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Mögen alle Jehova verherrlichen!Der Wachtturm 1997 | 1. Januar
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Mögen alle Jehova verherrlichen!
„In der Gegend des Lichts [sollen sie] Jehova verherrlichen“ (JESAJA 24:15).
1. Wie betrachteten Jehovas Propheten den göttlichen Namen im Gegensatz zu der Einstellung, die man heute in der Christenheit dazu hat?
JEHOVA — so lautet der erhabene Name Gottes. Welch eine Freude war es für die Propheten früherer Zeiten, in diesem Namen zu sprechen! Jubelnd verherrlichten sie ihren Souveränen Herrn, Jehova, dessen Name ihn als den großen Vorsatzfassenden kennzeichnet (Jesaja 40:5; Jeremia 10:6, 10; Hesekiel 36:23). Selbst die sogenannten Kleinen Propheten ehrten Jehova auf wirklich ausdrucksvolle Weise. Haggai war einer von ihnen. Im Bibelbuch Haggai, das nur 38 Verse umfaßt, wird Gottes Name 35mal gebraucht. Die Prophezeiung klingt leblos, wenn der kostbare Name Jehova durch den Titel „Herr“ ersetzt wird, wie es die superfeinen Apostel der Christenheit in ihren Bibelübersetzungen getan haben. (Vergleiche 2. Korinther 11:5.)
2, 3. (a) Wie erfüllte sich eine bemerkenswerte Prophezeiung über die Wiederherstellung Israels? (b) Welche Freude erlebten der jüdische Überrest und seine Gefährten?
2 In Jesaja 12:2 wird eine Doppelform des Namens gebraucht.a Der Prophet erklärt: „Siehe! Gott ist meine Rettung. Ich werde Vertrauen haben und nicht erschrecken; denn Jah, Jehova, ist meine Stärke und meine Macht, und er wurde mir zur Rettung.“ (Siehe auch Jesaja 26:4.) Durch seinen Propheten Jesaja gab Jah, Jehova, etwa 200 Jahre vor Israels Befreiung aus der Babylonischen Gefangenschaft damit die Zusicherung, dessen mächtiger Retter zu sein. Die Gefangenschaft dauerte schließlich von 607 bis 537 v. u. Z. Jesaja schrieb außerdem: „Ich, Jehova, tue alles, ... [ich,] der von Cyrus spricht: ‚Er ist mein Hirt, und alles, woran ich Gefallen habe, wird er ausführen‘; auch indem ich von Jerusalem sage: ‚Es wird wieder erbaut werden‘ und vom Tempel: ‚Deine Grundlage wird dir gelegt werden.‘ “ Wer war dieser Cyrus? Bemerkenswerterweise handelte es sich um König Cyrus von Persien, der 539 v. u. Z. Babylon einnahm (Jesaja 44:24, 28).
3 Cyrus gab in Erfüllung der Worte Jehovas, die Jesaja aufgezeichnet hatte, Israel betreffend folgenden Erlaß heraus: „Wer immer unter euch von seinem ganzen Volk ist: Es möge sich erweisen, daß sein Gott mit ihm ist. So ziehe er hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus Jehovas, des Gottes Israels — er ist der wahre Gott —, das in Jerusalem war, wieder auf.“ Ein überglücklicher jüdischer Überrest kehrte zusammen mit den nichtisraelitischen Nethinim und den Söhnen der Knechte Salomos nach Jerusalem zurück. Sie trafen rechtzeitig ein, um das Laubhüttenfest des Jahres 537 v. u. Z. zu feiern und Jehova auf seinem Altar Opfer darzubringen. Im darauffolgenden Jahr legten sie im zweiten Monat unter lautem Jubel und während sie Jehova lobpriesen die Grundlage für den zweiten Tempel (Esra 1:1-4; 2:1, 2, 43, 55; 3:1-6, 8, 10-13).
4. Wie erfüllte sich Jesaja, Kapitel 35 und 55?
4 Jehovas Wiederherstellungsprophezeiung sollte sich in Israel auf wunderbare Weise erfüllen: „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran. ... Dort werden die sein, die die Herrlichkeit Jehovas, die Pracht unseres Gottes, sehen werden.“ „Mit Freude werdet ihr ausziehen, und mit Frieden werdet ihr hereingebracht werden. Die Berge und die Hügel, sie werden vor euch fröhlich werden mit Jubelruf ... Und es soll Jehova etwas zum Ruhm werden, ein Zeichen auf unabsehbare Zeit, das nicht weggetilgt werden wird“ (Jesaja 35:1, 2; 55:12, 13).
5. Warum war Israels Freude nur von kurzer Dauer?
5 Diese Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Nachbarnationen suchten mit den Juden ein religionsübergreifendes Bündnis für den Tempelbau einzugehen. Die Juden ließen sich zunächst nicht beirren und erklärten: „Ihr habt mit uns beim Bauen eines Hauses für unseren Gott nichts zu schaffen, denn wir selbst werden zusammen für Jehova, den Gott Israels, bauen, so wie es uns König Cyrus, der König von Persien, geboten hat.“ Die Nachbarn wurden daraufhin zu erbitterten Gegnern. Sie ‘schwächten die Hände des Volkes von Juda ständig und schreckten sie vom Bauen ab’. Sie gaben Artaxerxes, dem Nachfolger des Cyrus, eine völlig verdrehte Darstellung der Situation, so daß er den Tempelbau verbot (Esra 4:1-24). Die Arbeiten ruhten 17 Jahre lang. Leider verfielen die Juden in jener Zeit dem Materialismus.
„Jehova der Heerscharen“ spricht
6. (a) Wie reagierte Jehova auf die Situation in Israel? (b) Inwiefern ist die wahrscheinliche Bedeutung des Namens Haggai passend?
6 Trotzdem bewies Jehova Israel gegenüber ‘seine Stärke und seine Macht’, indem er Propheten sandte, vor allem Haggai und Sacharja, um die Juden an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Haggais Name hat etwas mit einem Fest zu tun, denn er bedeutet wahrscheinlich „An einem Fest geboren“. Passenderweise begann Haggai am ersten Tag des Monats zu prophezeien, in dem das Laubhüttenfest gefeiert wurde, ein Fest, bei dem die Juden „nichts anderes als erfreut werden [sollten]“ (5. Mose 16:15). Im Verlauf von 112 Tagen ließ Jehova durch Haggai vier Botschaften übermitteln (Haggai 1:1; 2:1, 10, 20).
7. Inwiefern sollten die einleitenden Worte Haggais eine Ermunterung für uns sein?
7 Haggai leitete seine Prophezeiung mit den Worten ein: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat“ (Haggai 1:2a). Was mögen das für „Heerscharen“ sein? Es sind die Engelscharen Jehovas, die in der Bibel manchmal als Streitmächte beschrieben werden (Hiob 1:6; 2:1; Psalm 103:20, 21; Matthäus 26:53). Ist es für uns heute nicht eine Ermunterung, daß sich der Souveräne Herr Jehova dieser unbesiegbaren himmlischen Streitkräfte bedient, um unser Werk der Wiederherstellung der wahren Anbetung auf der Erde zu leiten? (Vergleiche 2. Könige 6:15-17.)
8. Welche Einstellung herrschte in Israel, und wozu führte das?
8 Wovon handelte Haggais erste Botschaft? Das Volk hatte gesagt: „Die Zeit ist nicht gekommen, die Zeit des Hauses Jehovas, daß es gebaut wird.“ Dem Tempelbau, der für die Wiederherstellung der wahren Anbetung stand, galt nicht mehr ihr Hauptinteresse. Sie hatten sich der Errichtung von luxuriösen Eigenheimen zugewandt. Eine materialistische Einstellung dämpfte ihre Begeisterung für die Anbetung Jehovas. Deshalb hatte er ihnen seinen Segen entzogen. Ihre Felder waren nicht mehr fruchtbar, und es fehlte ihnen an Kleidung für die kalte Winterzeit. Ihre Einkünfte waren mager geworden, und sie schienen ihr Geld in einen durchlöcherten Beutel zu stecken (Haggai 1:2b-6).
9. Welche strenge, aber ermunternde Ermahnung ließ Jehova ergehen?
9 Zweimal äußerte Jehova die strenge Ermahnung: „Richtet euer Herz auf eure Wege.“ Offensichtlich reagierten Serubbabel, der Statthalter von Jerusalem, und der Hohepriester Josuab günstig und ermunterten das ganze Volk mutig, „auf die Stimme Jehovas, ihres Gottes, und auf die Worte Haggais, des Propheten, zu hören, da Jehova, ihr Gott, ihn gesandt hatte; und das Volk begann sich Jehovas wegen zu fürchten“. Und „Haggai, der Bote Jehovas, sprach gemäß Jehovas Auftrag an den Boten weiter zum Volk, indem er sagte: , „Ich bin mit euch“ ist der Ausspruch Jehovas‘ “ (Haggai 1:5, 7-14).
10. Wie gebrauchte Jehova seine Macht zum Nutzen Israels?
10 Einige ältere Leute in Jerusalem waren wohl der Meinung, die Herrlichkeit des wieder aufgebauten Tempels würde „nichts“ sein im Vergleich zu der des früheren Tempels. Doch 51 Tage später veranlaßte Jehova Haggai, eine zweite Botschaft weiterzugeben. Er verkündete: „ ‚Sei stark, o Serubbabel‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sei stark, o Josua, Sohn Jozadaks, du Hoherpriester.‘ ,Und seid stark, ihr alle, Volk des Landes‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und arbeitet.‘ ,Denn ich bin mit euch‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen. ‚... Fürchtet euch nicht.‘ “ Jehova, der zu gegebener Zeit seine Allmacht gebraucht, um ‘Himmel und Erde zu erschüttern’, sorgte dafür, daß jeglicher Widerstand, auch das königliche Verbot, beseitigt wurde. Innerhalb von fünf Jahren wurde der Tempelbau erfolgreich abgeschlossen (Haggai 2:3-6).
11. Inwiefern füllte Jehova den zweiten Tempel mit ‘größerer Herrlichkeit’?
11 Damit erfüllte sich eine bemerkenswerte Verheißung: „ ‚Die begehrenswerten Dinge aller Nationen sollen hereinkommen; und ich will dieses Haus mit Herrlichkeit füllen‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen“ (Haggai 2:7). Die „begehrenswerten Dinge“ erwiesen sich als Nichtisraeliten, die kamen, um in jenem Tempel anzubeten, da er die Herrlichkeit der majestätischen Gegenwart Jehovas widerspiegelte. Hielt der wieder aufgebaute Tempel einem Vergleich mit dem in Salomos Tagen errichteten Tempel stand? Gottes Prophet erklärte: „ ‚Größer wird die Herrlichkeit dieses späteren Hauses werden als die des früheren‘, hat Jehova der Heerscharen gesagt“ (Haggai 2:9). In der ersten Erfüllung dieser Prophezeiung bestand der wieder aufgebaute Tempel länger als das erste Haus. Er stand noch, als der Messias im Jahr 29 u. Z. erschien. Außerdem verlieh ihm der Messias dadurch Herrlichkeit, daß er dort die Wahrheit verkündete, bevor ihn seine Feinde, abtrünnige Juden, 33 u. Z. umbringen ließen.
12. Welchem Zweck dienten der erste und der zweite Tempel?
12 Der erste und der zweite Tempel dienten einem wichtigen Zweck in Verbindung mit der prophetischen Darstellung von bedeutsamen Merkmalen des priesterlichen Dienstes des Messias sowie in Verbindung damit, bis zum tatsächlichen Erscheinen des Messias die reine Anbetung Jehovas auf der Erde lebendig zu erhalten (Hebräer 10:1).
Der herrliche geistige Tempel
13. (a) Welche Ereignisse, die mit dem geistigen Tempel zu tun hatten, spielten sich zwischen 29 und 33 u. Z. ab? (b) Welche besondere Rolle spielte Jesu Loskaufsopfer in Verbindung damit?
13 Hat die Wiederherstellungsprophezeiung Haggais eine besondere Bedeutung für spätere Zeiten? Ganz bestimmt! Der wieder aufgebaute Tempel in Jerusalem wurde zum Mittelpunkt der gesamten wahren Anbetung auf der Erde. Außerdem stellte er prophetisch einen noch herrlicheren geistigen Tempel dar. Dieser trat 29 u. Z. in Funktion, als sich Jesus im Jordan taufen ließ und Jehova ihn zum Hohenpriester salbte, indem heiliger Geist wie eine Taube herabfuhr und auf ihn kam (Matthäus 3:16). Nachdem Jesus seinen irdischen Dienst mit seinem Opfertod beendet hatte, wurde er auferweckt und kehrte in den Himmel zurück, der durch das Allerheiligste des Tempels dargestellt wurde, wo er Jehova den Wert seines Opfers darbot. Dieser diente als Lösegeld, um die Sünden seiner Jünger zuzudecken; daher konnten sie am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. zu Unterpriestern in Jehovas geistigem Tempel gesalbt werden. Ihr treuer Dienst im Tempelvorhof — auf der Erde — bis zu ihrem Tod sollte zu einer künftigen Auferstehung zu Leben im Himmel führen, und dort sollten sie ihre Priesterdienste fortsetzen.
14. (a) Welche Freude erlebte die Christenversammlung des ersten Jahrhunderts bei ihrer eifrigen Tätigkeit? (b) Warum war die Freude nur von kurzer Dauer?
14 Tausende von reumütigen Juden — und später Nichtjuden — strömten in die Christenversammlung und beteiligten sich an der Verkündigung der guten Botschaft von der künftigen Herrschaft des Königreiches Gottes über die Erde. Nach etwa 30 Jahren konnte der Apostel Paulus erklären, daß die gute Botschaft „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden ist“ (Kolosser 1:23). Doch nach dem Tod der Apostel setzte ein großer Abfall ein, und das Licht der Wahrheit wurde immer schwächer. Das wahre Christentum wurde vom Sektierertum der Christenheit verdunkelt, das sich auf heidnische Lehren und Philosophien stützte (Apostelgeschichte 20:29, 30).
15, 16. (a) Welche Prophezeiung erfüllte sich 1914? (b) Welche Einsammlung erfolgte gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts?
15 Jahrhunderte vergingen. In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts begann dann eine Gruppe aufrichtiger Christen mit einem tiefschürfenden Bibelstudium. Sie konnten an Hand der Bibel genau bestimmen, daß das Jahr 1914 durch den Abschluß der „bestimmten Zeiten der Nationen“ gekennzeichnet sein würde. Zu jener Zeit sollten die sieben symbolischen Zeiten (2 520 Jahre, in denen die Menschen wie Tiere geherrscht haben) mit der Inthronisierung Jesu Christi im Himmel enden — der Inthronisierung desjenigen, der das „gesetzliche Recht“ hat, als messianischer König über die Erde zu regieren (Lukas 21:24; Daniel 4:25; Hesekiel 21:26, 27). Besonders seit 1919 sind die Bibelforscher, heute als Jehovas Zeugen bekannt, eifrig bemüht, auf der ganzen Erde die gute Botschaft vom Königreich zu verbreiten. 1919 reagierten einige tausend von ihnen auf den Aufruf zur Tat, der auf dem Kongreß in Cedar Point (Ohio, USA) erging. Ihre Zahl wuchs bis 1935 auf 56 153, die über ihren Predigtdienst berichteten. In jenem Jahr hatten bei der jährlichen Feier zum Gedenken an den Tod Christi 52 465 von den Symbolen, Brot und Wein, genommen, wodurch sie ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen hatten, Mitpriester Christi Jesu im himmlischen Teil des großen geistigen Tempels Jehovas zu werden. Außerdem werden sie Mitkönige in seinem messianischen Königreich sein (Lukas 22:29, 30; Römer 8:15-17).
16 Doch wie in Offenbarung 7:4-8 und 14:1-4 gezeigt wird, ist die Gesamtzahl dieser gesalbten Christen auf 144 000 begrenzt, und viele von ihnen wurden im ersten Jahrhundert eingesammelt, ehe der große Abfall einsetzte. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein schloß Jehova die Einsammlung dieser Gruppe ab, deren Glieder durch das Wasser seines Wortes gereinigt, durch Glauben an Jesu sündensühnendes Opfer gerechtgesprochen und schließlich als gesalbte Christen versiegelt wurden, um die Zahl der 144 000 zu vervollständigen.
17. (a) Welche Einsammlung geht seit den 30er Jahren unseres Jahrhunderts vor sich? (b) Warum ist in Verbindung damit Johannes 3:30 von Interesse? (Siehe auch Lukas 7:28.)
17 Wie sollte es nach der Auswahl aller Gesalbten weitergehen? 1935 wurde auf einem historischen Kongreß in Washington (D. C., USA) gezeigt, daß es sich bei der „großen Volksmenge“ aus Offenbarung 7:9-17 um eine Gruppe handelt, die „nach“ den 144 000 deutlich erkannt werden sollte und deren Bestimmung ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde ist. Johannes der Täufer, der als ein Glied der „anderen Schafe“ auf der Erde auferweckt werden wird, sagte über den Messias, nachdem er gezeigt hatte, wer der gesalbte Jesus wirklich war: „Jener muß fortan zunehmen, ich aber muß fortan abnehmen“ (Johannes 1:29; 3:30; 10:16; Matthäus 11:11). Das von Johannes dem Täufer durchgeführte Werk, Jünger für den Messias vorzubereiten, ging zu Ende, als es Jesus dann übernahm, immer mehr Menschen auszuwählen, die zu den 144 000 gehören sollten. In den 30er Jahren unseres Jahrhunderts trat wiederum eine Wende ein. Die Zahl derer, die zu den 144 000 ‘berufen und auserwählt’ wurden, nahm ab, während eine gewaltige zahlenmäßige Zunahme bei der „großen Volksmenge“ der „anderen Schafe“ einsetzte. Diese große Volksmenge wird immer größer, während das böse Weltsystem seinem Ende in Harmagedon entgegengeht (Offenbarung 17:14b).
18. (a) Warum können wir zuversichtlich erwarten, daß Millionen jetzt Lebender nie sterben werden? (b) Warum sollten wir eifrig darauf bedacht sein, Haggai 2:4 zu beherzigen?
18 Anfang der 20er Jahre hielten Jehovas Zeugen den besonderen öffentlichen Vortrag „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“. Das mag damals übertrieben optimistisch geklungen haben. Heute kann diese Aussage dagegen voller Zuversicht gemacht werden. Sowohl das zunehmende Licht in bezug auf biblische Prophezeiungen als auch die Anarchie in der heutigen zum Untergang verurteilten Welt sind ein deutlicher Hinweis darauf, daß das Ende von Satans System sehr, sehr nahe ist. Wie der Bericht über das Gedächtnismahl 1996 zeigt, waren 12 921 933 Personen anwesend, von denen aber lediglich 8 757 (0,068 Prozent) von den Symbolen nahmen und dadurch zeigten, daß sie die himmlische Hoffnung haben. Die Wiederherstellung der wahren Anbetung geht ihrer Vollendung entgegen. Doch lassen wir in diesem Werk nie die Hände sinken. Ja, in Haggai 2:4 heißt es: „ ‚Seid stark, ihr alle, Volk des Landes‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und arbeitet.‘ ,Denn ich bin mit euch‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.“ Seien wir entschlossen, unseren Eifer für das Werk Jehovas niemals durch einen Hang zu Materialismus oder Verweltlichung erlahmen zu lassen! (1. Johannes 2:15-17).
19. Wie können wir einen Anteil an der Erfüllung von Haggai 2:6, 7 haben?
19 Wir haben das freudige Vorrecht, einen Anteil an der neuzeitlichen Erfüllung von Haggai 2:6, 7 zu haben: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Noch einmal — eine kleine Weile ist es —, und ich erschüttere die Himmel und die Erde und das Meer und den trockenen Erdboden.‘ ‚Und ich will alle Nationen erschüttern, und die begehrenswerten Dinge aller Nationen sollen hereinkommen; und ich will dieses Haus mit Herrlichkeit füllen‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“ Habgier, Verdorbenheit und Haß nehmen in der heutigen Welt immer mehr überhand. Sie befindet sich tatsächlich in ihren letzten Tagen, und Jehova hat bereits begonnen, sie zu ‘erschüttern’, und zwar dadurch, daß er durch seine Zeugen seinen „Tag der Rache“ ausrufen läßt (Jesaja 61:2). Dieses einleitende Erschüttern wird mit der Vernichtung der Welt in Harmagedon den Höhepunkt erreichen, doch bevor das geschieht, sammelt Jehova für seinen Dienst „die begehrenswerten Dinge aller Nationen“ heraus — die sanftmütigen, schafähnlichen Menschen der Erde (Johannes 6:44). Diese „große Volksmenge“ bringt im irdischen Vorhof seines Hauses der Anbetung „heiligen Dienst“ dar (Offenbarung 7:9, 15).
20. Wo ist der kostbarste Schatz zu finden?
20 Der Dienst in Jehovas geistigem Tempel trägt etwas ein, was weit kostbarer ist als jeder materielle Schatz (Sprüche 2:1-6; 3:13, 14; Matthäus 6:19-21). Außerdem heißt es in Haggai 2:9: „ ‚Größer wird die Herrlichkeit dieses späteren Hauses werden als die des früheren‘, hat Jehova der Heerscharen gesagt. ‚Und an dieser Stätte werde ich Frieden geben‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.“ Von welcher Bedeutung sind jene Worte für uns heute? Das zeigt der nächste Artikel.
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Die größere Herrlichkeit des Hauses JehovasDer Wachtturm 1997 | 1. Januar
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Die größere Herrlichkeit des Hauses Jehovas
„ ‚Ich will dieses Haus mit Herrlichkeit füllen‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen“ (HAGGAI 2:7).
1. Inwiefern steht der heilige Geist sowohl mit Glauben als auch mit Werken in Verbindung?
EINE Zeugin Jehovas traf im Predigtdienst von Haus zu Haus eine Anhängerin der Pfingstbewegung an, die zu ihr sagte: „Wir haben den heiligen Geist, aber Sie tun das Werk.“ Taktvoll erklärte ihr die Zeugin, daß derjenige, der den heiligen Geist hat, selbstverständlich auch veranlaßt wird, Gottes Werk zu tun. In Jakobus 2:17 heißt es: „Der Glaube [ist], wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.“ Mit Hilfe des Geistes Gottes haben Jehovas Zeugen einen starken Glauben entwickelt, und Jehova hat ‘sein Haus mit Herrlichkeit gefüllt’, indem er seine Zeugen veranlaßt, gerechte Werke zu verrichten — vor allem ‘die gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen bewohnten Erde zu predigen, allen Nationen zu einem Zeugnis’. Wenn das Werk zu Jehovas Zufriedenheit getan worden ist, „dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14).
2. (a) Welchen Segen trägt es uns ein, wenn wir im Werk Jehovas aufgehen? (b) Warum sollten wir uns über das scheinbare ‘Säumen’ freuen?
2 Diesen Worten Jesu können wir entnehmen, daß sich unsere heutige Tätigkeit darauf konzentrieren muß, anderen die ‘herrliche gute Botschaft des glücklichen Gottes’ zu predigen, mit der wir betraut worden sind (1. Timotheus 1:11). Je mehr und je freudiger wir im Dienst für Jehova aufgehen, desto schneller scheint für uns das Ende zu kommen. In Habakuk 2:2, 3 finden wir folgende Worte Jehovas: „Schreib die Vision auf, und leg sie deutlich auf Tafeln dar, damit der davon Vorlesende es geläufig tun kann. Denn die Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine Lüge mitteilen. Selbst wenn sie säumen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich ganz bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich nicht verspäten.“ Ja, „die Vision“ wird sich bewahrheiten, selbst „wenn sie säumen sollte“. Heute, im 83. Jahr der Königreichsherrschaft Jesu, könnte es einigen so vorkommen, als wären wir gegenwärtig in eine Zeit des Säumens eingetreten. Doch sollten wir uns nicht freuen, daß das Ende noch nicht gekommen ist? In diesem Jahrzehnt sind in Osteuropa, in Teilen Afrikas und in anderen Gebieten wie durch ein Wunder Einschränkungen in bezug auf das Predigen der guten Botschaft aufgehoben worden. Das scheinbare ‘Säumen’ ermöglicht es, daß in den Gebieten, die sich unlängst geöffnet haben, viele weitere „Schafe“ eingesammelt werden (Johannes 10:16).
3. Warum sollte uns das neue Verständnis des Begriffs „Generation“ anspornen, dringend auf Gottes Werk zu halten?
3 „Sie wird sich nicht verspäten“, sagte der Prophet. Jesus erklärte, daß die gegenwärtige böse Generation nicht vergehen wird, bis „alle diese Dinge geschehen“ (Matthäus 24:34). Bedeutet unser neues Verständnis seiner Worte, daß unsere Predigttätigkeit nicht mehr so dringend ist?a Wie die Tatsachen zeigen, ist das Gegenteil der Fall. Die Bosheit und die Verdorbenheit der heutigen Generation sind in der gesamten Geschichte beispiellos. (Vergleiche Apostelgeschichte 2:40.) Wir sollten dringend auf unser Werk halten (2. Timotheus 4:2). Alle Prophezeiungen über den Ablauf der großen Drangsal zeigen, daß sie plötzlich, in einem Nu, überraschend kommen wird — wie ein Dieb (1. Thessalonicher 5:1-4; Offenbarung 3:3; 16:15). „Deswegen erweist auch ihr euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn“ (Matthäus 24:44). Da die Vernichtung der gegenwärtigen Generation der Menschheit nahe bevorsteht, wird gewiß niemand von uns seine kostbare Hoffnung auf ewiges Leben wegwerfen, indem er „zum Wälzen im Schlamm“ der weltlichen Ablenkungen zurückkehrt (2. Petrus 2:22; 3:10; Lukas 21:32-36).
4. Welche Situation erfordert einen größeren Vorrat an „Speise zur rechten Zeit“, und wie wird diesem Bedürfnis abgeholfen?
4 Entsprechend der Prophezeiung Jesu gab es 1914 einen „Anfang der Bedrängniswehen“, als die Menschheit in die Zeit „des Abschlusses des Systems der Dinge“ eintrat. Leid, Katastrophen und Gesetzlosigkeit haben bis zum heutigen Tag immer mehr zugenommen (Matthäus 24:3-8, 12). Gleichzeitig hat Jehova den kollektiven gesalbten treuen und verständigen Sklaven beauftragt, den Haushalt Christi, seines Herrn, mit geistiger „Speise zur rechten Zeit“ zu versorgen (Matthäus 24:45-47). Von seinem himmlischen Thron aus leitet der messianische König gegenwärtig ein wunderbares weltweites geistiges Ernährungsprogramm.
Reicher „Speisevorrat“
5. Welche Aufmerksamkeit wird der Grundlage der „Speise“ geschenkt?
5 Betrachten wir, wie für den „Speisevorrat“ gesorgt wird (Lukas 12:42). Die Grundlage jedes christlichen „Menüs“ ist Gottes Wort, die Bibel. Wirkungsvolles Lehren an Hand der Bibel erfordert zunächst einmal eine gut lesbare, genaue Übersetzung. Im Laufe der Jahre wurde diesem Bedarf nach und nach abgeholfen, vor allem von 1950 an, als die Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften in Englisch freigegeben wurde. 1961 stand dann die Neue-Welt-Übersetzung der gesamten Bibel in Englisch zur Verfügung, und bald erschienen Ausgaben in anderen Hauptsprachen. Die Zahl der Ausgaben stieg im Dienstjahr 1996 um 3 auf 27 an, davon sind 14 vollständige Bibeln. 1 174 ergebene christliche Vollzeitdiener in 77 Ländern sind damit beschäftigt, die Bibel und bibelerklärende Schriften zu übersetzen.
6. Wie deckt die Gesellschaft den Bedarf an biblischen Veröffentlichungen?
6 Hand in Hand mit der Tätigkeit, die dieses Heer von Übersetzern verrichtet, geht die ständig steigende Produktion von Veröffentlichungen in den 24 Zweigen der Watch Tower Society mit eigener Druckerei. In den größeren Zweigen wurden deshalb weitere leistungsfähige Druckmaschinen in Betrieb genommen. Die Auflage der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! ist Monat für Monat gestiegen, und so wurden zusammen insgesamt 943 892 500 Stück gedruckt, eine 13,4prozentige Steigerung im Verlauf eines Jahres. Die Gesamtproduktion von Bibeln und gebundenen Büchern in den Vereinigten Staaten, Brasilien, Deutschland, Finnland, Italien, Japan, Korea und Mexiko hat sich 1996 im Vergleich zu 1995 um 40 Prozent auf 76 760 098 Exemplare erhöht. Auch andere Zweige haben einen erheblichen Beitrag zu der allgemeinen Zunahme der Literaturherstellung geleistet.
7. Wieso ergeht der Aufruf gemäß Jesaja 54:2 heute mit noch größerer Dringlichkeit?
7 Ein Großteil der Zunahme in den 90er Jahren ist darauf zurückzuführen, daß Einschränkungen aufgehoben wurden, die Jehovas Zeugen in Osteuropa und Afrika auferlegt waren. In diesen Gebieten herrscht ein großer Hunger nach geistiger Speise. Daher ergeht folgender laute Ruf mit noch größerer Dringlichkeit: „Mache die Stätte deines Zeltes geräumiger. Und man lasse die Zelttücher deiner großartigen Wohnstätte ausspannen. Halte nicht zurück. Verlängere deine Zeltstricke, und mache die Zeltpflöcke von dir stark“ (Jesaja 54:2).
8. Welche großzügige Reaktion macht eine finanzielle Unterstützung möglich?
8 In vielen der 104 Zweige der Gesellschaft mußten daher die Einrichtungen vergrößert werden. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage, die in den meisten der neuerschlossenen Gebiete besteht, wird ein großer Teil der Ausgaben für die Ausdehnung dort durch die Spenden für das Königreichswerk aus begüterteren Ländern gedeckt. Glücklicherweise reagieren Versammlungen und Einzelpersonen mit ungeteiltem Herzen im Geist von 2. Mose 35:21: „Dann kamen sie, ein jeder, dessen Herz ihn drängte, und sie brachten ein jeder, dessen Geist ihn trieb, den Beitrag Jehovas für das Werk.“ Wir benutzen diese Gelegenheit, um allen zu danken, die einen Anteil an dem großzügigen Geben hatten (2. Korinther 9:11).
9. Wie erfüllt sich heute Römer 10:13, 18?
9 Jehovas Name und sein Vorsatz sind 1996 durch die Veröffentlichungen der Watch Tower Society tatsächlich bis an die Enden der Erde verherrlicht worden. Es verhält sich genauso, wie es der Apostel Paulus voraussagte. Er schrieb, wobei er aus der Prophezeiung Joels und aus dem 19. Psalm zitierte: „Denn ‚jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden‘. Dennoch frage ich: Haben sie etwa nicht gehört? Nun, in der Tat, ‚ihr Schall ist zur ganzen Erde ausgegangen und ihre Reden bis zu den äußersten Enden der bewohnten Erde‘ “ (Römer 10:13, 18). Dadurch, daß Gottes Volk den kostbaren Namen Jehova preist, spielt es eine bedeutende Rolle dabei, sein Haus der Anbetung mit Herrlichkeit zu füllen. Doch welches Gedeihen hat diese Verkündigung im Jahr 1996 gehabt? Befassen wir uns einmal mit der Tabelle auf den Seiten 18 bis 21.
Weltweite Ernte
10. Welche herausragenden Ergebnisse der Tätigkeit des Volkes Jehovas, die in der Tabelle auf Seite 18 bis 21 zusammengefaßt werden, sind uns aufgefallen?
10 Nie zuvor ergingen Jesu Worte gemäß Lukas 10:2 mit größerem Nachdruck: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende.“ Leisten wir dem Aufruf Folge? Millionen auf der ganzen Erde tun es. Das läßt die neue Höchstzahl von 5 413 769 Königreichsverkündigern, die 1996 über ihren Predigtdienst berichteten, deutlich erkennen. Außerdem wurden 366 579 neue Brüder und Schwestern getauft. Wie wir diese „begehrenswerten Dinge aller Nationen“ doch schätzen, die sich jetzt daran beteiligen, ‘das Haus Jehovas mit Herrlichkeit zu füllen’! (Haggai 2:7).
11. Warum haben alle von uns Grund, überglücklich zu sein?
11 Die Berichte aus den in letzter Zeit neuerschlossenen Gebieten sind wirklich aufsehenerregend. Sind wir neidisch auf diejenigen, die ein solches Wachstum erleben? Im Gegenteil, wir freuen uns mit ihnen! In allen Ländern gab es bescheidene Anfänge. Sacharja, ein Prophet und Zeitgenosse Haggais, schrieb: „Wer hat den Tag kleiner Dinge verachtet?“ (Sacharja 4:10). Wir sind überglücklich darüber, daß es jetzt in den Ländern, wo das Zeugniswerk gut etabliert ist, Millionen von Königreichsverkündigern gibt und daß das Gebiet oft bearbeitet wird, in vielen größeren Städten sogar jede Woche. Haben wir Grund nachzulassen, während Jehova jetzt in Gebieten die Gelegenheit zur Rettung bietet, wo dies früher nicht möglich war? Keinesfalls! „Das Feld ist die Welt“, sagte Jesus (Matthäus 13:38). Es muß weiterhin ein gründliches Zeugnis gegeben werden, genauso wie die frühchristlichen Jünger vor dem Abschluß des jüdischen Systems der Dinge umfassend Zeugnis ablegten (Apostelgeschichte 2:40; 10:42; 20:24; 28:23).
Uns weiterhin geradeaus bewegen
12. Welchen Ansporn haben wir, uns „stets geradeaus“ zu bewegen? (Siehe auch den Kasten „Die Ernte einbringen ‚vom äußersten Ende der Erde‘ “.)
12 Ja, wir müssen mit dem himmlischen Wagen Jehovas Schritt halten, uns „stets geradeaus“ bewegen (Hesekiel 1:12). Wir denken an die von Petrus geäußerten Worte: „Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen“ (2. Petrus 3:9). Lassen wir uns von dem vorbildlichen Eifer unserer Brüder in armen Ländern anspornen. Durch das scheinbare Säumen des Ausbruchs von Harmagedon können nicht nur Hunderttausende in diesen Ländern eingesammelt werden, sondern auch noch viele in den gründlich bearbeiteten Gebieten. Lassen wir uns nicht täuschen: „Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr“ (Zephanja 1:14). Auch wir sollten uns beeilen, ein gründliches Schlußzeugnis zu geben!
13, 14. (a) Was ist über die Verbreitung von Veröffentlichungen im Dienstjahr 1996 zu sagen? (b) Welche besonderen Anstrengungen können Versammlungen jedes Jahr unternehmen, und was haben wir in bezug auf unsere Beteiligung geplant?
13 Im tabellarischen Bericht über das Dienstjahr werden zwar keine Angaben gemacht, was die Verbreitung von Bibeln, Büchern und Zeitschriften betrifft, doch auf diesem Gebiet hat es im vergangenen Jahr eine beachtliche Zunahme gegeben. So stieg beispielsweise die Zeitschriftenverbreitung um 19 Prozent. Insgesamt wurden 543 667 923 Exemplare verbreitet. Unsere Zeitschriften ermöglichen einen vielseitigen Predigtdienst — auf der Straße, in Parks, an Bushaltestellen, in Geschäftsvierteln. Berichte zeigen, daß in einigen gründlich bearbeiteten Gebieten Fachleute von der Qualität unserer Zeitschriften beeindruckt sind, und einige von ihnen sind zu einem Bibelstudium bereit.
14 Jedes Jahr im April planen die Versammlungen im allgemeinen eine besondere Zeitschriftenaktion mit ganztägiger Tätigkeit von Haus zu Haus und auf öffentlichen Plätzen. Wird sich eure Versammlung im April 1997 an der Aktion beteiligen? Hervorragende Aprilausgaben der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! werden für uns vorbereitet, und das gleichzeitige Angebot auf der ganzen Erde wird die Menschen gewiß beeindrucken. Auf Zypern haben es sich die Versammlungen zum Ziel gesetzt, „möglichst jeden mit der Königreichsbotschaft zu erreichen“, und sie führen sogar jeden Monat eine planmäßige Zeitschriftentätigkeit durch, so daß eine neue Höchstzahl von 275 359 Zeitschriften im Verlauf des Jahres abgegeben wurde, was eine Zunahme um 54 Prozent bedeutet.
Haggais Schlußbotschaften
15. (a) Warum ließ Jehova durch Haggai weitere Botschaften übermitteln? (b) Was sollte uns die dritte Botschaft Haggais lehren?
15 Dreiundsechzig Tage nachdem Haggai seine zweite Botschaft übermittelt hatte, sandte ihm Jehova eine dritte Erklärung, die auch wir uns heute zu Herzen nehmen sollten. Haggai redete so, als würden die Juden gerade das Tempelfundament legen, was sie in Wirklichkeit bereits 17 Jahre zuvor getan hatten. Erneut hielt Jehova es für angebracht, eine Reinigung vorzunehmen. Die Priester und das Volk waren nachlässig geworden und waren deshalb unrein in Jehovas Augen. Könnte es sein, daß einige Glieder des Volkes Jehovas heute ebenfalls nachlässig geworden sind und sich in die Freizügigkeit und den Materialismus der Welt verstrickt haben? Wir alle müssen unbedingt „von diesem Tag an und weiterhin“ unser Herz darauf richten, Ehre auf den Namen Jehovas zu bringen, und auf die Zusicherung Jehovas vertrauen: „Von diesem Tag an werde ich Segen geben“ (Haggai 2:10-19; Hebräer 6:11, 12).
16. Welches ‘Erschüttern’ ist nicht mehr fern, und was wird es bewirken?
16 Noch am selben Tag ließ „Jehova der Heerscharen“ ein viertes und letztes Mal sein Wort an Haggai ergehen. Er zeigte, was damit verbunden sein wird, wenn er ‘die Himmel und die Erde erschüttert’, und sagte: „Ich werde gewiß den Thron von Königreichen umstürzen und die Stärke der Königreiche der Nationen vertilgen; und ich will den Wagen und die darauf Fahrenden umstürzen, und die Pferde und ihre Reiter werden bestimmt niedersinken, jeder durch das Schwert seines Bruders“ (Haggai 2:6, 21, 22). Das ‘Erschüttern’ wird somit seinen Höhepunkt erreichen, wenn Jehova in Harmagedon die Erde vollständig reinigt. Dann werden „die begehrenswerten Dinge aller Nationen“ hereingekommen sein, um den Kern der menschlichen Gesellschaft in der neuen Welt zu bilden. Wie viele Gründe gibt es doch dafür, sich zu freuen und Jehova zu preisen! (Haggai 2:7; Offenbarung 19:6, 7; 21:1-4).
17. Inwiefern ist Jesus wie ein „Siegelring“ gesetzt?
17 Haggai schrieb zum Schluß seiner Prophezeiung: „ ,An jenem Tag‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚werde ich dich nehmen, o Serubbabel, ... und ich werde dich gewiß wie einen Siegelring setzen; denn dich habe ich erwählt‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen“ (Haggai 2:23). Christus Jesus ist heute Jehovas messianischer König und Hoherpriester, der im Himmel die Ämter in sich vereint, die der Statthalter Serubbabel und der Hohepriester Josua im irdischen Jerusalem getrennt innehatten. Gleich einem offiziellen Siegelring an der Rechten Jehovas ist Jesus zum „Ja“ geworden als Jehovas Werkzeug, das die vielen „Verheißungen Gottes“ Wirklichkeit werden läßt (2. Korinther 1:20; Epheser 3:10, 11; Offenbarung 19:10). Im Mittelpunkt der gesamten prophetischen Botschaft der Bibel steht der Christus, den Jehova als König und priesterlichen Loskäufer eingesetzt hat (Johannes 18:37; 1. Petrus 1:18, 19).
18. Welche großartige Erfüllung wird der abschließende „Ausspruch Jehovas der Heerscharen“ haben?
18 Heute ist gewiß nirgendwo eine größere Herrlichkeit zu finden als in Jehovas strahlendem geistigen Tempel! Und bald, nachdem Jehova das gesamte System Satans hinweggefegt hat, wird Haggai 2:9 eine weitere wunderbare Erfüllung haben: „ ‚An dieser Stätte werde ich Frieden geben‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.“ Endlich Frieden — ein dauerhafter, weltweiter Frieden, der von Jehovas „Siegelring“, Christus Jesus, dem „Fürsten des Friedens“, garantiert wird, von dem geschrieben steht: „Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben ... Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun“ (Jesaja 9:6, 7). In alle Ewigkeit wird die Herrlichkeit, die von Jehovas Haus der Anbetung ausgeht, widerstrahlen, wenn unter seiner universellen Souveränität überall Frieden herrscht. Mögen wir für immer in diesem Haus bleiben! (Psalm 27:4; 65:4; 84:10).
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