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Studie 4 — Die Bibel und ihr Kanon„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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Mit dem Ausdruck werden Bücher bezeichnet, deren Urheberschaft oder Autorität angezweifelt wird, oder Bücher, die es in gewisser Hinsicht wert sind, gelesen zu werden, die aber keinen Beweis für eine göttliche Inspiration enthalten. Solche Bücher wurden getrennt gehalten, und es wurde nicht öffentlich daraus vorgelesen, weshalb man sie „verborgen“ nannte. Auf dem Konzil von Karthago, 397 u. Z., wurde vorgeschlagen, den Hebräischen Schriften sieben der apokryphen Bücher sowie die Zusätze zu den kanonischen Büchern Esther und Daniel hinzuzufügen. Allerdings bestätigte die katholische Kirche erst im Jahre 1546 auf dem Konzil von Trient endgültig die Annahme dieser Hinzufügungen zu ihrem Verzeichnis der Bibelbücher. Diese Hinzufügungen waren: Tobias, Judith, die Nachträge zu Esther, Weisheit, Jesus Sirach, Baruch, drei Nachträge zu Daniel, das erste und zweite Buch der Makkabäer.
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Studie 4 — Die Bibel und ihr Kanon„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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17. Welches Recht beansprucht die katholische Kirche, doch wer bestimmte in Wirklichkeit, welche Bücher zum Bibelkanon gehören?
17 Die katholische Kirche beansprucht das Recht, zu entscheiden, welche Bücher in den Bibelkanon aufgenommen werden sollten, und es wird auf das Konzil von Karthago (397 u. Z.) verwiesen, auf dem ein Verzeichnis der Bücher angefertigt wurde. Jedoch war der Kanon bis dahin, einschließlich des Verzeichnisses der Christlichen Griechischen Schriften, bereits festgelegt, nicht durch den Beschluß irgendeines Konzils, sondern unter der Leitung des heiligen Geistes Gottes — desselben Geistes, der zur Niederschrift dieser Bücher inspirierte. Das Zeugnis späterer nichtinspirierter Personen, die Verzeichnisse anfertigten, ist nur insofern wertvoll, als sie den Bibelkanon bestätigen, den Gottes Geist autorisiert hat.
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