Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Russen schätzen Freiheit der Anbetung
    Erwachet! 2000 | 22. Februar
    • Besonders freuten sich die Kongreßbesucher auch über die Grüße, die aus Moskau übermittelt wurden, wo sich am gleichen Wochenende 15 108 zu einem Bezirkskongreß versammelt hatten. Dort waren 600 Personen getauft worden, was unter den Delegierten in New York große Begeisterung auslöste — nicht zuletzt in Anbetracht der beunruhigenden Nachrichten, die in der Woche vor dem geplanten Kongreß in den USA und anderswo von Zeitungen und vom Fernsehen verbreitet worden waren.

      Was sich in Moskau abspielte

      Am 21. Juli 1999 unterschrieben Jehovas Zeugen einen Vertrag über die Nutzung des überdachten Stadions im Moskauer Sportkomplex „Olimpijski“, der unweit des Stadtzentrums direkt neben einer großen russisch-orthodoxen Kirche liegt. Doch eine Woche vor dem geplanten Kongreßbeginn wurde deutlich, daß mit Widerstand zu rechnen war. Bis zum Mittwoch, dem 18. August, war die Genehmigung, das Stadion zu benutzen, immer noch nicht erteilt worden, obwohl die Miete bereits bezahlt war. Den Behörden wurde nachdrücklich versichert, daß Jehovas Zeugen eine in Rußland rechtlich anerkannte religiöse Gemeinschaft sind, wie der Kasten auf Seite 28 erklärt.

      Etwa 15 000 Kongreßdelegierte wurden für den Freitag morgen erwartet, weshalb sich die Verantwortlichen der Zeugen Jehovas langsam Sorgen machten. Manche Delegierte reisten aus weit entfernten Städten und Ortschaften an. Nach mehrstündigen Verhandlungen konnte die Stadionverwaltung den Zeugen schließlich am Donnerstag, dem 19. August, um 20 Uhr die erfreuliche Mitteilung machen, der Kongreß könne stattfinden. Die Stadtverwaltung hatte entschieden, daß von ihrer Seite keine Einwände gegen den Kongreß vorlagen.

      Am folgenden Morgen strömten Tausende in das Stadion. Freiwillige Helfer der Zeugen Jehovas hatten die ganze Nacht durchgearbeitet, um alles für die Besucher vorzubereiten. Ebenfalls anwesend waren an diesem ersten Kongreßvormittag Vertreter der Medien, die zuvor über die Widerstände gegen den Kongreß informiert worden waren. „Herzlichen Glückwunsch!“ rief einer von ihnen aus. „Wir freuen uns zu hören, daß Ihr Kongreß stattfinden kann.“

      Beispielhaft ordentliches Verhalten

      Die Stadionverwaltung hielt es für angebracht, zur Vorsicht bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Deshalb wurden für alle Eingänge Sicherheitsbeamte mit Metalldetektoren abgestellt, wie sie auf Flughäfen zur Kontrolle der Reisenden eingesetzt werden. Im gesamten Innenraum des Stadions waren außerdem Polizeibeamte postiert. Der Kongreß lief auf geordnete Weise ab, und das trotz einer ernsten Bedrohung.

      Am Samstag nachmittag behauptete ein anonymer Anrufer, im Stadion sei eine Bombe versteckt. Der Anruf erfolgte kurz vor dem Ende der vorletzten Ansprache dieses Tages. Auf Ersuchen der Stadionverwaltung wurde daraufhin in einer kurzen Bekanntmachung darum gebeten, das Stadion unverzüglich zu räumen. Die geordnete Art und Weise, in der alle dieser Bitte folgten, erstaunte die Verantwortlichen für das Stadion und die Polizei sehr. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Sie fragten doch tatsächlich, ob das zuvor geprobt worden sei!

      Bomben fand man keine, und das Programm, das am Samstag nicht mehr dargeboten werden konnte, wurde am nächsten Tag nachgeholt. Die Stadionverwaltung äußerte sich sehr zufrieden über den Kongreß.

  • Russen schätzen Freiheit der Anbetung
    Erwachet! 2000 | 22. Februar
    • [Bild auf Seite 26, 27]

      Mehr als 15 000 versammelten sich im Stadion des Moskauer Sportkomplexes „Olimpijski“

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen