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  • Wem kann man in unserer furchterregenden Zeit wirklich vertrauen?
    Der Wachtturm 1988 | 15. April
    • Gottes Ansicht über die Religionen der Welt

      16. Was meinen die Anhänger der Religionen der Welt wie die Pharisäer zur Zeit Jesu irrigerweise?

      16 Die Weisheit von Gott wird uns helfen, nicht in die tödliche Schlinge zu geraten, in die die Religionen der Welt getappt sind. Ihre Anhänger meinen, gerecht zu sein, weil sie religiös sind. Ihre Einstellung wird in Lukas 18:9 beschrieben, wo wir lesen: „Er [Jesus] redete ... zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, ... in diesem Gleichnis.“ Ein Pharisäer dankte Gott dafür, daß er kein Sünder sei, während ein Steuereinnehmer Gott wiederholt bat: „O Gott, sei mir, einem Sünder, gnädig.“ Jesus erklärte: „Ich sage euch: Dieser [der Sünder] ging als gerechter erwiesen als jener [der Pharisäer] in sein Haus hinab; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ (Lukas 18:10-14).

      17. Was hält Gott von den religiösen Bemühungen derer, die den Pharisäern gleichen?

      17 Der Pharisäer demütigte sich nicht vor Gott, sondern hielt sich gemäß seinen eigenen Maßstäben für gerecht. Doch Gott sah die Sache anders (Matthäus 23:25-28). Der demütige Sünder ließ das erkennen, wovon in Jesaja 66:2 die Rede ist, wo gesagt wird: „Auf diesen also werde ich schauen, auf den Niedergedrückten und den, der zerschlagenen Geistes ist und der vor meinem Wort zittert.“ Die religiösen Führer der Juden zitterten nicht vor dem Wort Gottes. Sie ließen es außer acht. Sie taten, was sie wollten, und dachten, Gott würde sie anerkennen. Aber Jesus erklärte ihnen: „Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit“ (Matthäus 7:21-23).

      18. Wie wird Gott Religionen beurteilen, die behaupten, ihm zu dienen, sich aber nicht an seine Gesetze halten?

      18 Jene religiösen Führer im ersten Jahrhundert vertrauten nicht auf Gott, sondern auf Traditionen, um derentwillen sie Gottes Gesetze übertraten (Matthäus 15:3, 9). Jesus sagte daher zu ihnen: „Euer Haus wird euch verödet überlassen“ (Matthäus 23:38). Als Beweis dafür, daß Gott tatsächlich die jüdische Religion verworfen hatte, fielen sie, ihre Hauptstadt, Jerusalem, und ihr Tempel im Jahre 70 unserer Zeitrechnung den römischen Heeren zum Opfer. Heute verhält es sich ebenso. Die religiösen Führer der Welt haben eigene Maßstäbe für die Anbetung aufgestellt, die nicht den Maßstäben Gottes entsprechen. Somit tun sie nicht den Willen Gottes, sondern ihren eigenen. In den Augen Gottes sind sie deshalb Täter der Gesetzlosigkeit (Titus 1:16). Als Beweis dafür, daß Gott diese Religionen verworfen hat, werden sie bald von den Nationen vernichtet werden, so wie Jerusalem mit seinem Tempel im ersten Jahrhundert von römischen Heeren vernichtet wurde. (Siehe Offenbarung, Kapitel 17, 18.)

  • Setze dein Vertrauen auf Jehova
    Der Wachtturm 1988 | 15. April
    • 2 Vertrauen die Religionen der Welt in den heutigen letzten Tagen des Systems der Dinge auf Jehova, den wahren Gott? Gehorchen sie seinen Geboten, und tun sie seinen Willen, oder ahmen sie die religiösen Führer des ersten Jahrhunderts nach, die von Gott verworfen wurden? Welche der heutigen Religionen können damit rechnen, von Jehova bewahrt zu werden, weil sie ‘auf Jehova vertrauen und Gutes tun’? (Psalm 37:3).

      Wo herrscht die brüderliche Liebe?

      3. Warum sind religiöse Bemühungen, Frieden zu schaffen, fehlgeschlagen?

      3 Vor einiger Zeit erklärte Papst Johannes Paul II., die Weiterexistenz der gesamten Menschheit sei äußerst bedroht. Er betonte, dieser Bedrohung könne man am besten durch vereinte Anstrengungen der verschiedenen Religionen entgegentreten. Es sei Gottes Wille, daß die religiösen Führer gemeinsam auf Frieden und Aussöhnung hinarbeiteten. Wenn das aber Gottes Wille ist, warum hat er dann nicht schon die jahrhundertelangen Bemühungen in dieser Hinsicht gesegnet? Er hat es nicht getan, weil die Religionen nicht darauf vertraut haben, daß er auf seine Weise Frieden herbeiführen wird, nämlich durch sein himmlisches Königreich (Matthäus 6:9, 10). Statt dessen haben sie die Politik und die Kriege der Nationen unterstützt. Das hatte zur Folge, daß in Kriegszeiten religiöse Menschen der einen Nation religiöse Menschen einer anderen Nation getötet haben, selbst Anhänger ihrer eigenen Religion. Katholiken töteten Katholiken, Protestanten töteten Protestanten, und auch die Anhänger anderer Religionen haben das gleiche getan. Schlachten sich aber wahre geistige Brüder gegenseitig hin, während sie gleichzeitig behaupten, Gott zu dienen?

      4. Was ist gemäß den Worten Jesu der Maßstab für die wahre Religion, und warum war das ein „neues Gebot“?

      4 Jesus legte einen eindeutigen Maßstab für die wahre Religion fest, als er zu seinen Nachfolgern sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:34, 35). Somit müssen diejenigen, die die wahre Religion ausüben, einander lieben. Das war insofern ein „neues Gebot“, als Jesus sagte: „... daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.“ Er war bereit, sein Leben für seine Nachfolger niederzulegen. Sie sollten willens sein, ebenso zu handeln — sie sollten also ihren Glaubensbrüdern nicht das Leben nehmen, sondern bereit sein, ihr Leben nötigenfalls für ihre Brüder niederzulegen. Darin bestand das Neue dieses Gebots, denn so etwas wurde unter dem mosaischen Gesetz nicht gefordert.

      5. Inwiefern wird in Gottes Wort nachdrücklich die Notwendigkeit der Liebe und Einheit unter Gottes wahren Anbetern betont?

      5 In Gottes Wort heißt es: „Wenn jemand erklärt: ‚Ich liebe Gott‘ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. Und wir haben dieses Gebot von ihm, daß der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe“ (1. Johannes 4:20, 21). Aufgrund dieser Liebe bewahren diejenigen, die auf Gott vertrauen, echte internationale Einheit. Der Apostel Paulus sagte gemäß 1. Korinther 1:10: „Nun ermahne ich euch, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt.“ (Siehe auch 1. Johannes 3:10-12.)

      6. Warum können Jehovas Zeugen sagen, daß sie ‘rein sind vom Blut aller Menschen’?

      6 Gemäß der Brockhaus Enzyklopädie verloren im Zweiten Weltkrieg über 55 Millionen Menschen das Leben. Sie gehen auf das Konto von Angehörigen jeder größeren Konfession außer Jehovas Zeugen. Kein einziger hat sein Leben durch einen Zeugen Jehovas eingebüßt, denn die Zeugen gehorchen dem Gebot, einander zu lieben, und lehnen eine Beteiligung an den Kriegen der Nationen ab. Viele Zeugen starben zwar wegen ihrer neutralen Haltung den Märtyrertod, doch konnten sie wie der Apostel Paulus von sich sagen: „Ich ... bin [rein] vom Blut aller Menschen“ (Apostelgeschichte 20:26).

      7, 8. Inwiefern gestehen einige Kirchenmänner ihre Blutschuld ein?

      7 Der katholische Armeegeistliche, der für die Männer der amerikanischen Luftwaffe zuständig war, die 1945 die Atombomben auf Japan abwarfen, sagte kürzlich: „In den vergangenen 1 700 Jahren hat die Kirche den Krieg zu etwas Ehrbarem gemacht. Sie hat das Volk zu dem Gedanken verleitet, es handle sich dabei um einen ehrbaren christlichen Beruf. Das stimmt nicht. Man hat uns einer Gehirnwäsche unterzogen. ... Das Evangelium vom gerechten Krieg ist ein Evangelium, das Christus nie lehrte. ... Das Leben und die Lehren Jesu stützen auf keinen Fall die Ansicht, daß man Menschen zwar nicht mittels nuklearer Sprengköpfe bei lebendigem Leibe verbrennen dürfe, daß aber nichts dagegen einzuwenden sei, sie mittels Napalm oder Flammenwerfern zu verbrennen.“

      8 Im Londoner Catholic Herald war zu lesen: „Die ersten Christen ... glaubten, was Jesus sagte, und ließen sich nicht zum römischen Heer einziehen, auch wenn darauf die Todesstrafe stand. Wäre die Geschichte nicht ganz anders verlaufen, wenn die Kirche an ihrem ursprünglichen Standpunkt festgehalten hätte? ... Wenn sich die Kirchen heutzutage gemeinsam zu einer Verurteilung des Krieges durchringen könnten ..., was bedeuten würde, daß jedes Mitglied gewissensmäßig gebunden wäre, wie die [ersten] Christen ein Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen zu sein, könnte der Frieden tatsächlich gesichert werden. Aber wir wissen, daß dies nie geschehen wird.“

      9. Warum kommen wir zu dem Schluß, daß Jehova die Religionen der Welt verworfen hat?

      9 Die Religionen der Welt sind somit verhängnisvolle Kompromisse in bezug auf Gottes Gesetze eingegangen. Ihr Vertrauen zu Gott ist nicht größer als das der Pharisäer. „Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und für jedes gute Werk unbewährt sind“ (Titus 1:16). Demzufolge hat Gott die Religionen der Welt ebenso sicher verworfen wie die heuchlerische jüdische Religion im ersten Jahrhundert (Matthäus 15:9, 14).

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