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  • Höhere Moral spiegelt Gottes Heiligkeit wider
    Gottes Königreich regiert!
    • KAPITEL 11

      Höhere Moral spiegelt Gottes Heiligkeit wider

      FOKUS DES KAPITELS

      Wie der König seinen Untertanen Gottes Maßstäbe vermittelt hat

      Einige schauen in den Vorhof des großen geistigen Tempels Jehovas; Wächter stehen vor den Eingängen der Wachstuben

      Stell dir vor, du betrittst den Eingang zum äußeren Vorhof des großen geistigen Tempels Jehovas

      1. Welches Erlebnis Hesekiels ist auch für uns überwältigend?

      VERSETZ dich einmal in die Zeit vor rund 2 500 Jahren und geh mit dem Propheten Hesekiel auf Entdeckungsreise. Du näherst dich einer riesigen, strahlenden Tempelanlage. Ein mächtiger Engel erwartet dich, um dir diesen beeindruckenden Ort zu zeigen. Du steigst die sieben Stufen zu einem der drei Eingänge hoch und bist überwältigt — die Eingänge ragen ungefähr 30 Meter hoch! Dein Blick fällt auf die Wachstuben und die Säulen mit ihrem eleganten Palmendesign (Hes. 40:1-4, 10, 14, 16, 22; 41:20).

      2. (a) Wofür steht der Tempel aus Hesekiels Vision? (Siehe Fußnote.) (b) Was bedeuten die verschiedenen Merkmale der Eingänge?

      2 Du befindest dich mitten in der Tempelvision, die Hesekiel so detailliert wiedergab, dass sein Bericht die Kapitel 40 bis 48 seines prophetischen Buches füllt. Der geistige Tempel steht für alles, wodurch Jehova eine reine Anbetung ermöglicht. Jedes Merkmal dieses Tempels ist auch für unsere Anbetung in der Zeit des Endes von Bedeutung.a Was symbolisieren zum Beispiel die hohen Eingänge? Sie erinnern uns an Jehovas hohe und gerechte Maßstäbe, die jeder beachten muss, der die Einrichtung zur reinen Anbetung betreten möchte. Das deuten auch die Palmendarstellungen an, denn Palmen stehen in der Bibel manchmal für einen aufrechten Charakter (Ps. 92:12). Und wozu sind die Wachstuben da? Ganz klar: Wer sich nicht an die göttlichen Richtlinien hält, der darf den herrlichen lebensrettenden Weg der reinen Anbetung nicht betreten (Hes. 44:9).

      3. Warum mussten Christi Nachfolger fortlaufend geläutert werden?

      3 Wie lässt sich die Vision Hesekiels auf unsere Zeit übertragen? In Kapitel 2 haben wir gesehen, wie Jehova sein Volk von 1914 bis in die erste Jahreshälfte 1919 durch Christus einem speziellen Läuterungsprozess unterzog. War die Läuterung damit abgeschlossen? Nein. Jesus hat im vergangenen Jahrhundert den heiligen Wertmaßstäben Jehovas immer wieder Geltung verschafft. Seine Nachfolger mussten fortlaufend geläutert werden. Warum? Weil Christus sie aus einer moralisch verdorbenen Welt herausgeholt hat und Satan unentwegt versucht, sie wieder in den Sumpf der Unmoral zurückzuziehen. (Lies 2. Petrus 2:20-22.) Untersuchen wir nun drei Bereiche, in denen wahre Christen stetig geläutert wurden: die Moral, die Reinerhaltung der Versammlung und die Familie.

      Ein immer höheres Niveau

      4, 5. Welche Taktik verfolgt Satan schon lange, und mit welchem Erfolg?

      4 Jehovas Diener waren schon immer um eine hohe Moral bemüht. Deshalb sind sie stets für Anleitung auf diesem Gebiet aufgeschlossen gewesen. Dazu ein paar Beispiele.

      5 Sexualmoral. Jehova wollte, dass die sexuellen Beziehungen zwischen Ehepartnern etwas Reines und Schönes sind. Satan freut sich hämisch, wenn er dieses kostbare Geschenk von seinem Ehrenplatz wegreißen und beschmutzen kann. Er möchte uns zu etwas verführen, das uns die Gunst Jehovas kostet. Zur Zeit Bileams konnte er mit seiner Taktik leider einen großen Erfolg verbuchen und in der Zeit des Endes ist er mehr denn je auf Beute aus gewesen (4. Mo. 25:1-3, 9; Offb. 2:14).

      6. Welches Gelübde wurde im Wacht-Turm abgedruckt, und warum kam man wieder davon ab? (Siehe auch Fußnote.)

      6 Um dem entgegenzuwirken, druckte man im Wacht-Turm (engl.) vom 15. Juni 1908 ein Gelübde ab, in dem es auszugsweise hieß: „Ich werde mich im privaten Umgang mit Personen vom anderen Geschlecht immer so verhalten, wie ich es auch in der Öffentlichkeit tun würde.“b Das Gelübde war zwar nicht vorgeschrieben, doch viele legten es freiwillig ab und ließen ihren Namen in Zions Wacht-Turm veröffentlichen. Dies war damals etlichen eine Hilfe, aber nach Jahren merkte man, dass sich das Ganze zu einem bloßen Ritual entwickelt hatte, und man kam wieder davon ab. Die hohen Grundsätze, die dahintersteckten, wurden jedoch immer beibehalten.

      7. Welches Problem wurde 1935 im Wachtturm angesprochen, und welcher Maßstab wurde betont?

      7 Satan verstärkte allerdings seine Angriffe. Im Wachtturm vom 1. April 1935 wurde ein Problem, das sich unter dem Volk Gottes breitmachte, offen angesprochen. Manche dachten, das Predigen würde sie mehr oder weniger davon befreien, im Privatleben Jehovas hohe Maßstäbe einhalten zu müssen. Treffend hieß es: „Man sollte aber bedenken, dass von uns nicht nur die Teilnahme am Zeugniswerk gefordert wird. Jehovas Zeugen haben die Pflicht, Jehova und sein Königreich würdig zu vertreten.“ Um es dem Volk Gottes leichter zu machen, vor sexueller Unmoral zu „fliehen“, wurden in dem Wachtturm-Artikel klare Hinweise zum Thema Ehe und Sexualmoral gegeben (1. Kor. 6:18).

      8. Warum hat Der Wachtturm wiederholt die volle Bedeutung des griechischen Wortes für sexuelle Unmoral erläutert?

      8 In späteren Jahrzehnten betonte Der Wachtturm wiederholt die richtige Definition des griechischen Wortes für sexuelle Unmoral: pornéia. Es bezieht sich nicht nur auf den eigentlichen Geschlechtsverkehr, sondern auf die verschiedensten unmoralischen Handlungen. Der Ausdruck pornéia bezeichnet im Großen und Ganzen alle schmutzigen Praktiken, die in Bordellen üblich sind. In einer Welt, in der viele von der Welle sexueller Perversion mitgerissen werden, sind Christi Nachfolger durch dieses klare Verständnis geschützt geblieben. (Lies Epheser 4:17-19.)

      9, 10. (a) Mit welchem weiteren Problem befasste sich Der Wachtturm 1935? (b) Welchen ausgewogenen Standpunkt vertritt die Bibel zum Thema Alkohol?

      9 Alkohol. Der Wachtturm vom 1. April 1935 sprach noch ein weiteres Problem an: „Auch ist bemerkt worden, dass manche unter Alkoholeinfluss am Predigtdienst teilnehmen oder andere Pflichten in der Organisation erfüllen. Unter welcher Bedingung ist es nach der Schrift in Ordnung, Wein zu trinken? Ist es richtig, so viel Wein zu trinken, dass dadurch der Dienst in der Organisation des Herrn beeinträchtigt wird?“

      10 In der Antwort wurde der ausgewogene Standpunkt der Bibel zu alkoholischen Getränken dargelegt. Gottes Wort verurteilt nicht den maßvollen Genuss von Wein und anderen alkoholischen Getränken, wohl aber Trunkenheit (Ps. 104:14, 15; 1. Kor. 6:9, 10). Was heiligen Dienst unter Alkoholeinfluss angeht, wurde schon damals auf den Bericht über die Söhne Aarons hingewiesen. Gott tötete sie, weil sie auf seinem Altar unerlaubtes Feuer darbrachten. Einige Verse danach verrät der Bibelbericht, was wohl zu diesem unangemessenen Verhalten geführt hatte. Gott erließ nämlich ein Gesetz, das allen Priestern den Genuss von Alkohol während ihres Dienstes verbot (3. Mo. 10:1, 2, 8-11). Aus Respekt vor diesem Grundsatz achten Christi Nachfolger gewissenhaft darauf, ihren heiligen Dienst nicht unter Alkoholeinfluss zu verrichten.

      11. Warum war es gut, das Thema Alkoholismus zu vertiefen?

      11 Die vergangenen Jahrzehnte brachten mehr Klarheit zum Thema Alkoholismus — das heißt zu Trunksucht oder fortgesetztem Alkoholmissbrauch. Durch zeitgemäße geistige Speise konnten viele ihre Sucht in den Griff bekommen. Andere konnten dem Problem von vornherein aus dem Weg gehen. Niemand sollte es so weit kommen lassen, dass der Alkohol ihm die Würde raubt, die Familie zerstört und ihm vor allem das Vorrecht nimmt, Jehova in Reinheit anzubeten.

      „Man kann sich wohl kaum vorstellen, dass unser Herr nach Tabak stank oder sich etwas Verunreinigendes in den Mund steckte“ (C. T. Russell)

      12. Wie dachten Christi Nachfolger schon vor 1914 über den Tabakkonsum?

      12 Tabak. Schon vor Anbruch der Zeit des Endes waren Christi Diener vom Tabakkonsum alles andere als begeistert. Vor Jahren erinnerte sich Charles Capen daran, wie er Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal Bruder Russell begegnete. Er war damals 13 Jahre alt und stand mit drei seiner Brüder auf der Treppe des Bibelhauses in Allegheny (Pennsylvania). Als Bruder Russell an ihnen vorbeiging, sagte er: „Hier riecht’s nach Tabak. Ihr habt doch nicht etwa geraucht?“ Ihnen war sofort klar, wie er über das Thema Rauchen dachte, und sie wehrten heftig ab. Im Wacht-Turm (engl.) vom 1. August 1895 kommentierte Bruder Russell 2. Korinther 7:1 wie folgt: „Ich kann mir nicht denken, wie es Gott ehren oder einem Christen förderlich sein sollte, in irgendwelcher Form Tabak zu sich zu nehmen. . . . Man kann sich wohl kaum vorstellen, dass unser Herr nach Tabak stank oder sich etwas Verunreinigendes in den Mund steckte.“

      13. Wie wurde 1973 das moralische Niveau noch weiter angehoben?

      13 Im Jahr 1935 nannte Der Wachtturm den Tabak „schmutziges Unkraut“ und führte aus, dass niemand, der Tabak kaut oder raucht, in der Bethelfamilie bleiben oder die Organisation Gottes als Pionier oder im Reisedienst vertreten darf. 1973 wurde das Niveau noch weiter angehoben. Wie Der Wachtturm vom 1. September erklärte, kann man kein Zeuge Jehovas sein, wenn man diese lieblose, schmutzige und tödliche Gewohnheit beibehält. Wer mit dem Tabakkonsum nicht aufhörte, sollte ausgeschlossen werden.c Christus hatte also eine weitere wichtige Maßnahme getroffen, um seine Nachfolger zu läutern.

      14. Wie denkt Gott über die Verwendung von Blut, und warum wurden Bluttransfusionen allgemein üblich?

      14 Verwendung von Blut. In den Tagen Noahs verbot Gott das Essen von Blut. Im Gesetz für die Israeliten bestätigte er dieses Verbot, und auch die Christenversammlung sollte sich von Blut „enthalten“ (Apg. 15:20, 29; 1. Mo. 9:4; 3. Mo. 7:26). Es überrascht nicht, dass Satan in unserer Zeit einen Weg fand, diesen göttlichen Standard zu unterhöhlen. Bluttransfusionen gab es vereinzelt bereits im 19. Jahrhundert, und nach der Entdeckung der Blutgruppen nahm ihre Zahl zu. Ab 1937 wurde Blut gespendet und in Blutbanken gelagert, was durch den Zweiten Weltkrieg noch weiter vorangetrieben wurde. Bald waren Bluttransfusionen weltweit üblich.

      15, 16. (a) Wie ordneten Jehovas Zeugen Bluttransfusionen ein? (b) Was wurde alles getan, um Behandlungsmethoden ohne Blut zu fördern, und mit welchem Ergebnis?

      15 Schon 1944 wurde im Wachtturm darauf hingewiesen, dass Bluttransfusionen und das Essen von Blut auf das Gleiche hinauslaufen. Diese biblische Position wurde im Jahr darauf erläutert und erhärtet. 1951 veröffentlichte man eine Liste von Fragen und Antworten, um Jehovas Zeugen zu helfen, mit Ärzten zu reden. Rund um die Welt traten Christi treue Nachfolger mutig für ihren Standpunkt ein, obwohl sie deswegen verspottet, angefeindet und sogar regelrecht verfolgt wurden. Doch Christus veranlasste seine Organisation, den nötigen Beistand zu leisten. Man gab detaillierte und gut recherchierte Artikel und Broschüren zu diesem Thema heraus.

      16 Seit 1979 suchen Älteste Krankenhäuser auf, um Ärzten unseren Standpunkt besser zu vermitteln, ihn biblisch zu begründen und auf Alternativen zur Behandlung mit Blut aufmerksam zu machen. 1980 wurden in den Vereinigten Staaten Älteste in 39 Städten dafür speziell geschult. Mit der Zeit genehmigte die leitende Körperschaft die Gründung von Krankenhaus-Verbindungskomitees auf der ganzen Welt. Welche Ergebnisse wurden im Laufe der Jahre erzielt? Heute verhalten sich Zehntausende medizinische Fachkräfte — darunter Ärzte, Chirurgen und Anästhesisten — kooperativ und gehen auf den Wunsch nach einer Behandlung ohne Blut ein. Immer mehr Krankenhäuser bieten solche Behandlungsmethoden an und manche betrachten sie sogar als den höchsten medizinischen Standard. Ist es nicht begeisternd, wie Jesus uns davor beschützt hat, von Satan verunreinigt zu werden? (Lies Epheser 5:25-27.)

      Ein Vertreter vom Krankenhaus-Verbindungskomitee spricht mit zwei Personen vom Klinikpersonal

      Immer mehr Krankenhäuser bieten eine Behandlung ohne Blut an, und manche betrachten das sogar als den höchsten medizinischen Standard

      17. Wie können wir beweisen, dass wir es schätzen, wie Jesus seine Nachfolger geläutert hat?

      17 Fragen wir uns an dieser Stelle doch einmal: Schätze ich Christi Läuterungsmaßnahmen, durch die er seinen Nachfolgern Jehovas hohe Maßstäbe ans Herz legt? Vergessen wir aber nie, dass Satan ständig versucht, unsere Achtung vor den göttlichen Moralbegriffen zu untergraben, damit wir uns von Jehova und Jesus entfernen. Um dem entgegenzuwirken, warnt uns Jehovas Organisation immer wieder liebevoll vor dem Einfluss der heutigen Welt. Seien wir daher wachsam, für solche Hinweise aufgeschlossen und nehmen wir sie ernst! (Spr. 19:20).

      Die Versammlung vor Schande bewahren

      18. Welchen deutlichen Hinweis liefert uns Hesekiels Vision zu Personen, die bewusst Gottes Maßstäbe missachten?

      18 Ein zweiter Bereich, in dem das Niveau angehoben wurde, ist die Reinerhaltung der Versammlung. Leider bleiben nicht alle, die Jehovas Verhaltensmaßstäbe angenommen und sich ihm hingegeben haben, bei ihrer Entscheidung. Es kann so weit kommen, dass jemand diesen Standard bewusst missachtet. Was ist dann zu tun? Einen Hinweis liefert Hesekiels Vision vom geistigen Tempel. Denken wir nur an die hohen Eingänge und die Wachstuben. Der Tempel wurde von Wachen beschützt, damit Personen „unbeschnittenen Herzens“ nicht hineinkamen (Hes. 44:9). Die reine Anbetung ist also denen vorbehalten, die Jehovas hohe Verhaltensmaßstäbe beachten. Auch heute steht die Anbetung Jehovas im Kreis von Glaubensbrüdern nicht jedem offen.

      19, 20. (a) Wie hat Christus seine Nachfolger darin angeleitet, mit schwerwiegendem Fehlverhalten umzugehen? (b) Welche drei Gründe gibt es dafür, reuelose Sünder auszuschließen?

      19 Schon im Jahr 1892 hieß es im Wacht-Turm (engl.), es sei „unsere Pflicht, diejenigen auszuschließen (als Christen), die direkt oder indirekt leugnen, dass Christus sein Leben als Lösegeld . . . für alle gegeben hat“. (Lies 2. Johannes 10.) Wie 1904 in dem Buch Die Neue Schöpfung eingeräumt wurde, gefährdet jemand, der sein verkehrtes Verhalten nicht aufgibt, die Moral der Versammlung. Damals war bei schwerwiegendem Fehlverhalten die ganze Versammlung an sogenannten „Kirchenverfahren“ beteiligt, was jedoch nur selten vorkam. Im Jahr 1944 erläuterte Der Wachtturm, dass ausschließlich Brüder in verantwortlicher Stellung solche Fälle behandeln sollten. 1952 wurde im Wachtturm dann eine biblische Verfahrensweise für Rechtsangelegenheiten beschrieben und ein entscheidender Grund dafür genannt, Reuelose auszuschließen: die Reinerhaltung der Versammlung.

      20 In den Jahrzehnten danach hat Christus seine Nachfolger noch klarer erkennen lassen, wie bei schwerem Fehlverhalten vorzugehen ist. Älteste werden sorgfältig darin geschult, Rechtsangelegenheiten so zu behandeln, wie Jehova es möchte: mit dem richtigen Gleichgewicht zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Wie wir heute klar erkennen, gibt es mindestens drei Gründe, reuelose Sünder aus der Versammlung auszuschließen: (1) damit Jehovas Name nicht beschmutzt wird, (2) um die Versammlung vor dem verunreinigenden Einfluss schwerer Sünde zu schützen und (3) um den Sünder sofern möglich zur Reue zu bewegen.

      21. Wie hat sich die Regelung des Gemeinschaftsentzugs ausgewirkt?

      21 Ist uns klar, wie gut sich die Regelung des Gemeinschaftsentzugs ausgewirkt hat? Bei den Israeliten hatten Missetäter oft einen verderblichen Einfluss auf die Nation. Mitunter waren sie gegenüber denen, die Jehova liebten und das Richtige tun wollten, sogar in der Überzahl. Das machte dem Namen Jehovas Schande und Israel verlor immer wieder Gottes Gunst (Jer. 7:23-28). Heute handelt Jehova mit einer Gemeinschaft aus geistig gesinnten Männern und Frauen. Da hartnäckige Sünder nicht in unserer Mitte geduldet werden, kann Satan sie nicht weiter als Waffe gegen die Versammlung und ihre Reinheit einsetzen. Ihr Einfluss wird auf ein Mindestmaß beschränkt. Dadurch ist uns als Gemeinschaft der Segen Jehovas sicher. Schließlich hat Jehova versprochen: „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben“ (Jes. 54:17). Sollten wir die Ältesten bei ihrer schweren Verantwortung nicht loyal unterstützen?

      Den Gründer der Familie würdigen

      22, 23. Wofür sind wir den Bibelforschern dankbar, aber woran sieht man, dass die Familie etwas zu kurz kam?

      22 Ein dritter Bereich, in dem es kontinuierlich Verbesserungen gab, betrifft Ehe und Familie. Beim Thema Familienleben mussten wir im Laufe der Jahre ein wenig umdenken. Anfang des 20. Jahrhunderts haben Gottes Diener bewundernswerte Opferbereitschaft gezeigt. Und wir sind zutiefst dankbar dafür, dass sie den heiligen Dienst in ihrem Leben allem voranstellten. Allerdings war mehr Ausgeglichenheit gefragt.

      23 Es kam häufig vor, dass Brüder monatelang im Predigt- oder Reisedienst unterwegs waren — weit weg von zu Hause. Auch wurde mitunter mit mehr Nachdruck vom Heiraten abgeraten, als es die Bibel rechtfertigt. Gleichzeitig hörte man relativ wenig darüber, was zu einer stabilen Ehe beiträgt. Ist das so geblieben? Nein.

      Theokratische Aufgaben sollen nicht auf Kosten der Familie gehen

      24. Wie hat Christus seinem treuen Volk zu einer ausgewogenen Ansicht auf dem Gebiet Ehe und Familie verholfen?

      24 Heute sollen theokratische Aufgaben nicht mehr auf Kosten der Familie gehen. (Lies 1. Timotheus 5:8.) Christus versorgt seine treuen Nachfolger auf der Erde ständig mit guten, ausgewogenen biblischen Hinweisen zum Thema Ehe und Familie (Eph. 3:14, 15). 1978 erschien das Buch Das Familienleben glücklich gestalten. Etwa 18 Jahre später folgte Das Geheimnis des Familienglücks. Außerdem bringt Der Wachtturm immer wieder Artikel darüber, wie man biblische Prinzipien in der Ehe umsetzen kann.

      25—27. Wie wurde Kindern und Jugendlichen mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt?

      25 Und was wurde für Kinder und Jugendliche getan? Über die Jahre hat man auch ihnen mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Jehovas Organisation hat schon früher an Kinder unterschiedlichen Alters gedacht — aber was anfangs ein Rinnsal war, ist heute ein stetiger Strom. Im Goldenen Zeitalter beispielsweise gab es von 1919 bis 1921 das „Jugendbibelstudium“. 1920 erschien die Broschüre The Golden Age ABC (Das ABC des Goldenen Zeitalters) und 1941 das Buch Kinder. In den 70er-Jahren wurden die Bücher Auf den Großen Lehrer hören, Mache deine Jugend zu einem Erfolg und Mein Buch mit biblischen Geschichten veröffentlicht. 1982 startete die Erwachet!-Serie „Junge Leute fragen sich“, aus der 1989 das Buch Fragen junger Leute — praktische Antworten entstand.

      Zwei kleine Mädchen schauen sich auf dem Kongress die Broschüre „Meine kleine Bibel-Fibel“ an

      Die Broschüre Meine kleine Bibel-Fibel löste auf diesem Kongress in Deutschland große Freude aus

      26 Heute haben wir zwei aktuelle Bände des Buches Fragen junger Leute, und die entsprechende Artikelserie wird auf unserer Website jw.org fortgesetzt. Auch gibt es das Buch Lerne von dem großen Lehrer. Unsere Website hat jede Menge für die Jüngeren zu bieten, zum Beispiel Bibelkarten, Bibelprojekte für größere und kleinere Kinder, Rätsel, Videos, Bildergeschichten und Bibelseiten für Kinder bis zu drei Jahren. Jesus liebt die Kleinen heute genauso wie damals im 1. Jahrhundert, als er sie in seine Arme schloss (Mar. 10:13-16). Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns geliebt und gut versorgt fühlen.

      27 Jesus möchte Kinder auch vor Schaden bewahren. In der moralisch tief gesunkenen Welt von heute kommt es immer häufiger zu Kindesmissbrauch. In unseren Veröffentlichungen wurde deshalb offen zu diesem Thema Stellung genommen. Eltern sind dadurch besser in der Lage, ihre Kinder vor solchen Übergriffen zu schützen.d

      28. (a) An welches Erfordernis erinnert uns Hesekiels Tempelvision? (b) Wozu bist du entschlossen?

      28 Ist es nicht begeisternd, wie Christus seine Nachfolger fortlaufend geläutert hat? Wie er sie geschult hat, sodass sie Jehovas hohe Maßstäbe achten, danach leben und dadurch geschützt sind? Denken wir noch einmal an Hesekiels Tempelvision. Haben wir noch die hohen Eingänge vor Augen? Natürlich handelte es sich um einen geistigen Tempel, nicht um ein Gebäude aus Stein. Ist er dennoch real für uns? In diesen Tempel kommt man allerdings nicht allein dadurch, dass man eine Versammlung besucht, in der Bibel liest oder predigen geht. Das sind sichtbare, äußerliche Handlungen, die auch ein Heuchler ausführen könnte, ohne je den Tempel Jehovas zu betreten. Wenn wir aber all das tun und gleichzeitig Gottes hohe moralische Maßstäbe beachten und ihn mit der richtigen inneren Haltung anbeten, dann dienen wir Jehova an einem unermesslich heiligen Ort, seiner Einrichtung zur reinen Anbetung. Verlieren wir dieses kostbare Vorrecht nie aus den Augen, und tun wir unser Möglichstes, Jehovas Heiligkeit widerzuspiegeln, indem wir seine gerechten Maßstäbe hochhalten!

      a Im Band 2 des Buches Rechtfertigung wurde 1932 zum ersten Mal erklärt, dass die biblischen Prophezeiungen über die Rückkehr der Israeliten in ihre Heimat auch in neuerer Zeit eine Erfüllung haben, und zwar für das geistige Israel. Diese Prophezeiungen deuten auf die Wiederherstellung der reinen Anbetung hin. Wie es im Wachtturm vom 1. März 1999 hieß, handelt es sich bei der Tempelvision Hesekiels um solch eine Wiederherstellungsprophezeiung. Sie muss somit in den heutigen letzten Tagen eine bedeutende Erfüllung erleben.

      b Dieses Gelübde verbot einem Mann und einer Frau, allein in einem Raum zu sein, es sei denn, die Tür stand weit offen oder sie waren miteinander verheiratet oder eng verwandt. Einige Jahre lang wurde es immer beim biblischen Morgenprogramm im Bethel aufgesagt.

      c Tabakmissbrauch schließt das Rauchen, Schnupfen, Kauen und den Anbau von Tabak zu diesen Zwecken ein.

      d Siehe beispielsweise Kapitel 32 des Buches Lerne von dem großen Lehrer oder die Artikelserie „Schützt eure Kinder!“ im Erwachet! vom Oktober 2007.

  • Organisiert, dem „Gott des Friedens“ zu dienen
    Gottes Königreich regiert!
    • KAPITEL 12

      Organisiert, dem „Gott des Friedens“ zu dienen

      FOKUS DES KAPITELS

      Jehova organisiert sein Volk immer besser

      1, 2. Was änderte sich im Januar 1895 bei Zions Wacht-Turm, und wie waren die Reaktionen darauf?

      ALS John A. Bohnet, ein dynamischer Bibelforscher, 1895 die Januar-Ausgabe von Zions Wacht-Turm (engl.) erhielt, war er fasziniert. Die Zeitschrift hatte ein auffallendes neues Titelbild: einen Leuchtturm, der bei stürmischer See seine Lichtsignale durch die Schwärze der Nacht schickt. Unter dem Titel „Unser neues Gewand“ wurde diese veränderte Aufmachung vorgestellt.

      2 Beeindruckt schickte Bruder Bohnet einen Brief an Bruder Russell. „Freut mich zu sehen, wie sich der TURM herausgeputzt hat“, schrieb er. „Sieht gut aus.“ Ein Bibelforscher namens John H. Brown äußerte sich wie folgt über das Titelbild: „Eine bemerkenswerte Illustration! Wie fest der Turm dasteht, während Wind und Wellen dagegenpeitschen!“ Die neue Titelseite war die erste Veränderung für unsere Brüder in jenem Jahr — aber es sollte nicht die letzte sein. Im November erfuhren sie von einer weiteren bedeutenden Neuheit. Auch sie hatte mit einer stürmischen See zu tun.

      3, 4. Auf welches Problem wurde im Wacht-Turm vom 15. November 1895 hingewiesen, und welche weitreichende Veränderung wurde angekündigt?

      3 Ein ausführlicher Artikel im Wacht-Turm vom 15. November 1895 legte ein Problem dar: In der Vereinigung oder Organisation der Bibelforscher braute sich ein Sturm zusammen, der den Frieden störte. Die einzelnen Versammlungen diskutierten immer leidenschaftlicher darüber, wer unter ihnen die Führung übernehmen sollte. Um den Brüdern klarzumachen, wie man gegen diesen entzweienden Konkurrenzgeist angehen könnte, wurde die Organisation mit einem Schiff verglichen. Der Artikel gab offen zu, dass die führenden Brüder es versäumt hatten, das „Schiff“ für stürmisches Wetter zu rüsten. Was war zu tun?

      4 Ein fähiger Kapitän — so hieß es in dem Artikel — achtet darauf, dass Rettungswesten an Bord sind und dass die Mannschaft bei aufkommendem Sturm sofort die Luken dicht macht. Auch die verantwortlichen Brüder mussten darauf achten, dass alle Versammlungen für die verschiedensten Stürme gerüstet waren. Deshalb wurde eine weitreichende Veränderung angekündigt. Mit sofortiger Wirkung sollten „in jeder Versammlung Älteste ausgewählt werden, die Herde zu ‚weiden‘ “ (Apg. 20:28).

      5. (a) Warum kam die Ältestenregelung zur richtigen Zeit? (b) Mit welchen Fragen werden wir uns beschäftigen?

      5 Diese erste Ältestenregelung kam gerade zur richtigen Zeit. Sie war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer stabilen Versammlungsstruktur. So konnten unsere Brüder in den Wirren des Ersten Weltkriegs den Kurs halten. In den Jahrzehnten danach wurde Gottes Volk durch die organisatorische Weiterentwicklung noch besser dafür ausgerüstet, Jehova zu dienen. Welche biblische Prophezeiung deutete auf diese Entwicklung hin? Welche organisatorischen Veränderungen hast du selbst schon beobachtet, und was haben sie dir persönlich gebracht?

      „Ich will den Frieden zu deinen Aufsehern einsetzen“

      6, 7. (a) Wie ist Jesaja 60:17 zu verstehen? (b) Worauf deuten die Ausdrücke „Aufseher“ und „Arbeitszuteiler“ hin?

      6 Wie in Kapitel 9 behandelt, sagte Jesaja voraus, dass Jehova sein Volk mit Wachstum segnen würde (Jes. 60:22). Doch Jehova versprach noch mehr. In derselben Prophezeiung erklärte er: „Statt des Kupfers werde ich Gold herbeibringen, und statt des Eisens werde ich Silber herbeibringen und statt des Holzes Kupfer und statt der Steine Eisen; und ich will den Frieden zu deinen Aufsehern einsetzen und die Gerechtigkeit zu deinen Arbeitszuteilern“ (Jes. 60:17). Was ist damit gemeint, und wie betrifft diese Prophezeiung uns?

      Nicht etwas Schlechtes, sondern etwas Gutes sollte durch etwas Besseres ersetzt werden

      7 Nach den Worten Jesajas sollten bestimmte Materialien ersetzt werden. Nicht etwas Schlechtes, sondern etwas Gutes sollte durch etwas Besseres ersetzt werden. Kupfer gegen Gold auszutauschen ist eine Verbesserung, was auch für die anderen hier erwähnten Werkstoffe gilt. Durch dieses Wortbild hat Jehova somit angekündigt, dass sich der Zustand seines Volkes schrittweise verbessern würde. Auf welche Verbesserungen spielt die Prophezeiung an? Die Ausdrücke „Aufseher“ und „Arbeitszuteiler“ deuten darauf hin, dass Jehovas Volk immer besser versorgt und organisiert würde.

      8. (a) Wer bewirkt die in Jesajas Prophezeiung erwähnten Verbesserungen? (b) Nur wann kommt uns dieser Fortschritt zugute? (Siehe auch den Kasten „Er ließ sich demütig korrigieren“.)

      8 Durch wen kommt dieser organisatorische Fortschritt zustande? Jehova sagt, er werde Gold herbeibringen, er werde Silber herbeibringen. Und: „Ich will den Frieden . . . einsetzen.“ Verbesserungen im Aufbau der Versammlungen sind nicht Menschen zuzuschreiben, sondern Jehova. Und seit Jesu Einsetzung als König bewirkt Jehova sie durch ihn. Welche Rolle spielen wir dabei? Derselbe Bibeltext verbindet diese Verbesserungen ja mit „Frieden“ und „Gerechtigkeit“. Wenn wir uns von Gott leiten lassen und bereit sind, uns auf Veränderungen einzustellen, tragen wir zum Frieden bei. Und die Liebe zur Gerechtigkeit motiviert uns Jehova zu dienen, den der Apostel Paulus als den „Gott des Friedens“ bezeichnete (Phil. 4:9).

      9. Worauf beruht die Ordnung und Einheit in der Versammlung, und warum ist das so wichtig?

      9 Paulus schrieb außerdem über Jehova: „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens“ (1. Kor. 14:33). Paulus stellte also die Unordnung nicht der Ordnung gegenüber, sondern dem Frieden. Weshalb? Dazu muss man vorausschicken, dass Ordnung an sich nicht unbedingt zu Frieden führt. Ein Trupp Soldaten kann zum Beispiel in Marschordnung an die Front ziehen, doch dieses geordnete Vorgehen fördert nicht den Frieden, sondern den Krieg. Wir als Christen dürfen also eines nie vergessen: Jede Ordnung, die sich nicht auf Frieden gründet, wird früher oder später zusammenbrechen. Frieden, der von Gott kommt, führt dagegen zu dauerhafter Ordnung. Wie dankbar können wir daher sein, dass unsere Organisation von dem „Gott, der Frieden gibt“, geleitet und geläutert wird (Röm. 15:33). Frieden von Gott bildet die Grundlage der Ordnung und Einheit, die wir in unseren Versammlungen weltweit so sehr schätzen (Ps. 29:11).

      10. (a) Was änderte sich in früheren Jahren in unserer Organisation? (Siehe den Kasten „Für eine bessere Leitung gesorgt“.) (b) Um welche Fragen geht es als Nächstes?

      10 Der Kasten „Für eine bessere Leitung gesorgt“ gibt einen Überblick über organisatorische Veränderungen in früheren Jahren, die sich stabilisierend auswirkten. Doch wie hat Jehova durch unseren König in neuerer Zeit „Kupfer“ gegen „Gold“ ausgetauscht? Wie hat eine bessere Führung den Frieden und die Einheit der Versammlungen weltweit gefördert? Wie wirkt sich das auf deinen Dienst für den „Gott des Friedens“ aus?

      Wie Christus die Versammlung leitet

      11. (a) Zu welchem verbesserten Verständnis führte ein Bibelstudienprojekt? (b) Wozu war die leitende Körperschaft entschlossen?

      11 Von 1964 bis 1971 lief unter der Aufsicht der leitenden Körperschaft ein umfangreiches Bibelstudienprojekt, bei dem man unter anderem untersuchte, wie die Christenversammlung im 1. Jahrhundert aufgebaut war.a Man erkannte, dass die einzelnen Versammlungen damals von einer Ältestenschaft geleitet wurden und nicht von einem einzelnen Ältesten oder Aufseher. (Lies Philipper 1:1; 1. Timotheus 4:14.) Offensichtlich wollte Jesus das Volk Gottes zu einem besseren organisatorischen Aufbau hinführen — und die leitende Körperschaft war entschlossen, der Führung ihres Königs zu folgen. Sofort nahm man Veränderungen vor, um die Organisation noch mehr dem biblischen Muster für Ältestenschaften anzupassen. Was änderte sich somit Anfang der 70er-Jahre?

      ER LIESS SICH DEMÜTIG KORRIGIEREN

      IM FINNISCHEN Wacht-Turm vom 1. April 1916 war ein Brief von Bruder Russell an einige Brüder in Skandinavien abgedruckt. Zu den Adressaten gehörte auch Bruder Kaarlo Harteva. Bruder Russell schrieb: „Wir ermuntern euch alle, geliebte Brüder im Glauben, zur Wahrheit und zu dem Werk, das mit diesem Zeitabschnitt verbunden ist, zurückzukehren.“ Was veranlasste ihn zu diesen Worten?

      Kaarlo Harteva

      Kaarlo Harteva

      Bruder Harteva, geboren 1882, gehörte zu den ersten Bibelforschern in Finnland. Er ließ sich im April 1910 taufen, und im Sommer 1912 beauftragte ihn Bruder Russell, den Wacht-Turm in Finnisch herauszugeben. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ging alles gut. Doch dann schrieb Bruder Harteva in der Ausgabe vom 1. Dezember 1914: „Wegen der schwierigen Wirtschaftslage . . . können wir nicht versprechen, dass Der Wacht-Turm dieses Jahr so viele Seiten hat und so oft erscheint wie gewohnt.“ Um Gelder zu beschaffen, gründete Bruder Harteva 1915 zusammen mit anderen die Genossenschaft Ararat, die eine Zeitschrift gleichen Namens herausbrachte.

      Da er hauptsächlich mit der Genossenschaft und der neuen Zeitschrift beschäftigt war, wurde ein anderer Bruder Redakteur des finnischen Wacht-Turms. Die Zeitschrift Ararat brachte zwar biblische Artikel, befasste sich aber auch mit Naturheilverfahren und der neuen Welthilfssprache Esperanto. Es dauerte nicht lange und diese Zeitschrift lenkte die Brüder von der reinen Lehre ab. Bruder Russell machte sich Sorgen und rief deshalb Bruder Harteva und die anderen dazu auf, zur Wahrheit zurückzukehren.

      Wie reagierte Kaarlo Harteva? Er druckte Bruder Russells Brief in der Zeitschrift Ararat ab und nahm dazu Stellung. Bruder Harteva bat um Verzeihung und erklärte: „Falls ich die Sache noch in Ordnung bringen kann, werde ich mein Möglichstes tun.“ Kurz darauf entschuldigte er sich in der letzten Ausgabe des Ararat erneut für die Verwirrung, die er verursacht hatte, und fügte hinzu: „Ich werde versuchen, mehr Sorgfalt walten zu lassen, was die verschiedenen Einzelheiten der gegenwärtigen Wahrheit betrifft.“ Anders als einige stolze Wahlälteste in dieser Zeit ließ sich Kaarlo Harteva demütig korrigieren.

      Später war er wieder Redakteur des finnischen Wacht-Turms und Zweigaufseher. Diese Aufgaben nahm er bis 1950 wahr. Sein Leben auf der Erde endete 1957. Er blieb Jehova und der Wahrheit treu. Man sieht: Wer sich demütig von unserem König Jesus Christus läutern lässt, wird von Jehova sehr gesegnet.

      12. (a) Was änderte sich in der leitenden Körperschaft? (b) Wie arbeitet die leitende Körperschaft heute? (Siehe den Kasten „Wie die leitende Körperschaft die Interessen des Königreiches wahrnimmt“.)

      12 Die erste Änderung betraf die leitende Körperschaft selbst. Bis dahin hatte diese Gruppe gesalbter Brüder aus den 7 Vorstandsmitgliedern der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania bestanden. Doch 1971 wurde die leitende Körperschaft von 7 auf 11 Mitglieder vergrößert und war nicht mehr mit dem Vorstand identisch. Die Mitglieder betrachteten sich alle als gleichrangig und der Vorsitz wechselte jährlich in alphabetischer Reihenfolge.

      13. (a) Welche Regelung war 40 Jahre lang in Kraft? (b) Was geschah 1972?

      13 Die nächste Änderung wirkte sich auf die einzelnen Versammlungen aus. Von 1932 bis 1972 lag die Aufsicht mehr oder weniger bei einem einzigen Bruder. Bis 1936 wurde er Dienstleiter genannt. Danach änderte man die Bezeichnung auf Gruppendiener ab, dann auf Versammlungsdiener und schließlich auf Versammlungsaufseher. Der verantwortliche Bruder war sehr darum bemüht, dass die Herde glaubensstark blieb. Meistens traf er Entscheidungen ohne Absprache mit den anderen Dienern der Versammlung. Doch 1972 ebnete die leitende Körperschaft den Weg für eine bedeutende Neuerung. Worum ging es dabei?

      14. (a) Was änderte sich am 1. Oktober 1972? (b) Wie hält sich heute der Koordinator der Ältestenschaft an den Grundsatz aus Philipper 2:3?

      14 Von nun an sollte nicht mehr ein einzelner Bruder die Führung übernehmen, sondern auch andere Brüder, die die biblischen Voraussetzungen erfüllten, wurden theokratisch zu Ältesten ernannt. Als Ältestenschaft hatten sie gemeinsam die Aufsicht über die Versammlung. Diese Neuerung trat am 1. Oktober 1972 in Kraft. Heute betrachtet sich der Koordinator dieser Ältestenschaft nicht als Erster unter Gleichen, sondern „als ein Geringerer“ (Luk. 9:48). Diese demütigen Brüder sind ein echter Segen für die weltweite Bruderschaft (Phil. 2:3).

      In seiner Weitsicht hat unser König zur richtigen Zeit für dringend benötigte Hirten gesorgt

      15. (a) Welche Vorteile bringen Ältestenschaften mit sich? (b) Woran erkennt man die Weitsicht unseres Königs?

      15 Die Last auf mehrere Schultern zu verteilen hat sich als enorme Verbesserung erwiesen. Sehen wir uns dazu drei Vorteile an: In erster Linie macht diese Regelung allen Ältesten — ganz gleich, wie viel Verantwortung sie tragen — deutlich bewusst, dass Jesus das „Haupt der Versammlung“ ist (Eph. 5:23). Zweitens führt es zum Erfolg, viele Ratgeber zu haben, wie es in Sprüche 11:14 heißt. Da sich Älteste bei Fragen, die das Wohl der Versammlung betreffen, miteinander beraten und die verschiedenen Vorschläge berücksichtigen, gelangen sie zu Entscheidungen, die mit biblischen Grundsätzen übereinstimmen (Spr. 27:17). Das wird von Jehova gesegnet und der Erfolg bleibt nicht aus. Drittens können mehr Älteste besser den wachsenden Bedarf an Aufsicht und Hirtenarbeit decken, zumal die Zahl der Versammlungen weltweit von über 27 000 im Jahr 1971 auf über 113 000 im Jahr 2013 angestiegen ist (Jes. 60:3-5). Ganz klar: In seiner Weitsicht hat unser König zur richtigen Zeit für dringend benötigte Hirten gesorgt (Mi. 5:5).

      FÜR EINE BESSERE LEITUNG GESORGT

      • 1881 Um Kontakte zwischen Bibelforschern aus derselben Gegend herzustellen, bittet Bruder Russell alle, die regelmäßig Zusammenkünfte abhalten, ihren Versammlungsort dem Watch-Tower-Büro mitzuteilen.

      • 1895 Alle Versammlungen sollen aus den eigenen Reihen Älteste auswählen.

      • 1919 In jeder Versammlung wird ein Dienstleiter theokratisch vom Zweigbüro ernannt. Er soll unter anderem zum Predigen ermuntern und diese Tätigkeit koordinieren. Manche Versammlungsälteste unterstützen diese Regelung nicht.

      • 1932 Die jährliche Wahl von Ältesten durch die Versammlung wird abgeschafft. Stattdessen wählt die Versammlung ein Dienstkomitee, bestehend aus Brüdern, die eifrig predigen und so dem neuen Namen Jehovas Zeugen gerecht werden. Einer von ihnen wird von der Versammlung als Dienstleiter vorgeschlagen. Die Ernennung erfolgt durch die Gesellschaft oder das Zweigbüro.

      • 1937 Brüder, die zur großen Volksmenge gehören, dürfen zusammen mit Gesalbten Dienstkomitees bilden.

      • 1938 Die Versammlungen nehmen eine Resolution an, nach der alle Versammlungsdiener theokratisch ernannt werden sollen. Damit werden die demokratischen Wahlen in den Versammlungen endgültig abgeschafft.

      Mehr über die organisatorische Entwicklung findet man in dem Buch Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 204 bis 235.

      Eine jährliche Wahl von Ältesten durch die Versammlung in den 1920er-Jahren

      „Wir wählten die Ältesten durch Heben der rechten Hand. Dann ging ein Bruder den Gang entlang und zählte die Stimmen“ (Schwester Rose Swingle, Chicago [Illinois, USA])

      „Vorbilder für die Herde“

      16. (a) Wozu sind Älteste verpflichtet? (b) Wie dachten die Bibelforscher über Jesu Aufforderung, die Schafe zu hüten?

      16 Schon in der Anfangszeit fühlten sich die Ältesten verpflichtet, ihren Brüdern zu helfen, Diener Gottes zu bleiben. (Lies Galater 6:10.) 1908 wurde im Wacht-Turm auf Jesu Worte eingegangen: „Hüte meine Schäflein“ (Joh. 21:15-17). Der Artikel appellierte an Älteste: „Der Auftrag des Herrn sollte unbedingt einen Ehrenplatz in unserem Herzen haben; zu Recht betrachten wir es als großes Vorrecht, seine Schafe zu weiden und zu hüten.“ 1925 betonte Der Wacht-Turm erneut den Wert der Hirtentätigkeit: „Die Versammlung gehört Gott . . . , und alle müssen Rechenschaft darüber ablegen, wie sie ihr Vorrecht wahrnehmen, ihren Brüdern zu dienen.“

      17. Wie wurden Aufseher in der Hirtentätigkeit geschult?

      17 Wie hat die Organisation Jehovas die Ältesten ausgerüstet, bei ihrer Hirtentätigkeit „Eisen“ gegen „Silber“ auszutauschen? Durch Schulung. 1959 gab es die erste Königreichsdienstschule für Aufseher. Eine Unterrichtseinheit hatte das Thema „Anderen persönliche Aufmerksamkeit schenken“. Die Brüder wurden ermuntert, „einen Plan aufzustellen“, um die Verkündiger in ihren Wohnungen zu besuchen. Man besprach verschiedene Möglichkeiten, wie Hirten diese Besuche angenehm gestalten konnten. Der überarbeitete Lehrstoff von 1966 enthielt das Thema „Die Wichtigkeit des Hirtenwerkes“. Was war der Schwerpunkt dieser Unterrichtseinheit? Die Ältesten „sollten sich daran beteiligen, liebevoll für die Herde Gottes zu sorgen, doch dabei nicht versäumen, ihrer eigenen Hausgemeinschaft und dem Predigtdienst gebührende Aufmerksamkeit zu schenken“. In den vergangenen Jahren gab es noch weitere Schulen für Älteste. Was bewirkte die fortlaufende Schulung durch die Organisation Jehovas? Heute verfügt die Christenversammlung über viele Tausende von Brüdern, die ihrer Aufgabe als Hirten gut nachkommen.

      Eine Klasse der Königreichsdienstschule auf den Philippinen (1966)

      Königreichsdienstschule auf den Philippinen (1966)

      18. (a) Welche wichtige Aufgabe haben Älteste? (b) Wie denken Jehova und Jesus über Älteste, die sich für ihre Brüder einsetzen?

      18 Jehova hat die Ältestenschaften durch unseren König Jesus ins Leben gerufen, damit sie eine wichtige Aufgabe erfüllen: Gottes Schafe sicher durch die schwierigste Zeit in der Menschheitsgeschichte zu führen (Eph. 4:11, 12; 2. Tim. 3:1). Jehova und Jesus haben eine tiefe Zuneigung zu den Ältesten, die sich unter großem Einsatz an die biblische Anweisung halten: „Hütet die Herde Gottes, die in eurer Obhut ist, . . . freiwillig; . . . voll Eifer; . . . indem ihr Vorbilder für die Herde werdet“ (1. Pet. 5:2, 3). Sehen wir uns doch einmal zwei der vielen Bereiche an, in denen christliche Hirten mit gutem Beispiel vorangehen und sehr zum Frieden und zur Freude der Versammlung beitragen.

      „WIR STAUNTEN NUR SO“

      IN Asien wurde ein Missionarehepaar in eine Versammlung geschickt, in der es seit vielen Jahren kein Wachstum gab. Man ging zwar liebevoll miteinander um, ließ aber organisatorische Anweisungen außer Acht. Zunächst freundete sich das Ehepaar mit den Verkündigern an. Danach glich der Bruder die Versammlungsstruktur Schritt für Schritt dem weltweiten organisatorischen Standard an. Was war das Ergebnis? In zwei Jahren verdoppelte sich die Anwesendenzahl, Neue nahmen den Predigtdienst auf und über 20 ließen sich taufen. Das Ehepaar berichtet: „Wir staunten nur so. Jehova hat uns mit seinem Segen regelrecht überschüttet. Zu sehen, wie es sich auswirkt, die Anweisungen der Organisation Gottes zu beherzigen, hat Freude in die ganze Versammlung gebracht.“

      Wie Älteste heute die Herde Gottes hüten

      19. Wie empfinden es Verkündiger, wenn Älteste mit ihnen zusammenarbeiten?

      19 Erstens arbeiten die Ältesten mit den Einzelnen in der Versammlung zusammen. Im Lukasevangelium heißt es, dass Jesus von den Zwölfen begleitet wurde, als er begann, „von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zu ziehen, wobei er predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte“ (Luk. 8:1). So wie Jesus die Apostel mitnahm, arbeiten auch vorbildliche Älteste mit ihren Glaubensbrüdern zusammen. Ihnen ist klar, wie sehr sie dadurch zu einer guten Atmosphäre in der Versammlung beitragen. Und wie denken die Verkündiger über solche Ältesten? Jeannine, eine Schwester Ende 80, findet: „Wenn ich gemeinsam mit einem Ältesten predigen gehe, kann ich mich wunderbar mit ihm unterhalten und ihn besser kennenlernen.“ Steven, Mitte 30, sagt: „Wenn ein Ältester mit mir von Haus zu Haus arbeitet, habe ich das Gefühl, er will mich weiterbringen. Ich freue mich sehr über diese Hilfe.“

      Ein Hirte findet in einer stürmischen Nacht ein einsames, verlorenes Schaf

      So wie ein Hirte nach einem verlorenen Schaf sucht, suchen Älteste nach denen, die den Kontakt zur Versammlung verloren haben

      20, 21. Wie können Älteste den Hirten in Jesu Gleichnis nachahmen? Nenne ein Beispiel. (Siehe auch den Kasten „Wöchentliche Besuche, die sich gelohnt haben“.)

      20 Zweitens werden Älteste geschult sich um die zu kümmern, die den Kontakt zur Versammlung verloren haben (Heb. 12:12). Warum und wie stehen sie ihnen zur Seite? Das geht aus Jesu Gleichnis von dem Hirten und dem verlorenen Schaf hervor. (Lies Lukas 15:4-7.) Sobald der Hirte in dem Gleichnis merkt, dass ein Schaf fehlt, sucht er danach, als wäre es sein einziges. Wie können Älteste diesem Beispiel folgen? Ähnlich wie das verlorene Schaf für den Hirten kostbar ist, bleibt auch jemand, der keine Verbindung mehr zum Volk Gottes hat, für die Ältesten kostbar. Für sie ist so jemand kein hoffnungsloser Fall, sondern ein verloren gegangenes Schaf. Und so wie der Hirte dem einen verirrten Schaf nachgeht, „bis er es findet“, machen sich auch Älteste auf die Suche nach Schwachen, die ihre Hilfe brauchen.

      21 Wie reagiert der Hirte in dem Gleichnis, als er das Schaf findet? Er hebt es behutsam hoch, legt es „auf seine Schultern“ und bringt es zurück zur Herde. Auch ein Ältester kann einem Kraftlosen durch sein echtes Interesse vorsichtig wieder aufhelfen und ihn zur Versammlung zurückführen. Victor, ein Bruder in Afrika, kann das nur bestätigen. Er erzählt: „In den acht Jahren, in denen ich untätig war, bemühten sich die Ältesten immer wieder um mich.“ Was sprach sein Herz am meisten an? „Einer der Ältesten, die mich besuchten, war John. Wir waren zusammen auf der Pionierdienstschule gewesen. Einmal brachte er Fotos mit, die er während der Schule von uns gemacht hatte. Da kamen so viele schöne Erinnerungen hoch, dass ich unbedingt wieder die Freude verspüren wollte, die ich früher im Dienst für Jehova hatte.“ Kurz nach diesem Besuch kehrte Victor zur Versammlung zurück. Heute ist er wieder Pionier. Älteste, die um andere besorgt sind, tragen wirklich sehr zur Freude bei (2. Kor. 1:24).b

      Zwei Brüder machen bei einem älteren untätigen Bruder einen netten Besuch

      WÖCHENTLICHE BESUCHE, DIE SICH GELOHNT HABEN

      DIE Ältesten einer Versammlung in den USA machten sich um die „verlorenen Schafe“ Sorgen, die sich von der Herde zurückgezogen hatten. Sie überlegten, was man tun könnte. Wie sie feststellten, gab es im Versammlungsgebiet ungefähr 30 Personen, die sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr für Jehova einsetzten. Die meisten von ihnen waren inzwischen alt geworden.

      Alfredo, ein Ältester, stellte eine Liste zusammen und fing an Besuche zu machen. „Jeden Freitagvormittag klingle ich bei einem von ihnen“, sagt er. Sobald die Tür aufgeht, beginnt Alfredo ein nettes Gespräch und bringt dabei seine von Herzen kommende Sorge zum Ausdruck. Er sagt demjenigen, dass die Versammlung nicht vergessen hat, was er alles für Jehovas Königreich getan hat. Alfredo erzählt: „Als ich einem älteren untätigen Bruder sagte, wie viele Stunden und wie viele Zeitschriften auf seinem letzten Bericht von 1976 standen, kamen ihm die Tränen.“ Alfredo liest bei seinen Besuchen gern Lukas 15:4-7, 10 vor und sagt dann immer: „Was passiert, wenn ein verlorenes Schaf wieder in die Versammlung zurückkommt? Jehova, Jesus und die Engel sind überglücklich — überleg dir das mal!“

      Alfredo kümmert sich nun schon seit zwei Jahren um Untätige. Hat sich seine Geduld ausgezahlt? Ja. Zwei Brüder sind dabei, zur Versammlung zurückzukehren. Sie besuchen jetzt jeden Sonntag die Zusammenkünfte. „Als sie in den Königreichssaal kamen, war ich derjenige, der feuchte Augen bekam“, sagt er mit einem Lächeln. „Obwohl sie jetzt zur Versammlung kommen, mache ich nach wie vor meine Freitagsbesuche, weil sie sich immer so darauf freuen. Und mir geht es genauso.“

      Bessere Hirten — größere Einheit

      22. Warum wird die Einheit in der Christenversammlung durch Gerechtigkeit und Frieden gestärkt? (Siehe auch den Kasten „ ‚Wir staunten nur so‘ “.)

      22 Wie erwähnt hat Jehova eine stetige Zunahme an Frieden und Gerechtigkeit unter seinem Volk vorausgesagt (Jes. 60:17). Beides stärkt die Einheit in den Versammlungen. Jehovas gerechte Maßstäbe sind nicht von Land zu Land verschieden, denn „Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova“ (5. Mo. 6:4). Seine Maßstäbe für Richtig und Falsch sind „in allen Versammlungen der Heiligen“ ein und dieselben (1. Kor. 14:33). In einer Versammlung herrscht nur dann ein guter Geist, wenn sie sich nach diesen Standards ausrichtet. Was den Frieden betrifft, möchte unser König nicht nur, dass wir die friedliche Atmosphäre in der Versammlung genießen, sondern wir sollen selbst „Friedensstifter“ sein (Mat. 5:9, Elberfelder Bibel). Deshalb sind wir entschlossen, „den Dingen nach[zu]jagen, die dem Frieden dienen“. Falls es unter uns zu Meinungsverschiedenheiten kommt, ergreifen wir die Initiative, um sie beizulegen (Röm. 14:19). So fördern wir den Frieden und die Einheit in unserer Versammlung (Jes. 60:18).

      23. Was dürfen wir heute erleben?

      23 Als im Wacht-Turm vom November 1895 die erste Ältestenregelung angekündigt wurde, verband man damit einen innigen Wunsch. Die verantwortlichen Brüder beteten darum, dass durch diese neue organisatorische Einrichtung Gottes Volk „schnell zur Einheit im Glauben“ gelangt. Unsere Einheit in der Anbetung wurde über die Jahrzehnte tatsächlich immer mehr gefestigt. Zu verdanken haben wir das Jehova, der durch unseren König für eine immer bessere Leitung gesorgt hat (Ps. 99:4). Dadurch ist Jehovas Volk heute weltweit „in demselben Geist“ vereint, geht „in denselben Fußstapfen“ und dient „Schulter an Schulter“ dem „Gott des Friedens“ (2. Kor. 12:18; lies Zephanja 3:9).

      a Die Ergebnisse dieser intensiven Forschungsarbeit erschienen in dem Bibellexikon Hilfe zum Verständnis der Bibel.

      b Siehe den Artikel „Älteste: Mitarbeiter an unserer Freude“ im Wachtturm vom 15. Januar 2013.

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