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  • Friedliebende Menschen verteidigen ihren guten Ruf
    Der Wachtturm 2011 | 1. Mai
    • IM Dezember 2009 und im Januar 2010 wurden in Russland auf höchster gerichtlicher Ebene die Glaubensansichten von Jehovas Zeugen als „extremistisch“ eingestuft. Es drängte sich einem der Gedanke auf, die Geschichte würde sich wiederholen. Unter der Sowjetherrschaft waren Tausende von Zeugen in diesem Land zu Unrecht beschuldigt worden, Staatsfeinde zu sein. Sie wurden deportiert, in Gefängnisse gesperrt oder in Arbeitslagern interniert. Nach dem Zusammenbruch des Sowjetregimes wurden Jehovas Zeugen von der neuen Regierung offiziell rehabilitiert.a Nun scheint man es erneut darauf abgesehen zu haben, ihren guten Namen zu beschmutzen.

      Die Offensive gegen die Religionsfreiheit von Jehovas Zeugen begann Anfang 2009. Allein im Februar kam es landesweit zu über 500 Ermittlungsverfahren. Das Ziel? Es sollten vermeintliche Gesetzesübertretungen der Zeugen aufgedeckt werden. In den darauffolgenden Monaten stürmte die Polizei friedliche religiöse Zusammenkünfte in Königreichssälen und Privatwohnungen. Literatur und persönlicher Besitz wurde konfisziert. Anwälte aus dem Ausland, die bei der Verteidigung der Zeugen Jehovas Unterstützung leisteten, wurden ausgewiesen und nicht mehr ins Land gelassen.

      Am 5. Oktober 2009 hielten Zollbeamte an der Grenze nahe Sankt Petersburg eine Lieferung biblischer Schriften zurück, die in Deutschland gedruckt worden waren und an eine ganze Reihe von Versammlungen der Zeugen Jehovas in Russland gehen sollten. Beamte einer Spezialabteilung für gefährliche Schmuggelware untersuchten die Ladung. Wieso das? In einem amtlichen Schreiben hieß es, sie könne „Schriftmaterial enthalten, das darauf angelegt ist, religiöse Zwietracht zu stiften“.

      Die Schikanen erreichten bald einen Höhepunkt. Das Oberste Gericht der Russischen Föderation und das Oberste Gericht der Republik Altai (Teilrepublik Russlands) erklärten eine Anzahl Schriften von Jehovas Zeugen — auch die Zeitschrift, die Sie gerade lesen — für „extremistisch“. Jehovas Zeugen legten Berufung ein und auf internationaler Ebene wurden Bedenken geäußert, doch vergeblich. Die Entscheide sind derzeit rechtskräftig, das heißt, es ist verboten, diese religiösen Publikationen in Russland einzuführen und zu verbreiten.

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