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FreizeitFragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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TEIL 8
Freizeit
Wie oft nimmst du dir Zeit für Dinge, die dir Spaß machen, wie Sport, Musik, Kino, Fernsehen oder Computerspiele?
□ Selten
□ Einmal am Tag
□ Mehrmals am Tag
Wer oder was beeinflusst am meisten, was du in der Freizeit machst?
□ Meine Freunde
□ Meine Eltern
□ Die Werbung
Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, etwas in der Freizeit zu machen, wie heute. Deine Zeit ist allerdings begrenzt. Und die Art der Unterhaltung, für die du dich entscheidest, kann dich sehr prägen. Wie viel Zeit solltest du also für Freizeitaktivitäten einplanen? Und welche Unterhaltung kommt für dich infrage? Die Kapitel 30–33 sollen dir helfen, dich mit deiner Freizeitgestaltung einmal kritisch auseinanderzusetzen.
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Was ist mit Computer- und Videospielen?Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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KAPITEL 30
Was ist mit Computer- und Videospielen?
„ICH finde PC-Spiele spannend und cool“, sagt Brian. „Da kannst du Sachen machen, die du im echten Leben niemals machen würdest – jedenfalls nicht, ohne großen Ärger zu bekommen.“ Auch Deborah mag Computerspiele, sagt aber: „Sie können einen ganz schön viel Zeit kosten. Manchmal kann man einfach nicht mehr aufhören.“
Keine Frage: Computer- und Videospiele sind mehr als Hightech-Unterhaltung. Du kannst damit beispielsweise deine Geschicklichkeit testen und sie sind ein wirksames Mittel gegen Langeweile. Und das ist noch nicht alles. Elektronische Spiele trainieren auch die Reflexe. Bei manchen kannst du dich sogar im Rechnen und Lesen verbessern. Außerdem wird in der Schule wahrscheinlich über das neueste Spiel gesprochen, und wer es gespielt hat, kann mitreden.
Wenn du dich gut umschaust, findest du bestimmt ein Spiel, das nicht nur spannend ist, sondern auch moralisch vertretbar. Warum ist es denn so wichtig, wählerisch zu sein?
Die schockierende Seite
Leider sind nicht alle Computer- und Videospiele harmlos. Viele fördern Praktiken, die Gott verurteilt und die in der Bibel „Werke des Fleisches“ genannt werden (Galater 5:19-21).
Adrian (18) zählt auf, worum es in einem der beliebtesten Spiele geht: „Bandenkriege, Drogenmissbrauch, Sex, schlechte Sprache und brutale Gewalt, bei der das Blut nur so spritzt.“ Einige Spiele sind von Spiritismus durchsetzt. Und jedes neue Spiel stellt die Vorgängerversion als langweilig in den Schatten. Viele dieser Gewaltspiele können live im Internet gespielt werden. Das bringt das Spielen auf ein ganz neues Level. James (19) erzählt: „Du kannst von zu Hause aus gegen jemanden spielen, der auf der anderen Seite der Erde lebt.“
Äußerst beliebt sind Online-Rollenspiele. Man kreiert dabei eine 3-D-Figur – entweder einen Menschen, ein Tier oder eine Mischung aus beidem –, die zusammen mit Tausenden anderen solchen Figuren in einer virtuellen Welt lebt. Dort gibt es Geschäfte, Autos, Häuser, Discos und Bordelle – es ist praktisch eine Kopie der Realität. Die Spieler können in Echtzeit miteinander chatten, während die Figuren, Avatars genannt, miteinander interagieren.
Zu den dunklen Gestalten, die diese virtuellen Welten bewohnen, gehören Mafiosi, Zuhälter, Prostituierte, Erpresser, Fälscher und Mörder. Was die Spieler mit ihnen alles machen können, würden sie in der Realität niemals wagen. Nur ein paar Klicks und zwei Avatars können Sex miteinander haben, während die Spieler über Sex chatten. In einigen Spielen ist es möglich, mit Avatars Sex zu haben, die wie Kinder aussehen. Kritiker sind verständlicherweise darüber besorgt, dass solche perversen Handlungen Teil eines Spiels sind.
Warum eine gute Wahl so wichtig ist
Viele, die Gewaltspiele oder Spiele mit erotischen Inhalten gut finden, sagen: „Da passiert doch niemandem was. Das ist doch nur ein Spiel.“ Doch lass dich nicht täuschen!
In der Bibel heißt es: „Ein junger Mann zeigt mit seinem Verhalten, ob sein Tun rein ist und recht“ (Sprüche 20:11, Zürcher Bibel). Kann man wirklich sagen, du bist „rein“ und „recht“, wenn du dir brutale oder unmoralische Spiele aussuchst? Wie Studien immer wieder zeigen, macht brutale Unterhaltung aggressiv. Fachleute sind der Meinung, dass das besonders auf elektronische Spiele zutrifft, weil man dabei – anders als beim Fernsehen – selber mitmacht.
Sich brutalen oder unmoralischen Spielen auszusetzen ist so, als würde man freiwillig mit radioaktivem Müll spielen. Die verheerenden Folgen stellen sich zwar nicht sofort ein, sind aber unvermeidlich. Wieso kann man das sagen? Wer sich einer hohen Dosis radioaktiver Strahlung aussetzt, wird mit der Zeit krank, weil die Magenschleimhaut zerstört werden kann und dann Bakterien in den Blutkreislauf eindringen. Setzt man sich hohen Dosen erotischer Bilder oder brutaler Gewalt aus, wird „jedes sittliche Gefühl“ zerstört. So können unmoralische Wünsche ins Denken eindringen und beeinflussen, was man tut (Epheser 4:19; Galater 6:7, 8).
Was für Spiele kommen infrage?
Gehen wir davon aus, deine Eltern haben grundsätzlich nichts gegen elektronische Spiele. Wie kannst du dann herausfinden, welche Spiele für dich infrage kommen und wie viel Zeit du damit verbringen solltest? Dazu ein paar Fragen, die du dir stellen könntest:
Wie denkt Jehova über meine Wahl? „Jehova selbst prüft den Gerechten wie auch den Bösen, und jeden, der Gewalttat liebt, hasst SEINE Seele gewiss“, heißt es in Psalm 11:5. Außerdem ist jeder, der sich mit Spiritismus beschäftigt, „für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges“ (5. Mose 18:10-12). Wenn du ein Freund Gottes sein möchtest, musst du, wie Psalm 97:10 sagt, das Böse hassen.
Wie wird mich dieses Spiel beeinflussen? Frag dich: „Bringt mich dieses Spiel auf unmoralische Gedanken oder hilft es mir, vor Unmoral zu fliehen?“ (1. Korinther 6:18). Kannst du dich auf gute, gerechte und anständige Dinge konzentrieren, wenn du dich erotischen Bildern und Gesprächen über Sex aussetzt? (Philipper 4:8).
Wie viel Zeit wird mich dieses Spiel kosten? Selbst das harmloseste Spiel kann dir eine Menge Zeit stehlen. Schreib dir doch mal auf, wie oft und wie lange du spielst. Kostet dich das Spiel so viel Zeit, dass wichtige Aufgaben zu kurz kommen? Dir bewusst zu machen, wie viel Zeit du mit Spielen verbringst, wird dir helfen, die richtigen Prioritäten zu setzen (Epheser 5:16).
Natürlich steht in der Bibel nicht, dass du deine ganze Zeit mit Lernen oder Arbeiten verbringen sollst. Im Gegenteil, sie sagt, dass es „eine Zeit zum Lachen ... und eine Zeit zum Herumhüpfen“ gibt (Prediger 3:4). In dem Wort „herumhüpfen“ steckt übrigens ein interessanter Nebengedanke: Es geht nicht nur ums reine Spielen, sondern auch um Bewegung. Was hältst du davon, ab und zu etwas draußen zu machen, statt immer nur vor dem Computer zu sitzen?
Triff die richtige Wahl
Keine Frage: Elektronische Spiele machen Spaß – besonders, wenn man sie gut beherrscht. Das ist mit ein Grund, warum du dir deine Spiele gut aussuchen solltest. Hierzu eine Frage: Wo bringst du in der Schule die besten Leistungen? Wahrscheinlich bei Themen, die dir so richtig Spaß machen. Je mehr Spaß man an etwas hat, umso mehr beschäftigt man sich damit. Denk jetzt einmal an das Spiel, das dir am meisten Spaß macht, und überleg dir, was für Werte es dir vermittelt.
Entscheide dich nicht nur deshalb für ein bestimmtes Spiel, weil andere es gut finden, sondern bring den Mut auf, eine eigene, gut überlegte Wahl zu treffen. Und denk vor allem an den biblischen Rat: „Vergewissert euch fortwährend dessen, was für den Herrn annehmbar ist“ (Epheser 5:10).
Du liebst Musik, und das ist ganz normal. Geht es aber so weit, dass sie dein Leben beherrscht?
BIBELTEXT
„O ihr, die ihr Jehova liebt, hasst das Böse“ (Psalm 97:10)
TIPP
Schreibe eine kurze Zusammenfassung von jedem Spiel, das dich interessiert. Notiere dir das Ziel des Spiels und wie es erreicht wird. Vergleiche dann deine Aufzeichnungen mit den biblischen Prinzipien in diesem Kapitel und entscheide, ob das Spiel etwas für dich ist.
HAST DU GEWUSST ...?
Die erste Klinik für Computerspielsüchtige wurde 2006 in Amsterdam eröffnet.
DAS HABE ICH FEST VOR!
Wenn mich ein Freund auffordert, ein brutales oder unmoralisches Spiel zu spielen, werde ich sagen: ․․․․․
Ich werde PC-Spiele höchstens in der Woche spielen. ․․․․․ Das schaffe ich, wenn ich ․․․․․
Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․
WAS DENKST DU?
● Wie können sich Computer- und Videospiele auf die Gedanken und Gefühle auswirken?
● Warum sollte man Jehovas Auffassung von Moral berücksichtigen, wenn man sich ein Spiel besorgen möchte?
● Was könntest du deinen jüngeren Geschwistern sagen, wenn sie von einem Spiel fasziniert sind, von dem du weißt, dass es schlecht ist?
[Herausgestellter Text auf Seite 249]
„Durch viele Spiele stumpft man ab und reagiert dann nicht mehr so sensibel auf Gewalt, schlechte Sprache oder Unmoral. Man muss sehr aufpassen, was man spielt.” Amy
[Bild auf Seite 250]
Sich brutalen oder unmoralischen Spielen auszusetzen ist so, als würde man mit radioaktivem Müll spielen – die Folgen werden nicht ausbleiben
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Wie viel Musik tut mir gut?Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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KAPITEL 31
Wie viel Musik tut mir gut?
Wie wichtig ist dir Musik?
□ Ich kann auch ohne leben.
□ Ich sterbe ohne Musik.
Wann hörst du Musik?
□ Unterwegs
□ Beim Lernen
□ Immer
Was für Musik hörst du am liebsten, und warum? ․․․․․
MUSIK hört eigentlich jeder gern. Für viele Jugendliche geht ohne Musik gar nichts. „Ich kann ohne sie nicht leben!“, sagt Amber (21). „Meine Musik läuft fast den ganzen Tag – beim Saubermachen, Kochen, Einkaufen und Lernen.“
Obwohl sich Rhythmus mit mathematischen Gesetzen erklären lässt, kommt man bei der Musik mit Logik allein nicht aus. Sie geht einfach mitten ins Herz. „Ein Wort zur rechten Zeit, o wie gut!“, sagt Sprüche 15:23, und genauso gut tut ein Song zur rechten Zeit! „Manchmal denk ich, dass mich niemand versteht“, sagt Jessica (16). „Aber wenn ich dann meine Lieblingsgruppe höre, weiß ich, dass ich nicht die Einzige auf der Welt bin, die deprimiert ist.“
Ein ewiger Streitpunkt?
Klar liebst du deine Musik, aber deine Eltern werden deine Begeisterung nicht unbedingt teilen. „Mein Vater sagt immer, ich soll den Krach ausmachen, ihm würden die Ohren wehtun“, meint ein Jugendlicher. Falls dir das bekannt vorkommt, reagierst du wahrscheinlich genervt und denkst, deine Eltern würden maßlos übertreiben. „Die waren doch auch mal jung!“, sagt ein Mädchen. „Ihre Eltern haben doch bestimmt auch über ihre Musik gemeckert.“ Ingred (16) beschwert sich: „Die Erwachsenen leben irgendwie in der Vergangenheit. Es wäre wirklich nicht schlecht, wenn sie unserer Generation auch ein bisschen Musikgeschmack zutrauen würden.“
Damit liegt Ingred bestimmt nicht verkehrt. Solange es Menschen gibt, sind Jung und Alt in Geschmacksfragen aneinandergeraten. Aber deswegen muss die Musik ja kein ewiger Streitpunkt sein. Vielleicht kann man versuchen, ein bisschen aufeinander zuzugehen. Wenn deine Eltern Achtung vor der Bibel haben, ist das ein großer Vorteil. Denn dann kann euch die Bibel helfen, zu entscheiden, was absolut unakzeptabel oder was einfach nur eine Frage des Geschmacks ist. Dabei sind zwei wichtige Faktoren zu beachten: 1. welche Botschaft deine Musik aussendet und 2. wie viel Musik du konsumierst. Zuerst zu der Frage:
Welche Botschaft sendet meine Musik aus?
Mit der Musik ist es wie mit dem Essen. Das Richtige in der richtigen Menge ist gut. Das Falsche ist immer schlecht, und wenn es noch so wenig ist. Leider ist bei der Musik das Schlechte oft gerade besonders schön. Das findet auch Steve: „Warum haben ausgerechnet die schönsten Lieder immer die schlimmsten Texte!“
Ist denn der Text so wichtig, wenn doch der Sound stimmt? Stell dir zum Vergleich einmal vor, jemand will dich vergiften. Wie würde er dir das Gift wohl eher anbieten: in Essig getränkt oder mit Zuckerguss? Der treue Hiob fragte einmal: „Prüft nicht das Ohr selbst Worte, wie der Gaumen Speise kostet?“ (Hiob 12:11). Prüfe also bei einem Song die „Worte“ – den Titel und den Text –, bevor dich der Beat oder die Melodie – der Zuckerguss – dazu verleitet, ihn dir einfach anzuhören. Warum? Weil durch das Zusammenwirken von Text und Musik deine Gedanken und Ansichten beeinflusst werden.
Leider geht es bei einem Großteil der aktuellsten Musik um Sex, Gewalt und Drogen. Falls du der Meinung bist, die Texte würden dir nichts ausmachen, zeigt das „Gift“ wahrscheinlich schon Wirkung.
Entscheide selbst
Es kann gut sein, dass du dich durch deine Schulfreunde unter Druck gesetzt fühlst, dir unakzeptable Musik anzuhören. Auch der Einfluss der Musikindustrie ist enorm. Durch Rundfunk, Internet und Fernsehen hat sich die Musikindustrie zu einem Milliardengeschäft ausgeweitet. Dynamische Marketingexperten werden dafür bezahlt, deinen Musikgeschmack zu beeinflussen und zu bestimmen.
Wenn du dir allerdings von Freunden oder den Medien vorschreiben lässt, was du dir anhörst, verlierst du deine Entscheidungsfreiheit und bestimmst nicht mehr selbst über dein Leben (Römer 6:16). Die Bibel fordert dich dazu auf, einem solchen Anpassungsdruck nicht nachzugeben (Römer 12:2). Am besten, du schulst deine eigene Urteilsfähigkeit „zur Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht“ (Hebräer 5:14). Wie kannst du bei der Musik von deiner Urteilsfähigkeit Gebrauch machen? Hier einige Anregungen.
Sieh dir das Cover genau an. Oft reicht schon ein einziger Blick auf das Cover oder das Infomaterial, um auf den Inhalt schließen zu können. Brutale, erotische oder mystische Bilder sind ein Warnsignal. Die Musik ist höchstwahrscheinlich nicht weniger bedenklich.
Achte auf den Text. Was wird da eigentlich gesungen? Möchtest du dir diese Gedanken wirklich immer und immer wieder anhören oder sie mitsingen? Stimmen sie mit deinen Werten und mit christlichen Prinzipien überein? (Epheser 5:3-5).
Mach dir die Wirkung bewusst. „Ich hab gemerkt, dass ich von meiner Musik und den Texten oft depressiv werde“, sagt Philip. Musik wirkt natürlich auf jeden anders. In welche Stimmung versetzt dich deine Musik? Weckt die Musik oder der Text schlechte Gedanken bei dir? Schleichen sich schlimme Ausdrücke aus manchen Songs in deinen Wortschatz ein? (1. Korinther 15:33).
Nimm Rücksicht auf andere. Wie denken deine Eltern über deine Musik? Frag sie doch einmal. Mach dir auch Gedanken, wie deine Musik deine Glaubensbrüder berührt. Könnte es sein, dass sie ein Problem damit haben? Es ist ein Zeichen von Reife, wenn man aus Rücksicht auf die Gefühle anderer etwas an seinem Verhalten ändert (Römer 15:1, 2).
Diese Denkanstöße sollen dich in die Lage versetzen, deine Musik so auszuwählen, dass sie sich gut auf dich auswirkt und deinem Verhältnis zu Gott nicht schadet. Da war aber noch ein anderer Faktor:
Wie viel ist zu viel?
Gute Musik ist gut für dich – genau wie gutes Essen. Ein Sprichwort lautet allerdings: „Ist es Honig, was du gefunden hast? Iss, was für dich genug ist, damit du nicht zu viel davon nimmst und es ausspeien musst“ (Sprüche 25:16). Honig ist für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Doch was zu viel ist, ist zu viel. Die Schlussfolgerung? Gutes sollte man in Maßen genießen.
Manche Jugendliche lassen jedoch ihr Leben von der Musik beherrschen. Jessica sagt: „Ich höre ständig Musik, sogar beim Bibellesen. Ich hab meinen Eltern gesagt, dass ich mich so besser konzentrieren kann, aber das nehmen sie mir nicht ab.“ Kannst du Jessica verstehen?
Wie findest du heraus, was zu viel ist? Hier ein paar Fragen, die du dir stellen kannst:
Wie lange höre ich jeden Tag Musik? ․․․․․
Wie viel Geld gebe ich jeden Monat für Musik aus? ․․․․․
Hab ich wegen meiner Musik Probleme mit meiner Familie? Wenn ja, schreib hier auf, was du dagegen tun kannst. ․․․․․
Kannst du mit weniger auskommen?
Falls die Musik in deinem Leben zu viel Platz beansprucht, wäre es gut, dir ein Limit zu setzen. Vielleicht musst du ja nicht den ganzen Tag mit Ohrhörern herumlaufen oder sofort, wenn du heimkommst, deine Musik aufdrehen.
Warum nicht ab und zu die Stille genießen? Davon können auch die Hausaufgaben profitieren. „Man schafft viel mehr, wenn die Musik aus ist“, sagt Steve. Versuch doch mal ohne Musik zu lernen. Wahrscheinlich kannst du dich dann besser konzentrieren.
Das Gleiche gilt für Zeiten, in denen du dich intensiv mit der Bibel beschäftigst. Jesus hat sich manchmal zum Beten und Nachdenken an einen einsamen Ort zurückgezogen (Markus 1:35). Achtest du auch auf eine ruhige Atmosphäre, wenn du in der Bibel liest? Falls nicht, könnten deine Fortschritte als Christ gebremst werden.
Triff die richtige Wahl
Die Musik ist ein Geschenk Gottes. Missbrauche es nicht. Mach es nicht wie Marlene, die zugibt: „Ich hab Musik, die ich eigentlich wegwerfen müsste, aber sie gefällt mir so gut.“ Denk mal darüber nach, was diese Musik in Marlenes Gedanken- und Gefühlswelt anrichtet, und tapp nicht in dieselbe Falle! Lass es nicht so weit kommen, dass die Musik einen schlechten Einfluss auf dich hat oder dich völlig in Beschlag nimmt. Richte dich bei der Auswahl deiner Musik nach den hohen christlichen Werten. Bitte Gott um Hilfe, dich richtig zu entscheiden. Und such dir Freunde, die so denken wie du.
Mit Musik kann man relaxen und abschalten. Sie füllt auch oft die Leere, wenn man einsam ist. Aber sobald die Musik aus ist, holen einen die Probleme wieder ein. Und Songs können auch keine Freunde ersetzen. Lass deshalb nicht zu, dass sich bei dir alles nur noch um Musik dreht. Genieß sie, aber lass nicht dein Leben von ihr beherrschen.
Ab und zu muss man mal ausspannen. Wie können dir biblische Prinzipien helfen, das Beste aus deiner Freizeit zu machen?
BIBELTEXT
„Prüft nicht das Ohr selbst Worte, wie der Gaumen Speise kostet?“ (Hiob 12:11)
TIPP
Möchtest du, dass deine Eltern verstehen, warum dir ein Song oder eine Band so gut gefällt? Dann probier doch mal, ob du dich nicht auch mit ein paar Liedern anfreunden kannst, die ihnen gefallen.
HAST DU GEWUSST ...?
Falls du bei deinen Lieblingssongs Bedenken hast, sie deine Eltern hören zu lassen, kann es sein, dass deine Musik nicht ganz in Ordnung ist.
DAS HABE ICH FEST VOR!
So bekomme ich meinen Musikkonsum in den Griff: ․․․․․
Wenn mich andere dazu bringen wollen, schlechte Musik zu hören, werde ich sagen: ․․․․․
Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․
WAS DENKST DU?
● Warum ist die Wahl der Musik so wichtig?
● Wie findest du heraus, ob ein Song in Ordnung ist oder nicht?
● Wie kannst du deinen Musikgeschmack erweitern?
[Herausgestellter Text auf Seite 259]
„Manchmal passiert es mir, dass ich einen Song höre, der nicht gut für mich ist. Wenn ich ihn dann nicht sofort ausmache, finde ich Ausreden, ihn weiterzuhören.” Cameron
[Kasten/Bilder auf Seite 258]
Erweitere deinen Musikgeschmack
Als du 5 Jahre alt warst, hat dir vielleicht vieles, was du jetzt unheimlich gern isst, überhaupt nicht geschmeckt. Was hat sich geändert? Inzwischen hast du neue Vorlieben entwickelt. So kann es dir auch bei der Musik gehen. Beschränk dich nicht auf einen einzigen Musikstil, sondern versuch deinen Geschmack zu erweitern.
Du könntest zum Beispiel ein Instrument lernen. Das ist nicht nur ein reizvolles, schönes Hobby, sondern du lernst dabei auch Musikrichtungen kennen, die sich vom Geschmack der breiten Masse abheben. Eventuell kannst du etwas von der Zeit abknapsen, die du sonst vor dem Fernseher oder der Spielkonsole verbringen würdest. Dazu einige Kommentare von Jugendlichen:
„Es macht unheimlich Spaß, ein Instrument zu spielen. Man kann dabei gut seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Wenn ich neue Songs einübe, lerne ich neue Musikstile kennen und lieben.“ (Brian, 18, spielt Gitarre, Schlagzeug und Klavier.)
„Um ein Instrument gut spielen zu können, muss man viel üben, und das macht nicht immer Spaß. Aber wenn man ein Stück beherrscht, gibt einem das ein gutes Gefühl. Man hat ein echtes Erfolgserlebnis.“ (Jade, 13, spielt Bratsche.)
„Wenn ich einen harten Tag habe oder down bin, kann ich beim Gitarrespielen richtig relaxen. Es tut so gut, schöne, beruhigende Musik zu machen.“ (Vanessa, 20, spielt Gitarre, Klavier und Klarinette.)
„Früher hab ich immer gedacht: ‚So gut wie der oder die werde ich niemals.‘ Aber ich hab immer viel geübt. Jetzt ist es ein richtig tolles Gefühl, ein Stück gut spielen zu können. Und meine Bewunderung für andere Musiker ist dadurch auch gestiegen.“ (Jacob, 20, spielt Gitarre.)
[Bild auf Seite 255]
Mit der Musik ist es wie mit dem Essen. Das Richtige in der richtigen Menge ist gut. Das Falsche ist immer schlecht.
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Leitbild: DavidFragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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Leitbild: David
David liebt Musik. Er ist ein begabter Musiker und ein hervorragender Textdichter. Sogar seine Instrumente baut er selbst (2. Chronika 7:6). David ist so talentiert, dass er an den israelitischen Königshof gerufen wird, um vorzuspielen (1. Samuel 16:15-23). Er sagt zu. David bildet sich aber nichts auf seine Fähigkeiten ein und lässt sein Leben auch nicht von der Musik beherrschen. Mit seinen Talenten möchte er vor allem Jehova preisen.
Liebst du Musik? Auch falls du kein besonderes Musiktalent hast, kannst du von David etwas lernen. Was? Die Musik darf nicht dein Leben beherrschen oder dich so weit beeinflussen, dass deine Gedanken oder dein Verhalten Gott traurig machen. Musik soll einfach Freude in dein Leben bringen. Dass wir Musik machen und sie genießen können, ist ein Geschenk Gottes (Jakobus 1:17). David ging mit diesem Geschenk so um, dass sich Jehova darüber freuen konnte. Und du?
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Wie kann ich Spaß haben?Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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KAPITEL 32
Wie kann ich Spaß haben?
Kreuze hier an, was du denkst.
Nach der Bibel ...
... ist es grundsätzlich verkehrt, Sport zu treiben.
□ Richtig □ Falsch
... hat alles im Kino und Fernsehen einen schlechten Einfluss.
□ Richtig □ Falsch
... ist an jedem Tanzstil etwas Schlechtes.
□ Richtig □ Falsch
DU HATTEST eine anstrengende Woche. Die Schule ist geschafft. Du hast alles erledigt, was zu erledigen war. Trotzdem hast du noch eine Menge Energiereserven – einer der großen Vorteile, wenn man jung ist (Sprüche 20:29). Jetzt möchtest du einfach nur Spaß haben.
Deine Schulfreunde denken vielleicht, die Bibel wäre gegen Spaß und würde alles verbieten, was schön ist. Stimmt das aber? Gehen wir doch einmal die Aussagen auf der vorigen Seite durch und sehen uns an, was die Bibel wirklich zum Thema Freizeit sagt.
● Es ist grundsätzlich verkehrt, Sport zu treiben.
Falsch. Die Bibel sagt, dass körperliches Training einen gewissen Wert hat (1. Timotheus 4:8). Es gibt heute viele Sportarten – wie zum Beispiel Inlineskaten, Fahrradfahren, Joggen, Tennis, Handball, Fußball und Volleyball –, die ein gutes Training sind und Spaß bringen.
Braucht man sich also gar keine Gedanken zu machen? Sehen wir uns die eben erwähnte Bibelstelle einmal im Zusammenhang an. Als der Apostel Paulus dem jungen Timotheus schrieb, dass körperliches Training einen gewissen Wert hat, sagte er weiter: „Gottergebenheit aber ist für alle Dinge nützlich, da sie eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben hat.“ Damit will Paulus uns klarmachen, dass es für uns immer am wichtigsten sein sollte, Gott zu gefallen. Wie kannst du aber sicherstellen, dass dein Glaube trotz Sport auf Platz 1 steht? Drei Fragen sollen dir dabei helfen:
1. Wie hoch ist das Risiko? Glaub nicht alles, was über einen bestimmten Sport gesagt wird oder was Jugendliche in ihrer Begeisterung erzählen. Informiere dich über die Fakten. Zum Beispiel: Wie hoch ist das Unfallrisiko bei diesem Sport? Was wird für die Sicherheit getan? Was für eine Ausrüstung braucht man und wie viel muss man trainieren, damit einem nichts passiert? Klar gibt es immer ein gewisses Verletzungsrisiko. Aber frag dich: Dreht sich bei diesem Sport alles nur um Nervenkitzel und setzt man dabei seine Gesundheit oder sein Leben aufs Spiel?
Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Unter dem Gesetz, das Gott den Israeliten gegeben hatte, waren schwere Strafen vorgesehen, wenn durch Leichtsinn der Tod eines Menschen verschuldet wurde (2. Mose 21:29; 4. Mose 35:22-25). Man musste also für Sicherheit sorgen (5. Mose 22:8). Christen müssen ebenfalls Achtung vor dem Leben haben.
2. Habe ich bei diesem Sport guten Umgang? Bist du sportlich, wird man dich wahrscheinlich drängen, in einen Verein oder in die Schulmannschaft zu gehen. Das kann ein verlockendes Angebot sein. Dazu Mark: „Ich find es einfach nicht fair, dass meine Eltern mich nicht in die Schulmannschaft lassen wollen.“ Falls es dir ähnlich geht und du deine Eltern gern umstimmen würdest, hier ein paar Fakten: Training und Wettkämpfe finden meistens außerhalb der Schulstunden statt. Bist du gut, wird man auf dich einreden, mehr Sport zu machen. Bist du nicht so gut, wirst du dich unter Druck gesetzt fühlen, mehr zu trainieren. Außerdem herrscht in den Mannschaften oft ein sehr starker Zusammenhalt, weil man die Freude über einen Sieg oder die Enttäuschung über eine Niederlage intensiv miteinander teilt.
Frag dich jetzt einmal: „Wie wird es sich auf mich auswirken, wenn ich viel Zeit mit Leuten verbringe, die meine engen Freunde werden können, aber meine christlichen Werte nicht teilen?“ (1. Korinther 15:33). „Wie weit würde ich gehen, nur damit ich in einer bestimmten Mannschaft mitspielen kann?“
3. Wie viel Zeit und Geld wird mich dieser Sport kosten? In der Bibel werden wir dazu aufgefordert, uns „der wichtigeren Dinge zu vergewissern“ (Philipper 1:10). Dazu wäre es gut, dir Gedanken zu machen, ob dir der Sport Zeit wegnimmt, die du für die Schule oder deinen Glauben reserviert hast. Oder auch: Wie viel Geld wird dich dieser Sport alles in allem kosten? Kannst du dir das leisten? Diese Fragen können dir helfen, deine Prioritäten richtig zu setzen.
● Alles im Kino und Fernsehen hat einen schlechten Einfluss.
Falsch. Nach der Bibel sollen wir am Guten „festhalten“ und uns „von jeder Art Bosheit fernhalten“ (1. Thessalonicher 5:21, 22). Natürlich bringen einen nicht alle Kinofilme oder Fernsehsendungen mit dieser Richtlinie in Konflikt.a
Es kann echt Spaß machen, mit Freunden ins Kino zu gehen. Leigh, ein südafrikanisches Mädchen, sagt: „Wenn ich unbedingt einen Film anschauen will, ruf ich eine Freundin an und wir fragen noch andere.“ Die Gruppe geht dann meistens in eine Nachmittagsvorstellung. Hinterher kommen die Eltern dazu und alle gehen zusammen etwas essen.
Kino und Fernsehen sind zwar moderne Erfindungen, aber eigentlich sind sie nur neue Ausdrucksformen einer alten Tradition: dem Geschichtenerzählen. Jesus war ein Meister darin, Geschichten zu erzählen, die den Menschen zu Herzen gingen. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zum Beispiel weckt Mitgefühl und enthält einprägsame Lehren (Lukas 10:29-37).
Auch Spielfilme enthalten Lehren und prägen die Moralvorstellungen der Zuschauer, weil man sich mit den Darstellern identifiziert. Das kann allerdings auch dann passieren, wenn die Helden kriminell, sadistisch oder machtbesessen sind. Passt du nicht auf, kann es so weit kommen, dass du dich auf die Seite eines Kriminellen schlägst und seine unmoralischen oder grausamen Taten in Gedanken entschuldigst. Wie kann man sich vor dieser Falle schützen?
Beim Auswählen eines Kinofilms oder einer Fernsehsendung wäre es gut, sich zu fragen: „Fördert dieses Programm oder dieser Film bei mir Mitgefühl?“ (Epheser 4:32). „Bringt er mich dazu, mich über das Unglück anderer zu freuen?“ (Sprüche 17:5). „Macht er es mir schwer, das Böse zu hassen?“ (Psalm 97:10). „Ergreife ich beim Anschauen für ‚Übeltäter‘ Partei?“ (Psalm 26:4, 5).
Durch Filmkritiken und Filmwerbung kann man sich oft ein Bild machen. Aber denk dran: Nur „ein Unerfahrener glaubt jedem Wort“ (Sprüche 14:15). Warum sollte man vorsichtig sein? Eine Filmkritik gibt lediglich eine persönliche Meinung wieder. Und die Werbung kann geschickt verschleiern, dass schlimme Szenen vorkommen. Connie meint dazu: „Wenn man weiß, wer die Hauptdarsteller sind, kann man sich meistens schon vorstellen, was in dem Film gezeigt wird.“
Oft wissen Freunde, die sich nach denselben biblischen Werten richten wie du, ob ein Film in Ordnung ist. Dabei darfst du aber nicht vergessen, dass man meistens nur über das redet, was einem gefallen hat. Du könntest dich deshalb ganz konkret danach erkundigen, was nicht so gut war. Frag zum Beispiel, ob Gewalt, Sex oder Spiritismus vorkommt. Auch die Eltern können weiterhelfen. Vanessa sagt: „Ich frag immer meine Eltern. Wenn sie den Film okay finden, schau ich ihn mir an.“
Denk nicht, es würde keine große Rolle spielen, was für Spielfilme oder Fernsehsendungen du dir anschaust. Warum ist das nicht egal? Weil die Wahl der Unterhaltung ein Fenster zu deinem Herzen ist. Man erkennt daran, welche Werte dir wichtig sind (Lukas 6:45). Deine Wahl verrät viel darüber, was für Freunde du dir wünschst und was für eine Sprache oder Moral du tolerierst. Sei also wählerisch!
● An jedem Tanzstil ist etwas Schlechtes.
Falsch. Als die Israeliten durch das Rote Meer gezogen und dem ägyptischen Heer entkommen waren, führte Mirjam die Frauen in einem Reigentanz an (2. Mose 15:20). Und in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn war die Freude über die Rückkehr des jungen Mannes von Musik und Tanz begleitet (Lukas 15:25).
So ist es auch heute. In vielen Kulturen wird gern getanzt, wenn sich Jung und Alt im Familienkreis oder mit Freunden treffen. Die Bibel sagt auch nichts gegen nette Feiern. Doch sie warnt ausdrücklich vor „Schwelgereien“ oder „wilden Partys“ (Galater 5:19-21, Byington). Der Prophet Jesaja schrieb: „Wehe denen, die am Morgen früh aufstehen, um nur nach berauschendem Getränk zu suchen, die bis spät im Abenddunkel verweilen, sodass der Wein selbst sie erhitzt! Und Harfe und Saiteninstrument, Tamburin und Flöte und Wein müssen sich bei ihren Festmählern vorfinden; aber auf das Tun Jehovas schauen sie nicht“ (Jesaja 5:11, 12).
Bei diesen Anlässen standen Alkohol und wilde Musik im Mittelpunkt. Man fing früh an und feierte bis spätabends. Und die Feiernden benahmen sich so, als würde Gott überhaupt nicht existieren. Kein Wunder, dass er solche Feiern verurteilte!
Bist du zu einer Party eingeladen, auf der getanzt wird, dann frag dich: „Wer geht alles hin? Was für einen Ruf haben sie? Wer übernimmt die Verantwortung? Wie wird das Ganze beaufsichtigt? Sind meine Eltern einverstanden, dass ich hingehe? Was wird getanzt?“ Viele Tanzstile zielen einzig und allein auf Erotik ab. Kannst du von dir sagen, du „fliehst“ vor Unmoral, wenn du bei so etwas mitmachst oder auch nur zuschaust? (1. Korinther 6:18).
Was, wenn dich die anderen in eine Disco mitnehmen wollen? Als Shawn noch kein Christ war, ging er in Discos ein und aus. Er erzählt: „Die Musik ist meistens ziemlich schlimm und der Tanzstil sehr unmoralisch. Die meisten gehen aus einem ganz bestimmten Grund dahin.“ Aus was für einem Grund? Shawn sagt, dass sie nur auf Sex aus sind. Wie denkt er heute, nachdem er durch Jehovas Zeugen die Bibel kennengelernt hat? „Solche Orte sind nichts für Christen.“
Warum wachsam bleiben?
Wann, denkst du, ist ein Soldat leichter anzugreifen: auf dem Schlachtfeld oder wenn er es sich mit den anderen Soldaten gemütlich macht? Beim Relaxen ist er nicht kampfbereit und somit eher gefährdet. Bei dir kann es ähnlich sein. In der Schule oder auf der Arbeit bist du in Alarmbereitschaft und weißt, was dein Verhältnis zu Jehova gefährden könnte. Aber wenn du dann später mit deinen Freunden relaxt, sind deine moralischen Prinzipien leichter umzustoßen.
Manche werden sich darüber lustig machen, dass du dich auch in deiner Freizeit an die hohe biblische Moral hältst. Kann sein, dass du sogar von Jugendlichen unter Druck gesetzt wirst, die denselben Glauben haben wie du, aber deren Gewissen abgestumpft ist (1. Timotheus 4:2). Sie werfen dir vielleicht vor, extrem zu sein oder heilig zu tun. Gib dem Druck aber nicht nach, sondern behalte „ein gutes Gewissen“ (1. Petrus 3:16).
Was zählt, ist nicht die Meinung der anderen, sondern wie Jehova über dich denkt. Wenn dich deine Freunde auslachen, weil du auf dein Gewissen hörst, ist es Zeit, dir neue Freunde zu suchen (Sprüche 13:20). Für deine Moral bist schließlich du verantwortlich – auch in der Freizeit (Sprüche 4:23).
MEHR ZU DIESEM THEMA IN BAND 1, KAPITEL 37
Noch nie war Pornografie so verbreitet und so leicht zugänglich wie heute. Wie kannst du dich vor dieser Falle schützen?
[Fußnote]
a Mehr dazu in Band 1, Kapitel 36.
BIBELTEXT
„Du junger Mensch, genieße deine Jugend ... Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gefällt! Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird!“ (Prediger 11:9, Hoffnung für alle)
TIPP
Frag deine Eltern doch mal, ob ihr nicht jeden Monat zu festen Zeiten den Fernseher auslassen und als Familie zusammen etwas Schönes machen könnt.
HAST DU GEWUSST ...?
Musik und Tanz waren bei den Israeliten wichtiger Bestandteil der Anbetung Jehovas (Psalm 150:4).
DAS HABE ICH FEST VOR!
Wenn man mich fragt, ob ich mich in einem Sportverein engagieren will, werde ich sagen: ․․․․․
Wenn ich mit Freunden einen Film schaue, der nicht in Ordnung ist, werde ich ․․․․․
Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․
WAS DENKST DU?
● Warum sollten Christen keinen hochriskanten Sport treiben?
● Wie findest du heraus, ob ein Film in Ordnung ist?
● Wie würdest du einen akzeptablen Tanzstil beschreiben?
[Herausgestellter Text auf Seite 269]
„Ich tanze unheimlich gern. Aber ich hab gemerkt, dass meine Eltern irgendwo recht haben, wenn sie sagen, dass sich bei mir nicht alles ums Tanzen drehen sollte.” Tina
[Bild auf Seite 268]
Ein Soldat ist leichter anzugreifen, wenn er nicht auf Kampf eingestellt ist – deine moralischen Prinzipien sind leichter anzugreifen, wenn du relaxt
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Warum ist Pornografie so schlimm?Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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KAPITEL 33
Warum ist Pornografie so schlimm?
Wie oft stößt du zufällig auf Pornografie?
□ Nie
□ Selten
□ Oft
Wo passiert das am häufigsten?
□ Internet
□ Schule
□ Fernsehen
□ Woanders
Wie reagierst du?
□ Ich schau sofort weg.
□ Ich bin neugierig und schau kurz hin.
□ Ich schau länger hin und will noch mehr sehen.
ALS deine Eltern so alt waren wie du, musste jemand, der sich Pornografie ansehen wollte, gezielt danach suchen. Heute kann man solchen Bildern kaum entkommen. Ein 19-jähriges Mädchen erzählt: „Ich surf im Internet, kauf online ein oder überprüf einfach nur meinen Kontostand und zack! geht ein pornografisches Pop-up auf.“ So etwas kommt öfter vor, als man denkt. In einer Umfrage gaben 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren an, im Internet zufällig auf Pornografie gestoßen zu sein – meistens, als sie ihre Hausaufgaben machten!
Da Pornografie etwas so Alltägliches ist, fragst du dich vielleicht, ob sie dann wirklich so schlimm sein kann. Das lässt sich nur mit einem klaren Ja beantworten. Pornografie erniedrigt sowohl diejenigen, die auf den Bildern zu sehen sind, als auch diejenigen, die sich so etwas ansehen. Sie ist auch oft der erste Schritt zu sexuellem Fehlverhalten. Aber das ist noch nicht alles.
Das Anschauen von Pornografie kann zu einer Gewohnheit mit lang anhaltenden, schlimmen Folgen werden. Obwohl Jeff schon seit 14 Jahren nichts mehr mit Pornografie zu tun hat, sagt er: „Es ist ein täglicher Kampf. Der Drang ist zwar nicht mehr so stark, aber immer noch da. Die Neugier ist noch da. Die Bilder sind noch da. Ich wünschte, ich hätte nie mit dieser scheußlichen Sache angefangen. Zuerst hab ich mir nicht viel dabei gedacht. Aber jetzt ist mir klar, dass Pornografie großen Schaden anrichtet und einfach pervers ist. Sie erniedrigt alle Beteiligten. Egal was die Befürworter sagen, an Pornografie gibt es nichts, absolut nichts Positives.“
Die Umstände analysieren
Wie kannst du es vermeiden, unabsichtlich auf Pornografie zu stoßen? Analysiere zunächst, wann dir das passiert. Läuft es immer nach dem gleichen Muster ab? Denk einmal über diese Fragen hier nach:
Besteht die Gefahr, dass dir Mitschüler über E-Mail oder aufs Handy pornografische Bilder schicken? Wenn ja, wäre es gut, sie ungesehen zu löschen.
Erscheinen Pop-ups, wenn du in eine Suchmaschine bestimmte Wörter eingibst? In diesem Fall solltest du deine Suchwörter gezielter und vorsichtiger auswählen.
Schreib hier auf, wie es dazu gekommen ist, dass du pornografische Bilder gesehen hast.
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Was kannst du ganz konkret tun, um nicht mehr so oft oder überhaupt nicht mehr auf Pornografie zu stoßen?
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Falls du abhängig bist
Zufällig auf pornografische Bilder zu stoßen ist etwas ganz anderes als sie mit voller Absicht anzuschauen. Was ist, wenn das bei dir schon zur Gewohnheit geworden ist? Täusch dich nicht. Damit zu brechen ist alles andere als leicht. Stell dir zum Vergleich einmal vor, deine Hände wären mit einem Wollfaden zusammengebunden. Wahrscheinlich könntest du ihn mit Leichtigkeit zerreißen. Was wäre aber, wenn der Faden x-mal um deine Hände gewickelt wäre? Du könntest dich dann bestimmt nur schwer befreien. Ähnlich kann es einem mit Pornografie ergehen. Je öfter man sich so etwas anschaut, umso schwerer kommt man davon los. Wie kannst du dich befreien, falls das auf dich zutrifft?
Mach dir bewusst, was Pornografie ist. Pornografie ist nichts anderes als ein Versuch Satans, etwas herabzusetzen, das Jehova zu einem edlen Zweck geschaffen hat. Pornografie in diesem Licht zu sehen wird dir helfen, „das Böse zu hassen“ (Psalm 97:10).
Denk an die Folgen. Pornografie zerstört Ehen. Sie erniedrigt sowohl diejenigen, die abgebildet sind, als auch diejenigen, die sich die Bilder ansehen. Die Bibel gibt den guten Rat: „Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt“ (Sprüche 22:3). Schreib hier auf, welches „Unglück“ dich treffen könnte, wenn du dir immer wieder Pornografie anschauen würdest.
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Fass einen festen Vorsatz. „Mit meinen Augen schloss ich den Vertrag, niemals ein Mädchen lüstern anzusehen“, sagte der treue Hiob (Hiob 31:1, Gute Nachricht Bibel). Hier einige feste Vorsätze, die du fassen könntest:
Ich gehe nicht ins Internet, wenn ich allein im Zimmer bin.
Erotische Pop-ups oder Internetseiten klicke ich sofort weg.
Sollte ich einen Rückfall haben, spreche ich mit jemandem, der reif ist und dem ich vertraue.
Fallen dir noch andere Vorsätze ein, die dir helfen können, mit Pornografie zu brechen? Dann schreib sie hier auf.
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Sprich mit Gott darüber. Ein Bibelschreiber bat Jehova: „Lass meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist“ (Psalm 119:37). Jehova möchte, dass du das schaffst, und er kann dir die Kraft geben, das Richtige zu tun (Philipper 4:13).
Rede mit jemandem. Sich einem anderen anzuvertrauen ist oft ein wichtiger Schritt, um mit der Gewohnheit brechen zu können (Sprüche 17:17). Schreib hier den Namen von jemandem auf, den du als reif beurteilst und bei dem du dich aussprechen kannst.
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Verlier nicht den Mut. Du kannst den Kampf gegen die Pornografie gewinnen. Jedes Mal wenn du ihr nicht nachgibst, ist das ein Sieg. Rede dann mit Jehova darüber und danke ihm für die Kraft, die er dir gegeben hat. Denk immer daran, wie sehr sich Jehova freut, wenn du um alles, was mit Pornografie zu tun hat, einen großen Bogen machst (Sprüche 27:11).
BIBELTEXT
„Trennt euch ganz entschieden von allen selbstsüchtigen Wünschen, wie sie für diese Welt kennzeichnend sind! Trennt euch von Sittenlosigkeit und Unmoral, von Leidenschaften und Lastern“ (Kolosser 3:5, Hoffnung für alle)
TIPP
Achte darauf, dass ein Internetfilter gegen pornografische Inhalte eingeschaltet ist. Öffne auch keine Links in unerwünschten Mails.
HAST DU GEWUSST ...?
Wer von Pornografie wie besessen ist, ist ähnlich auf Sex fixiert wie die bösen Geister zur Zeit Noahs (1. Mose 6:2).
DAS HABE ICH FEST VOR!
Um mich vor Pornografie zu schützen, werde ich ․․․․․
Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․
WAS DENKST DU?
● Wieso kann man sagen, dass durch Pornografie etwas herabgesetzt wird, das zu einem edlen Zweck geschaffen wurde?
● Wie könntest du deinem Bruder oder deiner Schwester helfen, wenn sie mit Pornografie Probleme hätte?
[Herausgestellter Text auf Seite 278]
„Bevor ich die Bibel kennengelernt hab, war ich von verschiedenen Drogen abhängig. Aber von keiner Sucht bin ich so schwer losgekommen wie von der Pornografie. Das hab ich nur mit Jehovas Hilfe geschafft.” Jeff
[Bild auf Seite 276]
Je mehr man sich mit Pornografie beschäftigt, umso schwerer kommt man davon los
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Mein Tagebuch: FreizeitFragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
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TEIL 8
Mein Tagebuch: Freizeit
Schreib hier auf, was du in der Freizeit am liebsten machst und warum dir das so viel Spaß macht.
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Angenommen, du müsstest deinen jüngeren Geschwistern erklären, warum sich nicht alles um Freizeit drehen sollte. Was würdest du ihnen sagen?
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