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Jehovas Gerechtigkeit und sein Name erhöhtDer Wachtturm 1989 | 1. Mai
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Jehova erwartet von denen, die in seinem Volk Verantwortung tragen, daß sie Recht üben. Den Mißbrauch treibenden verantwortlichen Männern von Israel gelten die Worte: „Ist es nicht eure Sache, das Recht zu kennen? Die ihr das Gute haßt und das Böse liebt, die ihr den Leuten ihre Haut abreißt und ihren Organismus von ihren Knochen.“ „Mit dem Geist Jehovas und des Rechts und der Macht“ teilt Micha ihnen Gottes Strafurteile mit. Die ungerechten Führer richten, wie er sagt, um Bestechung, die Priester unterweisen um einen Kaufpreis, und die Propheten treiben Wahrsagerei gegen Geld. Daher wird Jerusalem „zu nichts als Trümmerhaufen werden“ (3:1-12).
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Jehovas Gerechtigkeit und sein Name erhöhtDer Wachtturm 1989 | 1. Mai
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Jehovas Gerechtigkeit wird die Oberhand haben
Jehova erwartet von seinem Volk, daß es an seinen rechten und gerechten Maßstäben festhält. Was hat er getan, daß er eine entartete Anbetung verdient hätte? Er hat Gutes für die Israeliten getan. ‘Und was fordert Jehova von ihnen zurück, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu wandeln mit ihrem Gott?’ Wenn sie mit ihrer Gewalttat und Ausbeutung fortfahren, können sie nur sein Strafurteil erwarten (6:1-16).
Wir sollten auf Jehovas Gerechtigkeit und auf seine Barmherzigkeit vertrauen. Selbst nahe Verwandte werden zu Feinden. Dennoch sagt Micha: „Ich will eine wartende Haltung gegenüber dem Gott meiner Rettung bekunden. Mein Gott wird mich hören.“ Der Prophet vertraut auf Jehovas Gerechtigkeit, weil er weiß, daß Gott „gewiß nicht für immer an seinem Zorn festhalten [wird], denn er hat Gefallen an liebender Güte“ (7:1-20).
Die Lehre für uns: Jehova erwartet von seinem Volk, daß es Recht übt. In bezug auf geschäftliche Unternehmungen muß sich ein Christ fragen: „Kann ich sittlich rein sein bei falscher Waage und bei einem Beutel mit trügerischen Gewichtssteinen?“ (6:11).
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Jehovas Gerechtigkeit und sein Name erhöhtDer Wachtturm 1989 | 1. Mai
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3:1-3 — Hier fällt der Kontrast auf, der zwischen Jehova, dem gütigen Hirten, und den grausamen Führern seines Volkes in Michas Tagen bestand. Sie versagten, was ihren Auftrag betraf, die Herde zu schützen, indem sie Recht übten. Sie beuteten die sinnbildlichen Schafe nicht nur dadurch aus, daß sie sie schröpften, sondern wie Wölfe rissen sie ihnen sogar die Haut ab. Die bösen Hirten enthielten den Menschen das Recht vor und unterwarfen sie „Taten des Blutvergießens“ (3:10). Durch Rechtsbeugung wurden die Wehrlosen um ihre Häuser und ihren Lebensunterhalt gebracht (2:2; vergleiche Hesekiel 34:1-5).
○ 4:3 — Die ‘vielen Völker’ und die ‘mächtigen Nationen’ dürfen nicht mit Staaten und Regierungen verwechselt werden. Es handelt sich um einzelne aus allen Nationen, um Personen, die mit dem Nationalismus gebrochen und sich dem vereinten Dienst auf Jehovas Berg der wahren Anbetung zugewandt haben (Jesaja 2:2-4). In geistiger Hinsicht ‘spricht Jehova Recht und stellt die Dinge richtig’ für diese Gläubigen, die für Gottes Königreich Stellung beziehen. Alle, die zur „großen Volksmenge“ gehören, fügen sich dem göttlichen Ratschluß, schmieden ihre Schwerter zu Pflugscharen und leben untereinander in Frieden.
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Jehovas Gerechtigkeit und sein Name erhöhtDer Wachtturm 1989 | 1. Mai
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6:8 — Micha minderte den Wert sündensühnender Opfer nicht herab, sondern hob hervor, was in Jehovas Augen wirklich wertvoll ist. (Vergleiche 5. Mose 10:12.) Damit ein Opfer für Jehova annehmbar war, mußte der Sünder Recht üben und Eigenschaften bekunden wie Güte und Bescheidenheit. Heute achtet Jehova darauf, ob wir in unserem Dienst die gleichen Eigenschaften offenbaren (1. Korinther 13:4-8).
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