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  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Dagegen ist metamélomai auf mélō zurückzuführen, was „sich kümmern um“ oder „sich sorgen um“ bedeutet. Die Vorsilbe metá („nach“) verleiht dem Verb den Sinn von „reuen“ oder „bedauern“ (Mat 21:29; 2Ko 7:8).

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • wohingegen metamélomai das Gefühl des Bedauerns hervorhebt, das jemand empfindet (Mat 21:29).

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Desgleichen kann das Ausmaß, in dem jemand von gerechten Maßstäben abweicht, größer oder geringer sein. Somit müsste der Grad der Reue logischerweise dem Grad der Abweichung entsprechen.

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Ein Mensch, der an Gott glaubt und ihn von Herzen liebt, wird begangenes Unrecht aufrichtig bedauern und darüber traurig sein. Wertschätzung für Gottes Güte und Größe wird bei Übertretern Gewissensbisse hervorrufen wegen der Schmach, die sie auf Jehovas Namen gebracht haben. (Vgl. Hi 42:1-6.) Nächstenliebe wird bewirken, dass sie den Schaden, den sie anderen zugefügt haben, das schlechte Beispiel, das sie gegeben, oder vielleicht die Art und Weise, wie sie Gottes Volk bei Außenstehenden in Verruf gebracht haben, bedauern. Sie bemühen sich um Vergebung, weil sie Gottes Namen ehren und ihrem Nächsten Gutes tun möchten (1Kö 8:33, 34; Ps 25:7-11; 51:11-15; Da 9:18, 19). Als Bereuende sind sie „gebrochenen Herzens“, ‘Zerschlagene und im Geist Niedrige’ (Ps 34:18; 51:17; Jes 57:15). Sie sind ‘zerschlagenen Geistes und zittern vor Gottes Wort’ (Jes 66:2), das sie zur Reue auffordert; sie kommen tatsächlich „bebend zu Jehova und zu seiner Güte“ (Hos 3:5). Nachdem David in Verbindung mit einer Volkszählung töricht gehandelt hatte, ‘begann ihm das Herz zu schlagen’ (2Sa 24:10).

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Der Apostel Paulus erwähnt in seinem zweiten Brief an die Korinther die „gottgemäße Traurigkeit“, die sie zum Ausdruck brachten, nachdem er sie in seinem ersten Brief zurechtgewiesen hatte (2Ko 7:8-13). Er „bedauerte“ (eine Form von metamélomai) es, dass er ihnen einen solch strengen Brief schreiben musste und ihnen dadurch Schmerz bereitete, doch als er sah, dass sein Tadel gottgemäße Traurigkeit und ernsthafte Reue (eine Form von metánoia) über ihre verkehrte Einstellung und Handlungsweise bewirkt hatte, empfand er kein Bedauern mehr. Er wusste, dass der Schmerz, den er ihnen bereitet hatte, zu ihrem Nutzen war und sie dadurch nicht „zu Schaden“ kamen. Auch sollten sie die Traurigkeit, die zur Reue geführt hatte, nicht bedauern, denn sie half ihnen, auf dem Weg zur Rettung zu bleiben; sie bewahrte sie davor, rückfällig oder abtrünnig zu werden, und gab ihnen die Hoffnung auf ewiges Leben.

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Reue ist das tiefe Bedauern über etwas, was man getan hat (oder tun wollte) oder über etwas, das man unterlassen hat zu tun. Man betrachtet das Geschehene als unrecht oder falsch und würde sich wünschen, man könnte es ungeschehen machen. In vielen Schrifttexten hat das hebräische Wort nachám diese Bedeutung. nachám kann „Bedauern empfinden“ bedeuten, „eine Trauerzeit beobachten“, „bereuen“ (2Mo 13:17; 1Mo 38:12; Hi 42:6), aber auch „sich trösten“ (2Sa 13:39; Hes 5:13) oder „sich entlasten [zum Beispiel von seinen Feinden]“ (Jes 1:24). Ganz gleich, ob Bedauern oder Trost gemeint ist, so kann man doch erkennen, dass mit Reue eine Sinnesänderung bzw. eine Änderung der Gefühle verbunden ist.

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Natürlich hat die Änderung des Standpunktes häufig eine Änderung des Empfindens zur Folge, oder das Empfinden von Bedauern kann vorausgehen und zu einer bestimmten Änderung des Standpunktes oder der Absicht führen (1Sa 24:5-7).

  • Reue
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Traurigkeit, Gewissensbisse und Tränen sind demnach kein Gradmesser für echte Reue; der Beweggrund des Herzens ist ausschlaggebend. Hosea äußerte Jehovas Strafankündigung gegen die Israeliten, denn in ihrer Bedrängnis „riefen [sie] nicht von Herzen um Hilfe zu ... [Gott], obwohl sie auf ihren Betten ständig heulten. Wegen ihres Korns und süßen Weines trieben sie sich fortwährend umher ... Und sie kehrten dann zurück, nicht zu etwas Höherem.“ Ihre stöhnenden Hilferufe in Zeiten des Unglücks beruhten auf selbstsüchtigen Beweggründen, und wenn ihnen geholfen wurde, nutzten sie die Gelegenheit nicht, um ein besseres Verhältnis zu Gott zu erlangen, indem sie sich enger an seine hohen Maßstäbe hielten (vgl. Jes 55:8-11); sie waren wie ein „schlaffer Bogen“, mit dem man nie trifft (Hos 7:14-16; vgl. Ps 78:57; Jak 4:3). Fasten, Weinen und Klagen war angebracht – aber nur, wenn die Bereuenden ‘ihre Herzen zerrissen’, nicht nur ihre Kleider (Joel 2:12, 13; siehe FASTEN; TRAUER).

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