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  • Der Tod: Ist damit wirklich alles vorbei?
    Erwachet! 2008 | September
    • Der Tod: Ist damit wirklich alles vorbei?

      IM Februar 1987 beschloss ein 85-jähriger Mann, seine lebensnotwendige Dialysebehandlung nicht länger fortzusetzen. Zwei Wochen danach starb er friedlich zu Hause im Beisein seines einzigen Sohnes.

      In den letzten gemeinsamen Tagen hatten die beiden Gelegenheit, sich über eine Frage zu unterhalten, die sie schon des Öfteren beschäftigt hatte: Geht es nach dem Tod weiter? Der Vater, ein gebildeter Mann, bezweifelte das. Die Heuchelei in den Kirchen stieß ihn ab; außerdem tendierte er zu einer evolutionistischen Weltanschauung. Da er die Existenz Gottes für unbeweisbar hielt, bezeichnete er sich als Agnostiker.

      Der Sohn wollte seinem Vater Trost und Hoffnung geben und versuchte ihm klarzumachen, dass mit dem Tod nicht unbedingt alles vorbei ist. In seinen letzten Stunden räumte der Vater ein, dass er schon gern mit frischer Kraft und gesund noch einmal leben würde.

      Angesichts des Todes Trost finden

      Die meisten, wenn nicht sogar alle Menschen, würden sehr gern noch einmal leben — allerdings ganz gesund und mit neuer Kraft in einer friedlichen Welt. Wir Menschen unterscheiden uns von instinktgesteuerten Tieren, die in der Bibel als „vernunftlos“ bezeichnet werden (2. Petrus 2:12). Wir bestatten unsere Toten. Wir machen uns Gedanken über die Zukunft. Eigentlich niemand von uns möchte altern, krank werden und sterben. Doch das ist leider die Realität.

      Es ist wirklich ernüchternd, mit dem Tod konfrontiert zu werden, ob mit dem eigenen Tod oder dem eines nahestehenden Menschen. Die Bibel bestärkt uns darin, selbst dann nicht den Mut zu verlieren. Wir lesen: „Besser ist es, in das Haus der Trauer zu gehen, als in das Haus des Festmahls zu gehen.“ Und: „Der Lebende sollte es sich zu Herzen nehmen“ (Prediger 7:2). Warum sollte man sich das Thema Tod „zu Herzen nehmen“, das heißt sich ernsthaft damit auseinandersetzen?

      Unter anderem deshalb, weil der Wunsch, zu leben und das Leben in einer friedlichen und sicheren Umgebung zu genießen, absolut natürlich ist. Der Gedanke zu sterben — nicht mehr zu existieren — stößt uns unwillkürlich ab. Es ist schwer, wenn nicht unmöglich, sich damit abzufinden. Die Bibel zeigt, warum das so ist. Gott hat den Menschen „die unabsehbare Zeit in ihr Herz gelegt“ (Prediger 3:11). Wir Menschen wollen leben — nicht sterben. Wäre dieser Wunsch wohl so stark, wenn unser Schöpfer gar nicht gewollt hätte, dass wir ewig leben? Ist es tatsächlich möglich, völlig gesund und wirklich glücklich noch einmal zu leben?

      Warum man daran glauben kann

      Im vergangenen Jahr erschien in der Zeitschrift einer amerikanischen Seniorenvereinigung ein Artikel zum Thema „Leben nach dem Tod“. Eine repräsentative Umfrage unter Personen über 50 Jahren ergab Folgendes: „Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten stimmen der Aussage zu: ‚Ich glaube an ein Leben nach dem Tod.‘ “ Wie dort jedoch auch zu lesen war, schließt sich beinahe ein Viertel der Aussage an: „Wenn ich sterbe, ist meiner Meinung nach alles vorbei.“ Aber wollen die Menschen das auch wirklich glauben?

      In dem Artikel wird der Katholik Tom aus New York wie folgt zitiert: „In der Kirche predigen sie das Leben nach dem Tod. Na ja, es wird alles Mögliche gepredigt. Letztlich muss man sich seinen eigenen Reim darauf machen. Ich besuche die Messe und lebe so, als würde es ein Leben nach dem Tod geben. Aber ich glaub nicht dran. Wenn’s das aber doch gibt, umso besser.“

      Groß ist die Zahl von Zweiflern wie Tom und dem zu Beginn erwähnten Vater, der seinem Sohn immer wieder sagte: „Der Glaube ist etwas für jemand, der sich mit der Realität des Sterbens nicht abfinden kann.“ Doch wie er und andere Skeptiker zugeben müssen, können einige erstaunliche Vorgänge in der Natur nur befriedigend erklärt werden, wenn man an einen allmächtigen Schöpfer glaubt.

      Ein Beispiel: Nur drei Wochen nach der Befruchtung bilden sich bei einem menschlichen Embryo die ersten Gehirnzellen. Diese Zellen vermehren sich explosionsartig, zeitweise um eine viertel Million pro Minute. Nach 9 Monaten kommt ein Baby zur Welt, dessen Gehirn offenbar unbegrenzt lernfähig ist. Der Molekularbiologe James Watson bezeichnete das menschliche Gehirn als „das Komplizierteste, was wir bisher im Universum entdeckt haben“.

      Wer sich eingehend mit solchen Wundern beschäftigt, kann oft nur ehrfürchtig staunen. Bringen uns solche erstaunlichen Vorgänge der Antwort auf eine Frage näher, die jemand schon vor langer Zeit stellte: „Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?“? Voller Zuversicht brachte der Fragesteller zum Ausdruck, was er von Gott erwartete: „Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen“ (Hiob 14:14, 15).

      Es gibt also gute Gründe, sich die Beweise für die Überzeugung, dass Verstorbene wieder leben können, einmal näher anzusehen.

  • Verstorbene können wieder leben!
    Erwachet! 2008 | September
    • Verstorbene können wieder leben!

      EINE Szene aus einem Film, der vor einigen Jahren im Kino lief: Ein junger Mann steht am Grab eines geliebten Menschen und denkt laut: „Mama hat immer gesagt, der Tod gehört nun mal zum Leben dazu.“ Dann schwenkt die Kamera auf den Grabstein, während er hinzufügt: „Ich wünschte, es wäre anders.“

      Die Abermillionen, die selbst schon liebe Menschen durch den Tod verloren haben, können ihm wahrscheinlich nachfühlen. Was für ein grausamer Feind! Gott verheißt jedoch: „Als letzter Feind wird der Tod zunichtegemacht“ (1. Korinther 15:26). Die Frage ist allerdings, warum der Mensch überhaupt sterben muss, obwohl er offensichtlich mit Fähigkeiten für ein unbegrenztes Leben ausgestattet wurde. Wie kann dem Tod ein Ende gemacht werden?

      Warum wir alt werden und sterben

      In der Bibel heißt es über Jehova Gott, unseren Schöpfer: „Vollkommen ist sein Tun“ (5. Mose 32:4; Psalm 83:18). Gott schuf Adam, den ersten Menschen, vollkommen. Deshalb stand Adam in Aussicht, für immer auf der Erde in dem paradiesischen Garten Eden zu leben, den Gott ihm gegeben hatte (1. Mose 2:7-9). Warum verlor Adam seine paradiesische Heimat? Wie kam es, dass er alterte und schließlich starb?

      Einfach gesagt, weil Adam das Verbot missachtete, die Frucht eines bestimmten Baumes zu essen. Gott hatte Adam über die Folgen keineswegs im Unklaren gelassen, sondern ihm deutlich gesagt: „Du [wirst] ganz bestimmt sterben“ (1. Mose 2:16, 17). Da Adam sich ebenso wie seine Frau Eva über dieses Verbot hinwegsetzte, vertrieb Gott beide aus dem Garten Eden. Beachtenswert ist, warum Gott unverzüglich handelte. Die Bibel erklärt: Damit Adam „seine Hand nicht ausstreckt und tatsächlich auch Frucht vom Baum des Lebens nimmt und isst und auf unabsehbare Zeit lebt“ (1. Mose 3:1-6, 22).

      Adam und Eva starben, weil sie ungehorsam waren. Doch warum altern und sterben alle ihre Nachkommen? Weil alle von Adam die Sündhaftigkeit und damit Unvollkommenheit und Tod geerbt haben. Die Bibel erklärt, dass „durch e i n e n Menschen [Adam] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12).

      Künftiges Leben ermöglicht

      Wie wir bereits gelesen haben, „wird der Tod zunichtegemacht“ — ja für immer beseitigt werden (1. Korinther 15:26). Aber wie? Gemäß der Bibel kommt es „durch e i n e n Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten zu deren Gerechtsprechung zum Leben“ (Römer 5:18). Wodurch wird es Menschen ermöglicht, vor Gott gerecht zu sein und einmal ewig zu leben?

      Es handelt sich um etwas, was es ermöglichte, die Sünden der Menschheit zu tilgen, die sie von Adam, dem ersten Menschen, geerbt hat. Die Bibel erklärt dazu: „Die Gabe . . ., die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23). Wodurch wurde es Menschen also ermöglicht, zum Leben gerechtgesprochen zu werden? Jesus sagte: „So sehr hat Gott die [Menschen-]Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16).

      Machen wir uns bewusst, wie tief Gottes Liebe zu uns sein muss und wie weit die Liebe seines Sohnes, Jesus Christus, gehen muss, der es auf sich nahm, für uns zu leiden. Der Apostel Paulus schrieb über Gottes Sohn: „[Er hat] mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben“ (Galater 2:20). Warum konnte nur Jesus „seine Seele als ein Lösegeld“ geben und uns dadurch von den todbringenden Folgen der Sünde befreien? (Matthäus 20:28).

      Jesus war der einzige Mensch, der nicht von Adam die Sünde erbte; sein Leben wurde durch ein Wunder vom Himmel in den Leib der Jungfrau Maria übertragen. Aus diesem Grund konnte ein Engel zu Maria sagen, ihr Sohn sei „heilig, Gottes Sohn“ (Lukas 1:34, 35). Deshalb wird Jesus auch als der „letzte Adam“ bezeichnet, der nicht von dem „ersten Menschen Adam“ die Sünde geerbt hat (1. Korinther 15:45). Als sündenloser Mensch konnte Jesus sein Leben als „ein entsprechendes Lösegeld“ geben. Sein Leben hatte den gleichen Wert wie das des ursprünglich vollkommenen, sündenlosen Adam (1. Timotheus 2:6).

      Durch das Lösegeld ermöglicht Gott es allen Menschen, die bisher gelebt haben, das zu erlangen, was der erste Adam verlor: ewiges Leben in einem Paradies auf der Erde. Dazu müssten die meisten Menschen allerdings erst wieder ins Leben zurückkehren. Was für eine fantastische Aussicht das wäre! Aber klingt das nicht zu schön, um wahr zu sein?

      Warum man es glauben kann

      Warum fällt es vielen so schwer, zu glauben, dass Jehova Gott als Schöpfer des Lebens die Macht hat, einen Menschen, der bereits gelebt hat, wieder zu erschaffen? Hat Gott nicht der ersten Frau die Fähigkeit gegeben, Kinder hervorzubringen? Wir lesen in 1. Mose 4:1: „Adam hatte nun Verkehr mit Eva“ — und nach etwa 9 Monaten erblickte ein voll entwickelter kleiner Mensch das Licht der Welt. Wenn man sich vor Augen führt, wie hoch kompliziert die Entstehung und Entwicklung eines Kindes im Mutterleib verläuft, wird deutlich, warum dieser Vorgang, über den man noch längst nicht alles weiß, auch heute noch als Wunder bezeichnet wird (Psalm 139:13-16).

      Für uns scheint die Geburt eines Kindes vielleicht nichts Außergewöhnliches zu sein, da jeden Tag Hunderttausende Kinder zur Welt kommen. Trotz dieser Tatsache können sich viele einfach nicht vorstellen, dass jemand, der bereits gelebt hat, noch einmal ins Dasein kommen kann. Bei einer Gelegenheit erklärte Jesus Personen, die um ein verstorbenes Mädchen trauerten, die Kleine sei gar nicht tot, sondern schlafe. Daraufhin „begannen sie ihn zu verlachen“. Doch Jesus sagte zu dem toten Mädchen einfach: „Steh auf!“ Und „sogleich stand das Mädchen auf und begann umherzugehen“. Weiter heißt es: „Sie [die Anwesenden] gerieten sogleich außer sich vor Entzücken“ (Markus 5:39-43; Lukas 8:51-56).

      Als Jesus darum bat, das Grab seines guten Freundes Lazarus zu öffnen, wandte dessen Schwester Martha ein: „Er wird nun riechen, denn es ist schon vier Tage her.“ Trotzdem holte Jesus Lazarus ins Leben zurück. Was für eine Freude das auslöste! (Johannes 11:38-44). Viele Menschen erfuhren von Jesu Wundern. Als Johannes der Täufer im Gefängnis war, berichteten ihm seine Jünger von Jesu Taten und sagten unter anderem: „Tote werden auferweckt“ (Lukas 7:22).

      Neues Leben durch die Auferstehung

      Die Auferweckten wurden später allerdings wieder krank und starben. Warum wirkte Jesus dann überhaupt solche Wunder? Dadurch bewies er, dass es das, was der erste Adam verlor — ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde —, wieder geben kann und auch geben wird. Die von Jesus vollbrachten Auferweckungen zeigten, wie es möglich sein wird, dass einmal zahllose Menschen „die Erde besitzen“ und „immerdar darauf wohnen“ werden (Psalm 37:29).

      Wer heute schon „Gottergebenheit“ übt, darf darauf hoffen, einmal ewig zu leben. Gottergebenheit hat laut der Bibel nämlich „eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben“. Das „künftige Leben“ wird auch als „das wahre Leben“ bezeichnet (1. Timotheus 4:8; 6:19, Einheitsübersetzung).

      Befassen wir uns als Nächstes einmal damit, wie das wahre Leben, das künftige Leben in einer gerechten neuen Welt, aussehen wird.

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