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  • Ärzte, Richter und Jehovas Zeugen

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  • Ärzte, Richter und Jehovas Zeugen
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1998
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1998
w98 1. 3. S. 29

Ärzte, Richter und Jehovas Zeugen

IM März 1995 hielten Jehovas Zeugen in Brasilien zwei Seminare ab. Zu welchem Zweck? Um Mediziner und Juristen zur Zusammenarbeit zu bewegen, wenn ein Krankenhauspatient ein Zeuge Jehovas ist und keine Bluttransfusion akzeptiert (Apostelgeschichte 15:29).

Leider hatten Ärzte in manchen Fällen den Willen von Patienten, die Zeugen Jehovas waren, nicht respektiert und versucht, eine gerichtliche Anordnung zu erwirken, um ihnen eine Bluttransfusion aufzuzwingen. Unter derlei Umständen schöpften die Zeugen alle verfügbaren Rechtsmittel aus, um sich zu schützen. Dennoch zogen sie Kooperation der Konfrontation bei weitem vor. Deshalb wurde bei den Seminaren betont, daß es viele Behandlungsalternativen zur Transfusion homologen Blutes gibt und daß Jehovas Zeugen diese gern akzeptieren.a

Die Haltung der Zeugen war bereits von der Ärztekammer von São Paulo unterstützt worden. Auf einer Tagung im Januar 1995 war entschieden worden, der Patient habe das Recht, eine vom Arzt empfohlene Behandlung, gegen die er Einwände habe, abzulehnen und sich von einem anderen Arzt behandeln zu lassen.

Lobenswerterweise sind unter den Medizinern in Brasilien mittlerweile Hunderte bereit, Patienten, die darum bitten, ohne Blut zu behandeln. Seit den Seminaren vom März 1995 hat sich die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Richtern und Jehovas Zeugen in Brasilien merklich verbessert. 1997 wurde in der brasilianischen medizinischen Fachzeitschrift Âmbito Hospitalar ein Artikel veröffentlicht, in dem Jehovas Zeugen ausdrücklich das Recht zugestanden wurde, daß man ihre Haltung in der Blutfrage respektiert. Allgemein erkennt man jetzt an, daß, wie die Ärztekammern für die Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo erklärten, „die Verpflichtung eines Arztes, das Leben seines Patienten zu schützen, keinen Vorrang haben sollte vor seiner Verpflichtung, die Entscheidungsfreiheit seines Patienten zu verteidigen“.

[Fußnote]

a Ausführliche Informationen darüber sind in der Broschüre Wie kann Blut dein Leben retten?, herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft, zu finden.

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