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Jehova beschafft ein „Lösegeld für viele“Komm Jehova doch näher
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Wer beschafft das Lösegeld?
13, 14. (a) Wie beschaffte Jehova das Lösegeld für die Menschheit? (b) An wen wird das Lösegeld gezahlt, und weshalb ist diese Zahlung notwendig?
13 Nur Jehova konnte „das Lamm“ beschaffen, „das die Sünde der Welt wegnimmt“ (Johannes 1:29). Doch Gott sandte nicht einfach irgendeinen Engel, um die Menschheit zu befreien. Er nahm dafür denjenigen, der Satans Anklage gegen Jehovas Diener restlos und überzeugend widerlegen konnte – seinen einziggezeugten Sohn, „den er … besonders lieb hatte“ (Sprüche 8:30). Es war das größte Opfer, das Jehova bringen konnte. Bereitwillig gab Gottes Sohn alles auf, was er im Himmel hatte, und wurde Mensch (Philipper 2:7). Durch ein Wunder übertrug Jehova das Leben seines erstgeborenen himmlischen Sohnes in den Mutterleib einer jüdischen Jungfrau mit Namen Maria (Lukas 1:27, 35). Als Mensch wurde er Jesus genannt. Aber in rechtlichem Sinne konnte man ihn als den zweiten Adam bezeichnen, denn er entsprach Adam vollkommen (1. Korinther 15:45, 47). Jesus konnte sich folglich als Lösegeld für die sündige Menschheit opfern.
14 An wen würde das Lösegeld gezahlt werden? In Psalm 49:7 heißt es ausdrücklich, dass Gott das Lösegeld gegeben wird. Aber ist es nicht Jehova, der das Lösegeld überhaupt erst beschaffte? Das schon, doch das Lösegeld wird dadurch nicht zu einem reinen Pro-forma-Austausch, so als würde man Geld von der einen Jackentasche in die andere stecken. Man darf das Lösegeld nicht als materiellen Austausch sehen, sondern es ist eine rechtliche Transaktion. Durch die Beschaffung des Lösegelds, die Jehova ungeheuer viel kostete, bekräftigte er, dass er sich unerschütterlich an seine eigenen vollkommenen Rechtsnormen hält (1. Mose 22:7, 8, 11-13; Hebräer 11:17; Jakobus 1:17).
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Jehova beschafft ein „Lösegeld für viele“Komm Jehova doch näher
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11. (a) Wie würde der Loskäufer für jeden den Tod schmecken? (b) Warum profitieren Adam und Eva nicht von dem Lösegeld? (Siehe Fußnote.)
11 Jehova leitete in die Wege, dass ein vollkommener Mensch freiwillig sein Leben opferte. In Römer 6:23 heißt es: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod.“ Durch das Opfern seines Lebens würde der Loskäufer für jeden den Tod schmecken. Mit anderen Worten: Er würde den Lohn für Adams Sünde zahlen (2. Korinther 5:21; Hebräer 2:9; 1. Petrus 2:24). Das hätte tiefgreifende rechtliche Auswirkungen. Das Lösegeld würde die gehorsamen Nachkommen Adams von ihrem Todesurteil befreien. Damit wäre die zerstörerische Macht der Sünde im Keim erstickt (Römer 5:16).a
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Jehova beschafft ein „Lösegeld für viele“Komm Jehova doch näher
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Der Erlösungsauftrag wird zu Ende geführt
16, 17. (a) Wie führte Jesus seinen Erlösungsauftrag zu Ende? (b) Warum war es nötig, dass Jesus vor Gott für uns erschien?
16 Jesus musste seinen Erlösungsauftrag allerdings noch zu Ende führen. Am dritten Tag nach seinem Tod wurde er von Jehova auferweckt (Apostelgeschichte 3:15; 10:40). Durch diesen bedeutsamen Akt belohnte Jehova seinen Sohn nicht nur für seinen treuen Dienst, sondern gab ihm auch die Gelegenheit, seinen Erlösungsauftrag als Hoher Priester zu vollenden (Römer 1:4; 1. Korinther 15:3-8). Der Apostel Paulus erklärt: „Christus [kam] als Hoher Priester … Er ging ein für alle Mal an den heiligen Ort – aber nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut – und erlangte eine ewige Befreiung für uns. Denn Christus begab sich nicht an einen mit Händen gemachten heiligen Ort, der ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel, um jetzt vor Gott für uns zu erscheinen“ (Hebräer 9:11, 12, 24).
17 Christus konnte sein buchstäbliches Blut nicht in den Himmel mitnehmen (1. Korinther 15:50). Stattdessen nahm er das mit, was sein Blut symbolisierte: den rechtlichen Wert seines geopferten vollkommenen menschlichen Lebens. Den Wert dieses Lebens brachte er dann formell vor Gott dar – als Lösegeld für die sündige Menschheit. Nahm Jehova das Opfer an? Ja. Das wurde zu Pfingsten 33 u. Z. deutlich, als der heilige Geist auf etwa 120 Jünger in Jerusalem ausgegossen wurde (Apostelgeschichte 2:1-4).
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