Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g97 22. 5. S. 8-10
  • Man kann seine Freizeit sinnvoll gestalten

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Man kann seine Freizeit sinnvoll gestalten
  • Erwachet! 1997
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • Wählerisch sein
  • Die Rolle der Eltern
  • Andere Freizeitmöglichkeiten nutzen
  • Unterhaltung, die man mit gutem Gewissen genießen kann
    Bewahrt euch in Gottes Liebe
  • Sei bei deiner Freizeitgestaltung wählerisch
    Glücklich – für immer. Ein interaktiver Bibelkurs
  • Unterhaltung gut auswählen
    Bleib in Gottes Liebe
  • Sei bei deiner Unterhaltung wählerisch
    Unser Leben und Dienst als Christ: Arbeitsheft (2019)
Hier mehr
Erwachet! 1997
g97 22. 5. S. 8-10

Man kann seine Freizeit sinnvoll gestalten

DIE Bibel verurteilt Unterhaltung nicht, noch hält sie Entspannung für Zeitverschwendung. Im Gegenteil, in Prediger 3:4 heißt es, daß es „eine Zeit zum Lachen“ und „eine Zeit zum Herumhüpfen“ gibt.a Im alten Israel zerstreute sich Gottes Volk auf verschiedenerlei Weise, zum Beispiel mit Musik, mit Tanz und mit Spielen. Selbst Jesus besuchte ein großes Hochzeitsfest und nahm bei einer anderen Gelegenheit an einem „großen Empfang“ teil (Lukas 5:29; Johannes 2:1, 2). Die Bibel spricht sich also keinesfalls dagegen aus, daß man sich vergnügt.

Da ein Großteil der heutigen Unterhaltung jedoch eine Lebensweise verherrlicht, die Gott mißfällt, stellt sich die Frage: Was kann man tun, damit man bei der Auswahl der Unterhaltung nicht von den hohen Maßstäben abrückt, die man sich gesetzt hat?

Wählerisch sein

Bei der Wahl der Unterhaltung sollten sich Christen von biblischen Grundsätzen leiten lassen. Beispielsweise schrieb der Psalmist David: „Jehova selbst prüft den Gerechten wie auch den Bösen, und jeden, der Gewalttat liebt, haßt SEINE Seele gewiß“ (Psalm 11:5). Und Paulus schrieb an die Kolosser: „Ertötet daher die Glieder eures Leibes, die auf der Erde sind, in bezug auf Hurerei, Unreinheit, sexuelle Gelüste, schädliche Begierde und Habsucht, ... legt sie wirklich alle von euch ab: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtige Rede“ (Kolosser 3:5, 8).

Viele der heutigen Unterhaltungsformen stehen unbestritten in krassem Gegensatz zu diesem inspirierten Rat. „Aber ich würde das, was ich im Fernsehen sehe, doch niemals tun“, wendet der eine oder andere vielleicht ein. Das kann sein. Doch selbst wenn unsere Wahl der Unterhaltung nichts darüber aussagen sollte, was für ein Mensch wir einmal sein werden, läßt sie möglicherweise darauf schließen, was für ein Mensch wir im Moment sind. Sie könnte erkennen lassen, ob wir zu denen gehören, ‘die Gewalttat lieben’ oder in erster Linie ‘Hurerei, sexuelle Gelüste, Habsucht und unzüchtige Rede’ im Sinn haben, oder zu denen, die wirklich ‘das Böse hassen’ (Psalm 97:10).

Paulus schrieb an die Philipper: „Alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin“ (Philipper 4:8).

Bedeutet dieser Text jedoch, daß alle Filme, Bücher oder Fernsehsendungen, die sich um eine unrechte Handlung, vielleicht um ein Verbrechen, drehen, automatisch schlecht sind? Oder scheiden alle Komödien aus, weil sie nicht „von ernsthaftem Interesse“ sind? Nein, denn wie der Kontext zeigt, sprach Paulus hier nicht über Unterhaltung, sondern über das Sinnen des Herzens, das sich um Dinge drehen sollte, die Jehova gefallen (Psalm 19:14). Dennoch können uns die Worte des Paulus bei der Wahl der Unterhaltung helfen. In Anlehnung an den Grundsatz aus Philipper 4:8 können wir uns fragen: „Veranlaßt mich die Wahl meiner Unterhaltung, über Dinge nachzudenken, die sittlich nicht einwandfrei sind?“ Wenn ja, dann müssen wir das ändern.

Bei der Beurteilung der Unterhaltung sollten Christen jedoch ihre „Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden“ lassen (Philipper 4:5). Es liegt auf der Hand, daß es in der Unterhaltung Extreme gibt, die sich für wahre Christen ganz offensichtlich nicht schicken. Ansonsten sollte jedoch jeder einzelne sorgfältig abwägen, was er sich als Unterhaltung aussucht, und Entscheidungen treffen, die er mit gutem Gewissen vor Gott und vor Menschen vertreten kann (1. Korinther 10:31-33; 1. Petrus 3:21). Es wäre nicht richtig, andere wegen Kleinigkeiten zu verurteilen oder willkürlich Regeln aufzustellen, die ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben (Römer 14:4; 1. Korinther 4:6).b

Die Rolle der Eltern

Eltern spielen eine entscheidende Rolle in der Frage der Unterhaltung und Freizeitgestaltung. Paulus schrieb: „Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger“ (1. Timotheus 5:8). Somit sind Eltern verpflichtet, sich nicht nur um die materiellen, sondern auch um die geistigen und emotionellen Bedürfnisse der Familienmitglieder zu kümmern. Dazu gehört auch, für sinnvolle Entspannung zu sorgen (Sprüche 24:27).

Dieser Aspekt des Familienlebens wird manchmal vernachlässigt. „Leider“, sagt ein Missionar in Nigeria, „halten einige Eltern Entspannung für Zeitverschwendung. Infolgedessen sind manche Kinder in dieser Frage auf sich gestellt und suchen sich die falschen Freunde und die falsche Art Vergnügungen aus.“ Eltern, laßt das nicht zu! Achtet darauf, daß eure Kinder ihre Freizeit auf sinnvolle und wirklich erholsame Weise verbringen.

Hierbei ist jedoch Vorsicht angesagt. Christen sollten nicht wie viele andere Menschen heute „Vergnügungen mehr lieben als Gott“ (2. Timotheus 3:1-4). Ja, der Freizeitgestaltung sollte der richtige Stellenwert beigemessen werden. Sie sollte der Erholung dienen — nicht das Leben beherrschen. Kinder und Erwachsene müssen daher sowohl auf die richtige Art der Freizeitgestaltung achten als auch auf das richtige Quantum (Epheser 5:15, 16).

Andere Freizeitmöglichkeiten nutzen

Viele populäre Formen der Unterhaltung erziehen die Menschen eher zur Passivität als zur Aktivität. Nehmen wir einmal das Fernsehen. In dem Buch What to Do After You Turn Off the TV heißt es über das Fernsehen: „Es liegt in seiner Natur, daß es uns zur Passivität erzieht: Unterhaltung und sogar Lernvorgänge werden uns ohne Anstrengung unsererseits geliefert und nicht aktiv von uns erarbeitet.“ Natürlich hat passive Unterhaltung auch ihren Platz. Raubt sie jemandem jedoch zu viel von seiner freien Zeit, entgehen ihm eine Menge faszinierender Möglichkeiten.

Der Schriftsteller Jerry Mander, der sich selbst als „ein Mitglied der Generation, die ohne Fernseher aufwuchs“, bezeichnet, beschreibt die Langeweile, die ihn in seiner Kindheit hin und wieder überkam. „Damit ging eine gewisse innere Unruhe einher“, sagt er. „Es war extrem unangenehm, so unangenehm, daß ich irgendwann beschloß, etwas zu unternehmen — etwas zu tun. Entweder rief ich einen Freund an oder ging nach draußen. Oder ich ging Ball spielen. Oder ich las einfach. Auf jeden Fall tat ich etwas. Im nachhinein denke ich, daß die Zeit, in der ich mich langweilte und ‚es nichts zu tun gab‘, wie ein tiefes Loch war, in das man fällt und aus dem man nur durch Kreativität wieder herauskommt.“ Wie Mander bemerkt, sind die Kinder heute schnell dabei, ihre Langeweile mit Fernsehen zu vertreiben. „Fernsehen erstickt sowohl die innere Unruhe als auch die Kreativität, die sich möglicherweise aus der Langeweile ergibt“, meint er.

Viele haben deshalb festgestellt, daß ihnen Freizeitbeschäftigungen, die aktives Mitmachen statt Passivität erfordern, mehr geben, als sie gedacht hätten. Manchen macht es Spaß, anderen etwas vorzulesen. Einige haben Hobbys und spielen zum Beispiel ein Musikinstrument oder malen. Außerdem besteht immer die Möglichkeit für ein nettes Zusammensein mit Freunden (Lukas 14:12-14).c Auch Freizeitaktivitäten im Freien kommen einem zugute. Unser Korrespondent in Schweden berichtete: „Etliche Familien gehen zelten oder angeln, machen Ausflüge in den Wald, fahren Kanu, wandern in den Bergen und so weiter. Die Kinder sind begeistert.“

Daß es auf dem Unterhaltungssektor verderbliche Einflüsse gibt, sollte uns nicht überraschen. Wie der Apostel Paulus schrieb, „wandeln [die Menschen der Nationen] in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes“ (Epheser 4:17). Daher muß man damit rechnen, daß vieles von dem, was sie unterhaltsam finden, auf „die Werke des Fleisches“ ausgerichtet ist (Galater 5:19-21). Christen können sich jedoch dazu erziehen, im Hinblick auf die Qualität und die Quantität ihrer Unterhaltung vernünftige Entscheidungen zu treffen. Sie können die Freizeitgestaltung zum Familienprojekt machen und neue Freizeitaktivitäten ausprobieren, durch die sie sich gut erholen und an die sie sich später gern zurückerinnern. Ja, man kann seine Freizeit noch sinnvoll gestalten.

[Fußnoten]

a Das hebräische Wort, das hier mit „Lachen“ übersetzt wird, kann in anderen Formen mit „Spielen“, „etwas zur Belustigung darbieten“, „Feiern“ oder auch mit „Spaß haben“ wiedergegeben werden.

b Weitere Informationen sind im Erwachet! vom 8. Juli 1978, Seite 16—21 und vom 8. Dezember 1995, Seite 6—8 zu finden.

c Zu biblischen Richtlinien für Geselligkeiten siehe Wachtturm vom 15. August 1992, Seite 15—20 und vom 1. Oktober 1996, Seite 18, 19.

[Bilder auf Seite 9]

Eine sinnvolle Freizeitgestaltung kann einem viel geben

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen