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Sollte man kleine Kinder taufen?Der Wachtturm 1986 | 15. März
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Für die Kirchenführer war diese Wegwendung von der „Erbsünde“ Ketzerei. Und Pelagius arbeitete ihnen unabsichtlich in die Hände, da er sich für einen damals populären Brauch einsetzte — die Kindertaufe. Augustinus, ein Bischof, sah darin eine offenkundige Inkonsequenz. Wenn Kinder getauft werden müssen, so argumentierte er, wie steht es dann mit denen, die nicht getauft sind? Gemäß seiner scheinbar logischen Schlußfolgerung müßten sie — weil sie die Taufe nicht empfangen hatten — im Höllenfeuer leiden. Nachdem Augustinus diese Vorstellung untermauert hatte, holte er zum vernichtenden Schlag gegen Pelagius aus: Wenn aber ungetaufte Kinder wirklich der Verdammnis anheimfallen, was könnte dann anderes dafür verantwortlich sein als die „Erbsünde“?
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Sollte man kleine Kinder taufen?Der Wachtturm 1986 | 15. März
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b Augustinus behauptete, daß ungetaufte Kinder „der mildesten Verdammnis von allen“ anheimfallen würden.
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