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NatürlichkeitNutze die Belehrung der Theokratischen Predigtdienstschule
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LERNEINHEIT 14
Natürlichkeit
EINE natürliche Redeweise hilft dir, das Vertrauen anderer zu gewinnen. Würdest du etwas für vertrauenswürdig halten, was jemand sagt, der sich hinter einer Maske verbirgt? Änderte es etwas daran, wenn der Sprecher mit der Maske besser aussähe als ohne? Wahrscheinlich nicht. Verstell dich daher nicht, sondern gib dich ganz natürlich.
Natürlichkeit darf nicht mit Saloppheit verwechselt werden. Grammatikfehler, falsche Aussprache oder eine undeutliche Sprechweise wäre gewiss unpassend. Zu vermeiden ist auch eine saloppe Umgangssprache. Wir möchten sowohl in unserem Reden als auch in unserem Verhalten stets auf angemessene Würde bedacht sein. Wer Natürlichkeit beweist, ist weder übermäßig förmlich noch allzu besorgt, welchen Eindruck er auf andere macht.
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NatürlichkeitNutze die Belehrung der Theokratischen Predigtdienstschule
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Auf der Bühne. Sprichst du vor Publikum, ist eine natürliche Vortragsweise im Unterhaltungston gewöhnlich am besten. Bei einer großen Zuhörerschaft benötigst du natürlich mehr Stimmvolumen. Versuchst du, eine Redeaufgabe auswendig zu lernen, oder hast du sehr ausführliche Notizen, machst du dir wahrscheinlich übermäßig Sorgen wegen der genauen Formulierung. Eine passende Wortwahl ist schon wichtig, doch wenn sich alles nur darum dreht, wirkt die Vortragsweise steif und förmlich. Die Natürlichkeit geht verloren. Du solltest zwar im Voraus alles genau durchdenken, aber richte die größte Aufmerksamkeit auf die Gedanken an sich, nicht auf deren exakte Formulierung.
Dasselbe gilt, wenn du in einer Zusammenkunft interviewt wirst. Bereite dich gut vor, aber lies die Antworten weder ab noch lerne sie auswendig. Gib sie mit natürlicher Modulation, damit sie ansprechend spontan klingen.
Sogar wünschenswerte Merkmale einer guten Rede können unnatürlich wirken, wenn sie übertrieben werden. Einige Beispiele: Du solltest zwar deutlich sprechen und auf die richtige Aussprache achten, aber nicht derart, dass deine Darlegung steif oder affektiert klingt. Unterstreichende oder beschreibende Gesten können bei richtiger Anwendung deine Äußerungen beleben, aber unbeholfene oder übertriebene Gesten werden davon eher ablenken. Bemühe dich um ausreichende Lautstärke, ohne dabei zu laut zu sein. Es ist gut, in die Vortragsweise dann und wann etwas mehr Begeisterung zu legen, aber hüte dich davor, schwülstig zu klingen. Modulation, Begeisterung und Gefühl sollten allerdings so eingesetzt werden, dass weder die Aufmerksamkeit auf dich gelenkt wird noch die Zuhörer peinlich berührt werden.
Manchen Leuten fällt es leicht, sich korrekt auszudrücken, auch wenn sie nichts vortragen. Andere haben eine eher umgangssprachliche Ausdrucksweise. Wichtig ist, sich jeden Tag einer guten Sprache zu bedienen und sich mit christlicher Würde zu benehmen. Dann wird es einem leichter fallen, auf der Bühne mit ansprechender Natürlichkeit zu reden und zu agieren.
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