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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Hannu Tanninen hat noch gut in Erinnerung, wie die ersten Dienstwochen Anfang der 1990er-Jahre abliefen: „Ich kündigte einer Versammlung in Petrosawodsk (Karelien) brieflich meinen Besuch an. In dem Brief wurde erklärt, wie die Zusammenkünfte in dieser Woche ablaufen sollten. Als meine Frau und ich ankamen, holte uns ein Ältester vom Bahnhof ab und brachte uns zu sich nach Hause. Er zeigte mir den Brief und sagte: ‚Wir haben deinen Brief bekommen, aber wir haben ihn nicht verstanden und darum lieber nichts gemacht, sondern auf dich gewartet, damit du uns alles erklärst.‘
Bei unserem ersten Besuch in Murmansk hatten die 385 Verkündiger über 1 000 Bibelstudien. In Wirklichkeit waren es sogar noch mehr, denn viele Studien fanden gruppenweise statt. Eine Pionierin hatte zum Beispiel 13 Bibelstudien, aber über 50 nahmen daran teil!
Danach kamen wir in die Oblaste Wolgograd und Rostow. In der Stadt Wolgograd gab es über 1 Million Einwohner und nur 4 Versammlungen. Die Brüder wollten gern lernen, wie man Zusammenkünfte und Bibelstudien abhält und wie man von Haus zu Haus predigt. Bei jedem Besuch gab es neue Versammlungen zu gründen. Für den Kreisaufseherbericht zählten wir immer zusammen, wie viele sich seit dem letzten Besuch hatten taufen lassen. Das waren in jeder Versammlung 50, 60 oder 80, in einer sogar über 100! So wurden in der Stadt in nur 3 Jahren 16 neue Versammlungen gegründet.“
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Roman Skiba war einer der ersten Sonderpioniere, die Anfang 1993 aus Polen kamen. Er erzählt: „Im Oktober 1993 erfuhr ich von meiner neuen Aufgabe als Kreisaufseher. Zu meinem ersten Kreis gehörten Versammlungen im Süden von Sankt Petersburg, in der Oblast Pskow und in ganz Weißrussland.
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Trotz aller Bemühungen kamen wir dennoch hin und wieder zur Dienstwoche zu spät. Einmal blieb uns auf dem Weg zu einer Versammlung im Bergdorf Ust-Kan (Altai) auf den ungepflasterten Bergstraßen das Auto stehen. So kamen wir nicht nur zu spät zur Durchsicht der Versammlungsunterlagen, sondern auch noch zwei Stunden zu spät zur Zusammenkunft. Wir waren frustriert und rechneten eigentlich damit, dass keiner mehr da war. Um so mehr staunten wir, als in dem gemieteten Saal 175 Anwesende auf uns warteten, und das bei nicht einmal 40 Verkündigern! Dank unserer Verspätung hatten es wohl viele Interessierte aus anderen Bergdörfern noch zur Zusammenkunft geschafft.“b
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Einer sollte 1996 in einem Stadion von Jekaterinburg stattfinden. Roman Skiba erzählt: „Auf den Stadionrängen wuchs das Gras und im Stadion standen 2 Meter hohe Birken. Es waren noch drei Wochen bis zum Kongress, und es gab dort im Umkreis nur drei Versammlungen.
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