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  • Jehova macht sein Volk durch Licht schön
    Der Wachtturm 2002 | 1. Juli
    • Jehova macht sein Volk durch Licht schön

      „Steh auf, o Frau, leuchte, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit Jehovas selbst ist über dir aufgeleuchtet“ (JESAJA 60:1).

      1, 2. (a) In welchem Zustand befindet sich die Menschheit? (b) Wer steht hinter der Finsternis, die die Menschheit einhüllt?

      „O HÄTTEN wir doch nur einen Jesaja oder einen heiligen Paulus!“ Diese wehmütigen Worte äußerte US-Präsident Harry Truman in den 1940er Jahren. Was veranlasste ihn dazu? Er beklagte den Mangel an hoch qualifizierten, integren Führern in der Welt seiner Tage. Die Welt hatte gerade den Zweiten Weltkrieg — das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts — hinter sich. Der Krieg war zwar zu Ende, doch es gab keinen Frieden. Die Finsternis war nicht gewichen. Ja, 57 Jahre nach dem Ende des Weltkriegs befindet sich die Welt nach wie vor in Finsternis. Würde Präsident Truman heute leben, würde er zweifellos auch jetzt noch den Mangel an integren Führern wie einem Jesaja oder einem Apostel Paulus beklagen.

      2 Es ist nicht bekannt, ob Präsident Truman wusste, dass der Apostel Paulus von der Finsternis sprach, die die Menschheit bedrückt, und in seinen Schriften warnend auf diese Finsternis aufmerksam machte. Paulus schrieb beispielsweise an Glaubensbrüder mahnend: „Unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern“ (Epheser 6:12). Seine Worte zeigen nicht bloß, dass er sich der geistigen Finsternis bewusst war, die die Welt einhüllt. Er kannte auch die wahren Verursacher: einflussreiche dämonische Mächte, die er als „Weltbeherrscher“ bezeichnete. Hinter der Finsternis stehen also mächtige Geistgeschöpfe. Was könnten somit Menschen gegen diese Finsternis unternehmen?

      3. Was sagte Jesaja ungeachtet der Finsternis, die die Menschheit einhüllt, für Treue voraus?

      3 Auch Jesaja sprach von der Finsternis, die auf der Menschheit lastet (Jesaja 8:22; 59:9). Mit Blick in unsere Tage sagte er jedoch unter Inspiration voraus, dass Jehova selbst in dieser düsteren Zeit all denen, die das Licht lieben, glänzende Aussichten eröffnen würde. Wenngleich Paulus und Jesaja nicht persönlich unter uns sind, haben wir doch ihre von Gott inspirierten Schriften, die uns anleiten. Um zu sehen, wie segensreich das für diejenigen ist, die Jehova lieben, befassen wir uns einmal mit den prophetischen Worten Jesajas im 60. Kapitel seines Buches.

      Eine sinnbildliche Frau leuchtet

      4, 5. (a) Was gebietet Jehova einer Frau, und welche Zusicherung gibt er ihr? (b) Welchen begeisternden Aufschluss enthält Jesaja, Kapitel 60?

      4 Die ersten Worte in Jesaja, Kapitel 60 sind an eine „Frau“ in einer äußerst bemitleidenswerten Lage gerichtet. Sie liegt im Finstern, ausgestreckt auf dem Boden. Plötzlich durchdringt Licht die Dunkelheit, und Jehova ruft aus: „Steh auf, o Frau, leuchte, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit Jehovas selbst ist über dir aufgeleuchtet“ (Jesaja 60:1). Für die „Frau“ ist es an der Zeit, aufzustehen und das Licht Gottes, seine Herrlichkeit, widerzustrahlen. Warum? Die Antwort finden wir im folgenden Vers: „Siehe, Finsternis, sie wird die Erde bedecken und dichtes Dunkel die Völkerschaften; aber über dir wird Jehova aufleuchten, und seine eigene Herrlichkeit wird über dir zu sehen sein“ (Jesaja 60:2). Für den Fall, dass die „Frau“ dem Gebot Jehovas gehorcht, wird ihr von Jehova etwas Wunderbares zugesichert: „Nationen werden bestimmt zu deinem Licht gehen und Könige zum Glanz deines Aufleuchtens“ (Jesaja 60:3).

      5 Die mitreißenden Worte in diesen drei Versen sind sowohl die Einleitung zu Jesaja, Kapitel 60 als auch eine Zusammenfassung seines Inhalts. In diesem Kapitel werden die Erfahrungen einer sinnbildlichen Frau vorausgesagt und es wird erklärt, wie wir trotz der Finsternis, die über die Menschheit hereingebrochen ist, im Licht Jehovas wohnen können. Wofür stehen aber die in den einleitenden drei Versen erwähnten Sinnbilder?

      6. Wer ist die „Frau“ in Jesaja, Kapitel 60, und durch wen wird sie auf der Erde vertreten?

      6 Die „Frau“ in Jesaja 60:1-3 ist Zion, Jehovas himmlische Organisation von Geistgeschöpfen. Heute wird Zion auf der Erde durch den Überrest des „Israels Gottes“ vertreten, der internationalen Versammlung geistgesalbter Christen, die die Hoffnung haben, mit Christus im Himmel zu herrschen (Galater 6:16). Diese geistige Nation besteht letztendlich aus 144 000 Gliedern, und die neuzeitliche Erfüllung von Jesaja, Kapitel 60 dreht sich um die Glieder, die in den „letzten Tagen“ noch auf der Erde leben (2. Timotheus 3:1; Offenbarung 14:1). Die Prophezeiung enthält auch viel Aufschluss über die Gefährten dieser gesalbten Christen, die „große Volksmenge“ „anderer Schafe“ (Offenbarung 7:9; Johannes 10:16).

      7. In welchem Zustand befand sich Zion 1918, und wie war das vorausgesagt worden?

      7 Hat das „Israel Gottes“ einmal in Finsternis dagelegen, wie es durch die „Frau“ prophetisch angedeutet wird? Ja, vor über 80 Jahren. Während des Ersten Weltkriegs hatten sich die gesalbten Christen sehr angestrengt, das Zeugniswerk in Gang zu halten. Doch im Jahr 1918, im letzten Kriegsjahr, kam das organisierte Predigtwerk praktisch zum Stillstand. Bruder Joseph F. Rutherford, der das weltweite Predigtwerk beaufsichtigte, und andere Christen in verantwortlicher Stellung wurden aufgrund von Falschanklagen zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. In der Offenbarung werden die damals auf der Erde lebenden gesalbten Christen sinnbildlich als Leichname beschrieben, und es heißt, dass sie „auf der breiten Straße der großen Stadt“ lagen, „die in geistigem Sinne Sodom und Ägypten genannt wird“ (Offenbarung 11:8). Es war für Zion, das durch seine gesalbten Kinder auf der Erde vertreten wurde, wirklich eine düstere Zeit.

      8. Zu welcher dramatischen Wende kam es 1919, und was war das Ergebnis?

      8 Im Jahr 1919 trat jedoch eine dramatische Wende ein. Jehova warf Licht auf Zion. Diejenigen vom Israel Gottes, die sich noch auf der Erde befanden, ‘standen auf’ und strahlten das Licht Gottes wider, indem sie die Verkündigung der guten Botschaft furchtlos wieder aufnahmen (Matthäus 5:14-16). Dank des neu entfachten Eifers dieser Christen wurden auch andere vom Licht Jehovas angezogen. Diese Neuen wurden als weitere Glieder des Israels Gottes gesalbt. In Jesaja 60:3 werden sie als „Könige“ bezeichnet, denn sie sollen einmal Miterben mit Christus in Gottes himmlischem Königreich sein (Offenbarung 20:6). Später wurde eine große Volksmenge anderer Schafe vom Licht Jehovas angezogen. Es handelt sich dabei um die in der Prophezeiung erwähnten „Nationen“.

      Die Kinder der „Frau“ kommen nach Hause!

      9, 10. (a) Welcher bemerkenswerte Anblick bietet sich der „Frau“, und was wurde dadurch prophetisch dargestellt? (b) Welchen Grund zur Freude hatte Zion?

      9 Jehova untermauert nun gleichsam das in Jesaja 60:1-3 Erwähnte. Er gibt der „Frau“ ein weiteres Gebot. Hören wir uns an, was er sagt: „Erhebe deine Augen ringsumher und sieh!“ Die „Frau“ gehorcht, und wie herzerfrischend ist der Anblick, der sich ihr bietet! Ihre Kinder kommen nach Hause. In der Schriftstelle heißt es weiter: „Sie alle sind zusammengebracht worden; sie sind zu dir gekommen. Von fern her kommen deine eigenen Söhne unaufhörlich und deine Töchter, die man an der Seite betreuen wird“ (Jesaja 60:4). Die weltweite Verkündigung des Königreiches, die 1919 begann, führte dazu, dass Tausende von Neuen den Dienst für Jehova aufnahmen. Auch sie wurden „Söhne“ und „Töchter“ Zions, gesalbte Glieder des Israels Gottes. So verschönerte Jehova Zion, indem er die letzten der 144 000 zum Licht brachte.

      10 Können wir uns Zions Freude darüber vorstellen, die Kinder bei sich zu haben? Aber Jehova nennt Zion noch weitere Gründe zur Freude: „Zu jener Zeit wirst du sehen und gewiss strahlen, und dein Herz wird tatsächlich beben und weit werden, denn der Reichtum des Meeres wird sich dir zuwenden; ja das Vermögen der Nationen wird zu dir kommen“ (Jesaja 60:5). Diesen prophetischen Worten entsprechend, strömen seit den 1930er Jahren Menschen, die die Hoffnung haben, ewig auf der Erde zu leben, nach Zion. Sie sind aus dem „Meer“, der von Gott entfremdeten Menschheit, gekommen und stellen das „Vermögen der Nationen“ dar. Es sind „die begehrenswerten Dinge aller Nationen“ (Haggai 2:7; Jesaja 57:20). Beachten wir auch, dass von diesen „begehrenswerten Dingen“ nicht jeder Einzelne nach eigenem Gutdünken Jehova dienen möchte. Nein, sie tragen zur Schönheit Zions bei, indem sie zusammen mit ihren gesalbten Glaubensbrüdern „e i n e Herde werden unter e i n e m Hirten“ (Johannes 10:16).

      Kaufleute, Hirten und Händler kommen nach Zion

      11, 12. Beschreibe die Gruppen, die auf dem Weg nach Zion gesehen werden.

      11 Als Folge dieser vorausgesagten Einsammlung nimmt die Zahl der Lobpreiser Jehovas außerordentlich zu. Das geht aus den weiteren Worten der Prophezeiung hervor. Stellen wir uns vor, wir stünden mit der „Frau“ auf dem Berg Zion. Wir schauen nach Osten. Was sehen wir? „Die wogende Menge von Kamelen, sie wird dich bedecken, die jungen Kamelhengste von Midian und Epha. Alle die von Scheba — sie werden kommen. Gold und duftendes Harz werden sie herbeitragen. Und die Lobpreisungen Jehovas werden sie künden“ (Jesaja 60:6). Gruppen von Kaufleuten führen ihre Kamelkarawanen auf den Wegen nach Jerusalem. Die Kamele gleichen einer Flut, die das Land bedeckt. Die Händler bringen wertvolle Geschenke mit: „Gold und duftendes Harz“. Und diese Kaufleute kommen zum Licht Gottes, um ihn öffentlich zu preisen, ‘die Lobpreisungen Jehovas zu künden’.

      12 Die Kaufleute sind nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Auch Hirten strömen nach Zion. In der Prophezeiung heißt es weiter: „All die Kleinviehherden von Kedar — sie werden zu dir zusammengebracht werden. Die Widder von Nebajoth — sie werden dir dienen“ (Jesaja 60:7a). Hirtenstämme kommen in die heilige Stadt, um Jehova das Beste ihrer Herde darzubringen. Ja sie bieten sich sogar an, Zion zu dienen! Wie nimmt Jehova diese Ausländer auf? Er selbst antwortet: „Mit Wohlgefallen werden sie auf meinen Altar kommen, und schön werde ich mein eigenes Haus der Schönheit machen“ (Jesaja 60:7b). Jehova nimmt die Opfergaben und den Dienst dieser Ausländer wohlwollend an. Durch ihre Gegenwart wird sein Tempel schön.

      13, 14. Was sieht man aus dem Westen näher kommen?

      13 Wenden wir uns nun um und suchen wir den westlichen Horizont ab. Was sehen wir? In weiter Ferne ist etwas wie eine weiße Wolke zu sehen, ausgebreitet über der Oberfläche des Meeres. Jehova stellt die Frage, die uns dabei in den Sinn kommt: „Wer sind diese, die geflogen kommen so wie eine Wolke und wie Tauben zu ihren Taubenschlägen?“ (Jesaja 60:8). Er beantwortet die Frage sogleich selbst: „Auf mich werden die Inseln selbst fortwährend hoffen, die Schiffe von Tarschisch auch wie zuerst, um deine Söhne von fern her zu bringen, wobei ihr Silber und ihr Gold bei ihnen ist, zum Namen Jehovas, deines Gottes, und zum Heiligen Israels, denn schön wird er dich gemacht haben“ (Jesaja 60:9).

      14 Können wir uns das vorstellen? Jene weiße Wolke im Westen ist etwas näher gekommen und gleicht jetzt einer Ansammlung von Punkten. Sie sehen aus wie ein Schwarm Vögel, die dicht über den Wellen fliegen. Doch die Punkte kommen noch näher und wir erkennen, dass es Schiffe mit gesetzten Segeln sind. So viele Schiffe steuern Jerusalem an, dass sie einer Schar Tauben gleichen. Von weit entfernten Häfen bringt die Flotte, die mit Höchstgeschwindigkeit fährt, Gläubige nach Jerusalem zur Anbetung Jehovas.

      Jehovas Organisation dehnt sich aus

      15. (a) Welches Wachstum wird in Jesaja 60:4-9 vorausgesagt? (b) Welchen Geist offenbaren wahre Christen?

      15 Welch ein lebendiges prophetisches Bild doch in den Versen 4 bis 9 von der weltweiten Ausdehnung vermittelt wird, die seit 1919 vor sich geht! Weshalb hat Jehova Zion mit einem solchen Wachstum gesegnet? Weil das Israel Gottes seit 1919 gehorsam und beständig Jehovas Licht leuchten lässt. Ist uns jedoch aufgefallen, dass die Neuankömmlinge gemäß Vers 7 ‘auf Gottes Altar kommen’? Auf einem Altar werden Schlachtopfer dargebracht, und diese Stelle der Prophezeiung erinnert uns daran, dass der Dienst für Jehova Opfer einschließt. Der Apostel Paulus schrieb: „Ich [bitte] euch inständig . . ., eure Leiber als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, das ist ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft“ (Römer 12:1). In Übereinstimmung mit diesen Worten des Paulus geben sich wahre Christen nicht damit zufrieden, einmal die Woche einen Gottesdienst zu besuchen. Sie setzen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Mittel ein, um die reine Anbetung zu fördern. Trägt die Anwesenheit solcher ergebenen Anbeter Jehovas nicht zur Verschönerung seines Hauses bei? Gemäß der Prophezeiung Jesajas ist das der Fall. Und wir können davon überzeugt sein, dass diese Anbeter ihres Eifers wegen in den Augen Jehovas schön sind.

      16. Wer unterstützte in alter Zeit das Wiederaufbauwerk, und wer beteiligt sich in der Neuzeit am Aufbau der wahren Anbetung?

      16 Die Neuankömmlinge wollen arbeiten. In der Prophezeiung heißt es weiter: „Ausländer werden in der Tat deine Mauern bauen, und ihre eigenen Könige werden dir dienen“ (Jesaja 60:10). Als sich diese Prophezeiung bei der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil zum ersten Mal erfüllte, unterstützten unter anderem tatsächlich auch Könige von den Nationen den Wiederaufbau des Tempels und der Stadt Jerusalem (Esra 3:7; Nehemia 3:26). In der neuzeitlichen Erfüllung unterstützt die große Volksmenge den gesalbten Überrest beim Aufbau der wahren Anbetung. Ihre Glieder helfen mit, Christenversammlungen aufzubauen, und stärken so die „Mauern“ der mit einer Stadt vergleichbaren Organisation Jehovas. Sie beteiligen sich auch am buchstäblichen Bauen — am Bau von Königreichssälen, Kongresssälen und Bethelgebäuden. In all dem unterstützen sie ihre gesalbten Brüder, die sich um die Bedürfnisse der wachsenden Organisation Jehovas kümmern.

      17. Wie macht Jehova sein Volk unter anderem schön?

      17 Wie ermutigend sind doch die letzten Worte in Jesaja 60:10! Jehova sagt: „In meinem heftigen Zorn werde ich dich geschlagen haben, aber in meinem Wohlwollen werde ich mich deiner gewiss erbarmen.“ In den Jahren 1918/19 nahm Jehova sein Volk in Zucht. Aber das liegt in der Vergangenheit. Jetzt ist es für Jehova an der Zeit, seinen gesalbten Dienern und ihren Gefährten, den anderen Schafen, Barmherzigkeit zu erweisen. Zum Beweis dafür segnet er sie mit außergewöhnlicher Mehrung oder macht sie gleichsam schön.

      18, 19. (a) Was verheißt Jehova in Bezug auf Neue, die in seine Organisation kommen? (b) Wovon handeln die übrigen Verse von Jesaja, Kapitel 60?

      18 Jedes Jahr verbinden sich Hunderttausende von „Ausländern“ mit Jehovas Organisation, und nach wie vor besteht die Möglichkeit, dass viele weitere folgen. Jehova sagt zu Zion: „Deine Tore werden tatsächlich beständig offen gehalten werden; sie werden nicht geschlossen werden selbst bei Tag oder bei Nacht, damit man das Vermögen der Nationen zu dir bringt, und ihre Könige werden die Leitung übernehmen“ (Jesaja 60:11). Gegner versuchen zwar, die „Tore“ zu schließen, aber wir wissen, dass sie keinen Erfolg haben werden. Jehova selbst hat versichert, dass die Tore auf die eine oder andere Weise geöffnet bleiben. Die Mehrung wird andauern.

      19 Jehova segnet sein Volk in den gegenwärtigen letzten Tagen auch noch auf andere Weise und macht es schön. In den übrigen Versen von Jesaja, Kapitel 60 wird gezeigt, wie dies geschieht.

  • Jehovas Herrlichkeit erstrahlt über seinem Volk
    Der Wachtturm 2002 | 1. Juli
    • Jehovas Herrlichkeit erstrahlt über seinem Volk

      „Jehova selbst wird dir zum Licht von unabsehbarer Dauer werden“ (JESAJA 60:20).

      1. Wie segnet Jehova sein treues Volk?

      „JEHOVA findet Gefallen an seinem Volk. Er schmückt die Sanftmütigen mit Rettung“ (Psalm 149:4). Das sagte der Psalmist in alter Zeit über diejenigen, die zum Volk Jehovas gehörten, und die Geschichte hat seine Worte bestätigt. Solange sie treu gewesen sind, hat er sich ihrer angenommen, sie fruchtbar gemacht und beschützt. In alter Zeit schenkte er ihnen Siege über ihre Feinde. Heute sorgt er dafür, dass sie glaubensstark bleiben, und sichert ihnen auf der Grundlage des Opfers Jesu Rettung zu (Römer 5:9). Er tut es, weil sie in seinen Augen schön sind.

      2. Worauf vertraut Gottes Volk, obwohl es auf Gegnerschaft stößt?

      2 Natürlich werden in einer Welt, die in Finsternis gehüllt ist, alle, die „in Gottergebenheit leben“, auf Gegnerschaft stoßen (2. Timotheus 3:12). Aber Jehova nimmt Kenntnis von den Gegnern und erklärt warnend: „Irgendeine Nation und irgendein Königreich, die dir nicht dienen werden, werden zugrunde gehen; und die Nationen selbst werden ganz bestimmt der Verwüstung anheim fallen“ (Jesaja 60:12). Die Gegnerschaft nimmt heute viele Formen an. In einigen Ländern sind Gegner bemüht, eine Einschränkung oder ein Verbot der Anbetung zu erwirken, die aufrichtige Christen Jehova darbringen. In anderen Ländern greifen Fanatiker Anbeter Jehovas tätlich an und verbrennen ihr Eigentum. Vergessen wir aber nicht, dass Jehova bereits festgelegt hat, wie jeder Widerstand gegen die Verwirklichung seines Willens ausgehen wird. Er wird scheitern. Wer gegen Zion kämpft, das auf der Erde durch seine Kinder vertreten wird, kann kein Gelingen haben. Berührt diese Zusicherung unseres großen Gottes Jehova nicht unser Herz?

      Über alle Erwartungen hinaus gesegnet

      3. Wodurch wird die Schönheit und die Fruchtbarkeit der Anbeter Jehovas veranschaulicht?

      3 In den letzten Tagen des gegenwärtigen Systems der Dinge segnet Jehova sein Volk tatsächlich über alle Erwartungen hinaus. Insbesondere hat er die Stätte seiner Anbetung und diejenigen, die sich darin befinden und seinen Namen tragen, fortschreitend geschmückt. Gemäß der Prophezeiung Jesajas sagt er zu Zion: „Zu dir wird ja die Herrlichkeit des Libanon kommen, der Wacholderbaum, die Esche und die Zypresse zur selben Zeit, um die Stätte meines Heiligtums schön zu machen; und ich werde die Stätte meiner Füße verherrlichen“ (Jesaja 60:13). Berge, die von prächtigen Wäldern bedeckt sind, bieten einen herrlichen Anblick. Üppige Bäume sind daher ein passendes Sinnbild für die Schönheit und die Fruchtbarkeit der Anbeter Jehovas (Jesaja 41:19; 55:13).

      4. Was ist das „Heiligtum“, was die „Stätte meiner [Jehovas] Füße“, und wie wird beides schön gemacht?

      4 Was ist das „Heiligtum“ und was die „Stätte meiner [Jehovas] Füße“, von denen in Jesaja 60:13 die Rede ist? Diese Ausdrücke beziehen sich auf die Vorhöfe des großen geistigen Tempels Jehovas, der Einrichtung, durch die man sich Jehova in der Anbetung durch Jesus Christus nahen kann (Hebräer 8:1-5; 9:2-10, 23). Es ist Jehovas erklärter Vorsatz, diesen geistigen Tempel dadurch zu verherrlichen, dass er Menschen aus allen Nationen herbeikommen und dort anbeten lässt (Haggai 2:7). Jesaja hatte schon früher in einer Vision Volksmengen aus allen Nationen gesehen, die zu dem erhabenen Berg der Anbetung Jehovas strömen (Jesaja 2:1-4). Hunderte von Jahren danach sah der Apostel Johannes in einer Vision „eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“. Diese Menschen stehen „vor dem Thron Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar“ (Offenbarung 7:9, 15). Diese Prophezeiungen erfüllen sich in unseren Tagen; Jehovas Haus wird vor unseren Augen schön gemacht.

      5. Welche wunderbare Verbesserung erlebten die Kinder Zions?

      5 Welch eine deutliche Verbesserung all das doch für Zion bedeutet! Jehova sagt: „Statt dass du dich als eine gänzlich Verlassene und Gehasste erwiesest und niemand hindurchzog, will ich dich sogar als Gegenstand des Stolzes hinstellen auf unabsehbare Zeit, ein Frohlocken für Generation um Generation“ (Jesaja 60:15). Gegen Ende des Ersten Weltkriegs erlebte das „Israel Gottes“ wirklich eine Zeit der Verödung (Galater 6:16). Es fühlte sich ‘gänzlich verlassen’, denn Zions Kinder auf der Erde verstanden Gottes Willen sie betreffend nicht eindeutig. Im Jahr 1919 belebte Jehova seine gesalbten Diener wieder, und seither hat er sie mit einer wunderbaren geistigen Wohlfahrt gesegnet. Ist die Verheißung in diesem Vers nicht erhebend? Jehova wird Zion als einen „Gegenstand des Stolzes“ betrachten. Ja, Zions Kinder und auch Jehova werden auf Zion stolz sein. Es wird „ein Frohlocken“ sein, eine Ursache grenzenloser Freude. Und das nicht bloß für eine kurze Zeit. Der begünstigte Zustand Zions, das durch seine Kinder auf der Erde repräsentiert wird, soll „für Generation um Generation“ andauern. Er wird nie enden.

      6. Inwiefern nutzen wahre Christen das Vermögen der Nationen?

      6 Hören wir uns nun eine weitere göttliche Verheißung an. Jehova wendet sich an Zion und sagt: „Du wirst tatsächlich die Milch der Nationen saugen, und an der Brust von Königen wirst du saugen; und du wirst gewiss erkennen, dass ich, Jehova, dein RETTER bin und dass der Starke Jakobs dein Rückkäufer ist“ (Jesaja 60:16). Inwiefern ernährt sich Zion von der „Milch der Nationen“ und saugt an „der Brust von Königen“? Insofern, als gesalbte Christen und ihre Gefährten von den „anderen Schafen“ wertvolles Vermögen der Nationen zur Förderung der reinen Anbetung nutzen (Johannes 10:16). Freiwillige Geldspenden tragen dazu bei, ein großes internationales Predigt- und Lehrwerk zu ermöglichen. Der überlegte Einsatz moderner Technik erleichtert es, Bibeln sowie biblische Publikationen in Hunderten von Sprachen zu veröffentlichen. Heute ist die biblische Wahrheit mehr Menschen zugänglich als je zuvor. Angehörige sehr vieler Staaten erfahren, dass Jehova, der seine gesalbten Diener aus geistiger Gefangenschaft zurückgekauft hat, wirklich ein Retter ist.

      Organisatorische Fortschritte

      7. Welche herausragenden Fortschritte haben Zions Kinder erlebt?

      7 Jehova hat sein Volk auch auf andere Weise schön gemacht. Er hat es mit organisatorischem Fortschritt gesegnet. In Jesaja 60:17 lesen wir: „Statt des Kupfers werde ich Gold herbeibringen, und statt des Eisens werde ich Silber herbeibringen und statt des Holzes Kupfer und statt der Steine Eisen; und ich will den Frieden zu deinen Aufsehern einsetzen und die Gerechtigkeit zu deinen Arbeitszuteilern.“ Kupfer durch Gold zu ersetzen ist eine Verbesserung; und so verhält es sich auch im Fall der anderen erwähnten Materialien. Dementsprechend hat das Israel Gottes in den letzten Tagen fortschreitende organisatorische Verbesserungen erlebt. Betrachten wir einige Beispiele dafür.

      8—10. Beschreibe einige organisatorische Verbesserungen seit 1919.

      8 Vor 1919 wurden die Versammlungen des Volkes Gottes von Ältesten und Diakonen geleitet, die von Gliedern der Versammlung demokratisch gewählt wurden. Von jenem Jahr an ernannte der „treue und verständige Sklave“ in jeder Versammlung einen Dienstleiter, der die Predigttätigkeit beaufsichtigen sollte (Matthäus 24:45-47). Doch in vielen Versammlungen funktionierte das nicht so gut, weil einige Wahlälteste das Evangelisierungswerk nicht voll unterstützten. Daher wurden die Versammlungen 1932 angewiesen, keine Ältesten und Diakone mehr zu wählen, sondern ein Dienstkomitee, das mit dem Dienstleiter zusammenarbeiten sollte. Es wurde gleichsam „Holz“ durch „Kupfer“ ersetzt — eine gewaltige Verbesserung!

      9 Im Jahr 1938 führten Versammlungen auf der ganzen Erde durch die Annahme einer Resolution eine verbesserte Regelung ein, die mehr dem biblischen Muster entsprach. Die Verwaltung der Versammlung wurde einem Gruppendiener und weiteren Dienern übertragen; alle wurden unter der Aufsicht des treuen und verständigen Sklaven ernannt. Es gab keine Wahlen mehr! Jeder Diener in der Versammlung wurde somit auf theokratische Weise eingesetzt. „Steine“ wurden gewissermaßen durch „Eisen“ ersetzt und „Kupfer“ durch „Gold“.

      10 Seither stellten sich noch weitere Fortschritte ein. 1972 erkannte man zum Beispiel, dass es der Verwaltung der Christenversammlungen des ersten Jahrhunderts noch genauer entsprechen würde, wenn die Versammlungen von einer Gruppe theokratisch ernannter Ältester beaufsichtigt würden, die als Ältestenschaft zusammenarbeiten, wobei keiner von ihnen Autorität über die anderen Ältesten ausübt. Vor etwa zwei Jahren erfolgte dann ein weiterer Schritt nach vorn. Eine Änderung im Vorstand bestimmter Rechtskörperschaften ermöglicht es nun der leitenden Körperschaft, sich vermehrt den geistigen Belangen des Volkes Gottes zu widmen, statt durch alltägliche Rechtsangelegenheiten davon abgelenkt zu werden.

      11. Wer steht hinter den organisatorischen Änderungen innerhalb des Volkes Jehovas, und wozu haben diese Änderungen geführt?

      11 Wer steht hinter diesen fortschreitenden Änderungen? Niemand anders als Jehova Gott. Er ist es, der sagt: „Ich [werde] Gold herbeibringen.“ Und er ist es auch, der sagt: „Ich will den Frieden zu deinen Aufsehern einsetzen und die Gerechtigkeit zu deinen Arbeitszuteilern.“ Jehova ist für die Aufsicht über sein Volk verantwortlich. Der vorhergesagte Fortschritt auf organisatorischem Gebiet ist ein zusätzlicher Beweis dafür, dass Jehova sein Volk schön macht. Demzufolge sind Jehovas Zeugen in vielerlei Hinsicht gesegnet worden. In Jesaja 60:18 lesen wir: „Nicht mehr wird in deinem Land von Gewalttat gehört werden, Verheerung oder Zusammenbruch innerhalb deiner Grenzen. Und du wirst sicherlich deine eigenen Mauern Rettung und deine Tore Lobpreis nennen.“ Welch schöne Worte! Aber wie haben sie sich erfüllt?

      12. Wie kommt es, dass unter wahren Christen Frieden herrscht?

      12 Wahre Christen halten ihren Blick auf Jehova gerichtet, um sich von ihm unterweisen und anleiten zu lassen. Das Ergebnis sagte Jesaja mit den Worten voraus: „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein“ (Jesaja 54:13). Überdies wirkt Jehovas Geist auf sein Volk ein, und zu den Früchten des Geistes zählt ebenfalls Frieden (Galater 5:22, 23). Durch die daraus resultierende Friedfertigkeit ist Jehovas Volk eine erfrischende Oase in einer Welt voller Gewalt. Dieser friedliche Zustand beruht auf der Liebe, die wahre Christen untereinander haben, und ist ein Vorgeschmack von dem Leben in der neuen Welt (Johannes 15:17; Kolosser 3:14). Sind wir nicht alle begeistert, uns dieses Friedens zu erfreuen und unseren Teil dazu beizutragen — Frieden, der unseren Gott preist und ehrt und einen wichtigen Bestandteil unseres geistigen Paradieses bildet? (Jesaja 11:9).

      Jehovas Licht wird weiterhin scheinen

      13. Warum können wir davon überzeugt sein, dass Jehovas Licht niemals aufhören wird, auf sein Volk zu scheinen?

      13 Wird Jehovas Licht weiterhin auf sein Volk scheinen? Ja! In Jesaja 60:19, 20 können wir lesen: „Für dich wird sich die Sonne nicht mehr als ein Licht bei Tag erweisen, und zum Glanz wird der Mond selbst dir kein Licht mehr geben. Und Jehova soll dir zum Licht von unabsehbarer Dauer werden und dein Gott zu deiner Schönheit. Nicht mehr wird deine Sonne untergehen, noch wird dein Mond abnehmen; denn Jehova selbst wird dir zum Licht von unabsehbarer Dauer werden, und die Tage deiner Trauer werden zur Vollendung gekommen sein.“ Als die „Trauer“ der sinnbildlichen Exilanten 1919 „zur Vollendung gekommen“ war, begann Jehovas Licht auf sie zu scheinen. Über 80 Jahre später erfreuen sie sich nach wie vor der Gunst Jehovas, denn sein Licht scheint weiterhin, und es wird nicht aufhören zu scheinen. Unser Gott wird in Bezug auf seine Anbeter nicht „untergehen“ wie die Sonne oder „abnehmen“ wie der Mond, sondern wird in alle Ewigkeit Licht auf sie scheinen lassen. Welch eine wunderbare Zusicherung ist das doch für uns, die wir in den letzten Tagen der heutigen finsteren Welt leben!

      14, 15. (a) In welcher Hinsicht sind alle, die zu Gottes Volk gehören, „gerecht“? (b) Auf welche wichtige Erfüllung von Jesaja 60:21 freuen sich die anderen Schafe?

      14 Sehen wir uns nun eine weitere Verheißung Jehovas in Bezug auf die irdischen Vertreter Zions, das Israel Gottes, an. In Jesaja 60:21 ist zu lesen: „Was dein Volk betrifft, sie alle werden gerecht sein; auf unabsehbare Zeit werden sie das Land in Besitz haben, der Spross meiner Pflanzung, das Werk meiner Hände, zu meiner schönen Auszeichnung.“ Als die gesalbten Christen 1919 wieder tätig wurden, waren sie eine ungewöhnliche Gruppe. In einer eindeutig sündigen Welt waren sie „gerechtgesprochen“ worden auf der Grundlage ihres unerschütterlichen Glaubens an das Loskaufsopfer Christi Jesu (Römer 3:24; 5:1). Wie die aus der Babylonischen Gefangenschaft befreiten Israeliten nahmen sie daraufhin ein „Land“ in Besitz, ein sinnbildliches Land oder einen Tätigkeitsbereich, wo sie sich eines geistigen Paradieses erfreuen (Jesaja 66:8). Die paradiesische Schönheit dieses Landes wird niemals vergehen, denn im Gegensatz zum Israel in alter Zeit wird das Israel Gottes als Nation nicht untreu werden. Der Glaube, das Ausharren und der Eifer dieser Nation wird Gottes Namen unaufhörlich ehren.

      15 Alle, die zu dieser geistigen Nation gehören, sind in den neuen Bund aufgenommen worden. Alle haben Jehovas Gesetz auf ihr Herz schreiben lassen, und Jehova hat ihnen auf der Grundlage des Loskaufsopfers Jesu ihre Sünden vergeben (Jeremia 31:31-34). Er spricht sie als „Söhne“ gerecht und handelt mit ihnen so, als wären sie vollkommen (Römer 8:15, 16, 29, 30). Auch ihren Gefährten von den anderen Schafen sind die Sünden auf der Grundlage des Opfers Jesu vergeben worden, und wie Abraham sind sie durch ihren Glauben als Freunde Gottes gerechtgesprochen worden. „Sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht.“ Außerdem freuen sich diese Gefährten auf einen weiteren wunderbaren Segen. Sie werden erleben, wie sich die Worte aus Jesaja 60:21 buchstäblich erfüllen und die ganze Erde ein Paradies wird, und zwar nachdem sie entweder die „große Drangsal“ überlebt haben oder auferweckt worden sind (Offenbarung 7:14; Römer 4:1-3). Dann werden „die Sanftmütigen . . . die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:11, 29).

      Die Mehrung hält an

      16. Welche bemerkenswerte Verheißung gab Jehova, und wie erfüllt sie sich?

      16 Im letzten Vers von Jesaja 60 lesen wir Jehovas abschließende Verheißung in diesem Kapitel. Er sagt zu Zion: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ (Jesaja 60:22). Dieses Versprechen löst Jehova in unseren Tagen ein. Als den Gesalbten 1919 geholfen wurde, wieder tätig zu sein, waren sie nur wenige — wirklich nur ein ‘Kleiner’. Ihre Zahl stieg, als weitere geistige Israeliten herbeigebracht wurden. Dann strömten andere Schafe zu ihnen, deren Zahl unaufhörlich steigt. Der friedliche Zustand des Volkes Gottes, das geistige Paradies in seinem „Land“, wirkte auf so viele aufrichtige Menschen anziehend, dass aus dem ‘Kleinen’ tatsächlich eine ‘mächtige Nation’ wurde. Diese „Nation“ besteht gegenwärtig aus dem Israel Gottes und mehr als sechs Millionen „Ausländern“, die Gott hingegeben sind. Sie ist somit volkreicher als viele souveräne Staaten, die es gegenwärtig auf der Erde gibt (Jesaja 60:10). Alle Angehörigen dieser „Nation“ beteiligen sich daran, das Licht Jehovas widerzustrahlen, und dadurch sind alle schön in seinen Augen.

      17. Wie hat uns die Betrachtung von Jesaja, Kapitel 60 berührt?

      17 Stärkt es nicht unseren Glauben, diese Höhepunkte aus Jesaja, Kapitel 60 zu betrachten? Ja, es ist ermutigend, wenn wir bedenken, wie lange im Voraus Jehova wusste, dass sein Volk in eine geistige Gefangenschaft geraten und wieder daraus befreit werden würde. Auch sind wir erstaunt darüber, dass Jehova die große Mehrung der wahren Anbeter von heute schon vor so langer Zeit vorausgesehen hat. Und wie beruhigend, wenn wir bedenken, dass Jehova uns nicht im Stich lassen wird! Ist die Zusicherung, dass die Tore der „Stadt“ beständig offen stehen, um alle gastfreundlich aufzunehmen, die „zum ewigen Leben richtig eingestellt“ sind, nicht sehr liebevoll? (Apostelgeschichte 13:48). Jehova wird weiterhin über seinem Volk erstrahlen. Zion wird weiterhin eine Ursache des Stolzes sein, während Zions Kinder ihr Licht immer heller leuchten lassen (Matthäus 5:16). Sind wir nicht entschlossener denn je, uns eng an das Israel Gottes zu halten, und schätzen wir nicht die große Ehre, das Licht Jehovas widerzustrahlen?

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