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  • Abtrünnigkeit — Der Weg zu Gott blockiert
    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • Die Auferstehungslehre aufgegeben

      8. Welches Rätsel wollte der Mensch schon immer entwirren, und wie haben es die meisten Religionen zu lösen versucht?

      8 Wie aus dem vorangegangenen Teil des Buches zu erkennen ist, wollte der Mensch schon immer das Rätsel seines kurzen und begrenzten, im Tode endenden Daseins entwirren. Gerhard Herm sagt diesbezüglich in seinem Buch Die Kelten. Das Volk, das aus dem Dunkel kam: „Religion ist unter anderem auch der Versuch, Gläubige damit auszusöhnen, daß sie sterben müssen. Das kann dadurch geschehen, daß ihnen ein besseres Dasein jenseits des Grabes versprochen wird oder eine Wiedergeburt oder beides.“ So gut wie jede Religion stützt sich auf den Glauben, daß die Menschenseele unsterblich ist und daß sie nach dem Tode irgendwo weiterlebt oder in ein anderes Geschöpf übersiedelt.

      9. Welche Schlußfolgerung zog der spanische Gelehrte Miguel de Unamuno daraus, daß Jesus an die Auferstehung glaubte?

      9 Heute glauben fast alle Religionsorganisationen der Christenheit an die Unsterblichkeit der Seele. Miguel de Unamuno, ein bekannter spanischer Gelehrter des 20. Jahrhunderts, schrieb über Jesus: „Er glaubte vielleicht wie die Juden an eine Wiederauferstehung des Fleisches [wie sich dies im Fall des Lazarus zeigt (siehe Seite 248—251)] und nicht wie [der Grieche] Plato an die Unsterblichkeit der Seele. ... Beweise dafür könnte man in jedem beliebigen exegetischen Werk aufrichtigen und ehrlichen Charakters finden.“ Der Schriftsteller fährt fort: „Die Unsterblichkeit der Seele ... ist ein Dogma der heidnischen Philosophie“ (Die Agonie des Christentums). Dieses „Dogma der heidnischen Philosophie“ durchsetzte die Lehre der Christenheit, obwohl Christus eine solche Auffassung niemals vertreten hatte (Matthäus 10:28; Johannes 5:28, 29; 11:23, 24).

      10. Was war die Folge davon, daß man an die Unsterblichkeit der Seele glaubte?

      10 Der heimtückische Einfluß der griechischen Philosophie spielte bei der Abtrünnigkeit, die nach dem Tod der Apostel einsetzte, eine entscheidende Rolle. Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele machte verschiedene Bestimmungsorte der Seele erforderlich: den Himmel, das Höllenfeuer, das Fegefeuer, das Paradies und den Limbus.a Dadurch, daß eine Klasse von Geistlichen diese Lehren zu ihren Gunsten veränderte, war es für sie leicht, die Gläubigen unterwürfig zu halten, ihnen Angst vor dem Jenseits einzujagen sowie Geschenke und Geldspenden aus ihnen herauszupressen.

  • Abtrünnigkeit — Der Weg zu Gott blockiert
    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • a Die Ausdrücke „unsterbliche Seele“, „Höllenfeuer“, „Fegefeuer“ und „Limbus“ sind im hebräischen und griechischen Urtext der Bibel nicht zu finden. Aber das griechische Wort für „Auferstehung“ (anástasis) kommt 42mal vor.

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