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  • Aristoteles
    Erwachet! 2016 | Nr. 5
    • Aristoteles wird „getauft“

      Katholische Theologen, vor allem Thomas von Aquin (um 1224–1274), ließen Aristoteles’ Schriften in ihre theologischen Werke einfließen. Das hatte zur Folge, dass im christlich geprägten Europa manche Ansichten von Aristoteles als anerkannte Wahrheiten vermittelt wurden. Seine Vorstellung, die Erde sei das Zentrum des Universums, wurde sogar zum katholischen Dogma. Auch protestantische Geistliche wie Calvin und Luther übernahmen diese Ansicht und behaupteten, sie stütze sich auf die Bibel. (Siehe den Kasten „Sie lasen zu viel in die Bibel hinein“.)

      Manche Ansichten von Aristoteles wurden für gegeben und unanfechtbar erklärt

      Charles Freeman schrieb, dass „Aristotelismus und Katholizismus auf manchen Gebieten nicht mehr zu unterscheiden waren“. Manche sagen, Thomas von Aquin hätte Aristoteles katholisch „getauft“. Doch wie Freeman schrieb, war es eher umgekehrt: „Thomas von Aquin konvertierte zum Aristotelismus“ — und in gewisser Weise damit auch die ganze Kirche. Das bekam zum Beispiel der italienische Astronom und Mathematiker Galileo Galilei zu spüren. Als er sich „erdreistete“, Beweise dafür vorzulegen, dass sich die Erde um die Sonne dreht, musste er vor dem Inquisitionsgericht erscheinen und widerrufen.a Ironischerweise hatte Aristoteles selbst gesagt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dem Fortschritt unterliegen und immer wieder überdacht werden müssen. Die Kirchen wären gut beraten gewesen, wenn sie diese Ansicht auch übernommen hätten.

  • Aristoteles
    Erwachet! 2016 | Nr. 5
    • Eine Zeichnung des geozentrischen Weltbildes

      Das geozentrische Weltbild war damals vorherrschend

      Sie lasen zu viel in die Bibel hinein

      Einige der damaligen Theologen hingen an Aristoteles’ geozentrischem Weltbild, weil sie in manche Bibelpassagen zu viel hineinlasen. Ein Beispiel dafür ist Psalm 104:5, wo steht: „[Gott] hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird . . . nicht zum Wanken gebracht werden.“ Der Bibelschreiber ging hier allerdings nicht auf die Position der Erde im Universum oder ihre Bewegung ein; vielmehr beschrieb er in poetischen Worten, dass Gott die Erde ewig bestehen lassen wird (Prediger 1:4).

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