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Sie „sahen“ die Erfüllung der VerheißungDer Wachtturm 2015 | 15. Mai
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DIE ERFÜLLUNG ZU „SEHEN“ STÄRKTE SIE
4. Worauf stützte sich Abels Bild von der Zukunft?
4 Wie war es bei Abel, dem ersten Glaubensmenschen? „Sah“ er irgendetwas von dem, was Jehova verheißen hatte? Gott hatte ja zur Schlange gesagt: „Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1. Mo. 3:14, 15). Abel wusste wahrscheinlich nicht, wie sich diese Worte erfüllen würden. Dennoch dachte er bestimmt viel darüber nach und erkannte, dass jemandes „Ferse“ zermalmt werden würde, damit Menschen wieder so vollkommen werden könnten wie Adam und Eva, bevor sie sündigten. Zugegeben, wir wissen nicht, wie sich Abel die Zukunft vorstellte. Doch er glaubte an Gottes Verheißung und deshalb nahm Jehova sein Opfer an. (Lies 1. Mose 4:3-5; Hebräer 11:4.)
5. Warum könnte es Henoch gestärkt haben, sich die Zukunft auszumalen?
5 Der treue Henoch hatte Glauben, und das, obwohl er von gottlosen Menschen umgeben war, die schlimme Dinge über Gott redeten. Henoch sollte prophezeien, Jehova würde „mit seinen heiligen Myriaden [kommen], um an allen das Gericht zu vollziehen und alle Gottlosen all ihrer gottlosen Taten zu überführen, die sie auf gottlose Weise begingen, und all der anstößigen Dinge, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben“ (Jud. 14, 15). Als Mann des Glaubens konnte sich Henoch sicher eine Welt vorstellen, die frei von gottlosen Menschen ist. (Lies Hebräer 11:5, 6.)
6. Welche Hoffnung behielt Noah nach der Sintflut?
6 Noah überlebte die Sintflut, weil er Glauben hatte (Heb. 11:7). Nach der Sintflut drängte ihn sein Glaube dazu, Tieropfer darzubringen (1. Mo. 8:20). Wie Abel glaubte er bestimmt daran, dass die Menschheit letztendlich von Sünde und Tod befreit werden würde. Auch als sich Nimrod gegen Jehova stellte, verlor Noah weder seinen Glauben noch seine Hoffnung (1. Mo. 10:8-12). Sicher gab es ihm Kraft, über die Zeit nachzudenken, in der die Menschheit von bedrückenden Herrschern, der ererbten Sünde und dem Tod befreit werden würde. Auch wir können diese wundervolle Zeit, die wirklich nahe ist, „sehen“ (Röm. 6:23).
SIE „SAHEN“ DIE ERFÜLLUNG DER VERHEISSUNGEN
7. Welche Zukunft konnten Abraham, Isaak und Jakob „sehen“?
7 Abraham, Isaak und Jakob konnten in eine großartige Zukunft „sehen“. Wie Gott ihnen verheißen hatte, würden alle Nationen der Erde durch ihren Samen oder Nachkommen gesegnet werden (1. Mo. 22:18; 26:4; 28:14). Ihre Nachkommen würden sehr zahlreich werden und im verheißenen Land leben (1. Mo. 15:5-7). Durch Glauben konnten diese gottesfürchtigen Männer „sehen“, wie ihre Nachkommen dieses Land in Besitz nehmen. Seit die Menschen unvollkommen sind, hat Jehova seinen loyalen Dienern immer wieder zugesichert, dass das vollkommene Leben, das Adam einbüßte, für sie nicht für immer verloren wäre.
8. Was befähigte Abraham zu außergewöhnlichen Glaubenstaten?
8 Sich die Erfüllung von Gottes Verheißungen vorstellen zu können, befähigte Abraham zu außergewöhnlichen Glaubenstaten. Wie die Bibel zeigt, starben Abraham und andere loyale Diener Gottes, „ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen“. (Lies Hebräer 11:8-13.) Abrahams Hoffnung stützte sich auf viele Beweise, weshalb er förmlich „sehen“ konnte, was sich noch nicht erfüllt hatte!
9. Was bewirkte der Glaube an Gottes Verheißungen bei Abraham?
9 Abrahams Glaube an Gottes Verheißungen stärkte ihn, Gottes Willen zu tun. Aus Glauben verließ er die Stadt Ur und lehnte es ab, in einer der Städte Kanaans sesshaft zu werden. Wie Ur hatten sie keine stabile Grundlage, da ihre Herrscher gottlos waren (Jos. 24:2). Er wartete für den Rest seines Lebens „auf die Stadt, die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist“ (Heb. 11:10). Abraham „sah“ sich bereits für immer unter Jehovas Herrschaft leben. Abel, Henoch, Noah, Abraham und andere glaubten an die Auferstehung der Toten und freuten sich auf das Leben auf der Erde unter Gottes Königreich, der „Stadt, die wahre Grundlagen hat“. Über solche Segnungen nachzudenken stärkte ihren Glauben an Jehova. (Lies Hebräer 11:15, 16.)
10. Warum war es für Sara gut, zuversichtlich in die Zukunft zu sehen?
10 Wie war es bei Abrahams Frau, Sara? Mit fast 90 war sie immer noch kinderlos. Trotzdem blickte sie zuversichtlich in die Zukunft und konnte deshalb aus Glauben handeln. Ja, sie „sah“, wie sich ihre Nachkommen über die verheißenen Segnungen von Jehova freuen (Heb. 11:11, 12). Warum konnte sie sich dessen so sicher sein? Jehova hatte zu ihrem Mann gesagt: „Ich will sie segnen und dir auch einen Sohn von ihr geben; und ich will sie segnen, und sie wird zu Nationen werden; Könige von Völkern werden aus ihr kommen“ (1. Mo. 17:16). Nach der Geburt Isaaks konnte sich Sara erst recht vorstellen, dass Gott alles andere, was er Abraham verheißen hatte, erfüllen würde. Was für ein schönes Geschenk es doch ist, sich Dinge ausmalen zu können, die Jehova verheißen hat und die mit Sicherheit wahr werden!
DEN BLICK AUF DIE BELOHNUNG GERICHTET HALTEN
11, 12. Wodurch entwickelte sich bei Moses die Liebe zu Jehova?
11 Auch Moses glaubte an Jehova und entwickelte eine tiefe Liebe zu ihm. Als Mitglied der ägyptischen Königsfamilie aufzuwachsen hätte bei ihm leicht die Liebe zu Reichtum und Macht fördern können. Von seinen Eltern jedoch kannte Moses Jehova und seine Absicht, die Hebräer aus der Sklaverei zu befreien und ihnen das verheißene Land zu geben (1. Mo. 13:14, 15; 2. Mo. 2:5-10). Was geschah wohl in seinem Herzen, wenn er immer wieder über das Gute nachdachte, das Gottes Volk erwartete? Wuchs eher der Wunsch nach Ansehen oder die Liebe zu Jehova?
12 Die Bibel sagt: „Durch Glauben weigerte sich Moses, als er erwachsen war, der Sohn der Tochter Pharaos genannt zu werden, indem er es sich erwählte, eher mit dem Volk Gottes schlecht behandelt zu werden, als den zeitweiligen Genuss der Sünde zu haben, weil er die Schmach des Christus für größeren Reichtum achtete als die Schätze Ägyptens; denn er hielt seinen Blick auf die Belohnung gerichtet“ (Heb. 11:24-26).
13. Wie kam es Moses zugute, intensiv über Gottes Verheißung nachzudenken?
13 Je intensiver Moses über das nachdachte, was Jehova den Israeliten verheißen hatte, desto tiefer wurden sein Glaube und seine Liebe zu ihm. Wie andere gottesfürchtige Menschen konnte er sich wahrscheinlich die Zeit vorstellen, in der Jehova die Menschheit vom Tod befreit (Hiob 14:14, 15; Heb. 11:17-19). Kein Wunder, dass Moses den Gott liebte, der Mitleid mit den Hebräern und der ganzen Menschheit hatte. Glaube und Liebe motivierten Moses sein ganzes Leben lang (5. Mo. 6:4, 5). Sogar als ihm Pharao mit dem Tod drohte, ließ er sich nicht einschüchtern. Was stärkte ihn? Es war sein Glaube, seine Liebe zu Jehova und wahrscheinlich auch seine Vision von einer herrlichen Zukunft (2. Mo. 10:28, 29).
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Sie „sahen“ die Erfüllung der VerheißungDer Wachtturm 2015 | 15. Mai
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18. Warum ist es gut, über die Erfüllung von Gottes Verheißungen nachzudenken?
18 Für Jehovas Diener war es schon immer gut, über die Erfüllung göttlicher Verheißungen nachzudenken. Abel wusste genug über das, was Gott vorhatte. Deshalb konnte er sich eine bessere Zukunft vorstellen, hatte Glauben und eine zuverlässige Hoffnung. Abrahams außergewöhnliche Glaubenstaten waren nur möglich, weil er die Erfüllung von Gottes Prophezeiung in Bezug auf den „Samen“ oder Nachkommen „sah“ (1. Mo. 3:15). Moses „hielt seinen Blick auf die Belohnung gerichtet“, handelte voller Glauben und vertiefte seine Liebe zu Jehova (Heb. 11:26). Die Fähigkeit, uns Dinge vorzustellen, ist ein kostbares Geschenk von Jehova. Nutzen wir sie doch dafür, uns die Erfüllung der Verheißungen Jehovas auszumalen. Dann kann auch unser Glaube an Gott und unsere Liebe zu ihm tiefer werden.
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