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Die Unfruchtbare freut sichDie Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
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5. Wer wird in dem symbolischen Drama, das in Galater 4:22-31 umrissen wird, durch (a) Abraham, (b) Sara, (c) Isaak, (d) Hagar und (e) Ismael dargestellt?
5 Inwiefern kann denn Jehova zwei sinnbildliche Frauen haben — eine im Himmel und eine andere auf der Erde? Liegt hier nicht ein Widerspruch vor? Nein, keineswegs. Wie der Apostel Paulus zeigt, klärt sich die Frage durch das prophetische Bild, das die Familie Abrahams abgibt (Galater 4:22-31; siehe „Die Familie Abrahams — ein prophetisches Bild“, Seite 218). Abrahams Frau Sara, die „Freie“, stellt Jehovas mit einer Frau vergleichbare Organisation von Geistgeschöpfen dar. Hagar, eine Sklavin und Abrahams Zweit- oder Nebenfrau, stellt das irdische Jerusalem dar.
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[Kasten auf Seite 218, 219]
Die Familie Abrahams — ein prophetisches Bild
Der Apostel Paulus erklärte, dass die Familie Abrahams als ein symbolisches Drama dient, als ein prophetisches Bild von dem Verhältnis Jehovas zu seiner himmlischen Organisation und zur Nation Israel unter dem mosaischen Gesetz oder dem Gesetzesbund (Galater 4:22-31).
Abraham stellt als Familienoberhaupt Jehova Gott dar. Durch Abrahams Bereitwilligkeit, seinen geliebten Sohn Isaak als Schlachtopfer darzubringen, wird prophetisch die Bereitwilligkeit Jehovas dargestellt, seinen eigenen geliebten Sohn als ein Schlachtopfer für die Sünden der Menschheit darzubringen (1. Mose 22:1-13; Johannes 3:16).
Sara stellt Gottes himmlische „Frau“ oder seine Organisation von Geistwesen dar. Diese himmlische Organisation wird passend als Jehovas Frau bezeichnet, denn sie steht Jehova sehr nahe, untersteht ihm, dem Haupt, und arbeitet bei der Verwirklichung seiner Vorsätze uneingeschränkt mit ihm zusammen. Sie wird auch als das „Jerusalem droben“ bezeichnet (Galater 4:26). Von derselben „Frau“ ist in 1. Mose 3:15 die Rede und sie erscheint auch in einer Vision in Offenbarung 12:1-6, 13-17.
Isaak versinnbildlicht den geistigen Samen von Gottes Frau. In erster Linie handelt es sich dabei um Jesus Christus. Schließlich gehörten auch Christi gesalbte Brüder zu diesem Samen; sie wurden als geistige Söhne adoptiert und sind Miterben mit Christus (Römer 8:15-17; Galater 3:16, 29).
Hagar, Abrahams Zweit- oder Nebenfrau, war eine Sklavin. Sie stellt passenderweise das irdische Jerusalem dar; dort galt das mosaische Gesetz, ein Gesetz, das alle, die daran festhielten, als Sklaven von Sünde und Tod bloßstellte. Paulus erklärte: „Hagar nun bedeutet den Sinai, einen Berg in Arabien“, denn dort wurde der Gesetzesbund geschlossen (Galater 3:10, 13; 4:25).
Ismael, Hagars Sohn, stellt die Juden des 1. Jahrhunderts dar, die Söhne Jerusalems, die immer noch dem mosaischen Gesetz versklavt waren. Wie Ismael Isaak verfolgte, so verfolgten jene Juden die Christen, die gesalbten Söhne der sinnbildlichen Sara, des „Jerusalem droben“. Und so wie Abraham Hagar und Ismael wegsandte, verwarf Jehova schließlich Jerusalem und seine rebellischen Söhne (Matthäus 23:37, 38).
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