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Der Überlebenskampf der französischen BibelErwachet! 1997 | 8. Dezember
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Die Kirche verurteilte Waldes und seine Anhänger später als Ketzer, und seine in Auftrag gegebenen Übersetzungen wurden von Mönchen verbrannt. Von da an widersetzte sich die Kirche allen Bemühungen, Gottes Wort in die Hände des gewöhnlichen Volkes zu legen.
Welche Strategie sie verfolgte, wurde offenkundig, als 1211 in der Stadt Metz im Osten Frankreichs auf ihre Veranlassung hin Bibeln verbrannt wurden. 1229 verbot das Konzil von Toulouse Laien ausdrücklich die Benutzung von Bibeln in der Volkssprache, ganz gleich in welcher. Darauf folgte das Konzil von Tarragona (Spanien) im Jahr 1234, auf dem selbst der Geistlichkeit der Besitz von Bibeln in jeglicher romanischen Sprache (die aus dem Lateinischen hervorgegangen war) untersagt wurde.
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Der Überlebenskampf der französischen BibelErwachet! 1997 | 8. Dezember
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Die katholische Kirche änderte ihre Strategie um keinen Deut, aber sie kämpfte auf verlorenem Posten. Im Lauf des 19. Jahrhunderts gaben die Päpste eine Reihe von Erlassen heraus, in denen sie sich hartnäckig gegen Bibelübersetzungen in der Landessprache stellten. Noch 1897 bekräftigte Papst Leo XIII.: „Verboten sind alle von Nichtkatholiken oder sonst jemandem in irgendeiner Volkssprache herausgegebenen Übersetzungen der Heiligen Schrift und besonders solche von den Bibelgesellschaften veröffentlichte, die von den römischen Päpsten schon mehr als einmal verurteilt worden sind.“
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