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Jehova gibt Frieden und Wahrheit in FülleDer Wachtturm 1996 | 1. Januar
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Jehova läßt seine Prophezeiungen in Erfüllung gehen
5. Was ist am achten Kapitel von Sacharja so bemerkenswert?
5 Im Bibelbuch Sacharja kann man zahlreiche inspirierte Visionen und Prophezeiungen lesen, durch die Gottes Volk im sechsten Jahrhundert v. u. Z. gestärkt wurde. Dieselben Prophezeiungen sichern auch uns die Unterstützung Jehovas zu. Wir haben deshalb berechtigten Grund zu der Annahme, daß Jehova seinem Volk in unseren Tagen Frieden geben wird. Der Prophet Sacharja machte beispielsweise im achten Kapitel des Buches, das seinen Namen trägt, zehnmal die Aussage: „Dies ist, was Jehova gesagt hat.“ Diese Äußerung leitet jedesmal einen göttlichen Ausspruch ein, der mit dem Frieden des Volkes Gottes zu tun hat. Einige dieser Verheißungen erfüllten sich noch in den Tagen Sacharjas. Und in unseren Tagen sind alle Verheißungen entweder bereits in Erfüllung gegangen oder im Begriff, sich zu erfüllen.
„Ich will um Zion ... eifern“
6, 7. Inwiefern ‘eiferte Jehova mit großem Grimm um Zion’?
6 Wir finden die Äußerung erstmals in Sacharja 8:2, wo wir lesen: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Ich will um Zion mit großem Eifer eifern, und mit großem Grimm will ich um sie eifern.‘“ Jehovas Verheißung, für sein Volk zu eifern oder großen Eifer zu haben, bedeutete, daß er über die Wiederherstellung des Friedens wachen würde. Die Rückführung Israels in sein Heimatland und der Wiederaufbau des Tempels waren Beweise für diesen Eifer.
7 Doch was war mit denjenigen, die Jehovas Volk befeindeten? Genauso groß wie sein Eifer für sein Volk würde auch sein ‘großer Grimm’ gegenüber diesen Feinden sein. Wenn die treuen Juden im wieder aufgebauten Tempel anbeteten, konnten sie über das nachdenken, was dem einst mächtigen, aber nun gefallenen Babylon widerfahren war. Sie konnten sich auch das völlige Versagen jener Feinde in Erinnerung rufen, die versucht hatten, den Wiederaufbau des Tempels zu verhindern (Esra 4:1-6; 6:3). Und sie konnten Jehova dafür danken, daß er seine Verheißung wahr gemacht hatte. Sein Eifer hatte sie triumphieren lassen.
Die „Stadt der Wahrhaftigkeit“
8. Wodurch sollte Jerusalem in den Tagen Sacharjas im Gegensatz zu früher eine Stadt der Wahrhaftigkeit werden?
8 Ein zweites Mal schrieb Sacharja: „Dies ist, was Jehova gesagt hat.“ Wie lauten die Worte Jehovas bei dieser Gelegenheit? „Ich will zu Zion zurückkehren und inmitten Jerusalems weilen; und Jerusalem wird gewiß die Stadt der Wahrhaftigkeit genannt werden und der Berg Jehovas der Heerscharen der heilige Berg“ (Sacharja 8:3). Vor 607 v. u. Z. war Jerusalem gewiß keine Stadt der Wahrhaftigkeit. Ihre Priester und Propheten waren sittlich verkommen, und ihre Bewohner waren treulos (Jeremia 6:13; 7:29-34; 13:23-27). Doch jetzt baute Gottes Volk den Tempel wieder auf, wodurch es seine Bindung an die wahre Anbetung zeigte. Jehova wohnte im Geist wieder in Jerusalem. Die Wahrheiten der reinen Anbetung wurden darin wieder geäußert, so daß Jerusalem die „Stadt der Wahrhaftigkeit“ genannt werden konnte. Auf Grund der erhabenen Lage konnte Jerusalem als der „Berg Jehovas“ bezeichnet werden.
9. Welche bemerkenswerte Veränderung seines Zustands erlebte das „Israel Gottes“ 1919?
9 Diese beiden Verheißungen waren für das alte Israel bedeutungsvoll, und sie sind auch für uns heute, am Ende des 20. Jahrhunderts, von großer Bedeutung. Vor fast 80 Jahren, während des Ersten Weltkriegs, gingen die wenigen tausend Gesalbten, die damals das „Israel Gottes“ bildeten, in die geistige Gefangenschaft, so wie das alte Israel in die Gefangenschaft nach Babylon gegangen war (Galater 6:16). Sie wurden prophetisch als auf der Straße liegende Leichname beschrieben. Doch sie hatten immer noch den aufrichtigen Wunsch, Jehova „mit Geist und Wahrheit“ anzubeten (Johannes 4:24). Daher befreite Jehova sie 1919 aus der Gefangenschaft und erweckte sie aus ihrem geistigen Todeszustand (Offenbarung 11:7-13). Auf diese Weise beantwortete Jehova mit einem lauten Ja die prophetische Frage Jesajas: „Wird ein Land an e i n e m Tag mit Wehen hervorgebracht werden? Oder wird eine Nation auf einmal geboren werden?“ (Jesaja 66:8). Ab 1919 existierte das Volk Jehovas wieder als geistige Nation mit einem eigenen „Land“ oder geistigen Besitz auf der Erde.
10. Welche Segnungen wurden den gesalbten Christen ab 1919 in ihrem „Land“ zuteil?
10 In der Sicherheit dieses Landes dienten die gesalbten Christen in Jehovas großem geistigem Tempel. Sie waren als der „treue und verständige Sklave“ ausersehen und übernahmen die Verantwortung, sich der irdischen Habe Jesu anzunehmen — ein Vorrecht, das sie gegenwärtig, kurz vor dem Ende des 20. Jahrhunderts, immer noch wahrnehmen (Matthäus 24:45-47). Sie haben die Lektion gut gelernt, daß Jehova der „Gott des Friedens selbst“ ist (1. Thessalonicher 5:23).
11. Wodurch haben sich geistliche Führer der Christenheit als Feinde des Volkes Gottes erwiesen?
11 Wie verhält es sich jedoch mit den Feinden des Israels Gottes? Jehovas Grimm gegenüber den Widersachern ist genauso groß wie sein Eifer für sein Volk. Während des Ersten Weltkriegs übten die geistlichen Führer der Christenheit großen Druck aus, als sie den vergeblichen Versuch unternahmen, dieser kleinen Gruppe von Christen, die die Wahrheit verkündigte, ein Ende zu machen. Während des Zweiten Weltkriegs waren die Geistlichen der Christenheit zumindest in einem Bemühen vereint: Ganz gleich, welcher der Konfliktparteien sie angehörten, bestürmten sie die Regierungen, Jehovas Zeugen zu unterdrücken. Selbst heute noch kommt es in vielen Ländern vor, daß geistliche Führer Regierungen dazu anstacheln, das christliche Predigtwerk der Zeugen Jehovas einzuschränken oder zu verbieten.
12, 13. Wie hat Jehova seinen Grimm gegen die Christenheit zum Ausdruck gebracht?
12 Doch Jehova bleibt das nicht verborgen. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte die Christenheit zusammen mit dem übrigen Teil Babylons der Großen einen tiefen Fall (Offenbarung 14:8). Die Tatsache, daß die Christenheit gefallen war, wurde für die Öffentlichkeit erkennbar, als ab 1922 eine Reihe symbolischer Plagen ausgegossen wurden, durch die der geistig tote Zustand der Christenheit aufgedeckt und vor ihrer kommenden Vernichtung gewarnt wurde (Offenbarung 8:7 bis 9:21). Als Beweis dafür, daß das Ausgießen dieser Plagen andauert, wurde am 23. April 1995 weltweit der Vortrag „Das Ende der falschen Religion ist nahe“ gehalten, gefolgt von der Verbreitung Hunderter von Millionen Exemplare einer Sonderausgabe der Königreichs-Nachrichten.
13 Die Christenheit befindet sich heute in einem erbärmlichen Zustand. Im gesamten Verlauf des 20. Jahrhunderts haben sich Mitglieder der Christenheit mit dem Segen ihrer Priester und Prediger in grausamen Kriegen gegenseitig umgebracht. In manchen Ländern ist ihr Einfluß dagegen buchstäblich gleich Null. Sie ist dafür bestimmt, zusammen mit dem übrigen Teil Babylons der Großen vernichtet zu werden (Offenbarung 18:21).
Frieden für das Volk Jehovas
14. Wie wird ein in Frieden lebendes Volk prophetisch beschrieben?
14 Jehovas Volk wird sich in seinem wiederhergestellten Land dagegen auch im Jahr 1996 überströmenden Friedens erfreuen, wie es im dritten Ausspruch Jehovas beschrieben wird: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es werden noch alte Männer und alte Frauen auf den öffentlichen Plätzen Jerusalems sitzen, jeder dann mit seinem Stab in seiner Hand wegen der Fülle seiner Tage. Und die öffentlichen Plätze der Stadt, sie werden angefüllt sein mit Knaben und Mädchen, die auf ihren öffentlichen Plätzen spielen‘“ (Sacharja 8:4, 5).
15. Welches Friedens erfreuen sich die Diener Jehovas trotz der Kriege der Nationen?
15 Diese schöne Beschreibung weist auf etwas Bemerkenswertes in der heutigen von Krieg zerrissenen Welt hin — auf ein Volk, das Frieden hat. Seit 1919 sind Jesajas prophetische Worte in Erfüllung gegangen: „‚Beständigen Frieden wird es für den geben, der in der Ferne ist, und für den, der nahe ist‘, hat Jehova gesprochen, ‚und ich will ihn heilen.‘ ‚Aber ... [es] gibt keinen Frieden‘, hat mein Gott gesagt, ‚für die Bösen‘“ (Jesaja 57:19-21). Natürlich kann Jehovas Volk, auch wenn es kein Teil der Welt ist, nicht verhindern, daß sich der Aufruhr der Nationen auf sie auswirkt (Johannes 17:15, 16). In manchen Ländern erdulden wahre Christen große Schwierigkeiten, und einige sind sogar getötet worden. Doch sie haben hauptsächlich in zweierlei Hinsicht Frieden. Erstens haben sie ‘Frieden mit Gott durch ihren Herrn Jesus Christus’ (Römer 5:1). Zweitens haben sie untereinander Frieden. Sie entwickeln die „Weisheit von oben“, die „vor allem keusch, dann friedsam [ist]“ (Jakobus 3:17; Galater 5:22-24). Außerdem erwarten sie, Frieden im absoluten Sinn zu genießen, wenn ‘die Sanftmütigen die Erde besitzen und wirklich ihre Wonne an der Fülle des Friedens haben werden’ (Psalm 37:11).
16, 17. (a) Inwiefern haben „alte Männer und alte Frauen“ sowie „Knaben und Mädchen“ die Organisation Jehovas gestärkt? (b) Was beweist der Frieden des Volkes Jehovas?
16 Es gibt noch „alte Männer und alte Frauen“ unter Jehovas Volk, Gesalbte, die sich an die frühen Triumphe der Organisation Jehovas erinnern können. Ihre Treue und ihr Ausharren werden sehr geschätzt. Jüngere Gesalbte übernahmen die Führung in den hitzigen Tagen der 30er Jahre, während des Zweiten Weltkriegs und auch in den begeisternden Jahren des Wachstums, die sich anschlossen. Weiter ist besonders seit 1935 die „große Volksmenge“, bestehend aus „anderen Schafen“, deutlich zu erkennen (Offenbarung 7:9; Johannes 10:16). Während die gesalbten Christen älter wurden und ihre Zahl abnahm, haben die anderen Schafe das Predigtwerk fortgeführt und es über die ganze Erde ausgedehnt. In den letzten Jahren strömen andere Schafe in das Land des Volkes Gottes. Ja, allein im vergangenen Jahr ließen sich als Symbol ihrer Hingabe an Jehova 338 491 Personen taufen. Diese Neuen sind geistig gesehen wirklich sehr jung. Ihre Frische und ihre Begeisterung werden geschätzt, und sie vergrößern die Reihen derjenigen, die „unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm“ dankbar Lobpreis singen (Offenbarung 7:10).
17 Heute sind die ‘öffentlichen Plätze angefüllt mit Knaben und Mädchen’ — Zeugen Jehovas mit einer Vitalität wie in der Jugend. Im Dienstjahr 1995 gingen Berichte aus 232 Ländern und Inseln des Meeres ein. Doch es gibt keine Rivalität zwischen den Nationen, keinen Haß zwischen verschiedenen Volksgruppen, keine unangebrachte Eifersucht zwischen Gesalbten und anderen Schafen. Gemeinsam wachsen alle in geistiger Hinsicht, vereint in Liebe. Die weltweite Bruderschaft der Zeugen Jehovas ist in der Welt wirklich einzigartig (Kolosser 3:14; 1. Petrus 2:17).
Für Jehova zu schwierig?
18, 19. Wie hat Jehova in den Jahren seit 1919 etwas ausgeführt, was nach menschlicher Auffassung zu schwierig erschienen sein mag?
18 Damals, 1918, als der gesalbte Überrest nur aus ein paar tausend entmutigten Seelen bestand, die sich in geistiger Gefangenschaft befanden, hat kein Mensch den Lauf der Ereignisse voraussehen können. Aber Jehova kannte ihn, wie sein vierter prophetischer Ausspruch bezeugt: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Obwohl es zu schwierig scheinen sollte in den Augen der Übriggebliebenen dieses Volkes in jenen Tagen, sollte es auch in meinen Augen zu schwierig scheinen?‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen“ (Sacharja 8:6).
19 Im Jahr 1919 bewirkte der Geist Jehovas, daß sein Volk für das vor ihm liegende Werk wiederbelebt wurde. Dennoch erforderte es Glauben, fest zu der kleinen Organisation von Anbetern Jehovas zu halten. Sie waren so wenige, und vieles war noch unklar. Doch nach und nach stärkte Jehova sie in organisatorischer Hinsicht und rüstete sie aus, das christliche Werk durchzuführen, das heißt, die gute Botschaft zu predigen und Jünger zu machen (Jesaja 60:17, 19; Matthäus 24:14; 28:19, 20). Fortschreitend gab er ihnen in wichtigen Fragen Einsicht, zum Beispiel was die Neutralität und die universelle Souveränität betrifft. War es für Jehova zu schwierig, seinen Willen durch diese kleine Gruppe von Zeugen ausführen zu lassen? Die Antwort ist natürlich ein klares Nein. Das zeigen die Seiten 12 bis 15 dieser Zeitschrift mit der Tabelle über die Tätigkeit der Zeugen Jehovas im Dienstjahr 1995.
„Ich selbst werde ihr Gott werden“
20. Welchen Umfang sollte gemäß der Prophezeiung die Einsammlung des Volkes Gottes haben?
20 Der fünfte Ausspruch gibt einen weiteren Einblick in den glücklichen Zustand der heutigen Zeugen Jehovas: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Siehe, ich rette mein Volk aus dem Land des Sonnenaufgangs und aus dem Land des Sonnenuntergangs. Und ich werde sie gewiß herbeibringen, und sie sollen inmitten Jerusalems weilen; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden in Wahrhaftigkeit und in Gerechtigkeit‘“ (Sacharja 8:7, 8).
21. Wie wird der überströmende Frieden des Volkes Jehovas bewahrt und ausgedehnt?
21 Heute, im Jahr 1996, können wir, ohne zu zögern, sagen, daß die gute Botschaft rund um die Welt gepredigt wird, vom „Land des Sonnenaufgangs“ bis zum „Land des Sonnenuntergangs“. Menschen aller Nationen werden zu Jüngern gemacht, und sie sehen die Erfüllung der Verheißung Jehovas: „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein“ (Jesaja 54:13). Wir haben Frieden, weil wir von Jehova belehrt werden. Zu diesem Zweck werden Veröffentlichungen in über 300 Sprachen hergestellt. Allein im vergangenen Jahr kamen 21 weitere Sprachen dazu. Die Zeitschrift Der Wachtturm wird jetzt in 111 Sprachen simultan veröffentlicht und Erwachet! in 54 Sprachen. Nationale und internationale Kongresse sind ein öffentlicher Beweis für den Frieden des Volkes Gottes. Wöchentliche Zusammenkünfte einigen uns und vermitteln uns die nötige Ermunterung, stark zu bleiben (Hebräer 10:23-25). Ja, Jehova belehrt sein Volk „in Wahrhaftigkeit und in Gerechtigkeit“. Er gibt seinem Volk Frieden. Wie gesegnet wir doch sind, einen Anteil an diesem überströmenden Frieden zu haben!
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‘Liebt Wahrheit und Frieden’Der Wachtturm 1996 | 1. Januar
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‘Liebt Wahrheit und Frieden’
„Das Wort Jehovas der Heerscharen erging weiter an mich und lautete: ‚... [Liebt] Wahrheit und Frieden‘“ (SACHARJA 8:18, 19).
1, 2. (a) Was läßt die Geschichte der Menschheit in bezug auf Krieg erkennen? (b) Warum wird in der heutigen Welt niemals wahrer Frieden herrschen?
„NOCH nie hat in der Welt Frieden geherrscht. Irgendwo — und oft an vielen Orten gleichzeitig — ist immer Krieg.“ Das sagte Professor Milton Mayer von der Universität von Massachusetts (USA). Welch eine traurige Aussage über die Menschheit! Es stimmt, die Menschen wünschen sich Frieden. Politiker haben alles mögliche versucht, um ihn zu erhalten, von der Pax Romana in römischer Zeit bis zur Politik der „gegenseitigen gesicherten Zerstörung“ während des kalten Krieges. Doch letztlich sind sämtliche Bemühungen gescheitert. Es verhält sich tatsächlich so, wie Jesaja bereits vor vielen Jahrhunderten sagte: ‘Die Friedensboten weinen bitterlich’ (Jesaja 33:7). Warum ist das der Fall?
2 Es ist deshalb so, weil dauerhafter Frieden nur möglich ist, wenn Haß und Habgier beseitigt sind; außerdem muß er auf Wahrheit beruhen. Frieden kann man nicht auf Lügen gründen. Deshalb sagte Jehova, als er dem alten Israel Wiederherstellung und Frieden verhieß: „Hier wende ich ihr Frieden zu so wie einen Strom und die Herrlichkeit von Nationen so wie einen flutenden Wildbach“ (Jesaja 66:12). Satan, der Teufel, der Gott des gegenwärtigen Systems der Dinge, ist ein „Totschläger“, ein Mörder, sowie „ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Johannes 8:44; 2. Korinther 4:4). Wie könnte eine Welt unter solch einem Gott jemals Frieden haben?
3. Mit welcher bemerkenswerten Gabe hat Jehova sein Volk ausgestattet, obwohl es in einer unruhigen Welt lebt?
3 Doch bemerkenswerterweise gibt Jehova seinem Volk Frieden, obwohl es in der von Krieg zerrissenen Welt Satans lebt (Johannes 17:16). Im sechsten Jahrhundert v. u. Z. erfüllte Jehova seine durch Jeremia geäußerte Verheißung und gab seiner besonderen Nation „Frieden und Wahrheit“, als er sie in ihr Heimatland zurückführte (Jeremia 33:6). Und in den gegenwärtigen letzten Tagen hat er seinem Volk in dessen „Land“ oder geistigem Besitz auf der Erde „Frieden und Wahrheit“ gegeben, obwohl es die schlimmsten Zeiten des Aufruhrs durchlebt hat, die es bis jetzt auf der Erde gegeben hat (Jesaja 66:8; Matthäus 24:7-13; Offenbarung 6:1-8). Wenn wir nun unsere Betrachtung von Sacharja, Kapitel 8 fortsetzen, werden wir größere Wertschätzung für den Frieden und die Wahrheit erlangen, die Gott gibt, und feststellen, was wir tun müssen, um unseren Anteil daran zu bewahren.
„Eure Hände seien stark“
4. Zu welchem Handeln ermunterte Sacharja das Volk Israel, damit es Frieden hätte?
4 Zum sechstenmal vernehmen wir in Sacharja, Kapitel 8 den begeisternden Ausspruch Jehovas: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Eure Hände seien stark, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Propheten hört, an dem Tag, an dem die Grundlage des Hauses Jehovas der Heerscharen gelegt wurde, damit der Tempel gebaut werde. Denn vor jenen Tagen wurde nicht veranlaßt, daß es Lohn für die Menschen gab; und was den Lohn der Haustiere betrifft, so etwas gab es nicht; und für den Hinausgehenden und für den Hineingehenden gab es keinen Frieden wegen des Widersachers, da ich beständig alle Menschen gegeneinander trieb‘“ (Sacharja 8:9, 10).
5, 6. (a) Welche Situation herrschte in Israel, weil die Israeliten entmutigt gewesen waren? (b) Welche Veränderung verhieß Jehova dem Volk Israel, wenn es seine Anbetung allem voranstellte?
5 Als Sacharja diese Worte äußerte, wurde gerade der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut. Einige Zeit zuvor waren die aus Babylon zurückgekehrten Israeliten so entmutigt gewesen, daß sie die Arbeiten am Tempel eingestellt hatten. Weil sie ihre Aufmerksamkeit nur noch auf die eigene Bequemlichkeit richteten, war ihnen Segen und Frieden von Jehova verwehrt geblieben. Sie bebauten zwar ihre Äcker und arbeiteten in ihren Weingärten, hatten aber kein Gedeihen (Haggai 1:3-6). Sie arbeiteten scheinbar für ‘keinen Lohn’.
6 Doch nun wurde wieder am Tempel gebaut, und Sacharja ermunterte die Juden, „stark“ zu sein, die Anbetung Jehovas mutig allem voranzustellen. Was würde in diesem Fall geschehen? „‚Nun werde ich den Übriggebliebenen dieses Volkes nicht wie in den früheren Tagen sein‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen. ‚Denn da wird die Saat des Friedens sein; der Weinstock selbst wird seinen Fruchtertrag geben, und die Erde, sie wird ihren Ertrag geben, und die Himmel, sie werden ihren Tau geben; und ich werde gewiß die Übriggebliebenen dieses Volkes all diese Dinge erben lassen. Und es soll geschehen, so, wie ihr ein Fluch unter den Nationen wurdet, o Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch retten, und ihr sollt ein Segen werden. Fürchtet euch nicht. Mögen eure Hände stark sein‘“ (Sacharja 8:11-13). Wenn Israel entschieden handeln würde, sollte es Gedeihen haben. Wollten die Nationen früher ein Beispiel für einen Fluch anführen, konnten sie auf Israel verweisen. Doch jetzt würde Israel das Beispiel für einen Segen werden. Welch ein herausragender Grund, ‘die Hände stark sein zu lassen’!
7. (a) Welche begeisternden Entwicklungen, wobei das Dienstjahr 1995 den Höhepunkt bildet, hat Jehovas Volk erlebt? (b) Welche Länder weisen gemäß dem Jahresbericht bemerkenswerte Zahlen auf, was Verkündiger, Pioniere und den Stundendurchschnitt betrifft?
7 Wie sieht es heute aus? Nun, in den Jahren vor 1919 mangelte es den Gliedern des Volkes Jehovas ein wenig an Eifer. Sie blieben im Ersten Weltkrieg nicht völlig neutral, und sie neigten dazu, eher einem Menschen zu folgen als ihrem König, Jesus Christus. Deshalb ließen sich einige durch Widerstand innerhalb und außerhalb der Organisation entmutigen. Doch 1919 wurden ihre Hände mit der Hilfe Jehovas wieder stark (Sacharja 4:6). Jehova gab ihnen Frieden, und sie hatten ein außerordentliches Gedeihen. Das läßt ihre Geschichte der letzten 75 Jahre erkennen, deren Höhepunkt das Dienstjahr 1995 bildet. Jehovas Zeugen halten sich als Volk fern von Nationalismus, Tribalismus, Vorurteilen und von allen anderen Ursachen des Hasses (1. Johannes 3:14-18). Sie dienen Jehova mit echtem Eifer in seinem geistigen Tempel (Hebräer 13:15; Offenbarung 7:15). Allein im vergangenen Jahr setzten sie über eine Milliarde Stunden ein, um mit anderen über ihren himmlischen Vater zu sprechen. Jeden Monat führten sie 4 865 060 Bibelstudien durch. Durchschnittlich standen 663 521 jeden Monat im Pionierdienst. Wenn Geistliche der Christenheit ein Beispiel für Menschen nennen möchten, die in ihrer Anbetung wirklich begeistert sind, führen sie manchmal Jehovas Zeugen an.
8. Wie kann jeder einzelne Christ aus der „Saat des Friedens“ Nutzen ziehen?
8 Jehova gibt seinem Volk wegen dessen Eifer die „Saat des Friedens“. Jemand, der diese Saat aufgehen läßt, wird erleben, wie sowohl in seinem Herzen als auch in seinem Leben der Frieden gedeiht. Jeder gläubige Christ, der dem Frieden mit Jehova und mit seinen Glaubensbrüdern nachjagt, hat einen Anteil an der Wahrheit und am Frieden des Namensvolkes Jehovas (1. Petrus 3:11; vergleiche Jakobus 3:18). Ist das nicht wunderbar?
„Fürchtet euch nicht“
9. Welche veränderte Handlungsweise seinem Volk gegenüber verhieß Jehova?
9 Nun lesen wir Jehovas siebten Ausspruch. Wie lautet er? „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚„So, wie ich im Sinn hatte, Unglück über euch zu bringen, weil eure Vorväter mich erzürnten“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „und ich kein Bedauern empfand, so will ich wieder im Sinn haben, in diesen Tagen gut zu verfahren mit Jerusalem und mit dem Hause Juda. Fürchtet euch nicht“‘“ (Sacharja 8:14, 15).
10. Inwiefern läßt die Geschichte der Zeugen Jehovas erkennen, daß sie sich nicht gefürchtet haben?
10 Jehovas Volk war während des Ersten Weltkriegs zwar sozusagen hin und her geworfen, aber im Herzen wollte es das Rechte tun. Deshalb behandelte Jehova es wieder anders, nachdem er es eine Zeitlang in Zucht genommen hatte (Maleachi 3:2-4). Rückblickend können wir ihm nur von ganzem Herzen danken für all das, was er getan hat. Es stimmt, wir sind „Gegenstand des Hasses aller Nationen“ (Matthäus 24:9). Viele wurden schon eingesperrt, und einige sind für ihren Glauben sogar gestorben. Oft müssen wir mit Gleichgültigkeit oder Feindseligkeit fertig werden. Doch wir fürchten uns nicht. Wir wissen, daß Jehova stärker ist als alle Gegner, seien sie sichtbar oder unsichtbar (Jesaja 40:15; Epheser 6:10-13). Wir werden nicht aufhören, seine Worte zu beachten: „Hoffe auf Jehova; sei mutig, und dein Herz sei stark“ (Psalm 27:14).
„Redet die Wahrheit miteinander“
11, 12. Was muß jeder von uns im Sinn behalten, wenn er einen vollen Anteil des Segens empfangen möchte, den Jehova seinem Volk gibt?
11 Wir müssen einiges berücksichtigen, wenn wir einen vollen Anteil des Segens Jehovas empfangen möchten. Sacharja sagte: „‚Dies sind die Dinge, die ihr tun solltet: Redet die Wahrheit miteinander. Mit Wahrheit und dem Gericht des Friedens richtet in euren Toren. Und plant nicht Unglück einer gegen den andern in eurem Herzen, und falschen Eid liebt nicht; denn dies alles sind Dinge, die ich gehaßt habe‘ ist der Ausspruch Jehovas“ (Sacharja 8:16, 17).
12 Jehova fordert uns auf, die Wahrheit zu reden (Epheser 4:15, 25). Die Gebete derjenigen, die Schädliches planen, die um des persönlichen Gewinns willen die Wahrheit verschweigen oder die falsch schwören, erhört er nicht (Sprüche 28:9). Da er Abtrünnigkeit haßt, wünscht er, daß wir an der biblischen Wahrheit festhalten (Psalm 25:5; 2. Johannes 9-11). Außerdem sollten Älteste, die gleich den älteren Männern im Stadttor in Israel Rechtsfälle behandeln, ihren Rat und ihre Entscheidungen auf die biblische Wahrheit stützen und nicht auf ihre persönliche Meinung (Johannes 17:17). Jehova wünscht, daß sie sich um ein „Gericht des Friedens“ bemühen, indem sie als christliche Hirten darauf bedacht sind, den Frieden zwischen streitenden Parteien wiederherzustellen und reumütigen Sündern zu helfen, wieder Frieden mit Gott zu erlangen (Jakobus 5:14, 15; Judas 23). Gleichzeitig bewahren sie den Frieden der Versammlung, indem sie mutig diejenigen ausschließen, die diesen Frieden dadurch stören, daß sie willentlich im Unrechttun verharren (1. Korinther 6:9, 10).
„Zum Frohlocken und zur Freude“
13. (a) Welche Veränderung in bezug auf das Fasten sagte Sacharja voraus? (b) Welche Fastenzeiten wurden in Israel beobachtet?
13 Jetzt vernehmen wir den achten feierlichen Ausspruch: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Das Fasten des vierten Monats und das Fasten des fünften Monats und das Fasten des siebten Monats und das Fasten des zehnten Monats wird dem Hause Juda zum Frohlocken und zur Freude und zu guten Festzeiten werden. Liebt daher Wahrheit und Frieden‘“ (Sacharja 8:19). Unter dem mosaischen Gesetz fasteten die Juden am Sühnetag als Ausdruck des Bedauerns wegen ihrer Sünden (3. Mose 16:29-31). Die von Sacharja erwähnten vier Fastenzeiten wurden offenbar beobachtet, um Ereignisse in Verbindung mit der Einnahme und der Zerstörung Jerusalems zu beklagen (2. Könige 25:1-4, 8, 9, 22-26). Doch nun wurde der Tempel wieder aufgebaut und Jerusalem wieder besiedelt. Trauer wurde in Freude umgewandelt, und aus den Fastenzeiten konnten Festzeiten werden.
14, 15. (a) Wieso war das Gedächtnismahl eine Ursache zu großer Freude, und woran sollte es uns erinnern? (b) Welche Länder wiesen gemäß dem Jahresbericht herausragende Zahlen an Gedächtnismahlbesuchern auf?
14 Wir halten heute weder die von Sacharja erwähnten Fastenzeiten ein noch das im mosaischen Gesetz vorgeschriebene Fasten. Da Jesus sein Leben für unsere Sünden geopfert hat, erfreuen wir uns der Segnungen eines größeren Sühnetages. Unsere Sünden sind zugedeckt, und zwar nicht nur symbolisch, sondern vollständig (Hebräer 9:6-14). Entsprechend dem Gebot des himmlischen Hohenpriesters, Jesus Christus, beobachten wir als Christen das Abendmahl zum Gedenken an seinen Tod als die einzige heilige Feier des Jahres (Lukas 22:19, 20). Verspüren wir nicht ‘Frohlocken und Freude’, wenn wir uns alljährlich zu dieser Feier versammeln?
15 Im vergangenen Jahr kamen zur Gedächtnismahlfeier insgesamt 13 147 201 Personen zusammen, 858 284 mehr als 1994. Welch eine Schar! Stellen wir uns die Freude in den 78 620 Versammlungen der Zeugen Jehovas vor, als überall ungewöhnlich große Menschenmengen anläßlich der Feier in die Königreichssäle strömten. Gewiß wurden alle Anwesenden angespornt, ‘Wahrheit und Frieden zu lieben’, als sie des Todes desjenigen gedachten, der „der Weg und die Wahrheit und das Leben“ ist und der jetzt als Jehovas großer „Fürst des Friedens“ regiert (Johannes 14:6; Jesaja 9:6). Von besonderer Bedeutung war die Feier für diejenigen, die sie in von Aufruhr und Krieg heimgesuchten Ländern beobachteten. Einige unserer Brüder waren 1995 Zeuge unbeschreiblicher Greuel. Trotzdem ‘behütete der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, ihr Herz und ihre Denkkraft durch Christus Jesus’ (Philipper 4:7).
‘Laßt uns das Angesicht Jehovas besänftigen’
16, 17. Wie können Menschen aus den Nationen ‘das Angesicht Jehovas besänftigen’?
16 Doch woher kamen all die Millionen, die das Gedächtnismahl besuchten? Im neunten Ausspruch Jehovas wird erklärt: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es wird noch sein, daß Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden; und die Bewohner einer Stadt werden gewiß zu denen einer anderen gehen und sagen: „Laßt uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen. Ich selbst will auch gehen.“ Und viele Völker und mächtige Nationen werden tatsächlich kommen, um Jehova der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und das Angesicht Jehovas zu besänftigen‘“ (Sacharja 8:20-22).
17 Menschen, die dem Gedächtnismahl beiwohnten, wollten „Jehova der Heerscharen ... suchen“. Viele von ihnen waren seine ergebenen, getauften Diener. Millionen andere unter den Anwesenden waren noch nicht soweit. In einigen Ländern übertraf die Zahl der Gedächtnismahlbesucher die Zahl der Königreichsverkündiger um das Vier- oder Fünffache. Diese vielen Interessierten benötigen Hilfe, um weitere Fortschritte zu machen. Wir wollen sie lehren, sich in der Erkenntnis zu freuen, daß Jesus für unsere Sünden gestorben ist und jetzt in Gottes Königreich regiert (1. Korinther 5:7, 8; Offenbarung 11:15). Und wir wollen sie ermuntern, sich Jehova Gott hinzugeben und sich seinem ernannten König zu unterwerfen. Dadurch werden sie ‘das Angesicht Jehovas besänftigen’ (Psalm 116:18, 19; Philipper 2:12, 13).
„Zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen“
18, 19. (a) Wer ist in Erfüllung von Sacharja 8:23 heute „ein Jude“? (b) Um wen handelt es sich heute bei den ‘zehn Männern’, die „den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist“?
18 Zum letztenmal lesen wir im achten Kapitel des Buches Sacharja: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat.“ Wie lautet der letzte Ausspruch Jehovas? „Es wird in jenen Tagen sein, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist, indem sie sagen: ‚Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist‘“ (Sacharja 8:23). In den Tagen Sacharjas war das natürliche Israel die von Gott auserwählte Nation. Doch im ersten Jahrhundert verwarf Israel Jehovas Messias. Deshalb erwählte sich unser Gott ‘einen Juden’ — ein neues Israel — als sein besonderes Volk, das „Israel Gottes“, das aus geistigen Juden besteht (Galater 6:16; Johannes 1:11; Römer 2:28, 29). Ihre Zahl sollte sich schließlich auf 144 000 belaufen — die aus der Menschheit ausgewählt sind, um mit Jesus in seinem himmlischen Königreich zu herrschen (Offenbarung 14:1, 4).
19 Die meisten der 144 000 sind bereits in Treue gestorben und haben ihren Lohn im Himmel erhalten (1. Korinther 15:51, 52; Offenbarung 6:9-11). Einige wenige sind noch auf der Erde übriggeblieben, und sie freuen sich zu sehen, daß es sich bei den ‘zehn Männern’, die mit dem ‘Juden’ gehen wollen, tatsächlich um eine „große Volksmenge ... aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ handelt (Offenbarung 7:9; Jesaja 2:2, 3; 60:4-10, 22).
20, 21. Wie können wir den Frieden mit Jehova bewahren, während das Ende der heutigen Welt immer näher rückt?
20 Während das Ende der heutigen Welt unabwendbar näher rückt, gleicht die Christenheit folgender Beschreibung des Jerusalem der Tage Jeremias: „Man hoffte auf Frieden, aber nichts Gutes kam; und auf eine Zeit der Heilung, und siehe, Schrecken!“ (Jeremia 14:19). Dieser Schrecken wird den Höhepunkt erreichen, wenn sich die Nationen gegen die falsche Religion wenden und ihr ein gewaltsames Ende bereiten werden. Kurz darauf werden auch die Nationen in Harmagedon, Gottes Schlußkrieg, vernichtet werden (Matthäus 24:29, 30; Offenbarung 16:14, 16; 17:16-18; 19:11-21). Welch eine Zeit des Tumults das sein wird!
21 Was auch geschieht — Jehova wird diejenigen beschützen, die die Wahrheit lieben und die „Saat des Friedens“ aufgehen lassen (Sacharja 8:12; Zephanja 2:3). Bleiben wir daher in der Sicherheit des Landes seines Volkes, während wir ihn eifrig öffentlich preisen und so vielen Menschen wie möglich helfen, „das Angesicht Jehovas zu besänftigen“. Wenn wir das tun, werden wir für immer den Frieden Jehovas haben. Ja, „Jehova selbst wird gewiß Stärke geben seinem Volk. Jehova selbst wird sein Volk segnen mit Frieden“ (Psalm 29:11).
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