allen großmütig und ohne Vorwürfe zu machen; und sie wird ihm gegeben werden.“ Jakobus fordert uns nicht auf, darum zu beten, daß wir „mancherlei Prüfungen“ entgehen. Wir können Gott indessen ‘unablässig bitten’, daß er uns die Weisheit gibt, mit diesen Prüfungen fertig zu werden. Gott macht uns keine „Vorwürfe“, etwa daß wir dumm seien, weil wir ihn um Weisheit bitten. Vielmehr hat er uns in seiner Großzügigkeit versprochen, daß uns diese Weisheit auch ‘gegeben wird’.

Angenommen, du befindest dich in einer schwierigen Lage — du hast Probleme mit einem Lehrer oder eine Meinungsverschiedenheit mit deinen Eltern. Versuche, zu Gott zu beten. Das mindeste ist, daß durch das Gebet dein Herz und dein Sinn auf das gerichtet werden, was in Gottes Augen wichtig ist. Dies hilft dir, dein Problem im richtigen Verhältnis zu sehen. Jesus hat außerdem verheißen, der heilige Geist werde seine Nachfolger ‘an alle Dinge erinnern, die er gelehrt hatte’ (Johannes 14:26). Ähnlich kann Gott dir, wenn du um Anleitung bittest, Schriftstellen oder göttliche Grundsätze in den Sinn rufen, die mit dem Sachverhalt zusammenhängen. Natürlich erwartet Gott auch Anstrengungen von dir, zum Beispiel, daß du in der Bibel nachforschst oder eine reife Person um Rat bittest. Gott kann deine Bemühungen segnen und wird dir manchmal sogar „die Kraft, die über das Normale hinausgeht“, geben, damit du die Situation ertragen kannst (2. Korinther 4:7).

Wie man zu Gott betet

Hättest auch du gern eine enge Freundschaft mit Gott und das Bewußtsein, daß er deine Gebete erhört? Wie Kay, Peggy und Maria mußt du mit einem Studium der Bibel beginnen. Dies wird dir helfen, etwas über die Persönlichkeit und die Eigenschaften Jehovas zu lernen. Wenn du erfährst, welch ein gütiger und liebevoller Gott er ist, wird es dir leichter fallen, dich im Gebet an ihn zu wenden.

„Aber was soll ich ihm sagen?“ fragst du vielleicht. Das Gebet zu Gott kann wie ein Gespräch mit einem guten Freund sein. Würdest du nicht sehr offen mit einer solchen Vertrauensperson reden, wenn dich ein schwieriges Problem belasten würde, und ihr deine innersten Gedanken und deine Sorgen mitteilen? Gott ist ein Freund, dem du deine tiefsten Gedanken in dem Bewußtsein anvertrauen kannst, daß er genau verstehen wird, was du meinst. Da er weit größere Weisheit und Macht hat als irgendein Mensch, kann er dir wirklich helfen.

Sollten deine Gebete allerdings immer von persönlichen Problemen bestimmt sein? Jesus gab uns ein Mustergebet, das wir als Vaterunser kennen und das in der Bibel in Matthäus 6:9-13 aufgezeichnet ist. An erster Stelle, was die Wichtigkeit betrifft, steht die Heiligung des Namens Gottes — Jehova. Darauf folgt die Bitte, daß Gottes Königreich (seine himmlische Regierung) komme und daß Gottes Wille wie im Himmel so auch auf der Erde geschehe. Erst nach diesen bedeutsamen Punkten wandte sich Jesus persönlichen Belangen zu, wie zum Beispiel genügend Nahrung zu haben, Vergebung zu erlangen und Versuchungen zu widerstehen. Bei deinen Gebeten kannst du dieselben Prioritäten setzen und dadurch Gott zeigen, daß du nicht selbstsüchtig bist und nur an deine eigenen Probleme denkst.

Jesus sprach jedoch auch eine Warnung aus: „Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen“ (Matthäus 6:7). Lange, komplizierte Gebete machen keinen Eindruck auf Gott; dasselbe trifft auf Gebete zu, die aus einem Buch vorgelesen oder wie ein Gedicht aufgesagt werden, als käme es darauf an, sich gewählt auszudrücken. Der Psalmist sagte: „Vor ihm schüttet euer Herz aus“ (Psalm 62:8). Hast du vielleicht irgendeine Schwäche, die du schon lange zu überwinden versuchst, die aber immer wieder zum Vorschein kommt? Gibt es ein Problem in der Familie, das dich sehr unglücklich macht? Wegen all dieser Dinge kannst du Gott ‘dein Herz ausschütten’, um seine Hilfe zu erhalten.

Vergiß allerdings nicht, daß du bereit sein mußt, Gottes Antwort zu akzeptieren. Jehova sieht in seiner Weisheit Dinge, die du nicht siehst. Wenn du daher um etwas bittest und es nicht erhältst, bedeutet das nicht, daß Jehova dich nicht angehört hat. Es kann einfach sein, daß du um etwas gebetet hast, was gar nicht in deinem Interesse wäre. In den Sprüchen heißt es: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand“ (Sprüche 3:5). Bete weiterhin deswegen, und Gott wird dir schließlich den richtigen Weg aufzeigen.

Wenn das Gebet zu einem regelmäßigen Bestandteil deines Lebens wird, kannst du ein enges und glückliches Verhältnis zu Jehova Gott entwickeln, was ein kostbarer Schatz ist. Falls du dir das Beten noch nicht zur Gewohnheit gemacht hast, ist jetzt die richtige Zeit, damit zu beginnen. Teile Gott doch im Gebet mit, daß du den Wunsch hast, ein gutes Verhältnis zu ihm aufzubauen. Er wird dir bestimmt dabei helfen (Jakobus 4:8).

[Bild auf Seite 21]

„Ich weiß, daß ich mich immer, wenn ich ein Problem habe, an Jehova um Anleitung wenden kann, und er wird mir helfen“

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