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Der Segen Jehovas macht reichDer Wachtturm 1992 | 1. Dezember
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Zehnte und Opfer
8. Wovon hing unter dem Gesetzesbund der materielle Wohlstand der Israeliten ab?
8 In Maleachis Tagen hatte Gottes Volk kein Gedeihen. Warum? Teilweise hatte das mit den Opfern und den Zehnten zu tun. Israel stand zu jener Zeit unter dem mosaischen Gesetzesbund. Als Jehova diesen Bund mit den Israeliten schloß, versprach er, sie geistig und materiell zu segnen, wenn sie ihre Bundesverpflichtungen einhielten. Somit hing der Wohlstand der Israeliten von ihrer Treue ab (5. Mose 28:1-19).
9. Warum forderte Jehova vom alten Israel, den Zehnten zu zahlen und Opfer darzubringen?
9 Unter dem Gesetz waren die Israeliten beispielsweise verpflichtet, im Tempel Opfer darzubringen und den Zehnten zu zahlen. Manche Opfer wurden als Ganzes auf dem Altar Jehovas verbrannt, andere wurden dagegen unter den Priestern und demjenigen, der das Opfer darbrachte, aufgeteilt, und Jehova opferte man nur bestimmte Stücke (3. Mose 1:3-9; 7:1-15). In bezug auf den Zehnten sagte Moses zu den Israeliten: „Jeder Zehnte des Landes, von der Saat des Landes und der Frucht des Baumes, gehört Jehova. Er ist etwas Heiliges für Jehova“ (3. Mose 27:30). Der Zehnte wurde den levitischen Bediensteten in der Stiftshütte — und später im Tempel — gegeben. Die nichtpriesterlichen Leviten ihrerseits gaben den Zehnten von dem, was sie erhielten, den aaronischen Priestern (4. Mose 18:21-29). Warum forderte Jehova von den Israeliten, den Zehnten zu zahlen? Erstens, damit sie ihre Wertschätzung für die Güte Jehovas sichtbar zeigen konnten. Und zweitens, um zur Unterstützung der Leviten beizutragen, die sich so auf ihre Pflichten konzentrieren konnten, zum Beispiel auf das Lehren des Gesetzes (2. Chronika 17:7-9). Somit wurde auch die reine Anbetung unterstützt, woraus jeder Nutzen zog.
10. Was geschah, wenn die Israeliten den Zehnten nicht gaben und keine Opfer darbrachten?
10 Zehnte und Opfergaben wurden später zwar von den Leviten verwendet, aber in Wirklichkeit waren es Gaben für Jehova, weshalb sie von guter Qualität — seiner würdig — sein mußten (3. Mose 22:21-25). Was geschah, wenn die Israeliten ihren Zehnten nicht gaben oder wenn sie minderwertige Opfer darbrachten? Obwohl im Gesetz dafür keine Strafe festgelegt worden war, hatte es dennoch Folgen. Jehova hielt seinen Segen zurück, und die Leviten, die nun ohne materielle Unterstützung waren, gaben den Tempeldienst auf, um selbst für sich zu sorgen. Daher hatte ganz Israel darunter zu leiden.
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Der Segen Jehovas macht reichDer Wachtturm 1992 | 1. Dezember
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Jehova berauben
15, 16. Wegen welcher Verfehlungen tadelte Jehova Israel durch Maleachi?
15 Maleachi prophezeite wahrscheinlich ebenfalls zu dieser Zeit, und der Prophet berichtet uns mehr über Israels Untreue. Er zeichnete folgende Worte Jehovas an Israel auf: „‚Wenn ich ... ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir?‘ hat Jehova der Heerscharen zu euch gesprochen, o Priester, die ihr meinen Namen verachtet.“ Was gab es zu bemängeln? Jehova erklärte: „Wenn ihr ein blindes Tier zum Opfern darbringt [, sagt ihr]: ‚Es ist nichts Schlechtes.‘ Und wenn ihr ein lahmes Tier oder ein krankes darbringt [, sagt ihr]: ‚Es ist nichts Schlechtes‘“ (Maleachi 1:6-8).
16 Damit zeigte Maleachi sehr deutlich, daß die Israeliten zwar Opfer darbrachten, deren schlechte Qualität jedoch eine ungeheure Respektlosigkeit verriet. Maleachi schrieb außerdem: „‚Von den Tagen eurer Vorväter her seid ihr von meinen Bestimmungen abgewichen und habt sie nicht gehalten. Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“ Die Israeliten wollten wissen, was sie im einzelnen tun sollten, und fragten deshalb: „Auf welche Weise sollen wir umkehren?“ Jehova entgegnete: „Wird der Erdenmensch Gott berauben? Ihr aber beraubt mich.“ Wie konnte Israel Jehova, den Quell allen Reichtums, berauben? Jehova beantwortete dies wie folgt: „In den Zehnten und in den Beiträgen“ (Maleachi 3:7, 8). Ja, dadurch, daß die Israeliten versäumten, ihre Zehnten zu geben und ihre Opfer darzubringen, beraubten sie tatsächlich Jehova!
17. Welchem Zweck dienten die Zehnten und die Opfer in Israel, und was versprach Jehova in Verbindung mit den Zehnten?
17 Dieser geschichtliche Hintergrund zeigt die Bedeutung der Zehnten und der Opfer in Israel. Sie lieferten einen Beweis für die Wertschätzung des Gebers. Und sie trugen zur materiellen Unterstützung der wahren Anbetung bei. Jehova konnte die Israeliten daher ermuntern: „Bringt alle Zehnten in das Vorratshaus.“ Für den Fall, daß sie es taten, versprach er ihnen: „[Ich werde] Segen über euch ausschütten ..., bis kein Bedarf mehr ist“ (Maleachi 3:10). Der Segen Jehovas würde sie reich machen.
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