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„Kennt“ Jehova dich?Der Wachtturm 2011 | 15. September
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Stolz und Demut — welch ein Gegensatz!
11. Welche Aufgaben hatte Korah möglicherweise, und was verrät das über sein Verhältnis zu Jehova?
11 In ihrer Achtung davor, wen Jehova wie gebraucht und was er entscheidet, hätten Moses und Korah kaum gegensätzlicher sein können. Ihr Verhalten war ausschlaggebend dafür, wie Jehova über sie dachte. Korah gehörte zum Stamm Levi und war ein Nachkomme Kehaths. Er hatte sicher miterleben dürfen, wie das Volk Israel durch das Rote Meer hindurch befreit worden war. Und er hatte viele ehrenvolle Aufgaben erhalten. Dazu gehörte vermutlich, das Urteil Jehovas an den ungehorsamen Israeliten am Berg Sinai zu vollstrecken und beim Transport der Bundeslade mitzuhelfen (2. Mo. 32:26-29; 4. Mo. 3:30, 31). Offenbar hatte er Jehova jahrelang treu gedient und stand bei vielen im Lager Israels in entsprechend hohem Ansehen.
12. Wie wirkte sich Korahs Stolz auf seine Freundschaft zu Jehova aus? (Siehe das Bild auf Seite 28.)
12 Doch auf dem Weg in das Land der Verheißung beobachtete Korah irgendwann etwas, was er für einen Missstand im Ordnungsgefüge Jehovas hielt. Bald unterstützten 250 weitere führende Köpfe der Nation seine Forderung, es müsse sich etwas ändern. Wie Korah dürften sie sich alle ganz sicher gewesen sein, dass Jehova sie „kannte“ und ihr Vorgehen guthieß. Sie sagten zu Moses und Aaron: „Genug von euch, denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte“ (4. Mo. 16:1-3). Wie stolz und vermessen! Moses ließ sie wissen: „Am Morgen wird Jehova kundtun, wer zu ihm gehört.“ (Lies 4. Mose 16:5.) Keinen Tag später waren Korah und alle, die mit ihm rebelliert hatten, nicht mehr am Leben (4. Mo. 16:31-35).
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„Kennt“ Jehova dich?Der Wachtturm 2011 | 15. September
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Denken wir daran, wodurch Korah und seine Mitstreiter die Freundschaft Jehovas verspielten: Sie waren allzu sehr von sich überzeugt, ja stolz, und es fehlte ihnen an Glauben. Korah sah in Moses nur einen alten Mann, der tagein, tagaus Entscheidungen traf. Dass in Wirklichkeit Jehova es war, der die Nation auf diese Weise anleitete — dafür verlor Korah den Blick. Und deshalb wurde er illoyal gegenüber denen, die Jehova gebrauchte. Viel klüger wäre es gewesen, darauf zu warten, dass Jehova ihm entweder hilft, das Ganze richtig einzuordnen, oder dass Jehova selbst etwas ändert, falls es denn nötig wäre. Aber durch sein von Stolz geprägtes Handeln machte er seinen guten Ruf als treuer Diener Jehovas völlig zunichte.
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