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‘Wir wissen, daß sie auferstehen werden’Der Wachtturm 1989 | 15. Juni
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Da es von Gott keinen anderslautenden Aufschluß gab, brachten seine treuen Diener (von Adams gottesfürchtigem Sohn Abel an), die außerhalb des Gartens Eden lebten, eine Auferstehung zwangsläufig mit der einzigen ihnen bekannten Wohnstätte des Menschen in Verbindung, nämlich mit der Erde.
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‘Wir wissen, daß sie auferstehen werden’Der Wachtturm 1989 | 15. Juni
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Die Juden glauben auch heute noch an eine zukünftige Auferstehung zum Leben auf der Erde. Gemäß der Encyclopædia Judaica (1971) ist „der Glaube, daß die Toten schließlich im Fleische zum Leben auf der Erde erwachen werden“, eine „Hauptlehre“ des Judaismus. In der Enzyklopädie heißt es weiter: „Dieser Gedanke wird so ernst genommen und buchstäblich aufgefaßt, daß fromme Juden oft darum besorgt sind, welche Kleidung sie im Grab anhaben werden, daß alle Organe vollständig beigesetzt werden und daß sie in Israel begraben werden.“
Interessanterweise sagt die Bibel nichts darüber, daß Gott in der Auferstehung die zerfallenen Körper der Verstorbenen wieder zusammenbringen wird. Die ursprünglichen Atome derjenigen, die schon lange tot sind, haben sich über die ganze Erde verteilt und sind in der Folge von pflanzlichen und tierischen Lebensformen aufgenommen worden — ja selbst von anderen Menschen, die später ebenfalls gestorben sind. In der Auferstehung könnten die betreffenden Atome natürlich nur jeweils für eine Person, die auferweckt wird, verwendet werden. Gott wird daher die Menschen mit einem passenden Körper nach seinem Wohlgefallen zum Leben bringen, mit einem Körper, an dem nichts fehlt, der frei ist von den Gebrechen, an denen der Betreffende vor seinem Tod gelitten haben mag. (Vergleiche 1. Korinther 15:35-38.)
Werden die Auferstandenen von ihren Freunden und Verwandten, die ebenfalls zum Leben zurückkehren, wiedererkannt werden? Das sollte man logischerweise annehmen, denn wie sollten wir wissen, daß verstorbene Angehörige tatsächlich auferstanden sind, wenn wir die Auferstandenen nicht wiedererkennen könnten und sie uns nicht? Obwohl der Körper des Lazarus bereits in Verwesung übergegangen war, konnten Verwandte und Bekannte ihn identifizieren, nachdem er von Jesus auferweckt worden war. Somit können auch wir erwarten, daß Jehova liebevollerweise dafür sorgen wird, daß wir einander nach der Auferstehung zum Leben auf der Erde wiedersehen und wiedererkennen werden.
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‘Wir wissen, daß sie auferstehen werden’Der Wachtturm 1989 | 15. Juni
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„Doch was ist mit den Verstorbenen, beispielsweise mit unseren Angehörigen?“ könnte man berechtigterweise fragen. Jesus sagte zu Martha, daß andere ‘zum Leben kommen werden, auch wenn sie sterben’ (Johannes 11:25). Das wird durch die irdische Auferstehung geschehen. Während der Herrschaft Christi und seiner 144 000 Mitkönige und Mitpriester im Himmel werden Millionen von Toten auferstehen, die Gott in seinem Gedächtnis bewahrt hat, und ihnen wird die Gelegenheit eingeräumt werden, die wahre Anbetung Jehovas kennenzulernen. Wenn sie Glauben bekunden, werden sie mit ewigem Leben in einem weltumspannenden Paradies gesegnet werden. Das wird am „letzten Tag“ geschehen, von dem Martha sprach, als sie Jesus zustimmte, daß ihr Bruder Lazarus wieder zum Leben kommen werde (Johannes 5:28, 29; 11:24; Lukas 23:43).
Eine Hoffnung, die auf Garantien beruht
Die Auferweckungen, die in der Bibel erwähnt werden, dienten als Vorbilder, und sie sind Garantien für die Zuverlässigkeit der Auferstehungshoffnung, die in der Heiligen Schrift vermittelt wird. Sie berichtet von Auferweckungen auf der Erde, die in vorchristlicher Zeit von den Propheten Elia und Elisa und in späterer Zeit von Gottes Sohn (unter anderem Lazarus), von den Aposteln Petrus und Paulus und vor allem von Jehova Gott vollbracht wurden, der seinen Sohn auferweckte. Die Berichte darüber finden wir in der Bibel unter anderem in 1. Könige 17:17-24, 2. Könige 4:32-37, Matthäus 28:1-10, Lukas 7:11-17, 8:40-56, Johannes 11:38-44, Apostelgeschichte 9:36-42, 10:38-42, 20:7-12.b
Auf der Grundlage einer so eindrucksvoll dokumentierten Auferstehungshoffnung konnte Paulus den Athenern versichern: „Gott ... hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat“ (Apostelgeschichte 17:30, 31).
Ja, die Auferstehung Jesu ist die höchste Garantie dafür, daß die Auferstehungshoffnung stichhaltig ist. Daher haben auch wir eine feste Grundlage, rückhaltlos auf die Macht und die Liebe Jehovas zu vertrauen. Wir können wie Martha mit Überzeugung sagen: ‘Wir wissen, daß die Toten in der Auferstehung am letzten Tag auferstehen werden!’
Nachdem Paulus auf dem Marshügel von „einer Auferstehung der Toten“ gesprochen hatte, war die Zuhörerschaft in drei Gruppen gespalten: „Einige [begannen] zu spotten, während andere sagten: ‚Wir wollen dich hierüber noch ein andermal hören.‘ ... [Einige Männer] schlossen sich ihm ... an und wurden gläubig“ (Apostelgeschichte 17:32-34).
Wie betrachtest du die Auferstehungshoffnung? Jehova wird seine Verheißung wahr machen, Millionen, ja sogar Milliarden Tote aufzuerwecken.
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