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Jehovas Größe ist unerforschlichDer Wachtturm 2004 | 15. Januar
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Jehovas Größe ist unerforschlich
„Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (PSALM 145:3).
1, 2. Was für ein Mensch war David, und wie schätzte er sich Gott gegenüber ein?
DER Verfasser des 145. Psalms gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Geschichte. Schon als Jugendlicher trat er einem bewaffneten Riesen entgegen und brachte ihn zu Tode. Später führte er als König viele Kriege und bezwang zahlreiche Feinde. Die Rede ist von David, dem zweiten König des alten Israel. Er blieb weit über seinen Tod hinaus berühmt und ist noch heute sehr vielen Menschen ein Begriff.
2 Trotz seiner Erfolge blieb David bescheiden. In einem Psalm schrieb er über Jehova: „Wenn ich deine Himmel sehe, die Werke deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der sterbliche Mensch, dass du seiner gedenkst, und der Sohn des Erdenmenschen, dass du für ihn sorgst?“ (Psalm 8:3, 4). Statt eingebildet zu sein, schrieb David es Jehova zu, dass er von all seinen Feinden befreit worden war, denn er sagte über ihn: „Du wirst mir deinen Schild der Rettung geben, und deine Demut macht mich groß“ (2. Samuel 22:1, 2, 36). Jehova beweist Demut, indem er Sünder barmherzig behandelt, und David war dankbar für die unverdiente Güte Gottes.
‘Ich will meinen Gott und König erheben’
3. (a) Wie dachte David über das Königtum Israels? (b) Wie groß war Davids Wunsch, Jehova zu preisen?
3 Obwohl David von Gott als König eingesetzt wurde, war für ihn Jehova der eigentliche König von Israel. David sagte: „Dein ist das Königreich, o Jehova, der du dich auch als Haupt über alles erhebst“ (1. Chronika 29:11). Und David hatte große Achtung vor Gott als dem Herrscher! Er schrieb in einem Lied: „Ich will dich erheben, o mein Gott und König, und ich will deinen Namen segnen auf unabsehbare Zeit, ja für immer. Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:1, 2). David drängte es, Jehova Gott den ganzen Tag lang zu preisen, und das wollte er für immer und ewig tun.
4. Welche Behauptungen widerlegt der 145. Psalm?
4 Der 145. Psalm ist eine überzeugende Antwort auf die Behauptung Satans, Gott sei ein selbstsüchtiger Herrscher, der seinen Geschöpfen Freiheit vorenthalte (1. Mose 3:1-5). Dieser Psalm widerlegt auch Satans Lüge, Menschen würden Gott nicht aus Liebe gehorchen, sondern nur aus Eigennutz (Hiob 1:9-11; 2:4, 5). Wie einst David widerlegen heute treue Christen die Behauptungen des Teufels. Die Hoffnung, ewig unter der Königreichsherrschaft zu leben, ist ihnen vor allem deshalb lieb und teuer, weil sie Jehova in alle Ewigkeit preisen möchten. Millionen haben bereits begonnen, Jehova zu preisen, indem sie Glauben an das Loskaufsopfer Jesu ausüben, sich aus Liebe Jehova hingegeben haben, sich taufen ließen und ihm nun als gehorsame Anbeter dienen (Römer 5:8; 1. Johannes 5:3).
5, 6. Welche Möglichkeiten gibt es, Jehova zu segnen und zu preisen?
5 Denken wir nur einmal darüber nach, wie viele Gelegenheiten wir als Diener Jehovas haben, ihn zu segnen und zu preisen! Wir können das im Gebet tun, wenn uns etwas zu Herzen geht, was wir in Gottes Wort, der Bibel, lesen. Wir können Jehova aus Dankbarkeit preisen, wenn uns tief berührt, wie er mit seinen Dienern umgeht, oder wenn uns eines seiner herrlichen Schöpfungswerke begeistert. Auch segnen wir Gott dadurch, dass wir bei Zusammenkünften oder im privaten Gespräch mit Glaubensbrüdern über seine Vorsätze sprechen. Genau genommen bewirken alle „vortrefflichen Werke“ zugunsten des Königreiches Gottes, dass Jehova gepriesen wird (Matthäus 5:16).
6 Der Bau vieler Anbetungsstätten in Ländern, in denen tiefste Armut herrscht, ist ein Beispiel aus jüngster Zeit für solche vortrefflichen Werke der Diener Jehovas. Ermöglicht wurde das maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung von Glaubensbrüdern in anderen Ländern und die Hilfe einiger Christen, die sich angeboten haben, in die entsprechenden Länder zu reisen und beim Bau von Königreichssälen mitzuarbeiten. Aber das wichtigste aller vortrefflichen Werke zum Lobpreis Jehovas ist das Predigen der guten Botschaft von seinem Königreich (Matthäus 24:14). Wie die weiteren Verse von Psalm 145 zeigen, hatte David große Wertschätzung für die Herrschaft Gottes und sprach voller Begeisterung über dessen Königtum (Psalm 145:11, 12). Fragen wir uns: Habe ich die gleiche Wertschätzung für Gottes liebevolle Herrschaftsweise? Und spreche ich regelmäßig mit anderen über sein Königreich?
Beispiele für Gottes Größe
7. Nenne einen Hauptgrund, Jehova zu preisen.
7 Psalm 145:3 nennt einen Hauptgrund, Jehova zu preisen. David sagt: „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich.“ Jehovas Größe ist grenzenlos. Menschen werden sie nie völlig erforschen, begreifen oder ermessen können. Aber es lohnt sich bestimmt, hier einige Beispiele für die unerforschliche Größe Jehovas etwas genauer zu untersuchen.
8. Was verrät das Universum über Jehovas Größe und Macht?
8 Hast du schon einmal weit weg vom Streulicht der Städte in einer sternklaren Nacht den Himmel betrachtet? Warst du nicht erstaunt, wie viele Sterne am schwarzen Firmament funkelten? Hast du dich da nicht gedrängt gefühlt, Jehova für seine Größe zu preisen, weil er all diese Himmelskörper erschaffen hat? Allerdings hast du nur einen winzigen Bruchteil aller Sterne gesehen, die zur gleichen Galaxie gehören wie die Erde. Darüber hinaus gibt es schätzungsweise über hundert Milliarden Galaxien. Nur drei davon sind ohne Teleskop zu erkennen. Die zahllosen Sterne und Galaxien, aus denen das gewaltige Universum besteht, bezeugen ganz offensichtlich die Schöpfermacht und unerforschliche Größe Jehovas (Jesaja 40:26).
9, 10. (a) Wodurch zeigte sich an Jesus Christus, wie großartig Jehova ist? (b) Wie sollte sich Jesu Auferweckung auf unseren Glauben auswirken?
9 Oder betrachten wir Jehovas Größe aus einem anderen Blickwinkel. Es geht dabei um Jesus Christus. Schon dass er seinen Sohn erschuf und ihn unzählige Zeitalter hindurch als seinen „Werkmeister“ einsetzte, bewies Gottes Größe (Sprüche 8:22-31). Wie groß Jehovas Liebe ist, wurde deutlich, als er seinen einziggezeugten Sohn opferte, um ein Lösegeld für die Menschheit zu beschaffen (Matthäus 20:28; Johannes 3:16; 1. Johannes 2:1, 2). Und wie herrlich der unsterbliche geistige Körper ist, den Jehova schuf, als er Jesus auferweckte, übersteigt das menschliche Begriffsvermögen bei weitem (1. Petrus 3:18).
10 Die Auferweckung Jesu machte auf vielerlei Weise eindrucksvoll deutlich, wie unerforschlich groß Jehova ist. Ganz sicher sorgte Gott dafür, dass sich Jesus wieder an alles erinnern konnte, was mit der Erschaffung aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge verbunden gewesen war — der übrigen Geistgeschöpfe, des Universums, der ertragreichen Erde und aller Organismen auf unserem Planeten (Kolosser 1:15, 16). Aber Jehova stellte nicht nur das gesamte Wissen über die vollständige Geschichte des Lebens im Himmel und auf der Erde wieder her, das sein Sohn während seiner vormenschlichen Existenz angesammelt hatte, sondern auch die Erinnerung an seine Erfahrungen als vollkommener Mensch. Man kann wirklich sagen, dass die unerforschliche Größe Jehovas an der Auferweckung Jesu besonders deutlich wird. Zudem ist dieses Wunder die Garantie dafür, dass auch andere auferweckt werden können. Es sollte deshalb unseren Glauben daran stärken, dass Gott Millionen Verstorbene, die er in seinem vollkommenen Gedächtnis behält, wieder zum Leben bringen kann (Johannes 5:28, 29; Apostelgeschichte 17:31).
Wunderbare Werke und Machttaten
11. Welches große Werk tat Jehova von Pfingsten 33 u. Z. an?
11 Seit der Auferweckung Jesu hat Jehova viele weitere große und wunderbare Werke getan (Psalm 40:5). Zu Pfingsten 33 u. Z. brachte Jehova eine neue Nation ins Dasein: „das Israel Gottes“, bestehend aus Christi Jüngern, die mit heiligem Geist gesalbt wurden (Galater 6:16). Mit Macht dehnte sich diese neue geistige Nation in der ganzen damals bekannten Welt aus. Obwohl nach dem Tod der Apostel Jesu der Abfall einsetzte, durch den die Christenheit entstand, tat Jehova weiter wunderbare Werke, um sicherzustellen, dass sein Vorsatz realisiert wird.
12. Was wird dadurch bewiesen, dass es die Bibel heute in allen Hauptsprachen der Welt gibt?
12 Zum Beispiel blieb die Bibel komplett erhalten und wurde im Lauf der Zeit in alle Hauptsprachen übersetzt, die es heute auf der Erde gibt. Bibelübersetzer mussten oft größte Schwierigkeiten überwinden und wurden von Handlangern Satans mit dem Tod bedroht. Die Bibel hätte niemals in über 2 000 Sprachen übersetzt werden können, wenn das nicht der Wille des unerforschlich großen Gottes, Jehova, gewesen wäre!
13. Wie zeigt sich Jehovas Größe an der Entwicklung seiner Königreichsvorsätze seit 1914?
13 Jehovas Größe hat sich auch an der Entwicklung seiner Königreichsvorsätze gezeigt. Beispielsweise setzte er 1914 seinen Sohn, Jesus Christus, im Himmel als König ein. Kurz darauf ging Jesus gegen Satan und die Dämonen vor. Sie wurden aus dem Himmel hinausgeworfen und können sich, bis sie im Abgrund gefangen gesetzt werden, nur noch in der Umgebung der Erde aufhalten (Offenbarung 12:9-12; 20:1-3). Seither sind die gesalbten Nachfolger Jesu noch stärker verfolgt worden. Aber Jehova hat ihnen in dieser Zeit der unsichtbaren Gegenwart Christi beigestanden (Matthäus 24:3; Offenbarung 12:17).
14. Welches wunderbare Werk hat Jehova 1919 getan, und was wurde dadurch erreicht?
14 Im Jahr 1919 hat Jehova ein weiteres wunderbares Werk getan, an dem seine Größe zu erkennen war. Die gesalbten Nachfolger Jesu, denen man so heftig zugesetzt hatte, dass sie geistig untätig geworden waren, wurden wiederbelebt (Offenbarung 11:3-11). In all den Jahren, die seitdem vergangen sind, haben die Gesalbten eifrig die gute Botschaft verkündigt, dass das Königreich im Himmel aufgerichtet worden ist. Zusätzliche Gesalbte wurden eingesammelt, um die Zahl von 144 000 zu vervollständigen (Offenbarung 14:1-3). Und dieser gesalbten Nachfolger Christi hat sich Jehova auch bedient, um die Grundlage für eine „neue Erde“ zu legen, eine gerechte menschliche Gesellschaft (Offenbarung 21:1). Aber was wird aus der „neuen Erde“, wenn alle treuen Gesalbten in den Himmel gekommen sind?
15. In welcher Tätigkeit sind gesalbte Christen führend vorangegangen, und mit welchem Ergebnis?
15 In den Wachtturm-Ausgaben vom 1. und 15. September 1935 wurden zwei Hauptartikel veröffentlicht, die sich um die in Offenbarung, Kapitel 7 beschriebene „große Volksmenge“ drehten. Eifrig fingen daraufhin gesalbte Christen an, diese aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Zungen stammenden Menschen ausfindig zu machen und als Glaubensbrüder in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Die „große Volksmenge“ wird die nahe bevorstehende „große Drangsal“ überleben, und wer dazugehört, hat die Aussicht, ewig im Paradies zu leben und für immer zur „neuen Erde“ zu gehören (Offenbarung 7:9-14). Dank der von gesalbten Christen angeführten Tätigkeit, das Königreich zu verkündigen und Jünger zu machen, hoffen mittlerweile über 6 Millionen Menschen darauf, ewig im Paradies auf der Erde zu leben. Wessen Verdienst ist es, dass trotz Widerstand von Satan und seiner verderbten Welt so ein Wachstum herrscht? (1. Johannes 5:19). Nur Jehova konnte all das schaffen durch seinen heiligen Geist (Jesaja 60:22; Sacharja 4:6).
Jehovas herrliche Pracht und Würde
16. Warum können Menschen die ‘herrliche Pracht der Würde Jehovas’ nicht sehen?
16 Die „wunderbaren Werke“ und „Machttaten“ Jehovas, gleich welcher Art, werden nie in Vergessenheit geraten. David schrieb: „Generation um Generation wird deine Werke loben, und deine Machttaten werden sie kundtun. Die herrliche Pracht deiner Würde und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen. Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen; und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden“ (Psalm 145:4-6). Aber Gott ist doch ein Geist und für menschliche Augen unsichtbar. Was konnte David also überhaupt von der herrlichen Pracht Jehovas wissen? (Johannes 1:18; 4:24).
17, 18. Wie konnte David ‘die herrliche Pracht der Würde Jehovas’ immer mehr schätzen lernen?
17 David konnte Gott zwar nicht sehen, aber er hatte andere Möglichkeiten, Jehovas Würde immer mehr schätzen zu lernen. Zum Beispiel konnte er den Bericht über Machttaten Gottes — wie die Vernichtung einer bösen Welt durch eine globale Flut — in den heiligen Schriften nachlesen. David dürfte sich auch damit beschäftigt haben, wie die falschen Götter Ägyptens gedemütigt wurden, als Gott die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei befreite. Solche Ereignisse zeugen von der Würde und Größe Jehovas.
18 Bestimmt war es nicht allein das Lesen in den heiligen Schriften, durch das David die Würde Gottes schätzen lernte, sondern auch das Nachdenken darüber. Vielleicht dachte er zum Beispiel darüber nach, was sich abgespielt hatte, als Jehova der Nation Israel das Gesetz gab. Es donnerte und blitzte, eine schwere Wolke war zu sehen und der sehr laute Schall eines Horns zu hören. Der Sinai zitterte und rauchte. Die am Fuß des Berges versammelten Israeliten hörten sogar mitten aus dem Feuer und der Wolke „die Zehn Worte“, als Jehova durch einen Engel mit ihnen sprach (5. Mose 4:32-36; 5:22-24; 10:4; 2. Mose 19:16-20; Apostelgeschichte 7:38, 53). Das war damals bestimmt ein sehr eindrucksvolles Schauspiel der Erhabenheit Jehovas! Wer gern in Gottes Wort liest und über solche Berichte nachdenkt, wird unweigerlich von ‘der herrlichen Pracht der Würde Jehovas’ berührt. Und wir haben heute sogar die vollständige Bibel mit einer ganzen Reihe herrlicher Visionen zur Verfügung, die uns eindrucksvoll die Größe Jehovas vermitteln (Hesekiel 1:26-28; Daniel 7:9, 10; Offenbarung, Kapitel 4).
19. Wie können wir Jehovas Würde noch mehr schätzen lernen?
19 David hatte noch eine weitere Möglichkeit, sich einen Eindruck von Gottes Würde zu verschaffen — indem er das Gesetz genau untersuchte, das Gott den Israeliten gegeben hatte (5. Mose 17:18-20; Psalm 19:7-11). Gehorchte die Nation Israel den Gesetzen Jehovas, verlieh ihr das eine besondere Würde, und sie hob sich von allen anderen Völkern ab (5. Mose 4:6-8). Uns kann es genauso gehen wie David: Wenn wir regelmäßig in der Heiligen Schrift lesen, fleißig darin studieren und intensiv darüber nachdenken, werden auch wir Jehovas Würde noch mehr schätzen lernen.
Gottes sittliche Eigenschaften sind einfach großartig!
20, 21. (a) Welche Eigenschaften werden in Psalm 145:7-9 genannt, um Jehovas Größe hervorzuheben? (b) Wie wirken sich diese Eigenschaften Gottes auf alle aus, die ihn lieben?
20 Wie wir bis hierher gesehen haben, nennen uns die ersten sechs Verse von Psalm 145 gute Gründe, Jehova wegen der verschiedensten Ausdrucksformen seiner unerforschlichen Größe zu preisen. In den Versen 7 bis 9 wird Gottes Größe an seinen sittlichen Eigenschaften deutlich gemacht. David sagt: „Bei der Erwähnung der Fülle deiner Güte werden sie übersprudeln, und deiner Gerechtigkeit wegen werden sie jubeln. Jehova ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an liebender Güte. Jehova ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke.“
21 Hier unterstreicht David als Erstes Jehovas Güte und Gerechtigkeit — Eigenschaften, die Satan, der Teufel, ihm abspricht. Wie wirken sich diese Eigenschaften Gottes auf alle aus, die ihn lieben und ihm gern als Herrscher gehorchen? Vor lauter Freude über Jehovas Güte und seine gerechte Herrschaftsweise können sie gar nicht aufhören, von Lobpreis für ihn ‘überzusprudeln’! Zudem ist Jehova gut „gegen alle“. Das wird hoffentlich noch vielen Menschen helfen, zu bereuen und den wahren Gott anzubeten, bevor es zu spät dazu ist (Apostelgeschichte 14:15-17).
22. Wie behandelt Jehova seine Diener?
22 David schätzte auch die Eigenschaften, die Gott selbst hervorhob, als er einst ‘vor dem Angesicht Mose vorüberging’ und dabei ausrief: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ (2. Mose 34:6). Deshalb konnte David erklären: „Jehova ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an liebender Güte.“ Jehova ist unerforschlich groß, und doch verleiht er Menschen, die ihm dienen, Würde, indem er „gnädig“, also freundlich und liebenswürdig, mit ihnen umgeht. Er ist sehr barmherzig, denn er vergibt reumütigen Sündern bereitwillig auf der Grundlage des Loskaufsopfers Jesu. Und Jehova ist langsam zum Zorn, denn er gibt seinen Dienern Gelegenheit, Schwächen zu überwinden, die sie für seine gerechte neue Welt disqualifizieren würden (2. Petrus 3:9, 13, 14).
23. Welche wertvolle Eigenschaft werden wir im folgenden Artikel behandeln?
23 David preist Gott wegen seiner liebenden Güte oder loyalen Liebe. Alle übrigen Verse des 145. Psalms zeigen, wie Jehova diese Eigenschaft offenbart und wie seine loyalen Diener auf seine liebende Güte reagieren. Davon handelt der nächste Artikel.
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Jehova ist groß an loyaler LiebeDer Wachtturm 2004 | 15. Januar
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Jehova ist groß an loyaler Liebe
„Jehova ist . . . groß an liebender Güte“ (PSALM 145:8).
1. Wie umfassend ist Gottes Liebe?
‘GOTT ist Liebe’ (1. Johannes 4:8). Liebe ist wirklich die Grundlage der Herrschaftsweise Jehovas, wie diese zu Herzen gehende Aussage beweist. Selbst Menschen, die ihm nicht gehorchen, profitieren von Sonnenschein und Regen, weil er liebevoll dafür sorgt (Matthäus 5:44, 45). Weil Gott die Menschenwelt so sehr liebt, haben sogar seine Feinde die Möglichkeit, zu bereuen, sich ihm zuzuwenden und ewiges Leben zu erhalten (Johannes 3:16). Unverbesserlich böse Menschen wird Jehova allerdings bald vernichten, damit sich die, die ihn lieben, an ewigem Leben in einer gerechten neuen Welt freuen können (Psalm 37:9-11, 29; 2. Petrus 3:13).
2. Welche besondere Form von Liebe erweist Jehova denen, die sich ihm hingegeben haben?
2 Seine wahren Anbeter liebt Jehova auf einzigartige, unerschütterliche Weise. In Hebräisch gibt es für solche Liebe ein Wort, das mit „liebende Güte“ oder „loyale Liebe“ übersetzt wird. David, der König über das alte Israel, hatte große Wertschätzung für Gottes liebende Güte. Weil er selbst viel mit Gott erlebt hatte und über Gottes Handlungsweise gegenüber anderen nachdachte, konnte David aus tiefster Überzeugung erklären: „Jehova ist . . . groß an liebender Güte“ oder „loyaler Liebe“ (Psalm 145:8).
Gottes Loyalgesinnte identifizieren
3, 4. (a) Wie hilft uns Psalm 145 erkennen, wer die Loyalgesinnten Jehovas sind? (b) Wie wird Gott von seinen Loyalgesinnten ‘gesegnet’?
3 Hanna, die Mutter des Propheten Samuel, sagte über Jehova Gott: „Die Füße seiner Loyalgesinnten behütet er“ (1. Samuel 2:9). Wer sind diese „Loyalgesinnten“? Die Antwort erfahren wir von König David. Er preist Jehova wegen seiner wunderbaren Eigenschaften und sagt dann: „Deine Loyalgesinnten werden dich segnen“ (Psalm 145:10). Vielleicht fragen wir uns: Wie können denn Menschen Gott segnen? Hauptsächlich dadurch, dass sie ihn preisen, das heißt gut über ihn sprechen.
4 Jehovas Loyalgesinnte sind daran zu erkennen, dass sie ihren Mund dazu gebrauchen, gut über Jehova zu sprechen. Worum drehen sich ihre Gespräche häufig, wenn sie privat oder im Königreichssaal zusammen sind? Natürlich um das Königreich Jehovas! Gottes loyale Diener empfinden genauso, wie es David mit den Worten ausdrückt: „Von der Herrlichkeit deines Königtums werden sie sprechen, und von deiner Macht werden sie reden“ (Psalm 145:11).
5. Woher wissen wir, dass Jehova es beachtet, wenn seine Loyalgesinnten gut über ihn sprechen?
5 Ob Jehova es wohl beachtet, wenn seine Loyalgesinnten ihn preisen? Auf jeden Fall! Er hört genau zu, worüber sie sprechen. In einer Prophezeiung über die wahre Anbetung in unserer Zeit schrieb Maleachi: „Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken“ (Maleachi 3:16). Jehova freut sich sehr, wenn seine Loyalgesinnten gut über ihn sprechen, und er vergisst ihnen das nicht.
6. An welcher Tätigkeit sind Gottes Loyalgesinnte zu erkennen?
6 Loyale Diener Jehovas sind auch daran zu erkennen, dass sie mutig auf Menschen zugehen, die den wahren Gott nicht anbeten, um ihnen von Jehova zu erzählen. Gottes Loyalgesinnte machen wirklich ‘den Menschensöhnen seine Machttaten bekannt und die Herrlichkeit der Pracht seines Königtums’ (Psalm 145:12). Fragen wir uns: Suche und nutze ich möglichst viele Gelegenheiten, mit Fremden über das Königtum Jehovas zu sprechen? Im Gegensatz zu den menschlichen Regierungen, die bald verschwinden werden, ist Jehovas Königtum ewig (1. Timotheus 1:17). Die Menschen müssen unbedingt von dem unvergänglichen Königtum Jehovas erfahren und dafür Stellung beziehen. David sagt: „Dein Königtum ist ein Königtum für alle unabsehbaren Zeiten, und deine Herrschaft währt durch alle sich folgenden Generationen hindurch“ (Psalm 145:13).
7, 8. Was ereignete sich 1914, und was beweist, dass Gott heute durch das Königreich seines Sohnes regiert?
7 Seit 1914 gibt es noch mehr Grund, über das Königtum Jehovas zu sprechen. Damals richtete Gott im Himmel das messianische Königreich auf, dessen König Jesus Christus ist, der Sohn Davids. Damit erfüllte Jehova sein Versprechen, wonach das Königtum Davids bis auf unabsehbare Zeit gefestigt werden sollte (2. Samuel 7:12, 13; Lukas 1:32, 33).
8 Dass Jehova jetzt durch das Königreich seines Sohnes, Jesus Christus, regiert, ist daran zu erkennen, dass sich das Zeichen der Gegenwart Jesu fortlaufend erfüllt. Das bedeutsamste Einzelmerkmal dieses Zeichens ist die Tätigkeit aller Loyalgesinnten Gottes, die Jesus mit den Worten vorhersagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:3-14). Weil Gottes Loyalgesinnte diese Prophezeiung eifrig erfüllen, beteiligen sich mittlerweile über sechs Millionen Männer, Frauen und Kinder an jenem großartigen, einmaligen Werk. Bald wird für alle Gegner des Königreiches Jehovas das Ende kommen (Offenbarung 11:15, 18).
Von Jehovas Souveränität profitieren
9, 10. Welcher Gegensatz besteht zwischen Jehova und menschlichen Herrschern?
9 Wenn wir uns dem Souveränen Herrn Jehova hingegeben haben, bringt uns unser Verhältnis zu ihm viele Vorteile (Psalm 71:5; 116:12). Zum Beispiel schenkt uns Gott seine Anerkennung und gibt uns das Gefühl, ihm nahe zu sein, weil wir ihn fürchten und gerecht handeln (Apostelgeschichte 10:34, 35; Jakobus 4:8). Bei menschlichen Herrschern kann man im Gegensatz dazu oft beobachten, dass sie von hochrangigen Militärs, reichen Geschäftsleuten, berühmten Spitzensportlern oder Stars aus der Unterhaltungsbranche umgeben sind. Laut der afrikanischen Zeitung Sowetan sagte ein bekanntes Regierungsmitglied über Armenviertel in seinem Land: „Ich kann verstehen, warum die meisten von uns solche Viertel am liebsten meiden. Wir wollen einfach nicht daran erinnert werden, dass es solche Zustände gibt, weil wir dann Schuldgefühle haben und uns schämen, so teure Autos zu fahren.“
10 Es gibt natürlich auch Herrscher, die ehrlich daran interessiert sind, dass es ihren Untertanen gut geht. Aber selbst den ehrenhaftesten von ihnen sind ihre Untertanen eigentlich fremd, sodass man sich unwillkürlich fragt: Gibt es denn überhaupt einen Herrscher, dem so viel an allen seinen Untertanen liegt, dass er in der Not jedem einzelnen von ihnen schnell zu Hilfe kommt? Ja, den gibt es. David schreibt: „Jehova stützt alle Fallenden und richtet auf alle Niedergebeugten“ (Psalm 145:14).
11. Von was für Prüfungen werden Gottes Loyalgesinnte heimgesucht, aber welche Hilfe erhalten sie?
11 Jehovas Loyalgesinnte werden von vielen Prüfungen und Unglücksschlägen heimgesucht. Warum? Weil sie zum einen selbst unvollkommen sind und zum anderen in einer Welt leben, die in der Macht dessen liegt, „der böse ist“ — Satan, der Teufel (1. Johannes 5:19; Psalm 34:19). Christen werden verfolgt. Manche leiden, weil sie chronisch krank sind oder einen lieben Menschen verloren haben. Es kommt auch vor, dass die Loyalgesinnten Jehovas wegen eigener Fehler ‘niedergebeugt’, also entmutigt sind. Aber ganz gleich, was für Prüfungen sie durchmachen, ist Jehova immer bereit, jeden einzelnen von ihnen zu trösten und geistig zu stärken. Der König Jesus Christus ist genauso liebevoll an seinen loyalen Untertanen interessiert (Psalm 72:12-14).
Sättigende Speise zur richtigen Zeit
12, 13. Wie gut sorgt Jehova für die Bedürfnisse „alles Lebenden“?
12 In seiner großen liebenden Güte sorgt Jehova für alles, was seine Diener benötigen. Unter anderem versorgt er sie mit guter Nahrung. König David schrieb über Jehova: „Auf dich schauen hoffnungsvoll die Augen aller, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden“ (Psalm 145:15, 16). Selbst in Notzeiten kann Jehova alles so lenken, dass seine Loyalgesinnten das „Brot für den Tag“ erhalten (Lukas 11:3; 12:29, 30).
13 David sprach davon, dass „das Begehren alles Lebenden“ gesättigt wird. Dazu gehören auch die Tiere. Gäbe es nicht so viele Pflanzen auf der Erde und in den Meeren, hätten Wassertiere, Vögel und Landtiere keinen Sauerstoff und keine Nahrung (Psalm 104:14). Doch Jehova sorgt dafür, dass sie alles haben, was sie benötigen.
14, 15. Wie wird heute für geistige Nahrung gesorgt?
14 Menschen brauchen, anders als Tiere, auch geistige Nahrung (Matthäus 5:3). Stillt Jehova nicht auf wunderbare Weise den geistigen Hunger seiner Loyalgesinnten? Jesus versprach seinen Nachfolgern vor seinem Tod, dass „der treue und verständige Sklave“ sie mit geistiger „Speise zur rechten Zeit“ versorgen würde (Matthäus 24:45). Heute besteht diese Sklavenklasse aus dem Überrest der 144 000 Gesalbten. Durch sie hat Jehova wirklich geistige Speise in Hülle und Fülle beschafft.
15 Zum Beispiel können mittlerweile die meisten Diener Jehovas die Bibel in einer zeitgemäßen und genauen Übersetzung in ihrer Muttersprache lesen. Bestimmt ist die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift ein wunderbarer Segen! Dazu kommen noch bibelerklärende Veröffentlichungen in über 300 Sprachen, die fortlaufend in Millionenauflage erscheinen. All diese geistige Nahrung ist für wahre Anbeter auf der ganzen Erde ein echter Segen. Wem steht die Ehre dafür zu? Jehova Gott. In seiner großen liebenden Güte hat er es der Sklavenklasse ermöglicht, „Speise zu seiner Zeit“ auszuteilen. Dadurch wird „das Begehren alles Lebenden“ im heutigen geistigen Paradies gesättigt. Und die Hoffnung, bald mitzuerleben, wie die ganze Erde in ein buchstäbliches Paradies verwandelt wird, sorgt bei Jehovas Dienern für große Freude (Lukas 23:42, 43).
16, 17. (a) Welche Beispiele lassen sich dafür anführen, dass geistige Speise genau zur richtigen Zeit kam? (b) Wie sind Gottes Loyalgesinnte laut Psalm 145 in der Hauptstreitfrage eingestellt, die Satan aufgeworfen hat?
16 Betrachten wir ein besonders bemerkenswertes Beispiel dafür, dass geistige Speise genau zur richtigen Zeit kam. 1939 brach in Europa der Zweite Weltkrieg aus. In der Wachtturm-Ausgabe vom 1. Dezember jenes Jahres erschien ein Artikel mit dem Thema „Neutralität“. Dank der klar verständlichen Informationen verstanden Jehovas Zeugen auf der ganzen Welt, dass sie sich in den Angelegenheiten der Krieg führenden Nationen strikt neutral verhalten mussten. Damit zogen sie sich während der darauf folgenden sechs Jahre den Zorn von Regierungen auf beiden Seiten des Konflikts zu. Aber obwohl sie verboten und verfolgt wurden, hörten Gottes Loyalgesinnte nicht auf, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen. Von 1939 bis 1946 wurden sie mit einer erstaunlichen Zunahme von 157 Prozent gesegnet. Und noch heute trägt die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Treue während des Krieges dazu bei, dass Menschen erkennen, welche Religion wahr ist (Jesaja 2:2-4).
17 Die geistige Nahrung, für die Jehova sorgt, kommt nicht nur zur richtigen Zeit, sondern sie ist auch ‘sättigend’, das heißt zutiefst befriedigend. Während sich die Nationen im Zweiten Weltkrieg heftige Kämpfe lieferten, wurde Jehovas Dienern geholfen, sich auf etwas viel Wichtigeres zu konzentrieren als ihre eigene Rettung. Jehova half ihnen verstehen, dass sich die Hauptstreitfrage, in die das gesamte Universum verwickelt ist, um die Rechtmäßigkeit seiner Souveränität dreht. Ist es nicht zutiefst befriedigend, zu wissen, dass jeder einzelne Zeuge Jehovas durch seine Loyalität einen kleinen Beitrag dazu leistete, Jehovas Souveränität zu rechtfertigen und zu beweisen, dass der Teufel ein Lügner ist? (Sprüche 27:11). Im Gegensatz zu Satan, der Jehova und seine Herrschaftsweise verleumdet, hören die Loyalgesinnten Jehovas nicht auf, öffentlich zu erklären: „Jehova ist gerecht in all seinen Wegen“ (Psalm 145:17).
18. Welches jüngste Beispiel für hochaktuelle, zutiefst befriedigende geistige Speise lässt sich anführen?
18 Ein weiteres Beispiel für hochaktuelle, ‘sättigende’ geistige Speise ist das Buch Komm Jehova doch näher, das 2002/2003 bei weltweit Hunderten von Bezirkskongressen der Serie „Eifrige Königreichsverkündiger“ freigegeben wurde. Dieses Buch, das vom „treuen und verständigen Sklaven“ verfasst und von Jehovas Zeugen herausgegeben worden ist, stellt die wunderbaren Eigenschaften Jehovas in den Mittelpunkt, auch die, die in Psalm 145 erwähnt werden. Bestimmt wird dieses wertvolle Buch Gottes Loyalgesinnten maßgeblich dabei helfen, ihm noch näher zu kommen.
Eine Zeit, Jehova näher zu kommen
19. Welche kritische Zeit kommt immer näher, und wie können wir sie überstehen?
19 Die Klärung der Streitfrage um die Souveränität Jehovas nähert sich einem kritischen Höhepunkt. Wie in Hesekiel, Kapitel 38 vorhergesagt, wird Satan bald seine Rolle als „Gog vom Land Magog“ zu Ende spielen. Dazu gehört ein weltweiter Angriff auf Jehovas Diener. Satan wird alle Mittel aufbieten, die Lauterkeit der Loyalgesinnten Jehovas zu brechen. Wie nie zuvor werden Jehovas Anbeter ihn eindringlich anrufen, ja flehentlich zu ihm um Hilfe rufen. Wird ihre Ehrfurcht vor Gott und ihre Liebe zu ihm vergeblich sein? Ganz sicher nicht, denn Psalm 145 sagt: „Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen. Das Begehren derer, die ihn fürchten, wird er ausführen, und ihren Hilferuf wird er hören, und er wird sie retten. Jehova behütet alle, die ihn lieben, aber alle Bösen wird er vertilgen“ (Psalm 145:18-20).
20. Wie werden sich die Worte aus Psalm 145:18-20 in naher Zukunft bewahrheiten?
20 Stellen wir uns vor, wie begeisternd es sein wird, Jehovas Nähe zu verspüren und seine rettende Macht zu erleben, wenn er alle Bösen ausrottet! In dieser jetzt zum Greifen nahen kritischen Phase wird Jehova allerdings nur auf die hören, „die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen“. Auf Heuchler wird er ganz bestimmt nicht hören. Gottes Wort zeigt deutlich, dass es bösen Menschen noch nie etwas genutzt hat, wenn sie in letzter Minute versuchten, noch schnell seinen Namen anzurufen (Sprüche 1:28, 29; Micha 3:4; Lukas 13:24, 25).
21. Wodurch zeigen Jehovas Loyalgesinnte, dass sie den göttlichen Namen nur zu gern verwenden?
21 Jetzt ist es für die, die Jehova fürchten, höchste Zeit, ihn ‘in Wahrhaftigkeit anzurufen’. Jehovas Loyalgesinnte gebrauchen nur zu gern seinen Namen in ihren Gebeten und bei Kommentaren in ihren Zusammenkünften. Sie verwenden den göttlichen Namen auch in Privatgesprächen. Und sie verkündigen den Namen Jehovas mutig in ihrem öffentlichen Predigtdienst (Römer 10:10, 13-15).
22. Warum ist es so wichtig, weltlichen Denkweisen und Begierden beharrlich zu widerstehen?
22 Damit wir auch in Zukunft von unserem engen Verhältnis zu Jehova Gott profitieren können, müssen wir beharrlich allem widerstehen, was unseren Glauben schädigen könnte, zum Beispiel Materialismus, fragwürdige Unterhaltung, eine nachtragende Einstellung oder Gleichgültigkeit gegenüber Bedürftigen (1. Johannes 2:15-17; 3:15-17). Wird nichts gegen solche Bestrebungen und Charakterzüge unternommen, kann das dazu führen, dass man sich schwerwiegende Sünden zur Gewohnheit macht und schließlich die Anerkennung Jehovas verliert (1. Johannes 2:1, 2; 3:6). Seien wir klug und vergessen wir nie, dass Jehova uns nur dann weiter liebende Güte oder loyale Liebe erweisen wird, wenn wir ihm treu bleiben (2. Samuel 22:26).
23. Welche großartige Zukunft haben alle Loyalgesinnten Gottes vor sich?
23 Konzentrieren wir uns deshalb auf die großartige Zukunft, die alle Loyalgesinnten Jehovas vor sich haben. Dann haben wir die wunderbare Aussicht, zu denen zu gehören, die Jehova „den ganzen Tag“, ja „für immer“ erheben, segnen und preisen werden (Psalm 145:1, 2). Strengen wir uns also an, ‘uns selbst in Gottes Liebe zu bewahren mit der Aussicht auf ewiges Leben’ (Judas 20, 21). Je länger uns die wunderbaren Eigenschaften unseres himmlischen Vaters zugute kommen — wie etwa seine großartige liebende Güte gegenüber allen, die ihn lieben —, desto mehr wollen wir darauf achten, stets genauso zu empfinden, wie David es in den abschließenden Worten von Psalm 145 ausdrückte: „Mein Mund wird den Lobpreis Jehovas reden; und alles Fleisch segne seinen heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer.“
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