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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Arno: „Nur wenige Wochen nach unserem Umzug nach Moskau hatten wir bereits die ersten Aufgaben in der Theokratischen Predigtdienstschule. Nach sechs Wochen in Russland musste ich schon meinen ersten Vortrag auf einem Kongress halten. Unsere Versammlung hatte rund 140 getaufte Verkündiger und ein Predigtgebiet so groß wie ein ganzer Kreis in Deutschland! Unser erstes Gebiet lag neben unserem Pionierheim. Das war eine aufregende Zeit, denn wir waren die allerersten Zeugen, die dort von Tür zu Tür predigten!“
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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In den Versammlungen gab es oft nicht genügend Brüder, die als Älteste oder Dienstamtgehilfen dienen konnten. Ein Ältester war doch tatsächlich vorsitzführender Aufseher von 5 Versammlungen! Er bat mich, in einer davon die Gedächtnismahlansprache zu halten. Es kamen 804 Personen. Anschließend mussten alle schnell der nächsten Versammlung Platz machen. Ihr Redner hatte allerdings Probleme mit dem Auto und schaffte es nicht rechtzeitig zum Gedächtnismahl, also hielt ich die Ansprache noch einmal — diesmal vor 796 Anwesenden! Damit hatten allein in den beiden Versammlungen 1 600 Personen das Gedächtnismahl besucht! Das zeigt, wie groß das Interesse an der Wahrheit damals war.“
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Und kurz nach der Registrierung der Tätigkeit der Zeugen Jehovas im März 1991 gab es in der Stadt 5 Versammlungen. 1992 fand dort ein internationaler Kongress statt. Weitere theokratische Höhepunkte folgten. All das führte zu einer schnellen Mehrung, sodass es 2006 in Sankt Petersburg über 70 Versammlungen gab.
In Astrachan, nicht weit von der Grenze zu Kasachstan, gab es 1995 nur eine Versammlung ohne irgendeinen Ältesten oder Dienstamtgehilfen. Dennoch hielten die Brüder einen Kreis- und einen Tagessonderkongress ab. Für die Vorträge reisten Älteste aus der gut 700 Kilometer entfernten Republik Kabardino-Balkarien an. Die Brüder wussten zuvor nicht, wie viele sich auf den Kongressen taufen lassen wollten. Roman Skiba erzählt: „Ein Ältester und ich waren zwei Wochen vor Kongressbeginn da. Geplant war, mit der Versammlung zu predigen und mit den Taufbewerbern die Fragen durchzugehen. Doch für den Dienst blieb uns überhaupt keine Zeit, denn wir waren vollauf mit den 20 Taufbewerbern beschäftigt!“
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