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  • Lebst du für wahren Reichtum?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Juli
    • „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum, damit, wenn dieser versagt, sie [Jehova und Jesus] euch in die ewigen Wohnstätten aufnehmen.“ Was lernen wir daraus?

      6. Woher wissen wir, dass die heutigen Wirtschaftsordnungen nicht zu Gottes Vorsatz gehörten?

      6 Obwohl Jesus nicht erklärt, warum er den Reichtum als ungerecht bezeichnet, wissen wir doch aus der Bibel, dass Handel und Wirtschaft mit ihrem Streben nach Profit nicht zu Gottes Vorsatz gehörten. In Eden sorgte Jehova großzügig für alles, was Adam und Eva zum Leben brauchten (1. Mo. 2:15, 16). Als später der heilige Geist die Versammlung gesalbter Christen leitete, sagte niemand, dass „irgendetwas von seinem Besitz sein Eigen sei; sondern sie hatten alles gemeinsam“ (Apg. 4:32). Und Jesaja wies auf eine Zeit hin, in der alle Menschen die Ressourcen der Erde kostenlos nutzen würden (Jes. 25:6-9; 65:21, 22). Bis dahin brauchen Jesu Nachfolger jedoch „praktische Weisheit“ im Umgang mit dem „ungerechten Reichtum“. Schließlich müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, möchten aber gleichzeitig auch Jehova gefallen.

      UNGERECHTEN REICHTUM WEISE GEBRAUCHEN

      7. Welchen Rat enthält Lukas 16:10-13?

      7 Lies Lukas 16:10-13. Der Verwalter in Jesu Gleichnis machte sich aus Eigennutz Freunde. Jesu Jünger sollten sich jedoch aus uneigennützigen Beweggründen Freunde im Himmel machen. In den Versen, die dem Gleichnis folgen, wird eine Verbindung zwischen dem „ungerechten Reichtum“ und der Treue zu Gott hergestellt. Jesus ging es also darum, dass wir bei der Verwendung unseres ungerechten Reichtums treu sind. Wie ist das möglich?

      8, 9. Wie zeigen einige durch die Verwendung des ungerechten Reichtums ihre Treue?

      8 Wir verwenden unsere Mittel mit Sicherheit „treu“, wenn wir das von Jesus vorhergesagte weltweite Predigtwerk finanziell unterstützen (Mat. 24:14). Ein kleines Mädchen in Indien steckte regelmäßig Geldmünzen in ihre Spardose und verzichtete dafür sogar auf Spielsachen. Als die Dose voll war, gab sie das Geld den Brüdern. Ein Bruder in Indien, der eine Kokosnussplantage besitzt, spendete dem Übersetzungsbüro, in dem ins Malayalam übersetzt wird, eine große Anzahl Kokosnüsse. Er dachte, da man ohnehin welche kaufen müsse, hat man so mehr davon als von einer Geldspende. Das ist praktische Weisheit. Auch in Griechenland spenden Brüder regelmäßig Olivenöl, Käse und andere Lebensmittel für die Bethelfamilie.

      9 Ein Bruder aus Sri Lanka, der inzwischen im Ausland lebt, hat sein Haus für Zusammenkünfte, Kongresse und als Unterkunft für Vollzeitdiener bereitgestellt. Für ihn ist das ein finanzielles Opfer — für die ärmeren Brüder am Ort aber eine große Hilfe. In einem Land, in dem das Werk eingeschränkt ist, stellen Brüder ihre Wohnungen für Zusammenkünfte zur Verfügung. So werden Pioniere und andere Verkündiger mit begrenzten Mitteln finanziell nicht unnötig belastet.

      10. Welche Vorteile hat es, großzügig zu sein?

      10 Diese Beispiele machen deutlich, dass Freunde Gottes „im Geringsten treu“ sind. Das ist daran zu erkennen, wie sie ihre materiellen Reichtümer, die geistigen Reichtümern weit unterlegen sind, nutzen (Luk. 16:10). Wie denken sie über solche Opfer? Sie wissen, dass man durch Großzügigkeit wahren Reichtum erlangen kann (Luk. 16:11). Eine Schwester, die regelmäßig für das Königreichswerk spendet, hat einen besonderen Segen erlebt. Sie erzählt: „In den letzten Jahren habe ich ein interessantes Phänomen beobachtet: Je großzügiger ich materiell bin, desto großzügiger bin ich auch in meiner Einstellung anderen gegenüber. Ich vergebe großzügiger, bin mit anderen geduldiger und gehe besser mit Enttäuschungen und Rat um.“ Viele haben schon erlebt, wie Großzügigkeit einen selbst bereichert (Ps. 112:5; Spr. 22:9).

      11. (a) Warum zeugt Freigebigkeit von „praktischer Weisheit“? (b) Zu welchem finanziellen Ausgleich kommt es unter dem Volk Gottes? (Siehe Anfangsbild.)

      11 Wer finanzielle Mittel für das Königreichswerk einsetzt, lässt noch auf andere Weise „praktische Weisheit“ erkennen. Nicht jeder von uns kann im Vollzeitdienst stehen oder ins Ausland ziehen. Doch mit Spenden können wir andere im Dienst unterstützen, und das macht zufrieden (Spr. 19:17). Durch freiwillige Spenden kann in ärmeren Gebieten, wo viele Neue hinzukommen, Literatur bereitgestellt und das Predigen unterstützt werden. In Ländern wie dem Kongo, Madagaskar und Ruanda mussten unsere Brüder beispielsweise oft entscheiden, ob sie für die Familie Essen kaufen oder eine Bibel, die manchmal bis zu einem Monatslohn kostet. Durch viele Spenden und einen finanziellen „Ausgleich“ konnte Jehovas Organisation die Übersetzung und Verbreitung von Bibeln finanzieren. Heute kann jedes Familienmitglied sowie Personen, die die Bibel studieren, ein eigenes Exemplar bekommen. (Lies 2. Korinther 8:13-15.) Auf diese Weise kommt sowohl der Geber als auch der Empfänger in den Genuss der Freundschaft Jehovas.

  • Lebst du für wahren Reichtum?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Juli
    • 16. (a) Wie sieht die Zukunft der heutigen Wirtschaftssysteme aus? (b) Wie sollten wir deshalb materiellen Besitz nutzen?

      16 Jesus sagte nicht: „Falls dieser [ungerechte Reichtum] versagt“, sondern „wenn dieser versagt“ (Luk. 16:9). Die Banken- und Wirtschaftskrisen der heutigen kritischen Zeiten sind unbedeutend im Vergleich zu dem, was in naher Zukunft auf globaler Ebene geschehen wird. Satans gesamtes System — politisch, religiös und kommerziell — ist zum Untergang verurteilt. Die Propheten Hesekiel und Zephanja sagten voraus, dass Gold und Silber, die Grundfesten der Wirtschaft, wertlos werden (Hes. 7:19; Zeph. 1:18). Wie wäre uns zumute, wenn wir am Ende unseres Lebens feststellen müssten, dass wir zwar eine Menge „ungerechten Reichtum“ aufgehäuft haben, aber keine wahren Schätze? Uns würde es ergehen wie einem Menschen, der sein Leben lang Geld gehortet hat, nur um dann festzustellen, dass es Falschgeld ist (Spr. 18:11). Materieller Besitz wird seinen Wert verlieren. Nutzen wir ihn daher so, dass wir uns damit Freunde im Himmel machen. Was immer wir für Jehova und sein Königreich tun, macht uns in geistiger Hinsicht wirklich reich.

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