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Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
it-2 „Sadduzäer“

SADDUZÄER

(Sadduzạ̈er).

Eine bekannte mit der Priesterschaft in Verbindung stehende religiöse Sekte des Judaismus (Apg 5:17). Sie glaubte weder an die Auferstehung noch an Engel (Apg 23:8).

Wann die Sadduzäer als religiöse Sekte genau in Erscheinung traten, ist nicht bekannt. In den Aufzeichnungen des Josephus ist ihr Name zum ersten Mal geschichtlich belegt, die darauf schließen lassen, dass sie den Pharisäern in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. u. Z. Widerstand leisteten (Jüdische Altertümer, 13. Buch, Kap. 10, Abs. 6). Josephus liefert auch Informationen über ihre Lehren. Es ist indes fraglich, ob seine Darlegung völlig den Tatsachen entspricht. Josephus sagt, dass die Sadduzäer im Gegensatz zu den Pharisäern das Schicksal leugneten und behaupteten, ein Mensch sei aufgrund seiner eigenen Handlungen allein für das verantwortlich, was über ihn komme (Jüdische Altertümer, 13. Buch, Kap. 5, Abs. 9). Sie lehnten die vielen mündlich überlieferten Traditionen ab, an denen die Pharisäer festhielten, und auch den Glauben der Pharisäer an die Unsterblichkeit der Seele und die Strafen oder Belohnungen nach dem Tod. Im Umgang miteinander waren die Sadduzäer ziemlich barsch. Auch sollen sie streitsüchtig gewesen sein. Gemäß Josephus fanden ihre Lehren bei den Reichen Anklang (Jüdische Altertümer, 13. Buch, Kap. 10, Abs. 6; 18. Buch, Kap. 1, Abs. 4; Geschichte des Jüdischen Krieges, 2. Buch, Kap. 8, Abs. 14).

Johannes der Täufer wies darauf hin, dass die Sadduzäer Frucht hervorbringen müssten, die der Reue entsprächen. Der Grund hierfür war, dass sie es wie die Pharisäer versäumt hatten, Gottes Gesetz zu halten (Mat 3:7, 8). Christus Jesus verglich ihre verderbliche Lehre mit Sauerteig (Mat 16:6, 11, 12).

Hinsichtlich ihrer Glaubensansichten heißt es in Apostelgeschichte 23:8: „Die Sadduzäer sagen ..., es gebe weder eine Auferstehung noch Engel noch Geist, die Pharisäer aber verkünden all dies öffentlich.“ In Verbindung mit der Auferstehung und der Schwagerehe versuchte eine Gruppe Sadduzäer Christus Jesus herauszufordern. Doch er brachte sie zum Schweigen. Indem er auf das Gesetz verwies, das die Sadduzäer vorgaben zu halten, widerlegte er ihre Behauptung, es gebe keine Auferstehung (Mat 22:23-34; Mar 12:18-27; Luk 20:27-40). Als der Apostel Paulus später vor dem Sanhedrin stand, entzweite er dieses höchste jüdische Gericht, indem er die Pharisäer gegen die Sadduzäer ausspielte. Dies war wegen ihrer unterschiedlichen religiösen Ansichten möglich (Apg 23:6-10).

Obgleich sie in religiöser Hinsicht verschiedener Meinung waren, schlossen sich die Sadduzäer den Pharisäern an, als diese versuchten, Jesus auf die Probe zu stellen, indem sie ihn um ein Zeichen baten (Mat 16:1), und beide Gruppen leisteten ihm vereint Widerstand. Aus der Bibel geht hervor, dass die Sadduzäer führend vorangingen, als man Jesus nach dem Leben trachtete. Einige Sadduzäer waren Mitglieder des Sanhedrins, der einen Anschlag gegen Jesus plante und ihn später zum Tod verurteilte. Zu dem Gericht gehörten der Sadduzäer und Hohe Priester Kaiphas und offensichtlich auch andere prominente Priester (Mat 26:59-66; Joh 11:47-53; Apg 5:17, 21). Wenn also in den Christlichen Griechischen Schriften davon die Rede ist, dass die Oberpriester etwas Bestimmtes unternahmen, waren allem Anschein nach auch die Sadduzäer daran beteiligt (Mat 21:45, 46; 26:3, 4, 62-64; 28:11, 12; Joh 7:32). Die Sadduzäer scheinen die Führung übernommen zu haben, als man versuchte, nach Jesu Tod und Auferstehung die Ausbreitung des Christentums aufzuhalten (Apg 4:1-23; 5:17-42; 9:14).

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