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  • Teil 16: 9. bis 16. Jahrhundert u.Z. — Eine Religion, die eine Reform bitter nötig hatte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Calvins Rolle in der Reformation

      Viele Gelehrte sehen Calvin als den größten Reformator an. Er verlangte von der Kirche, zu den ursprünglichen Grundsätzen des Christentums zurückzukehren. Aber eine seiner Hauptlehren, die Prädestination, erinnert an Lehren im antiken Griechenland. Nach Ansicht der Stoiker bestimmte Zeus alles, und der Mensch muß sich dem Unausweichlichen fügen. Diese Lehre ist eindeutig nicht christlich.

      In Calvins Tagen wurden französische Protestanten als Hugenotten bekannt. Sie wurden heftig verfolgt. Beginnend am 24. August 1572 mit dem Blutbad der Bartholomäusnacht, schlugen in Frankreich katholische Heere zunächst in Paris und dann im ganzen Land Tausende von ihnen nieder. Doch die Hugenotten griffen ebenfalls zum Schwert und brachten in blutigen Religionskriegen gegen Ende des 16. Jahrhunderts viele ums Leben. So ließen sie die Anweisung Jesu außer acht: „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“ (Matthäus 5:44).

      Calvin gab durch seine Methoden, seine religiöse Überzeugung zu fördern, ein Beispiel, das der protestantische Geistliche Harry Emerson Fosdick als grausam und entsetzlich bezeichnete. Unter der Kirchenordnung, die Calvin in Genf einführte, wurden innerhalb von vier Jahren 58 Menschen hingerichtet und 76 verbannt; Ende des 16. Jahrhunderts waren schätzungsweise 150 auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Zu diesen gehörte Michael Servet, ein spanischer Mediziner und Theologe, der die Dreieinigkeitslehre verwarf, was ihn in den Augen aller zum Ketzer machte. Die katholische Obrigkeit verbrannte ihn in effigie (d. h. symbolisch); die Protestanten gingen einen bedeutsamen Schritt weiter und verbrannten ihn auf dem Scheiterhaufen.

  • Teil 16: 9. bis 16. Jahrhundert u.Z. — Eine Religion, die eine Reform bitter nötig hatte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Johannes Calvin, 25 Jahre nach Luther und Zwingli geboren, zog als junger Mann von Frankreich in die Schweiz, richtete in Genf einen faktischen Kirchenstaat auf, starb mit 54 Jahren.

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