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Ist die Hölle ein Ort der Qual?Erwachet! 1986 | 22. April
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Nach der mittelalterlichen Vorstellung war die Hölle ein Ort in der Unterwelt, wo reuelose Sünder für immer heftige Qualen leiden. Ein Dichter des 13. Jahrhunderts schrieb in dem Werk The Eleven Pains of Hell (Die elf Höllenqualen):
„Da sind brennende Bäume, an denen die Seelen derer hängen, die in ihrem Leben nie zur Kirche gingen. ... Da ist ein feuriger Ofen, vor dem sieben Teufel stehen, die die schuldigen Seelen in den Ofen werfen. ... Keine Ruhe haben die schuldigen Seelen.“
Michelangelo stellte eine solch furchterregende Hölle auf einem Gemälde in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan dar. Sie soll sogar Papst Paul III., der den Auftrag dafür gegeben hatte, zu Tode erschreckt haben.
Sowohl Calvin als auch Luther akzeptierten die katholische Vorstellung von der Hölle. Bis heute hält man an der Lehre von der Feuerhölle fest. „Das Hauptmerkmal der Hölle“, heißt es in der New Catholic Encyclopedia, „ist deren unlöschbares ... und ewiges Feuer. ... Was auch immer die Ausdrücke ‚unlöschbares Feuer‘ und ‚ewiges Feuer‘ bedeuten mögen, sollten sie doch nicht als bedeutungslos wegdiskutiert werden.“
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Ist die Hölle ein Ort der Qual?Erwachet! 1986 | 22. April
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In einem Rundschreiben des Vatikans, das 1979 mit der Zustimmung Papst Johannes Pauls II. veröffentlicht wurde, wurde hingegen die Lehre bestätigt, daß reuelose Sünder in eine Feuerhölle kommen, und man warnte davor, Zweifel an dieser Lehre laut werden zu lassen.
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