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  • 1. Teil — Lehrten Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit?
    Der Wachtturm 1991 | 1. November
    • Die Dreieinigkeitslehre

      Fast alle Kirchen der Christenheit lehren, Gott sei eine Dreieinigkeit. Die Catholic Encyclopedia bezeichnet die Dreieinigkeitslehre als „Zentrallehre der christlichen Religion“ und definiert sie wie folgt:

      „In der Einheit der Gottheit [sind] drei Personen ...: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, drei deutlich voneinander unterscheidbare Personen. Daher heißt es im Athanasianischen Glaubensbekenntnis: ‚Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, und der Heilige Geist ist Gott, und doch sind sie nicht drei Götter, sondern e i n Gott.‘ ... Die Personen [sind] alle gleich ewig und gleich groß; alle sind unerschaffen und allmächtig.“1

  • 1. Teil — Lehrten Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit?
    Der Wachtturm 1991 | 1. November
    • Andersdenkende verdammt

      Im Jahre 325 u. Z. formulierte ein Konzil in Nizäa (Kleinasien) ein Glaubensbekenntnis, gemäß dem der Sohn Gottes wie der Vater „wahrer Gott“ ist. Ein Auszug davon lautete:

      „Diejenigen aber, die sagen: es gab eine Zeit, zu der er (der Sohn Gottes) noch nicht war, und daß er aus dem Nicht-Seienden geworden ist, oder die sagen, daß er aus einer anderen Natur (Hypostasis) oder einer anderen Wesenheit (Usia) ist, oder daß der Sohn Gottes geschaffen, der Veränderung oder dem Wandel unterworfen ist — diese verdammt die katholische Kirche.“3

      Somit wurde jeder, der glaubte, daß der Sohn Gottes nicht gleich ewig ist wie der Vater oder daß der Sohn erschaffen wurde, der ewigen Verdammnis übergeben. Man kann sich vorstellen, welcher Druck, sich zu fügen, dadurch auf die Masse der Gläubigen ausgeübt wurde.

      Im Jahre 381 u. Z. wurde in Konstantinopel ein weiteres Konzil abgehalten. Auf diesem Konzil wurde erklärt, daß der heilige Geist wie der Vater und der Sohn angebetet und verehrt werden sollte. Ein Jahr später, 382 u. Z., bestätigte eine Synode, die ebenfalls in Konstantinopel tagte, die volle Göttlichkeit des heiligen Geistes.4 Im selben Jahr veröffentlichte Papst Damasus auf einem Konzil in Rom eine Sammlung von Lehren, die kirchlicherseits zu verurteilen waren. Das als Sätze des Damasus bezeichnete Dokument enthielt unter anderem folgende Erklärungen:

      „Wer nicht bekennt, daß i m m e r der Vater ist und i m m e r der Sohn und i m m e r der Heilige Geist, irrt im Glauben.

      Wer nicht bekennt, daß der Sohn Gottes wahrer Gott ist, wie sein Vater wahrer Gott ist, daß er alles kann und alles weiß und dem Vater gleich ist, irrt im Glauben.

      Wer nicht bekennt, daß der Heilige Geist ... wahrer Gott [ist], ... alles kann und alles weiß ..., irrt im Glauben.

      Wer nicht bekennt drei wahre Personen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, die einander gleich, immer leben, alles umfassen, das Sichtbare wie das Unsichtbare, alles vermögen ..., irrt im Glauben.

      Wer sagt, daß er (der Sohn) zur Zeit, da er auf Erden war und im Fleisch wandelte, nicht zugleich im Himmel und mit dem Vater war, irrt im Glauben.

      Wer mit der Bezeichnung Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist eine Trennung meint und sie Götter nennt [d. h. sie nicht e i n Gott nennt], ... der irrt gänzlich im Glauben.“5

      Jesuitische Gelehrte, die das Obenstehende aus dem Lateinischen ins Englische übersetzten, fügten folgenden Kommentar hinzu: „Papst Coelestin I. (422—432) betrachtete diese Regeln offenbar als Gesetz; sie sind wahrscheinlich als Definitionen des Glaubens betrachtet worden.“6 Und der Gelehrte Edmund J. Fortman behauptet, daß die Sätze „vernünftige und solide trinitarische Lehre darstellen“.7

      Angenommen, wir gehören einer Kirche an, die die Dreieinigkeitslehre vertritt, definieren diese Erklärungen dann unseren Glauben? Und ist uns aufgefallen, daß jemand, der an die Dreieinigkeitslehre glaubt, wie sie von den Kirchen gelehrt wird, auch damit einiggehen müßte, daß Jesus gleichzeitig im Himmel und auf der Erde gewesen ist? Diese Lehre ähnelt dem, was Athanasius, ein Kleriker des vierten Jahrhunderts, in seinem Buch Über die Menschwerdung sagte:

      „Er war ja nicht im Körper eingeschlossen und war auch nicht nur in einem Leibe und nirgends anderswo. Auch gab er ihm nicht die Bewegung, indes das All seiner Wirksamkeit und Fürsorge entraten mußte ... Und wie er sich in der ganzen Schöpfung befindet, ... so belebte er ... natürlich auch alles. Und so war er in allem und doch außerhalb des Alls.“8

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