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Wiederherstellende Macht – Jehova macht „alles neu“Komm Jehova doch näher
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Leben wiederhergestellt
17, 18. (a) Was warf Jesus den Sadduzäern vor? (b) Was führte dazu, dass Elia von Jehova ein Auferstehungswunder erbat?
17 Im 1. Jahrhundert gab es Religionslehrer, Sadduzäer genannt, die nicht an die Auferstehung glaubten. Jesus warf ihnen vor: „Ihr irrt euch, denn ihr kennt weder die Schriften noch die Macht Gottes“ (Matthäus 22:29). Aus der Bibel geht nämlich hervor, dass Jehova eine solche wiederherstellende Macht besitzt. Was erfahren wir darüber?
18 Versetzen wir uns in die Zeit Elias. Eine Witwe hielt den schlaffen Körper ihres einzigen Kindes in den Armen. Der Junge war tot. Das muss für den Propheten Elia, der schon einige Zeit bei der Witwe zu Gast war, ein Schock gewesen sein. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte er dazu beigetragen, das Kind vor dem Verhungern zu retten. Es kann gut sein, dass ihm der Kleine ans Herz gewachsen war. Die Mutter war untröstlich. Der Junge war die einzige lebendige Erinnerung an ihren verstorbenen Mann gewesen. Vielleicht hatte sie gehofft, ihr Sohn würde im Alter für sie sorgen. Völlig aufgelöst befürchtete sie, für einen vergangenen Fehler bestraft worden zu sein. Elia konnte dieses geballte Elend nicht mit ansehen. Behutsam nahm er den Leichnam aus den Armen der Mutter, trug ihn hinauf in sein Zimmer und bat Jehova Gott, das Leben des Kindes wiederherzustellen (1. Könige 17:8-21).
19, 20. (a) Wie bewies Abraham seinen Glauben an Jehovas wiederherstellende Macht, und worauf beruhte dieser Glaube? (b) Wie belohnte Jehova Elias Glauben?
19 Elia war nicht der Erste, der an die Auferstehung glaubte. Schon Jahrhunderte zuvor war Abraham davon überzeugt, dass Jehova eine solche wiederherstellende Macht besaß – und das mit gutem Grund. Als Abraham 100 Jahre alt war und Sara 90, stellte Jehova die Fortpflanzungsfähigkeit der beiden wieder her. Durch ein Wunder brachte Sara einen Sohn zur Welt (1. Mose 17:17; 21:2, 3). Als der Junge erwachsen war, wurde Abraham von Jehova gebeten, ihn zu opfern. Abraham bewies Glauben und rechnete damit, dass Jehova seinen geliebten Isaak wieder zum Leben bringen könnte (Hebräer 11:17-19). Dieser starke Glaube mag erklären, warum Abraham, bevor er den Berg bestieg, um seinen Sohn zu opfern, seinen Dienern versicherte, er und Isaak würden gemeinsam zurückkehren (1. Mose 22:5).
„Sieh doch, dein Sohn lebt!“
20 Jehova verschonte Isaak, sodass damals keine Auferstehung nötig war. Im Fall Elias dagegen war der Sohn der Witwe bereits tot – wenn auch nicht für lange Zeit. Jehova belohnte den Propheten für seinen Glauben, indem er das Kind auferweckte. Elia übergab den Jungen seiner Mutter mit den unvergesslichen Worten: „Sieh doch, dein Sohn lebt!“ (1. Könige 17:22-24).
21, 22. (a) Welchem Zweck dienten die in der Bibel aufgezeichneten Auferstehungen? (b) Wie umfangreich wird die Auferstehung im Paradies sein, und wer wird dafür zuständig sein?
21 Dies war das erste Mal in der Bibel, dass Jehova seine Macht gebrauchte, um menschliches Leben wiederherzustellen. Später ermächtigte er auch Elisa, Jesus, Paulus und Petrus, Tote wieder zum Leben zu bringen. Natürlich starben die Auferweckten schließlich wieder. Doch solche Bibelberichte geben eine faszinierende Vorschau auf künftige Ereignisse.
22 Im Paradies wird Jesus seine Rolle als „die Auferstehung und das Leben“ erfüllen (Johannes 11:25). Er wird unzählige Millionen auferwecken und ihnen die Gelegenheit geben, für immer im Paradies auf der Erde zu leben (Johannes 5:28, 29). Stellen wir uns vor, wie enge Freunde und Verwandte nach langer Trennung wieder vereint werden, sich in die Arme fallen und außer sich sind vor Freude! Die ganze Menschheit wird Jehova für seine wiederherstellende Macht preisen.
23. Was war die größte Demonstration der Macht Jehovas, und wieso ist sie eine Garantie für unsere Zukunftshoffnung?
23 Jehova hat für diese Hoffnung eine absolut sichere Garantie gegeben. Die größte Demonstration seiner Macht war die Auferweckung seines Sohnes, Jesus, zu einem mächtigen Geistgeschöpf, über dem nur noch er selbst steht. Der auferstandene Jesus erschien Hunderten von Augenzeugen (1. Korinther 15:5, 6). Das sollte sogar für Skeptiker Beweis genug sein. Jehova hat die Macht, Leben wiederherzustellen.
24. Warum können wir sicher sein, dass Jehova die Toten auferwecken wird, und welche Hoffnung sollten wir in Ehren halten?
24 Doch er hat nicht nur die Macht, sondern auch den Wunsch, die Toten wieder zum Leben zu bringen. Der treue Hiob sagte unter Inspiration, dass sich Jehova danach sehnt, die Toten aufzuerwecken (Hiob 14:15). Zieht es dich nicht zu diesem Gott, der den brennenden Wunsch hat, seine wiederherstellende Macht so liebevoll zu gebrauchen? Und dabei ist die Auferstehung nur ein Aspekt des großen künftigen Wiederherstellungswerkes Jehovas. Halte die kostbare Hoffnung, dass du miterleben kannst, wie Jehova „alles neu“ macht, immer in Ehren, während du ihm Stück für Stück näher kommst (Offenbarung 21:5).
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