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Von wem dürfen wir wahre Gerechtigkeit erwarten?Der Wachtturm 1989 | 15. Februar
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Von e i n e m Menschen — alle
16. Welche Behauptung stellte Paulus in bezug auf die Herkunft des Menschen auf?
16 Gemäß Apostelgeschichte 17:26 wies Paulus auf eine Wahrheit hin, die viele Menschen nachdenklich stimmen sollte, besonders angesichts der heute offenkundigen Rassendiskriminierung. Wie er sagte, hat der Schöpfer „aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen“. Der Gedanke, daß die Menschheit eine Einheit oder Bruderschaft ist (und alles, was sich in bezug auf Gerechtigkeit daraus ergibt), war etwas, was jene Leute in Betracht ziehen sollten, denn die Athener behaupteten, von besonderer Herkunft zu sein und sich dadurch von den übrigen Menschen zu unterscheiden. Für Paulus galt jedoch, was die Genesis über Adam berichtet, den ersten Menschen, der unser aller Vorfahr war (Römer 5:12; 1. Korinther 15:45-49). Man könnte sich allerdings fragen: Läßt sich eine solche Auffassung in unserem modernen Zeitalter der Wissenschaft noch aufrechterhalten?
17. (a) Inwiefern deutet neueres Beweismaterial in dieselbe Richtung? (b) Welchen Einfluß hat das auf die Frage der Gerechtigkeit?
17 Nach der Evolutionstheorie hat sich der Mensch an verschiedenen Orten und auf unterschiedliche Weise entwickelt. Doch Anfang vergangenen Jahres widmete die Zeitschrift Newsweek ihren wissenschaftlichen Teil der „Suche nach Adam und Eva“. Im Mittelpunkt standen neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Genetik. Zwar sind sich, wie man sich denken kann, nicht alle Wissenschaftler einig, es zeichnet sich aber immer mehr die Schlußfolgerung ab, daß aus genetischer Sicht alle Menschen e i n e n gemeinsamen Vorfahren haben. Wenn wir alle, wie die Bibel schon von jeher sagt, Brüder sind, sollte es dann nicht Gerechtigkeit für alle geben? Sollten wir nicht alle Anspruch darauf haben, unparteiisch behandelt zu werden, ungeachtet unserer Hautfarbe, unserer Haare oder anderer äußerer Merkmale? (1. Mose 11:1; Apostelgeschichte 10:34, 35).
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Von wem dürfen wir wahre Gerechtigkeit erwarten?Der Wachtturm 1989 | 15. Februar
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[Kasten auf Seite 9]
„Die Suche nach Adam und Eva“
Unter diesem Titel hieß es in einem Artikel der Zeitschrift Newsweek auszugsweise: „Richard Leakey, ein erfahrener Ausgräber, erklärte 1977: ‚Die Geburt des modernen Menschen fand nicht an einem einzigen Ort statt.‘ Genetiker sind jetzt allerdings eher anderer Ansicht ... ‚Wenn das stimmt, und ich würde mein ganzes Geld darauf setzen, kommt dieser Vorstellung ungeheure Bedeutung zu‘, sagte der Harvard-Paläontologe und Essayist Stephen Jay Gould. ‚Uns wird bewußt, daß alle Menschen trotz Unterschieden in der äußeren Erscheinung Angehörige eines einzigen Ganzen sind, das einen sehr jungen Ursprung hat, und zwar an nur einem Ort. Es gibt eine Art biologische Verwandtschaft, die weitaus enger ist, als wir je annahmen‘“ (11. Januar 1988).
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