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Religiöse Traditionen und die BibelDer Wachtturm 1988 | 1. Dezember
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Kann ein Christ in Anbetracht dessen, was Jesus sagte, wirklich jede religiöse Tradition mit dem gleichstellen, was in der Bibel gesagt wird? Wohl kaum. Ganz gleich, wie viele Gefühle oder Emotionen mit einem Brauch verbunden sein mögen, muß sich ein Christ auf jeden Fall vergewissern, ob er mit Gottes Wort im Einklang ist oder nicht. Betrachten wir zum Beispiel einmal einige traditionelle religiöse Handlungen, die in dem katholischen Buch Liturgy—An Elementary Course (Grundkurs in der Liturgie) von María A. Lombillo Clark, T.D. beschrieben werden. Inwieweit entsprechen diese Traditionen dem, was die Bibel tatsächlich sagt?
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Religiöse Traditionen und die BibelDer Wachtturm 1988 | 1. Dezember
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[Kasten]
LITURGIE GOTTES WORT
„Unsere Anbetung Gottes „Kindlein, hütet euch vor
offenbart sich durch Götzen“ (1. Johannes 5:21).
religiöse Handlungen.“
„Gott ist ein GEIST, und die
ihn anbeten, müssen ihn mit
Geist und Wahrheit anbeten“
„Wir wandeln durch Glauben,
nicht durch Schauen“
„Ich bin Jehova. Das ist mein
Name; und keinem sonst werde
ich meine eigene Herrlichkeit
geben noch meinen Lobpreis
gehauenen Bildern“
(Jesaja 42:8).
„Wir sollten der aller- „Du sollst dir kein geschnitztes
heiligsten Jungfrau Maria, Bild machen noch eine Gestalt
den Engeln und den Heiligen wie irgend etwas, was oben
Verehrung darbringen. in den Himmeln oder was
[Solche] Akte der Verehrung unten auf der Erde ... ist.
... gelten letztlich in Du sollst dich nicht vor ihnen
derselben Weise Gott, wie ein niederbeugen noch dich ver-
König geehrt wird, wenn man leiten lassen, ihnen zu
seinen Dienern Ehre erweist.“ dienen“ (2. Mose 20:4, 5).
„Du sollst dir kein geschnitz-
tes Bild machen noch eine
Gestalt wie irgend etwas, was
oben in den Himmeln oder was
unten auf der Erde ... ist.
Du sollst dich nicht vor ihnen
niederbeugen noch dich ver-
leiten lassen, ihnen zu
dienen“ (2. Mose 20:4, 5).
„Ich, Johannes, ... [fiel]
nieder, um vor den Füßen des
Engels anzubeten ... Er aber
spricht zu mir: ‚Sieh dich
vor! Tu das nicht! ... Bete
Gott an!“
„Da ist e i n Gott und e i n
Mittler zwischen Gott und
Menschen, ein Mensch, Christus
Jesus“ (1. Timotheus 2:5).
„Auf dem Altar muß ein „Der Gott, der die Welt und
Kruzifix liegen; ohne ein alles, was darin ist, gemacht
solches kann die heilige hat, dieser, der der Herr des
Messe nicht zelebriert Himmels und der Erde ist,
werden. Drei Altartücher, wohnt nicht in Tempeln, die
zwei Kandelaber und die mit Händen gemacht sind“
Patenen sind ebenfalls (Apostelgeschichte 17:24).
notwendig.“ „Wir [halten] unseren Blick
nicht auf die Dinge gerichtet
..., die man sieht, sondern
auf die Dinge, die man nicht
sieht“ (2. Korinther 4:18).
„Am 1. November wird das „Die Toten selbst preisen Jah
Allerheiligenfest gefeiert. nicht noch irgendwelche, die
Das ist der heilige Tag für ins Schweigen hinabfahren“
alle Seelen, die ein glück- (Psalm 115:17).
liches Leben im Himmel führen „Die Toten wissen nichts mehr“
wie eines Tages auch wir.“ (Prediger 9:5, Allioli-Bibel).
„Jede Seele, die diesen
Propheten nicht hört, wird
ausgerottet werden aus dem
Volke“
(Apostelgeschichte 3:23, Al).
„Um diesen Seelen zu Hilfe zu „Weder Wirken noch Planen,
kommen, führte die Kirche das weder Weisheit noch Wissen
‚Gedenken an die in Treue gibt es im Reich der Toten,
Verstorbenen‘ am 2. Novem- dahin du gehst“
ber ein. An diesem Tag (Prediger 9:10, Henne).
zelebriert der Priester die „Vertrauet nicht auf
Messe dreimal, um die Qualen [Menschenkinder] ... Es
der gesegneten Seelen im fährt aus ihr Geist, und sie
Fegefeuer zu erleichtern kehren zurück zu ihrer Erde;
und ihren Eingang in den am selben Tag vergehen alle
Himmel zu beschleunigen.“ ihre Gedanken“ (Psalm 145:2-4,
„Die Lehre vom Fegefeuer Al).
beruht im Grunde auf
Tradition und nicht auf der
Heiligen Schrift“ (New
Catholic Encyclopedia,
Band 11, Seite 1034).
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