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Wie betrachten wir Menschen einer anderen Rasse?Erwachet! 1990 | 8. Dezember
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Wie betrachten wir Menschen einer anderen Rasse?
„Die Skinheads von Amerika sind wie die energiegeladenen Skinheads Europas arische Jugendliche der Arbeiterklasse. Wir widersetzen uns dem kapitalistischen und kommunistischen Auswurf, der unsere arische Rasse zerstört. ... Die parasitäre jüdische Rasse ist der Kern unseres Problems.“
SO STAND es auf einem Flugblatt einer Skinhead-Gang aus Chicago. Dabei handelt es sich um junge Leute, die sich den Kopf kahlscheren, eine spezielle martialische Aufmachung mit Hakenkreuzen wählen, Gewalt verherrlichen, „White-power-Musik“ hören und Juden, Schwarze und andere Minderheiten verachten.
Der Anführer einer Bande namens „Romantische Gewalt“ erklärte vor einer Versammlung weißer Rassistenführer, daß seine Gruppe „für den Krieg eintritt“. Weiter sagte er: „Ich bin ein gewalttätiger Mensch. Ich liebe die weiße Rasse, und wenn du etwas liebst, bist du der gewalttätigste Mensch der Welt.“
Was die Zahl ihrer Anhänger betrifft, so sind die Skinheads eine verhältnismäßig kleine Gruppe, ihre Ansichten sind extrem, und nur relativ wenige Menschen sind heutzutage so offen selbstgerecht und so aggressiv in ihrem Äußeren wie sie. Aber viele hegen feindselige Gefühle gegen Angehörige anderer Rassen und mißtrauen ihnen. In der ganzen Welt werden Menschen danach beurteilt, welche Form ihre Augen haben oder welche Farbe ihre Haut hat. Gibt es dafür irgendwelche Grundlagen? Gibt es zwischen den Rassen angeborene geistige oder temperamentsmäßige Unterschiede? Zur Beantwortung dieser Fragen sollten wir zuerst untersuchen, wie sich die verschiedenen rassenideologischen Ansichten über die Jahrhunderte hinweg entwickelt haben.
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Was wir über die Rassen wissenErwachet! 1990 | 8. Dezember
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Was wir über die Rassen wissen
ALS die Europäer vor etwa 500 Jahren in See stachen, um die Erde zu erforschen, fragten sie sich, was ihnen wohl für Menschen begegnen würden. Man hatte Geschichten von Riesen gehört, die ins Meer waten und ein Schiff mit einer Hand zertrümmern könnten. Es gab Berichte über hundeköpfige Menschen, die Flammen speien sollten. Würde man die sagenhaften „Ungeselligen“ finden, die sich von rohem Fleisch ernährten und deren vorstehende Lippen ihnen als Sonnenschirm dienten? Würden sie Menschen ohne Mund sehen, die vom Riechen an Äpfeln lebten? Und wie stand es mit den Kreaturen, deren Ohren groß genug waren, um als Flügel gebraucht zu werden, oder solchen, von denen gesagt wurde, sie würden auf dem Rücken im Schatten ihres einzigen, aber riesigen Fußes liegen?
Man durchkreuzte die Meere, erklomm die Berge, schlug sich seinen Weg durch den Dschungel, schleppte sich durch die Wüsten — doch nirgends fand man solche fremdartigen Geschöpfe. Statt dessen fanden die Entdecker zu ihrem Erstaunen Menschen, die ihnen sehr ähnelten. Christoph Kolumbus schrieb beispielsweise: „Auf diesen Inseln [den westindischen] habe ich bisher keine menschlichen Mißbildungen gefunden, wie viele erwarteten, im Gegenteil, Schönheit wird unter allen diesen Völkern geschätzt ... Daher habe ich weder Ungeheuer noch Berichte darüber gefunden, bis ... auf ein Volk ..., das Menschenfleisch verspeist ... Sie sind genausowenig mißgebildet wie die anderen.“
Einteilung der Menschheit
Mit der Erforschung der Erde wurde die menschliche Vielfalt aus dem Reich der Sagen und Mythen befreit. Die Völker konnten beobachtet und studiert werden. Mit der Zeit versuchten die Wissenschaftler, sie zu klassifizieren.
In dem Werk Systema Naturae, das erstmals 1735 erschien, taufte der schwedische Botaniker Carl von Linné den Menschen Homo sapiens, was „vernünftiger Mensch“ bedeutet. Dieser Begriff ist gemäß einem Publizisten die dümmste und arroganteste Definition, die je für eine Spezie gegeben wurde. Linné unterteilte die Menschheit in fünf Gruppen, die er wie folgt beschrieb:
AFRIKANER: schwarz, phlegmatisch, entspannt; Haar schwarz, gekräuselt; Haut seidig; Nase platt; Lippen schwulstig; gerissen, träge, nachlässig. Schmiert sich mit Fett ein. Launen unterworfen.
AMERIKANER: kupferfarbig, cholerisch, aufrecht; Haar schwarz, glatt, stark; Nasenlöcher breit, Gesichtszüge streng; Bart schütter; eigensinnig, zufrieden frei. Bemalt sich mit dünnen roten Strichen. Bräuchen unterworfen.
ASIATE: melancholisch, straff; Haar schwarz; Augen dunkel; streng, hochfahrend, habgierig. Trägt wallende Kleidung. Meinungen unterworfen.
EUROPÄER: blond, sanguinisch, kräftig; Haar gelb, braun, wellig; Augen blau; sanft, scharfsinnig, erfinderisch. Trägt enganliegende Kleidung. Gesetzen unterworfen.
WILDER: vierfüßig, stumm, behaart.
Wie man sieht, hat Linné die Menschen nicht nur nach genetisch festgelegten Merkmalen (Hautfarbe, Haarbeschaffenheit usw.) eingeteilt, sondern auch eine voreingenommene Bewertung der Persönlichkeit vorgenommen. Er behauptete, Europäer seien „sanft, scharfsinnig, erfinderisch“, wohingegen er Asiaten als „streng, hochfahrend, habgierig“ und Afrikaner als „gerissen, träge, nachlässig“ darstellte.
Doch Linné hatte unrecht. Solche Persönlichkeitsmerkmale haben keinen Platz in modernen Rassenklassifikationen, da die wissenschaftliche Forschung gezeigt hat, daß es in jeder Bevölkerungsgruppe dieselbe Vielfalt von Temperamenten gibt und dieselbe Bandbreite, was die Intelligenz betrifft. Mit anderen Worten: In jeder Menschenrasse sind dieselben Eigenschaften, positive wie negative, zu finden.
Heutige Systeme teilen die Menschen oft in drei Gruppen ein, wobei man strikt nur nach den körperlichen Merkmalen geht: 1. Europiden mit heller Haut und glattem oder gewelltem Haar; 2. Mongoliden mit gelblicher Haut und Mongolenfalte; 3. Negriden mit dunkler Haut und krausem Haar. Doch lassen sich nicht alle so einfach in eine dieser Kategorien einordnen.
Zum Beispiel haben die Hottentotten und Buschmänner des südlichen Afrikas eine kupferfarbene Haut, krauses Haar und mongolide Gesichtsmerkmale. Einige indische Völker haben eine dunkle Haut, aber europide Gesichtsmerkmale. Die Ureinwohner Australiens sind dunkelhäutig, doch ihr krauses Haar ist oft blond. Verschiedene Mongoliden haben europide Augen. Es gibt keine klaren Trennungslinien.
Viele Anthropologen haben wegen dieser Schwierigkeiten den Versuch aufgegeben, die Menschheit zu klassifizieren, und sie sind der Meinung, der Begriff „Rasse“ sei aus wissenschaftlicher Sicht bedeutungslos.
UNESCO-Erklärung
Die vielleicht bedeutendste wissenschaftliche Erklärung zur Rassenfrage gab eine Expertengruppe ab, die sich unter der Schirmherrschaft der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) 1950, 1951, 1964 und 1967 traf. Ein internationales Forum aus Anthropologen, Zoologen, Ärzten, Anatomen und anderen erarbeitete vier Erklärungen zu den Menschenrassen. In der Schlußerklärung wurden folgende drei Punkte herausgestellt:
A „Alle heute lebenden Menschen gehören zu einer einzigen Art und sind ursprünglich von gleicher Herkunft.“ Diese Tatsache wird von einer noch bedeutenderen Autorität bestätigt. In der Bibel heißt es nämlich: „[Gott] hat aus e i n e m Menschen [Adam] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen“ (Apostelgeschichte 17:26).
In der UNESCO-Erklärung wird weiter gesagt:
B „Die Unterteilung der menschlichen Spezies in ‚Rassen‘ ist teils traditionell, teils willkürlich und impliziert absolut keine Hierarchie.“
C „Das heutige Wissen auf biologischem Gebiet gestattet es nicht, kulturelle Leistungen auf Unterschiede im genetischen Potential zurückzuführen. Unterschiede in den Leistungen verschiedener Völker sollten allein ihrer Kulturgeschichte zugeschrieben werden. Die Völker der Welt haben anscheinend dasselbe biologische Potential, jegliche Stufe der Zivilisation zu erreichen.“
Die Geißel des Rassismus
Somit gibt es keine Grundlage für die Annahme, daß eine Rasse der anderen von Natur aus überlegen sei oder das Recht habe, über sie zu herrschen. Doch die Menschen haben nicht immer in Übereinstimmung mit den Tatsachen gehandelt. Man denke dabei nur an den Sklavenhandel.
Als die Europäer damit begannen, ihre Kolonialreiche zu errichten, war es für sie profitabel, die Eingeborenen auszubeuten. Das führte jedoch zu einem Widerspruch. Millionen von Afrikanern wurden aus ihren Hütten geschleppt, von ihren geliebten Angehörigen weggerissen, angekettet, ausgepeitscht, gebrandmarkt, wie Tiere verkauft und gezwungen, bis zum Tage ihres Todes ohne Lohn zu arbeiten. Wie konnte das von Nationen moralisch gerechtfertigt werden, die von sich behaupteten, Christen zu sein, also Menschen, von denen erwartet werden sollte, daß sie ihren Nächsten lieben wie sich selbst? (Lukas 10:27).
Die Lösung, für die sie sich entschieden, bestand darin, ihren Opfern das Menschsein abzusprechen. So argumentierte z. B. ein Anthropologe in den 1840er Jahren:
„Wenn der Neger und der Australier nicht unsere Mitgeschöpfe aus der gleichen Familie sind, sondern einer niederen Ordnung angehören, und wenn in keinem der positiven Gebote, auf denen die Moral der christlichen Welt basiert, vorgesehen ist, daß wir ihnen gegenüber Pflichten haben, dann werden sich unsere Beziehungen zu diesen Stämmen nicht viel anders darstellen als die, die man sich zwischen uns und einer Orang-Utan-Rasse als existent vorstellen könnte.“
Diejenigen, die Unterstützung für ihre Ansicht suchten, daß Nichtweiße minderwertige Menschen seien, griffen begeistert Darwins Evolutionstheorie auf. Die Menschen in den Kolonien, so ihr Argument, seien auf einer niedrigeren Stufe der evolutionären Leiter als die Weißen. Andere behaupteten, die Nichtweißen seien das Resultat eines anderen Evolutionsprozesses und keine richtigen Menschen. Wieder andere zitierten die Bibel und verdrehten Schriftstellen, um ihre rassistischen Ansichten zu stützen.
Natürlich hat es viele gegeben, die diese Ansichten nicht teilten. In den meisten Ländern der Erde ist die Sklaverei abgeschafft worden. Doch Diskriminierung, Vorurteile und Rassismus haben überlebt und sich über ethnische Gruppen ergossen, die nur in der Vorstellung der Menschen verschiedenen Rassen angehören. Ein Professor der Zoologie sagte dazu: „Da es den Anschein hatte, daß jeder das Recht hätte, Rassen zu erfinden, die seinen Vorlieben entsprächen, haben sich Politiker, Fürsprecher verschiedener Gruppen und einfache Abenteurer an die Rassenklassifikation gemacht. Sie haben ganz besondere Bezeichnungen ersonnen, um ihren gehegten Vorstellungen und Vorurteilen eine Aura der ‚wissenschaftlichen‘ Seriosität zu verleihen.“
Die Rassenpolitik im nationalsozialistischen Deutschland ist ein herausragendes Beispiel hierfür. Hitler rühmte zwar die arische Rasse, doch biologisch gesehen, gibt es so etwas gar nicht. Es hat sie nie gegeben. Es gibt blonde, blauäugige Juden in Schweden, schwarze Juden in Äthiopien und mongolide Juden in China. Ungeachtet dessen wurden die Juden und viele andere zu Opfern einer Rassenpolitik — einer Rassenpolitik, die zu Konzentrationslagern, Gaskammern und dem Mord an sechs Millionen Juden sowie an anderen Gruppen wie z. B. slawischen Völkern in Polen und der Sowjetunion führte.
[Herausgestellter Text auf Seite 5]
Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, daß es in jeder Bevölkerungsgruppe dieselbe Bandbreite gibt, was die Intelligenz betrifft
[Herausgestellter Text auf Seite 6]
Politiker, Fürsprecher verschiedener Gruppen und einfache Abenteurer haben ganz besondere Bezeichnungen ersonnen, um ihren gehegten Vorstellungen und Vorurteilen eine Aura der „wissenschaftlichen“ Seriosität zu verleihen
[Bilder auf Seite 7]
Afrikaner wurden wie Rinder angeboten und verkauft. Anzeigen wie die hier abgebildeten kündigten den Verkauf neu eingetroffener Neger an.
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Eine geeinte Menschheit ist gewiß!Erwachet! 1990 | 8. Dezember
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Eine geeinte Menschheit ist gewiß!
DER Missionar, der noch nicht lange in Westafrika war, besuchte einen religiösen Kongreß in einer abgelegenen Region. Als er auf eine Familie aus der Gegend zuging, fing deren 2jähriger Sohn ohne ersichtlichen Grund an zu weinen.
Der Missionar wollte ihn trösten, mit dem einzigen Ergebnis, daß dessen Weinen zum Schreien wurde. „Was ist passiert?“ fragte der Missionar die Mutter. Verlegen antwortete sie: „Ich glaube, du bist der Grund. Er hat Angst vor deiner Hautfarbe. Er hat noch nie einen Weißen gesehen.“
Von Kindheit an mögen wir die körperlichen Unterschiede zwischen den Völkern bemerken. Vorurteile entwickeln sich jedoch erst später. Die Ansichten der Kinder werden geformt, wenn sie die Einstellung und das Verhalten älterer Menschen, wie z. B. ihrer Eltern, beobachten. In der Schule werden sie dann weiter von ihren Lehrern, Freunden und Schulkameraden beeinflußt.
Wie aus einer Langzeitstudie in den Vereinigten Staaten hervorgeht, haben Kinder mit Erreichen des 12. Lebensjahres bereits stereotype Ansichten über ethnische, rassische und religiöse Gruppen in ihrer Umgebung entwickelt. Erreichen sie dann das Erwachsenenalter, haben sich diese Ansichten tief eingegraben.
Jehovas Zeugen sind anders
In einer Welt, in der es von Vorurteilen nur so wimmelt, bilden Jehovas Zeugen eine auffallende Ausnahme. Sie sind weltweit für die Eintracht unter den Rassen bekannt. Das wird oft von Außenstehenden bei ihren großen jährlichen Kongressen beobachtet.
In der Zeitung States-Item war zum Beispiel folgendes über einen großen Kongreß im Süden der Vereinigten Staaten zu lesen: „Ein Geist der Brüderlichkeit herrscht im Louisiana-Superdome unter den jungen und alten, schwarzen und weißen Zeugen Jehovas, die sich dort eingefunden haben, um ... zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. ... Die Rassendiskriminierung ... ist für die Zeugen kein Problem.“
Bei einem Kongreß der Zeugen in Südafrika bemerkte eine Frau vom Stamm der Xhosa: „Erstaunlich, daß hier in Südafrika Menschen aller Rassen so vereint sein können! Es ist so anders als das, was ich von den Kirchen gewohnt bin.“
Als Delegierte aus Nord- und Südamerika sowie aus Europa große Kongresse der Zeugen im Fernen Osten und im Südpazifik besuchten, „zeigten“, wie einem Bericht zu entnehmen war, „weder sie noch ihre Gastgeber auch nur eine Spur von Rassismus“.
Das, was an den Millionen von Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde so anders ist, ist ihre echte Einheit und die Eintracht unter den Rassen. Sie sind durch wahre christliche Liebe miteinander verbunden. Es ist genauso, wie Jesus es vorausgesagt hatte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35).
So erfreuen sich Jehovas Zeugen bereits heute einer wahren, dauerhaften Bruderschaft. Sie beherzigen das, was Jesus gemäß Matthäus 23:8 sagte: „Ihr [seid] alle Brüder.“ Und das zu einer Zeit, wo rassische und ethnische Spaltungen sowie Haßgefühle an den nationalen Strukturen zerren. (Siehe auch 1. Korinther 1:10; 1. Johannes 3:10-12; 4:20, 21; 5:2, 3.)
Wie Einheit erreicht wird
Grundlegend für diese Einheit ist die biblische Belehrung, die Zeugen Jehovas in ihren Königreichssälen und durch ihr persönliches Bibelstudium erhalten. Sie gleichen den Christen in Thessalonich, denen der Apostel Paulus schrieb: „Als ihr Gottes Wort, das ihr von uns hörtet, empfingt, habt ihr es nicht als Menschenwort angenommen, sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist“ (1. Thessalonicher 2:13).
Somit glauben die Zeugen, was die Bibel sagt, und sie versuchen ernsthaft, Gottes Denkweise nachzuahmen. Sie nehmen sich zu Herzen, was Petrus unter Inspiration sagte: „Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist, sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35).
Damit in Übereinstimmung beauftragte Jesus seine Nachfolger, „Jünger aus Menschen aller Nationen“ zu machen (Matthäus 28:19). Infolgedessen suchen Jehovas Zeugen in ausnahmslos allen rassischen und ethnischen Gruppen nach Menschen, die Gerechtigkeit lieben. Wenn sich dann diese Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund und aus verschiedenen Rassen in der Anbetung und bei der Arbeit vereinen und miteinander Umgang haben, ist das stereotype Denken überwunden. Sie lernen, einander zu schätzen und zu lieben.
Es stimmt, daß sich jemand, der lange Zeit rassische Vorurteile gehegt hat, möglicherweise nicht von heute auf morgen ändert. Doch wenn er ein Zeuge Jehovas wird, fängt er an, die „neue Persönlichkeit“ eines wahren Christen anzuziehen, und er arbeitet hart daran, sein früheres Denken zu überwinden (Epheser 4:22-24). Er versucht nicht, seine Vorurteile mit dem Argument zu rechtfertigen: „So bin ich nun mal erzogen worden.“ Nein, er bemüht sich, seinen Sinn zu ändern und „Liebe zur ganzen Bruderschaft“ zu haben (1. Petrus 2:17).
Biblische Prophezeiungen erfüllt
Was heute unter Jehovas Zeugen geschieht, ist von großer Bedeutung. Ja, es ist in der Bibel vorausgesagt worden.
Beachten wir, daß das, was gemäß Jesaja 2:2-4 prophezeit wurde, „im Schlußteil der Tage“ geschehen soll, in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge (2. Timotheus 3:1-5, 13). Die Prophezeiung Jesajas spricht davon, daß die wahre Anbetung Jehovas in dieser Generation aufgerichtet werden würde. Weiter heißt es dann: ‘Und zu ihm sollen alle Nationen strömen. Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: „Kommt, und laßt uns zum Berg der wahren Anbetung Jehovas hinaufziehen. Und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“’
In der Prophezeiung Jesajas wird auch auf folgendes ungewöhnliche Ergebnis hingewiesen, das in internationalem Ausmaß über das gesamte Jahrhundert hinweg bei Jehovas Zeugen zu beobachten gewesen ist: „Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.“
Das Bibelbuch Offenbarung spricht ebenfalls über unsere Zeit und sagt voraus, daß eine große Volksmenge „aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ als eine wahre Bruderschaft zusammenkommen und vereint Gott dienen würde (Offenbarung 7:9, 15).
Das ist kein bloßes Wunschdenken. Die große Volksmenge aus allen Nationen, rassischen und ethnischen Gruppen ist schon gebildet worden. Bereits heute wird eine wahre und dauerhafte Bruderschaft aufgebaut. Sie ist die Grundlage einer völlig neuen, weltweiten Gesellschaft vereinter, glücklicher Menschen. Sie wird an die Stelle der gegenwärtigen verderbten Gesellschaft treten, die bald von Gott vernichtet wird. Diese geeinte Gesellschaft wird, wie Jesus es sagte, „die Erde erben“ und darauf für immer unter der Herrschaft des Königreiches Gottes leben (Matthäus 5:5; 6:9, 10; Psalm 37:10, 11, 28, 29, 37, 38).
Warum sich das nicht einmal selbst ansehen? Du bist herzlich eingeladen, irgendeinen Königreichssaal der Zeugen Jehovas zu besuchen und zu erleben, welche Eintracht bei ihnen unter den Rassen herrscht. Oder laß doch die Zeugen, wenn sie das nächste Mal bei dir vorsprechen, herein und bitte sie, dir anhand der Bibel die Grundlage für ihre Eintracht unter den Rassen zu zeigen. Laß sie dir ihre biblische Hoffnung auf eine neue Welt erklären, in der alle Menschen auf der ganzen Erde Brüder und Schwestern sein werden.
Jehova Gott, der Allmächtige, garantiert, daß sein Vorsatz verwirklicht wird, der unter anderem darin besteht, aus der gesamten Menschheit eine Bruderschaft zu bilden. Er erklärte: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiß das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11).
Wir laden dich ein, die Beweise für die biblischen Prophezeiungen und ihre Erfüllung zu untersuchen. Wenn du das tust, wirst du feststellen, daß die Eintracht unter den Rassen nicht nur möglich, sondern absolut sicher ist.
[Herausgestellter Text auf Seite 9]
Was heute unter Jehovas Zeugen geschieht, ist in der Bibel vorausgesagt worden
[Bild auf Seite 10]
Jehovas Zeugen sind darin einzigartig, daß in ihren Reihen eine echte Eintracht unter den Rassen herrscht
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