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  • Sich von der falschen Religion trennen
    Der Wachtturm 1991 | 1. Dezember
    • Im Jahr 537 v. u. Z. kehrte ein treuer Überrest nach Juda zurück (Jesaja 10:21). Er befolgte den prophetischen Aufruf: „Geht aus Babylon hinaus!“ (Jesaja 48:20). Das sollte nicht lediglich eine physische Befreiung sein, sondern auch eine geistige Befreiung aus dem Umfeld der unreinen, götzendienerischen falschen Religion. Daher wurde diesem treuen Überrest geboten: „Weichet, weichet, zieht von dort aus, rührt nichts Unreines an; geht aus ihrer Mitte hinaus, haltet euch rein, die ihr die Geräte Jehovas tragt“ (Jesaja 52:11). Der primäre Zweck der Rückkehr nach Juda war die Wiedereinführung der reinen Anbetung, der wahren Religion.

      11. Welche neue religiöse Entwicklung außer der Wiederherstellung der reinen Anbetung in Juda ging im sechsten Jahrhundert v. u. Z. vor sich?

      11 Damals, im sechsten Jahrhundert v. u. Z., entstanden interessanterweise innerhalb Babylons der Großen neue Verästelungen der falschen Religion. In diese Zeit fiel die Geburt des Buddhismus, des Konfuzianismus, des Zoroastrismus und des Dschainismus; außerdem kam die rationalistische griechische Philosophie auf, die später sehr großen Einfluß auf die Kirchen der Christenheit ausüben sollte. Während also die reine Anbetung in Juda wiederhergestellt wurde, sorgte Gottes Erzfeind für eine größere Auswahl von Alternativen in der falschen Religion.

      12. Welche Befreiung aus babylonischer Gefangenschaft fand im ersten Jahrhundert u. Z. statt, und welche warnenden Worte schrieb Paulus?

      12 Zu der Zeit, als Jesus in Israel erschien, waren die meisten Juden Anhänger unterschiedlicher Formen des Judentums, einer Religion, die viele religiöse Anschauungen Babylons übernommen hatte. Das Judentum hatte sich Babylon der Großen angeschlossen und wurde von Christus verurteilt, der seine Jünger aus dieser babylonischen Gefangenschaft befreite (Matthäus, Kapitel 23; Lukas 4:18). In den Gegenden, in denen der Apostel Paulus predigte, blühten die falsche Religion und die griechische Philosophie. Daher zitierte er aus der Prophezeiung Jesajas und wandte sie auf Christen an, die sich von dem unreinen Einfluß Babylons der Großen freihalten sollten. Er schrieb: „Welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und [babylonischen] Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: ‚Ich werde unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.‘ ‚„Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab“, spricht Jehova, „und hört auf, das Unreine anzurühren“‘; ‚„und ich will euch aufnehmen“‘“ (2. Korinther 6:16, 17).

  • Sich von der falschen Religion trennen
    Der Wachtturm 1991 | 1. Dezember
    • 14, 15. (a) Was zeigte Jesu Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut? (b) Was geschah gegen Ende des 19. Jahrhunderts, und welche Fortschritte hatten wahre Christen bis 1914 bereits gemacht, was die Lehre betraf?

      14 Die wahre Religion ist nie vollständig ausgerottet worden. In all den Jahrhunderten hat es stets wahrheitsliebende Menschen gegeben; einige von ihnen haben ihre Treue gegenüber Jehova und seinem Wort, der Bibel, mit dem Leben bezahlt. Wie jedoch Jesu Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut zeigt, wird der sinnbildliche Weizen, die gesalbten Söhne des Königreiches, erst „beim Abschluß des Systems der Dinge“ vom Unkraut, den Söhnen dessen, der böse ist, getrennt (Matthäus 13:24-30, 36-43). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Zeit des Endes — die Zeit, in der die Trennung stattfinden sollte — herannahte, brachen aufrichtige Erforscher der Bibel aus der Gefangenschaft der falschen Religion aus.

      15 Im Jahr 1914 hatten diese Christen — heute als Jehovas Zeugen bekannt — bereits einen starken Glauben an das Lösegeld. Sie wußten, daß Christi Gegenwart unsichtbar sein muß. Sie hatten erkannt, daß 1914 die „Zeiten der Nationen“ ablaufen würden (Lukas 21:24). Und sie hatten ein klares Verständnis, was die Seele und die Auferstehung betrifft. Auch empfingen sie vermehrtes Licht, was die gravierenden Irrlehren der Kirchen anging, wie die Lehre vom Höllenfeuer oder von der Dreieinigkeit. Sie lernten den Namen Gottes kennen und gebrauchten ihn. Sie erkannten, daß die Evolutionstheorie nicht stimmt und daß es falsch ist, Spiritismus zu treiben.

      16. Welchen Aufruf befolgten gesalbte Christen 1919?

      16 Mit dem Abwerfen der Fesseln der falschen Religion war ein guter Anfang gemacht worden. Und 1919 verlor Babylon die Große dann vollständig ihre Herrschaft über Gottes Volk. Im Jahr 537 v. u. Z. war ein jüdischer Überrest aus Babylon befreit worden, und gleicherweise befolgte der treue Überrest gesalbter Christen den Aufruf: „Geht aus ihrer Mitte [aus Babylon der Großen] hinaus“ (Jesaja 52:11).

      17. (a) Welche Entwicklung ging ab 1922 vor sich, und welcher Notwendigkeit wurde man sich unter Gottes Volk bewußt? (b) Welchen extremen Standpunkt nahm man ein, und wieso war dies verständlich?

      17 Ab 1922 wurden aufrüttelnde biblische Wahrheiten veröffentlicht und verbreitet, durch die die babylonische falsche Religion entlarvt wurde, insbesondere die Kirchen der Christenheit. Man erkannte die Notwendigkeit, dem gereinigten Volk Gottes einzuprägen, daß es mit allen Formen der falschen Religion vollständig brechen mußte. So wurde jahrelang selbst der Gebrauch des Wortes „Religion“ vermieden, wenn man von der reinen Anbetung sprach. Man zog mit Plakaten, die die Aufschrift trugen „Religion ist eine Schlinge und ein Gimpelfang“, durch die Straßen großer Städte. In Büchern wie Regierung (1928) und „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (1946) wurde deutlich zwischen „Christentum“ und „Religion“ unterschieden. Dieser extreme Standpunkt ist verständlich, weil eine klare Trennung von den überall verbreiteten religiösen Systemen Babylons der Großen erfolgen mußte.

      Die wahre und die falsche Religion

      18. Welches neue Verständnis des Wortes „Religion“ erhielt Gottes Volk 1951, und was wird im Jahrbuch 1975 darüber gesagt?

      18 Schließlich war 1951 für Jehova die Zeit gekommen, seinem Volk zu helfen, den Unterschied zwischen der wahren und der falschen Religion deutlich zu erkennen. Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1975 wurde berichtet: „Im Jahre 1951 lernten Unterstützer der wahren Anbetung etwas Wichtiges über den Ausdruck ‚Religion‘ kennen. Manche von ihnen konnten sich noch gut an das Jahr 1938 entsinnen, als sie zu besonderen Anlässen ein auffälliges Plakat mit der Aufschrift ‚Religion ist eine Schlinge und ein Gimpelfang‘ bei ihren Märschen mitgeführt hatten. Gemäß dem damaligen Standpunkt galt ‚Religion‘ schlechthin als unchristlich und vom Teufel stammend. Im Wachtturm vom 1. Juli 1951 dagegen wurde der Gebrauch der Worte ‚wahr‘ und ‚falsch‘ im Zusammenhang mit Religion gutgeheißen. Darüber hinaus sagte das packende Buch Was hat die Religion der Menschheit gebracht? (das im Jahre 1951 in Englisch [deutsch: 1953] veröffentlicht und während des Kongresses ‚Reine Anbetung‘ im Wembley-Stadion in London freigegeben wurde) folgendes: ‚Nach der einfachsten Erklärung bedeutet das Wort „Religion“, so, wie es gebraucht wird, ein System der Verehrung, eine Form der Anbetung, sei es die wahre oder falsche Anbetung. Dies stimmt mit dem Sinn des dafür gebrauchten hebräischen Wortes ʼavodháh überein, das wörtlich „Dienst“ bedeutet, ungeachtet, wem er dargebracht wird.‘ Von da an waren die Ausdrücke ‚falsche Religion‘ und ‚wahre Religion‘ unter Jehovas Zeugen üblich“ (Seite 225).

      19, 20. (a) Warum brauchte niemand bestürzt zu sein, als das Wort „Religion“ auf die reine Anbetung angewandt wurde? (b) Wozu war das Volk Jehovas aufgrund des neuen Verständnisses in der Lage?

      19 Als Antwort auf eine Leserfrage hieß es im Wachtturm vom 15. Januar 1952: „Niemand sollte wegen des Gebrauchs des Wortes ‚Religion‘ bestürzt sein. Wenn wir es verwenden, gelangen wir dadurch nicht in die Klasse der an Traditionen gebundenen falschen Religionen, ebensowenig als die Tatsache, daß wir uns Christen nennen, uns in die Reihen falscher Christen der Christenheit einreihen würde.“

      20 Dieses neue Verständnis des Wortes „Religion“ stellte keinerlei Kompromiß dar, sondern ermöglichte es Jehovas Volk, die Kluft zwischen der wahren und der falschen Religion zu vertiefen, wie der folgende Artikel zeigen wird.

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